Volltrottel in Verkehr und Literatur

OK, der Verkehr heute war eigentlich ganz ok, früh sogar ein Kastenwagen, der die gesamte Leipziger Straße hinter mir blieb, ohne zu drängeln. Sehr schön.

Dafür auf der Rückfahrt eine Rechtsabbiegerin, die einfach nicht halten wollte. Mich ließ sie noch zähneknirschend vorbei (ohne stehenzubleiben), die Radfahrerin hinter mir musste dann vollbremsen.

John Asht – der “Autor”

Apropos Volltrottel: der mir bis dato unbekannte Autor John Asht macht sich gerade selbst zu einem solchen. Eine an sich lustige Geschichte, die man nicht glauben mag:

Ausgangslage: Myriel schreibt in ihrem Blog Bücherzeit eine Rezension von Twin-Pryx Zwillingsbrut von eben jenem John Asht. Offensichtlich war das Buch nicht ihres, denn nach 90 Seiten bricht sie ab und beschreibt nachvollziehbar, dass das Buch von ihr keine Empfehlung bekommt.

Tja, so läuft das halt manchmal, da gefällt das Buch halt nicht.

Nicht mit John Asht (was auch immer das für ein Pseudonym sein mag, ich will es gar nicht wissen). Denn der weiß, was Sache ist und kommentiert, sagen wir, etwas ungehalten, dass sich Myriel erdreistet a) das Buch nicht zu mögen und b) das auch noch zu sagen. Und das, obwohl sie gar nicht das ganze Buch gelesen hat! Also will er sie verklagen!

Oder in seinen Worten:

Na ja, von einer 23-jährigen Fantasy-Leserin, die mit gehobener Literatur überhaupt nichts anfangen kann, erwarte ich auch nicht mehr als eine solch’ unqualifizierte Pseudo-Rezi.
Mädel, schreib’s dir hinter die Ohren: Phantastische Literatur ist nicht „Fantasy“.
Also, tu uns allen einen Gefallen und bleib bei deinen Zwergen und Elfen – für mehr reichts nicht!

OK, reicht noch nicht:

… außerdem werde ich „Myriel“ und „Bücherzeit“ von meinem Rechtsanwalt gerichtlich ahnden lassen – denn mir sieht diese Einrichtung sehr suspekt aus – etwa so, wie von gewissen Leuten bezahlt, um einem Autor zu vernichten. Das wird teuer, Lady!

Der Roder-Verlag

Har, har. OK, jetzt würde man denken: hoffentlich liest der Verlag mit und schlichtet etwas. Der Verlag liest mit. Auftritt Antje Roder, Geschäftsführerin des Roder-Verlags.

Nur Auszüge, denn ihre Kommentare sind etwas länger:

Grundregel Nummer 1 für eine Rezension ist, dass man das Buch überhaupt gelesen hat!!!

Drei(!) Ausrufezeichen. Myriel hat sich nämlich nicht an die Rezensionsregeln gehalten.

[…] Daneben gibt es aber noch solche Autoren, die sich Zeit nehmen für ihr Werk, die Handlungsstränge ausarbeiten und eine Geschichte entwickeln. Daraus entstehen Bücher, die nicht zur Massenware zählen und die den Leser zum Mitdenken anregen wollen – keine vorgekaute Kost. […]
Wer damit nicht mehr umgehen kann, sollte sich künftig besser nur noch mit anspruchsloser Kost berieseln lassen. Das ist auch den Machthabern lieber, denn diese Art von Fast-Food-Leser lassen sich optimal lenken und kontrollieren – eben weil sie allmählich das rationale Denken verlernen.

Myriel ist einfach zu doof für das Buch (zu dem komme ich noch). Aber jetzt kommt’s dicke:

Artikel 5 des Grundgesetzes gibt Ihnen noch lange nicht das Recht, Wirtschaftskriminalität zu betreiben, indem Sie willkülich den Verkauf eines Produktes boykottieren.
Sie sind keine studierte Literaturkritikerin – das sieht man allein schon daran, dass Sie den fantastischen Abenteuerroman „Twin-Pryx, Zwillingsbrut“ fälschlicherweise in die Kategorie „Fantasy“ abgeheftet haben. Fantastische Abenteuerromane sind z. B. das Genre des Jules Verne. Fantasy hingegen ist das Genre der modernen Märchengeschichten, wo Fabelwesen um den Menschen agieren.
[…]
Außerdem werde ich den Börsenverein des Deutschen Buchhandels informieren, dass Sie auf launische Weise Literaturkritiken veröffentlichen, ohne überhaupt das Werk gelesen zu haben – abgesehen davon, dass Sie es wie oben beschrieben falsch kategorisiert haben.
Überlegen Sie sich, was für Konsequenzen das alles für Sie haben wird. Das Recht ist auf unserer Seite!

Uiuiui. Falsche Kategorie genommen und nicht Literaturkritik studiert. Und auf launische Weise Kritiken veröffentlicht. Ein Fall für die spanische Inquisition.

Zum Glück nimmt Myriel das Ganze sportlich und wartet ab, ob endlich gerichtliche Schritte erfolgen. (Herr Staatsanwalt, die hat mein Buch nicht gut gefunden, obwohl sie es nicht zu Ende gelesen hat!!!)

Noch nicht peinlich genug?

OK, dann auf ins Blog von John Asht. Dort beschreibt er nämlich den Vorfall auf seine Art unter dem Titel (und das habe ich mir nicht ausgedacht) “Literatur-Kriminalität im Internet“. Er beginnt mit:

Vor der Internetexplosion gab es noch gestandene Literaturkritiker[…]

Jetzt schwadroniert er sich eine Verschwörungstheorie um eine abgelehnte Autorin zusammen. Muss man lesen. Weiter:

Lady Oberschlau publiziert also ihre unqualifizierte Kritik in ihrem Blog und gibt sogar noch offiziell zu, dass sie das Buch überhaupt nicht gelesen hat.

Die Schlange. Erzählt also offen die Wahrheit. Schlimm.

Der Verlag verwarnt die unseriöse Rezensentin und belehrt sie vorbeugend, dass sie nicht einmal die Literaturgattung des Buches richtig erkannt habe und somit eine Rezension nach den Kriterien eines ganz anderen Genres erstellt hat. Vor allem aber wird sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen habe (sorgfältig), bevor sie überhaupt eine Kritik zu veröffentlichen gedenkt.

Ja, wieder diese Rezensionsregeln, die so gelten. Aus dem Rezensionsgesetzbuch (ok, der war schlecht).

Demonstrativ schickt die pseudo-erpresserische Rezensentin ihre Postanschrift zu – womöglich in der Hoffnung, dass da nun bald ein schönes Paket mit Geschenken und vielleicht auch einem Geldumschlag eintrudelt. Stattdessen aber bekommt sie eine Anzeige wegen Verstoßes gegen § 15 UWG “Geschäftlicher Verleumdung”.

Klar, die wollte Geschenke haben. Mal sehen, was Myriel dazu schrieb:

Hallo Frau Roder,
da Sie so plakativ darauf hinweisen, dass das Recht auf Ihrer Seite ist, dürfen Sie mich gern davon überzeugen. Meine postalische Anschrift habe ich Ihnen soeben per E-Mail übermittelt, so dass Sie Ihre Ankündigungen umsetzen können.

Tja, sie wartet einfach auf die Anzeige (die bisher noch nicht gekommen ist).

Aber nochmal die Regeln von John Asht:

Sobald eine Rezension veröffentlicht ist, untersteht sie nur dann dem Schutze der freien Meinungsäußerung, insofern sie zutreffend fundiert und objektiv analysiert ist – vor allem aber muss der Rezensent das gesamte Werk von der ersten bis zur letzten Seite gelesen haben. Für nur angelesene Bücher kann man höchstens ein referierendes Statement abgeben – allerdings niemals in einem Rezensionsblog.

Jenau. Und zum Schluss die Tränendrüse:

Was diese rücksichtslosen Wichtigtuer(innen) nicht wissen, ist, dass so mancher Kleinverleger sein ganzes Hab und Gut als Sicherheit bei der Bank hypothekiert hat, nur um einige ausgewählte Manuskripte zu Büchern zu machen, in der Hoffnung, dass ein Broterwerb daraus enstehe, für ihn und seine Autoren.

Tja, sollte der Verlag sich seine Autoren wohl genauer aussuchen. Oder gute Literatur veröffentlichen. Oder sich nicht öffentlich im Netz zum Vollhonk machen. Nur so eine Idee.

Immer noch nicht peinlich genug?

OK, John Asht hat seinen Ursprungsartikel editiert, vorher hat er (laut diesem Screenshot) noch das Wunderargument gezogen, dass die Rezensentin es einfach mal besorgt kriegen muss:

Vielleicht sollte ihnen die Krankenkasse eine Therapie bezahlen: eine Kur in lieblichen Gefilden, wo es reale Jungs gibt, die ihnen besorgend beibringen, worum es im Leben überhaupt geht.

OK, er hat halt ein einfaches Frauenbild, schaut mal auf seinem Blog den Artikel Frauenquote an, in dem er über die böse “Emantipation” herzieht, da gibt es Perlen zur Frauenquote:

Und von wem kommen solche abstrusen Vorschläge? Von Frauen der Regierungsbank, die noch nie einem ehrlichen Beruf nachgegangen sind […] Aber gerade weil sie Berufspolitikerinnen sind, sollten sie wissen, dass es diese bornierte Experiment schon einmal gegeben hat: im früheren Ostblock. Da wurden urplötzlich Menschinnen gefördert, die kaum noch was Weibliches an sich hatten – Mannsweiber, die überhaupt keine Kinder haben wollten und von grundauf alles hassten was männlich war – und dementsprechend auch alles hinterfragten und widersprachen was von einem Manne im Unternehmen kam. Fazit: Alles ging den Bach runter!

Was ist die Lösung für das Menschinnenproblem?

Natürliche Rollenverteilung braucht die Nation, um als solche weiterbestehen zu können.
[…]
Nun frage ich mich aber, wie viele Frauen haben was genau erfunden und entdeckt bis heute? Da gibts leider nur sehr wenige – und selbts diese Frauen forschten an der Seite ihres Mannes und setzten nach deren Tod deren Errungenschaften fort. Es ist nun mal gegen die Natur einer biologisch richtigen tickenden Frau, plötzlich hochtechnisierte Maschinen, Formeln oder Raketen zu erfinden.

Ein schlichter Geist, dieser John Asht.

Was, noch mehr Peinlichkeit?

Na ja, vielleicht ist er ja ein guter Schriftsteller, wenn er schon sonst eher nicht viel kann. Lesen wir Auszüge aus dem rezensierten Werk TWIN-PRYX, Zwillingsbrut. Oh nein, ich werde jetzt nicht alles hierher kopieren, aber zwei Kostproben sollen sein, einfach selbst lesen. Aber seid gewarnt: schlechte Literatur ahead!

Eine Schweißperle wollte herunter zum Augenwinkel kullern – sie wischte sie weg und wünschte sich, den Albtraum genauso einfach aus ihrem Gedächtnis löschen zu können. Hinterhältige Halunken, überraschend waren sie aus den Büschen gesprungen, hatten sie vom Pferd gezerrt und wortlos in eine dunkle Höhle verschleppt.

“Hinterhältige Halunken”?

Sie beschloss, sich noch vor dem Erwachen der anderen Burgbewohner etwas abzukühlen, denn ihr Körper vibrierte nach wie vor von diesem furchtbaren Traum. Nackt schritt sie zur offenen Tür, streichelte zuerst ihre beiden treuen Wolfshunde, die Nacht für Nacht ihren Schlaf bewachten, dann äugte sie sicherheitshalber nach allen Seiten und ging schließlich gemächlich zum Brunnen.
[…]
Zurück in ihren Räumen trocknete sie völlig erfrischt ihren wohlgeformten, sportlichen Körper ab, warf noch einen fast scheuen Blick in den Spiegel und schlüpfte in eine ihrer geliebten Reitermonturen – es war eine dieser Einzelkreationen, wie sie nur die Mutter, bedingt durch ihre indianische Abstammung, hatte anfertigen können.

Nicht sagen, dass ich nicht gewarnt hätte.

Es mag Leute geben, denen sowas gefällt. Aber dass Myriel sich durch 90 Seiten dieser gequirlten Kacke gelesen hat, ringt mir Hochachtung ab. Ich habe es nicht mal durch die Leseprobe auf der Webseite geschafft.

Lest die Kommentare bei Myriel und Astrodicticum durch, da ist viel gesagt. Dort sind auch weitere lesenswerte Seiten verlinkt.

Und lest mal wieder ein gutes Buch.

PS: eigentlich warte ich noch darauf, dass ich auf einen ganz raffinierten Hoax reingefallen bin.

Quellen:

28 thoughts on “Volltrottel in Verkehr und Literatur”

  1. Oh je. Ich musste beim Lesen so lachen! Und die meinen das anscheinend wirklich ernst… Peinlich für die Literaturszene. Hoffen wir mal, dass John Asht seinen absolut verdienten Literatur-Nobelpreis bekommt – er, der ja ein so guter und gefeierter Autor ist. 🙂

    Vielen Dank für den Beitrag!

  2. ich empfehle den blogbeitrag von ihm nochmal zu lesen: mittlerweile hat er den schuldigen ausgemacht, der die verrisse in auftrag gibt um ihn, john ashton, zu zerstören! somit ist myriel auch nur eine handpuppe in einem spiel der ganz großen kriminalität. der mysteriöse herausgeber wird nicht genannt, aber er hat anscheinend die möglichkeit, sofort auf 384 amazonkonten zuzugreifen. ashton ist da einer ganz großen sache auf der spur und rettet gerade im alleingang, alle verlage und autoren. ihnen zuliebe! ein HELD!

  3. Oh Shit, ich habe auch schon mal ein Buch beiseitegelegt (eins? mindestens eins), weil es mir nicht gefiel.

    Wird Zeit, dass sich die Verlage da was einfallen lassen – Strafzahlungen fuer nichtgelesene Seiten oder so.

    Und die Auszuege aus dem Buchtext … ist das nicht eher aus einem Arztroman?

  4. “PS: eigentlich warte ich noch darauf, dass ich auf einen ganz raffinierten Hoax reingefallen bin.”

    Genau dieser Gedanke drängte sich mir immer mehr auf, je mehr ich las. “Lass uns seinen Skandal produzieren, so macht man heute clever Werbung”.
    Wenn man den Skandal nur weit genug treibt und damit im Feuilleton der FAZ landet, hat man ausgesorgt. Ist der Ruf erst ruiniert… kann man ihn zu Geld machen!

  5. Ha, diese Ausschnitte lesen sich wie aus einer Geschichte von literorica.com.

    Anspruchsvolle rhetorische Figuren wie die Alliteration (“hinterhältige Halunken”) weisen daraufhin, dass hier ein echter Profi am Werk war. 😀

  6. Uh, pass bloß auf, dass dich der Autor nich verklagen will, weil du über ihn und Muriel schreibst…^^

    @Dirk
    ich auch… flüchten wir gemeinsam in den Untergrund der bösen Anti-Schrottbücher-LeserInnen?

  7. Das ist tatsächlich das bescheurteste was ich seit langer, langer Zeit gelesen habe! Ich glauba an Myriels Stelle würde ich immer noch denken, ich wäre verarscht worden. Wenn da auf seinem Blog nicht so viel Scheiße stehen würde. Und sein Frauenbild, da graut es einem ja regelrecht.

  8. Ach ja, diese Sprache – hinterhaeltige Halunken, wonnige Weiber, garstige Gnome.
    Ich mag das ja bei Wagner (jedem seinen eigene Macke), aber der ist ja auch ganz offiziell 19. Jahrhundert.

    @Luna: ich wuerde ja gern. Aber das ist gefaehrlich, das Boykottieren von Arztromanen ist wahrscheinlich auch unlauterer Wettbewerb.

    Ansonsten steck ich grad in der Handschrift von Saragossa – da sind die wonnigen Maiden wenigstens echte Succubi 🙂 und die Frauen wissen noch, dass sie nur auf der Welt sind, um ihren Maennern zu gehorchen – aber das Ding hat was. Ich ueberlege, ob ich mir die Struktur aufmalen muss, um sie zu verstehen. Und es ist eben 19. Jahrnundert – den Kindern ihrer eigenen Zeit kann man ihre Praegung nicht vorwerfen.

    Aber wenn heute noch jemand – oeffentlich in einem Blog – von der biologischen Bestimmung der Frau zur Erhaltung der Nation schwadroniert… na ja, ich hab da auch meine Schubladen, aus Effizienzgruenden.

  9. Er hat sich ja jetzt so geäußert, dass das alles Absicht ist, im Sinne von: auch schlechte Publicity erhöht den Verkaufserfolg. Wollen wir hoffen, dass das nicht stimmt.

    @Dirk: ja, die Sprache und die Gedanken entstammen dem tiefsten 19. Jahrhundert. Obwohl die Leute auch dort teilweise aufgeklärter waren.

    @Luna: erstaunlicher Nebeneffekt: beim lesen hatte ich tatsächlich überlegt, ob ich den Autor als Volltrottel bezeichnen sollte. Aber was für eine Wahl hatte ich denn, das ist noch das netteste Wort, das man finden kann.

    @a.lessig: 🙂

    @nilz: und er hat hunderte Screenshost von amazon-Bewertungen gemacht und wird da am ganz großen Rad drehen…

    BTW: ich sollte mal so ein Hierarchische-Kommentare-Plugin installieren, ist ja grausam beim Antworten 🙁

  10. Ich schreibe grade ein Buch. Mit der Sorge, nicht verlegt zu werden, habe ich mich Nächte lang herumgeschlagen und an Sätzen und Passagen gefeilt. Nach dieser Leseprobe bin ich geheilt, John Asht hat mich regelrecht ermutigt!

    “Eine Schweißperle wollte herunter zum Augenwinkel kullern” ganz großes Kino. Spannend ist es, eine Schweißperle nicht nur als eklige Körperausscheidung, sondern Subjekt mit eigenem Willen aufzufassen und das ganz im Gegensatz zur beschriebenen Hauptperson.

    “Hinterhältige Halunken” -hervorragend, ganz “Bauer sucht Frau”: “Der hinterhältige Halunke Heidelbert hält seine Helga im Arm”

    Ich kann nicht mehr.

  11. @melanie: zu Helga haette zumindenst noch “huldvoll” oder “heissbluetig” gehoert.
    So gibts Punktabzug wegen Adjetkivverweigerung. Und, natuerlich, eine Anzeige wegen Unlauteren Wettbewerbs.

    Dirk

  12. Es scheint wirklich immernoch Menschen zu geben die nichts von Scheiße-Stürmen und dem Barabara-Streusand-Phänomen gehört haben.
    Hat sich da vlt jemand ordentlich selbst ins Knie gehalunkt haben.

    Ganz ehrlich, selbst die Antworten des Herrn Yo-Ich-Bin-Schriftsteller sind derart furchtbar geschrieben, sogar die musste ich mir reinquälen.

    Ich vespreche für jeden Buchstaben den ich dabei unfairer Weise übersprungen habe werde ich zehn Kniebeugen machen.

    Hab ich grad gestern wen sagen hören, passt aber auch hier:
    Der Wahnsinn wird immer irrer.
    Plz keep us updatet…

  13. ups, das haben nach gehalunkt darf gern entfernt werden, Danke!

    Ach nee, lass drin, ich bin ja keine Schriftstellerin, ich darf ja Fehler formulierizieren… 😀

  14. Beim Aufruf des Blogs dieses Herrn “Asht” sprang mir direkt sein Bild ins Auge. Der Mann hat das Prominenzgen, ich musste direkt an Dschungelcamp denken. Auch bei Uri Geller würde er sich gut machen. Oder er spielt Frank Zander im gleichnamigen, autobiographischen Film. Ansonsten waren die dargereichten Lesehäppchen weder gut noch schlecht. Als ich jung war las ich ganz gern den ein oder anderen “Shadowrun-Roman” oder das mit den Robotern, wie hieß das… “Battletech”, da fällts mir wieder ein. War gleiches Niveau, nur mit Laser und Schnitz. Nix was man verteufeln müsste. Eine Ranickische (positive) Literaturkritik dafür einzufordern kennt dennoch, meiner Meinung nach, nur eine Antwort: “Ich werde diesen Reis nicht annehmen!”
    Achja, seit wann werden Menschen auf den Scheiterhaufen gebunden? Vieleicht sollte man ihn lieber ans Kreuz kleben oder öffentlich hinter den Pranger legen…

  15. @melanie: heilige Helga…

    @socres: Prominenzgen, da wüsste ich von. Lederhut reicht da nicht. Und ja: die Leseproben erlauben ein Urteil und nein: die Battletech-Bücher sind nicht schlechter. Daraus kann man ersehen, wie mies Herr Asht schreibt.

    @fandomobserver: schöner Artikel, wenngleich die Rauhen Sitten nicht als Screenshot erscheinen ;( Schade, dass Ihr den wirren Ausführungen des herrn Asht so viel Platz gelassen habt.

  16. Mal ganz ehrlich. Als Frau vom Fach frage ich mich, was das für ein Verlag ist. Unprofessionell ist da ja fast noch beschönigend. Die Angestellte des besagten Verlages sollte wissen, dass nahezu KEIN Rezensent einer großen Zeitung auch nur ansatzweise das gesamte zu rezensierende Werk liest. Im besten Fall liest es dessen Assistentin, eher noch die Volontärin oder die Praktikantin und erstellt eine Zusammenfassung + einiger repräsentativer Textauszüge. Viel Spaß mit der Klage, das wird nochmal richtig teuer – für den Verlag … Denn die Gute soll mir bitte die Stelle im Presserecht vorlegen, die festlegt, dass das gesamte Buch gelesen sein muss … Das ist bestenfalls eine Richtlinie (die, wie gesagt, schon lange nicht mehr so umgesetzt wird).

  17. Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass die im Screenshot oben gezeigte Äußerung des Autors viel eher Grundlage für ein Strafverfahren sein könnte (Beleidigung, eventuell auch üble Nachrede) als die Rezension. Die nämlich könnte maximal dann verfolgt werden, wenn die Rezensentin den Autor persönlich beleidigt hätte (im Sinne einer Ehrverletzung).

    Ich würde Myriel also raten, gegenfalls selbst Anzeige aufgrund der Aussagen des Autors über Ihre Person zu erstatten.

  18. Und eine letzte Anmerkung: Meiner Ansicht nach ist sogar die Einordnung in den Fantasybereich absolut nicht von der Hand zu weisen. Wir haben da, wie man dem Klappentext entnehmen kann, eine Unsterbliche, Dämonen und magische Quellen planetarischen Lichts. Es sind nicht zwingend Elfen, Feen oder Kobolde erforderlich, um ein Buch dem Fantasybereich zuzuordnen. Dämonen, Unsterbliche und magosche Quellen erfüllen auch schon recht gut den “Tatbestand” des modernen Märchens.

    Zudem kann man Literaturkritik gar nicht studieren. Bestenfalls ist das ein Teilbereich eines anderen Studiums oder ein Aufbaustudiengang in Kulturkritik (der aber nicht auf Literatur beschränkt ist).

  19. Ich habe lange nicht mehr beim Lesen so oft den Kopf geschüttelt und teile deine Hoax-Fantasie. Deine Zusammenfassung dieser Angelegenheit ist umwerfend be- und geschrieben. Großartig!

  20. […] Literatur-Kriminalität im Internet – ein Blog gegen hinterhältige Bücherschnorrer und kriminelle Rezensenten. […] Die organisierte Rezensions-Kriminalität ist Fakt! […]

    Das wird mir jetzt aber zu viel. Ich kann nicht mehr.

  21. wie immer schreibt das Leben die besten Drehbücher:

    “Mein Name ist Asht – John Asht. Meine Freunde nennen mich Null-null-null oder Triple-Zero. Als Schriftsteller getarnt habe ich unlängst einem Ring von Literaturkriminellen den Garaus gemacht. Als Köder legte ich Dinger aus, die auf den ersten Blick wie Bücher wirken. Mit meiner Geheimwaffe GoogleAlert konnte ich feststellen, dass die hundertfache negative Rezensionsreaktion kein Zufall war. Sofort war mir klar, dass dahinter nur die organisierte Kriminalität stecken kann. Die Fäden dahinter zog eine durchtriebene Dauerstudentin, die miese Myriel. Jetzt ist sie enttarnt. Darauf ein Bier. Gerührt und nicht geschüttelt.”

  22. @Katjuschka: das mit dem Strafanzeige-Text hat er wohl selbst rausgefunden, nicht umsonst hat er ihn gelöscht. Zur Einordnung: da macht der ein ehernes Gesetz draus, als ob das wichtig wäre. Mir doch wurscht, ob er sein Ding als “Fantasy” oder “fantastische Literatur” oder “Historischer Roman” einordnet. Das sagt so gar nichts aus.

    Zum Verlag habe ich meine (durch keinerlei Fakten begründete) Theorie aufgestellt: der hat sich eine kleine Sekte bei sich aufgebaut, deren Guru er ist. Dadurch kann er machen, was er will, seine Anhänger denken, er hat recht. Und so hat er die arme Frau dazu gebracht, ihr ganzes Geld in einen Verlag nur für ihn zu investieren. Weil es nicht läuft, muss jetzt das Internet schuld sein. Wenn die Frau pleite ist, zieht er zur nächsten.

    @Maya: ja, man darf nicht auf seinem Blog lesen, das ist einfach nur schlimm.

    @Medusa: jenau!

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