Kritik: Independence Day: Resurgence

2016-07-28_Independence-Day-2Independence Day: Resurgence ist der Nachfolger zu Independence Day, er erzählt die gleiche Geschichte mit den gleichen Figuren in der gleichen Tonart, aber weil 20 Jahren vergangen sind, ist es ein schlechter Film geworden.

Der Film greift die 20 vergangenen Jahre auf und spinnt die Geschichte weiter: die Erde ist friedlich und wappnet sich seit 20 Jahren auf die Rückkehr der Zerstörer-Aliens. Als sie dann kommen sind sie machtlos, bis der Sohn von Will Smith mit seinen Kumpeln den Tag rettet und die Alienkönigin zerstört, die sich dummerweise aus ihrer Sicherheit begeben hat, um einen Bus mit Kindern anzugreifen.

Die Handlung ist auch egal, wichtig ist: großes Raumschiff, Bumm, mehr Bumm, ganz besonders viel Bumm, Ende.

An sich eine gute Erfolgsformel, wenn der Film nicht so altbacken inszeniert wäre. Es gibt viel zu viele Figuren, die dann nichts machen, es gibt eine Handlung, die so schlecht ist, dass Star Trek Beyond oskarreif erscheint. Es gibt Logikfehler, Physikfehler, dumme Dialoge, unsinnige Opferungen, ach, es stimmt einfach gar nichts an dem Film.

Bis auf die Actionszenen, die sind gut. Und die Schauspieler sind auch ok. Aber das reisst den Film nicht raus.

Warum muss die einzige Schwachstelle eines tausende Kilometer großen Raumschiffs, das eine eigene Gravitation entwickelt, warum muss diese Schwachstelle, die Königin, aus dem Raumschiff raus, um persönlich eine Kugel zu zerstören, die sie problemlos aus ihrem tausende Kilometer großen Raumschiff aus abschießen könnte oder wegen der sie mehrere tausend ihrer Drohnen schicken könnte? Und warum verfolgt diese Königin dann einen Bus voller Kinder, der ihr nichts getan hat, statt endlich die Kugel zu zerstören? Aaaaaah. Da tut mir der Kopf weh, auch wenn ich ihn vorher ausgeschaltet habe.

Ich könnte jetzt noch weiter machen, aber wozu? Stichworte: eigene Gravitation, Wurmlöcher, überraschendes Auftauchen eines tausende Kilometer großen Raumschiffs, Klischees, Patriotenreden, dumme Bösewichte, dumme Helden, dumme Militärs, Löcher in die Erde bohren.

Fazit: schlechter Film.

Kritik: Star Trek Beyond

2016-07-26_Star-Trek-BeyondStar Trek Beyond – der dritte Film der Neuauflage, ich hatte mich durchaus drauf gefreut. Und wurde nicht enttäuscht. Na ja, ein bisschen. Aber nicht so schlimm wie erwartet. Also nur wenig enttäuscht.

Die Story ist hanebüchen!

Das fängt damit an, dass Kirk nach 3(!) Jahren im Weltall schon aufhören will. Was? Er prügelt sich, geht auf eine Akademie, macht sonstwas, um auf die Enterprise zu kommen und nach 3 Jahren: och nö? Das ist doch etwas überraschend. Und so ausgelutscht (siehe Spiderman, Batman, Avengers, jeder Film der letzten Jahre). Denkt Euch was Neues aus.

Dann kommt die standardmäßige Zerstörung der Enterprise – im Ernst, das arme Schiff. Was hat es den Drehbuchschreibern getan? Denkt Euch was Neues aus.

Aber die Enterprise wird nicht ganz zerstört, denn entgegen jeglicher Physik übersteht die Schüssel, die abgetrennt werden kann(?) einen Absturz aus dem Weltall. Och nö, nicht das schon wieder, denkt Euch doch mal was Neues aus.

Dann suchen sich die Crew-Mitglieder, finden sich (warum? Im Gebirge einfach so wiederfinden?), finden auch eine Badass-Bewohnerin, die bisher gut ohne die Leute ausgekommen ist, retten die Crew und zerstören die Basis des Bösewichts, nicht originell aber ok.

Bei der Befreiungsaktion fährt Kirk im Gebirge mit einem Vintage-Motorrad und baut dabei Mauern auf. Ja, klingt seltsam, ist es auch. Da fange ich innerlich zu stöhnen an. Und der Transporter funktioniert wie immer im Film: wenn es die Dramaturgie erfordert (wie früher die Autos nur im dramtisch günstigen Moment anspringen konnten).

Der Bösewicht besitzt eine Armee von bemannten Drohnen, von denen auf dem Boden nur fünf zu sehen sind, die dann aber zu Millionen eine Stadt zerstören gehen. Um durch Rockmusik zerstört zu werden. OK, das mit den Radiowellen und der Rockmusik war originell, aber sehr, sehr blöd. Das innere Stöhnen dringt nach draußen. Denkt Euch da lieber nichts Neues aus.

Dann noch der Endkampf mit dem Bösewicht, der jedes Klischee einbaut, das in Bösewichtendkämpfen gezogen werden kann.

Aber.

Der Film macht Spaß. Endlich agieren die Figuren halbwegs nachvollziehbar miteinander. Die Dialoge sind ordentlich, teilweise sogar gut. Die Geschichte wird nachvollziehbar erzählt und ist gut inszeniert. Die Tricks sind ordentlich.

Wenn man darauf aufbaut, kann das noch richtig gut werden. So ist es meh ohne Enttäuschung, den Film angesehen zu haben.

Kurz zum Kino: IMAX hat enttäuscht. Die 3D-Brillen sind zu schwer und zu klein, man sieht nicht die ganze Leinwand durch die Brille und wir saßen gut mittig. Für Brillenträger noch viel blöder.

Und: 13 Euro am Kinotag? Pro Person!

Fazit: ok-Film.

Abbiegen ohne Reue – aus der Ferne

Heute braucht Ihr gute Augen, denn nicht ich werde übersehen, sondern der Radfahrer auf dem Radweg rechts vorne. Er klingelt noch hilflos, aber wen stört das schon. Muss er halt bremsen.

Eine gute Lektion steckt allerdings im Video: ich fahre auf der Fahrbahn und: Voila – das Abbiegeproblem erübrigt sich.

Und noch ein Bonusvideo: ich fahre in der Fahrradstraße(!), schön zu sehen, wie wenig das so einen Transporterfahrer juckt, ob ich da Platz habe oder nicht. Es ist einfach wurscht. Er muss da durch, das ist das Wichtigste. Bonus zum Bonus: Ihr könnt meine wunderbare Stimme wieder hören.

Abbiegen ohne Reue

Was stört es den LKW beim Abbiegen, wenn da Radfahrer kommen?

Hätte ich nicht voll gebremst, wäre das bestimmt wieder so ein ganz vorsichtiger Fahrer gewesen, der sich um die Kurve getastet hat, und der tote Winkel und die Radfahrer fahren sowieso alle bei Rot.

Achtung: ich fluche wieder. War nicht das erste und nicht das letzte Mal heute.