Renntag

Ohne Internet ist erstaunlich schwierig und andererseits auch leicht. Seltsam.

Da übernachtet man in einer Gegend, in der ein richtig schöner Sternhimmel zu sehen ist und dann ist er nicht zu sehen, weil der richtig schöne Mond alles überstrahlt.

Was für ein grandioses MotoGP-Rennen, da wird man glatt wieder zum Fan. Und schön zu sehen, wie albern man sich freuen kann.

Qualitag

Die Anfahrt an eine Rennstrecke wird exponentiell schwieriger, je näher man an den eigentlichen Renntag (morgen) kommt. Dann zeigt sich, wie gut die Besucherführung ist, die meisten kommen mit dem Auto, dicht gefolgt von Motorrädern.

Während die Motorräder gut und nachvollziehbar geführt wurde, änderte sich das gegenüber gestern für Autos schlagartig. Alle Einfahrten waren gesperrt bis auf zwei, die eine führte ans andere Ende der Strecke, die andere fanden wir nach einer halben Stunde Fahrt und führte auf den großen, fast leeren Parkplatz (hat ja niemand gefunden). Die aufgestellten Posten sprachen kein Englisch und drohten bei jeder Frage sofort mit der Polizei. Das ist insgesamt einfach Scheiße.

Und, wo wir gerade dabei sind: zwei Toilettenhäuschen mit je sechs Toiletten sind für zwei Riesentribünen nicht genug. Da hilft es auch nichts, wenn noch einige Dixiklos dazugestellt werden, das ist für Frauen unbenutzbar. Wenn dazu der Zugang zur Strecke nur für genau eine Tribüne möglich ist und man damit ohne Schatten bei 34 Grad ohne Möglichkeit zur Zerstreuung schmort, ist die Chance sehr gering, dass wir die Strecke noch einmal besuchen.

Dabei sind die Streckenführung und unsere Kurven sehr interessant. Wir hätten gerne mehr davon gesehen.

Mal sehen, ob wir morgen auf dem gefundenen Weg an die Strecke fahren können oder ob es neue Überraschungen gibt.

Girona und Pitwalk

Ein kurzer Nachtrag zu gestern: die Reiseaccessoires, wie Shampoo, Lotion etc. des Hotels waren auch in Braille beschriftet, fand ich eine gute Idee.

Heute beim Auschecken haben wir Carlos Checa gesehen, wie er in Orange zu einer Radtour aufbrach (vermuten wir), waren aber zu schüchtern, um ihn anzusprechen.

Girona scheint eine hübsche, verwinkelte Altstadt zu besitzen, beim nächsten Mal werden wir sicher mehr davon sehen, die Kathedrale ist auf jeden Fall eine Reise wert, die Basilika ist ok, die Parkhäuser sind sehr eng und recht teuer – es gibt kostenlose Parkplätze oberhalb, die man tunlichst suchen sollte.

Das Motorland Aragon ist schön auf einem kleinen Berg gelegen, man sieht es schon von weitem. Leider ist damit auch wenig Schatten vorhanden, bei 33 Grad kann das zu einem Problem werden – wir werden es sehen. Die Toilettensituation war noch etwas schlecchter als auf anderen Kursen, mal sehen, wie das ab morgen bei den richtigen Trainings/Rennen wird.