Kranjska Gora im Wandel des Wetters

Nachts und vormittags Regen, nachmittags Sonne.

Der Vršic-Pass (mit Haken über dem c, das WordPress nicht kann) – der höchste slowenische Pass, wichtige Verbindung im ersten Weltkrieg. So wichtig, dass keine russischen Kriegsgefangenen gescheut wurden, die den Pass freihalten mussten. Bei einem Lawinenabgang starben mehr als 100 Zwangsarbeiter und 10 Aufseher – Grund genug, eine russische Kapelle zu bauen, die heute zu besichtigen ist.

Kranjska Gora

Als Skiort hat Kranjska Gora (wie alle Skigebiete) damit zu tun, den Leuten über den Sommer was zu bieten. Soweit wir das sehen können, klappt das mit Fahrradverleih und Wandern wohl gut. Werden wir morgen ausprobieren, wenn das Wetter mitspielt.

Die Fahrt verlief über die österreichisch-slowenische Grenze am Wurzenpass, zum einen ist es sehr angenehm, keine Grenzkontrollen mehr über sich ergehen lassen zu müssen, zum anderen gibt es ein offizielles Schild, dass dort das Beerensammeln nur für Befugte erlaubt ist. Österreicher – kannste Dir nicht ausdenken.

Auf dem Radweg ist es besser für mich

Heute erklärte mir ein Autofahrer an einer roten Ampel sehr freundlich, dass es für mich auf dem Radweg besser wäre.

Gründe hatte er jetzt nicht anzubieten, aber er war auch nicht aggressiv.

Auf meinen Einwand, dass das Ding, auf das er zeigte, kein Radweg ist und ein Radweg mit einem blauen Schild gekennzeichnet wäre, erwiderte er: “Auf dem Radweg wäre es besser für Sie.”

Dann wurde grün und unsere Wege trennten sich.

Angriffe auf trans* Sexarbeiterinnen

Was sind das für armselige Würstchen, die Spaß daran haben, so richtig ganz tief nach unten zu treten, indem sie trans* Sexarbeiterinnen “klatschen”. Und damit ihre “Männlichkeit” beweisen.

Und dabei die Situation ausnutzen, dass es für SexarbeiterInnen, insbesondere trans* extrem schwer ist, der Polizei zu vertrauen.

Wäre mal eine lohnende Aufgabe z.B. für die SPD, Punkte zu sammeln mit einer vernünftigen, menschlichen Regelung für SexarbeiterInnen (ich weiß, werden sie nicht machen).

Denn seit Anfang des Jahres gibt es körperliche Angriffe auf die trans* Sexarbeiterinnen. Jedes Wochenende zur Hauptarbeitszeit, Freitag und Samstag Nacht zwischen zwei und vier Uhr, kommen unterschiedliche Wagen in die Frobenstraße, vollbesetzt mit Männern, die gezielt trans* Frauen angreifen. „Sie werden aus dem Auto heraus mit Glasflaschen beworfen und mit Messern attackiert. Einer Frau wurden die Zähne ausgeschlagen, einer anderen Seifenlauge ins Gesicht gespritzt“, beschreibt Emy die Situation.

Es sind gezielt trans- und homofeindliche Angriffe, da die Angreifer die trans* Frauen als „Hurensöhne“ und „Schwuchteln“ beleidigen. Emy vermutet, dass die Aggressoren männliche Gangs sind, die gerade von einer Party kommen, sich stark fühlen und ihre Männlichkeit beweisen wollen, indem sie „Transen klatschen“.

(Quelle: Siegessäule, via Mädchenmannschaft)

Kritik: The Conjuring

The Conjuring ist ein Horrorfilm von 2013, der eine Fortsetzung und zwei Spin-Offs erfahren hat, Grund genug, sich den Film anzusehen (von den sehr guten Kritiken mal abgesehen).

Haunted-House-Filme haben das Problem, dass eine unheimliche Stimmung aufgebaut werden muss, ohne zu viele Jump-Scares zu benutzen, ohne zu viele falsche Fährten zu legen aber auch ohne zu langweilen. Und da ist auch noch das offensichtliche “es gibt keine Haunted-Häuser”-Problem. Manche Filme schaffen das zu lösen, manche nicht. The Conjuring gehört zur ersten Sorte.

Von Beginn an wird klar, hier wird nicht rumgealbert, hier gibt es Besessenheit, die ausgetrieben werden muss. Und das ist nicht lustig, sondern eher schlimm für die Betroffenen.

Dabei bringt es der Film fertig, die Figuren nachvollziehbar agieren zu lassen angesichts der unrealen Geschehnisse, mit denen sie konfrontiert sind. Damit leidet man tatsächlich mit den Figuren mit, denn oft ertappt man sich dabei zu denken – jetzt würde ich das machen, und genau das tun die Leute dann auch. Ohne dass es etwas hilft.

Hilfe verschaffen die paranormalen Ermittler Ed and Lorraine Warren, die die Gefahr erkennen und letztendlich auch bannen können. Dabei sind die beiden sympathisch und bis auf einen nervigen Beschützerkomplex von Ed auch sehr nachvollziehbar gestaltet.

Kurz zum Grusel: ja, der Film ist gruslig. Er funktioniert nicht nur über Jump-Scares, sondern auch über Stimmung, Schauspielerleistungen, Setting und steht zurecht auf meiner Liste der grusligen Filme.

Einziger Wermutstropfen ist, dass es Lorraine und Ed Warren tatsächlich gab, zwei Scharlatane, die die Gutgläubigkeit der Menschen ausnutzten, indem sie suggerierten, dass es paranormale Phänomene tatsächlich gibt. Und am Set gab es natürlich auch Wind, wo keiner sein konnte, unerklärliche Phänomene, etc. pp. Das macht den Film nicht schlechter, aber trotzdem…

Fazit: einer der besten Haunted-House-Filme.

Kritik: Deliver Us from Evil

Kommen wir zu den beiden härteren Filmen des Wochenendes und beginnen mit Deliver Us from Evil, einem Horrorfilm über die Besessenheit mehrerer Menschen und den notwendigen Exorzismus.

Der Film erzählt die Geschichte aus der Sicht des Polizisten Sarchie (Eric Bana), der den Fall annimmt und mit Hilfe des Geistlichen Mendoza (Edgar Ramirez) löst. Dabei ist Sarchie besonders feinfühlig den Dämonen gegenüber, seiner Familie dafür eher nicht.

Der Film macht sehr viel richtig, der Einstieg ist stimmungsvoll, danach bringt Eric Bana den Polizisten sehr gut rüber und die Geschichte ist sehr bodenständig erzählt. Die gruslige Stimmung kommt nicht nur aus dem übernatürlichen, sondern auch aus der Überzeugung von Sarchie, das Menschen selbst durchaus zu grausamen Dingen fähig sind.

Diese Grundeinstellung in letzten Drittel aufgegeben, durchaus ok im Kontext des Films, und weicht einer kirchlichen Stimmung, die mich auch im Kontext des Films befremdet hat. Hier hätte das Drehbuch etwas ausgeglichener sein können.

Gleiches gilt für den Subplot der Familie des Polizisten, der nur angerissen aber nicht auserzählt wird. Der Film hätte nicht verloren, wenn darauf komplett verzichtet worden wäre. Im Gegenteil. So wirkt die ganze Familiengeschichte angeklebt, Olivia Munn und Lulu Wilson hätten hier besseres verdient gehabt.

Trotzdem ist der Film sehr gut erzählt, sehr gruslig und gerade das Bodenständige an der Besessenheit macht den Film zu etwas Besonderem. Und etwas sehr Dreckigem.

Was nervt ist die Andeutung, dass sich das Ganze genauso zugetragen hat, also auf einer wahren Besessenheit basiert. Das mag ein guter Marketinggag sein, mich nervt das.

Fazit: sehr guter Film mit kleinen Schwächen.

Kritik: Corpse Bride

Corpse Bride ist ein Stop-Motion-Film von Tim Burton, die Geschichte ist alt und russisch (wusste ich nicht) und erzählt von einem jungen Mann, der sich aus Versehen mit einer Toten verheiratet und wie er da wieder herauskommt.

Ich hatte etwas in der Richtung Nightmare Before Christmas erwartet und hatte auch diesen Film (wie Robots) immer wieder nach hinten verschoben, obwohl NBC gut ist, ist er doch etwas anstrengend zu schauen.

Ganz anders ist Corpse Bride. Was für eine positive Überraschung. Die Animationen sind vom Feinsten und die Geschichte ist leicht inszeniert, die Lieder stimmen, stören nicht und ziehen sich nicht, die Figuren sind zum Mitleiden und die Toten kommen deutlich besser weg als die Lebenden.

Die Musik ist halt Danny Elfman – man mag es oder nicht – ich mag es zum Glück. Die Inszenierung ist Burton, da gilt das Gleiche.

Fazit: sehr guter Film.

Kritik: Gintama – Der Film

Pro 7 Maxx macht sich gerade bei mir beliebt mit der Ausdauer, mit der sie freitags abends Animes bringen. Denn Animes zu kaufen ist ein teurer Spaß und auch dort ist nicht alles Gold, was animiert ist, so dass ein Einblick in einzelne Animes gut tut, ohne große Investitionen getätigt zu haben.

Am Freitag kam Gintama – Der Film, basierend auf einer Animeserie, von der ich noch nie was gehört habe.

Aliens haben Japan erobert, trotzdem gibt es Samurai, es gibt ein fast unbesiegbares Schwert, eine große Samuraiente(?), fliegende Schiffe und eine Menge lustiger Dialoge.

Ich glaube, damit ist der Film schon ziemlich gut zusammengefasst – einfach Klasse. Da wird rumgealbert, rumgeprügelt, geschossen, schwertgekämpft, dass es eine Freude ist. Ich will nicht sagen, dass ich alles verstanden habe, sicherlich ist dafür die Serie nötig aber der Film hat so viel Spaß gemacht, dass ich mir die mal näher ansehen werde.

Mitten im Abspann “diskutieren” die Figuren der Serie übrigens, wer im nächsten Film die Hauptrolle haben sollte. Bis sich War-San und Nar-San, die Warner Bros. einmischen.

Fazit: richtig guter Film, sehr abgedreht.

Kritik: Robots

Robots ist ein Computeranimationsfilm von 2005, der seit Ewigkeiten als DVD bei uns liegt und geguckt werden wollte. Jetzt hat er es endlich geschafft.

Das erste das auffällt ist, dass die Animationen selbst 12 Jahre später noch unglaublich gut sind. Da ist nichts auszusetzen. Das zweite ist, dass der Film betont lustig ist und an anzüglichen Gags nicht spart. Das hätte ich so nicht erwartet. Und das dritte: die Geschichte ist komplett überraschungsfrei, einfach, Gut gegen Böse, Gut gewinnt, Mega-Happy-End. Wirklich Mega-Happy-End, nicht nur schödes Einfach-Happy-End.

Kann man mal machen aber evtl. hätte ein wenig mehr Zeit in die Geschichte investiert werden können. So konzentriert sich der Film auf seine sehr guten Figuren und deren Interaktion, kommt nie zur Ruhe, im Gegenteil – selten habe ich einen so schnellen Film gesehen. Und der Film nimmt alle Gags mit, inklusive einen Furzgag, der sich gewaschen hat.

Eine Rolle wird von Robin Williams gespielt, ich vermute mal, auch hier war wieder endlose Improvisation am Werk, merkt man.

Fazit: sehr guter Film mit einer etwas belanglosen Geschichte.

Kritik: A Girl Walks Home Alone at Night

A Girl Walks Home Alone at Night ist ein iranischer Schwarz-Weiß-Vampirfilm, der in einer kleinen verlassenen Stadt spielt und die Annäherung unserer Vampirin an einen jungen Mann zeigt.

In langsamen, gefühlvollen, epischen Einstellungen. Mit Betonung auf langsam.

Ich kann mit solchen Filmen nicht viel anfangen. Jede Einstellung dauert eine gefühlte Ewigkeit. Erzählstränge werden angefangen, ohne die der Film auch nicht schlechter wird. Es gibt sehr schöne Bilder und sehr gute Szenen, aber bis man dahinkommt. Eeeeeeeeeewigkeiten. Dabei ist die Geschichte an sich nicht schleccht.

Zwischendurch hab ich den Film in vierfacher Geschwindigkeit angesehen und die Leute haben sich nicht übertrieben schnell bewegt.

Fazit: schöne Geschichte, schöne Bilder, viel zu langsam erzählt.