Rauhe Sitten 29. März 2019

Kritik: It Follows

It Follows – ein Film von 2014, liegt auch schon eine Weile rum, die Prämisse hört sich erst einmal interessant und gleichzeitig auch ausgelutscht an: ein “Ding” folgt einer Person und wenn es sie kriegt, bringt es sie um.

Könnte, wie gesagt, der 08/15-Horrorfilm werden, aber auch etwas Besonderes, je nachdem, wie man den Film anlegt und was man draus macht.

Regisseur David Robert Mitchell macht was Besonderes draus, was einerseits an den DarstellerInnen liegt, allen voran Maika Monroe in der Hauptrolle, und andererseits an der Tonuntermalung des Films, weniger Musik, vielmehr eine eigene Klangwelt, die den entrückten Charakter des Films betont.

Kurz gespoilert: das Ding läuft langsam aber unaufhaltsam auf seine Opfer zu und kann dabei unterschiedliche Menschen nachahmen. Man kann das Ziel des Dings verändern, indem man Sex mit einer anderen Person hat, diese ist dann das neue Ziel. Stirbt sie, geht das Ziel wieder zurück an die Ursprungsperson.

Das klingt abgeschmackt und, wie gesagt, in unfähigeren Händen würde das zu einer Sexklamotte mit Horrorelementen verkommen. Aber der Film schafft es, die Figuren realistisch wirken zu lassen mit verschiedenen Ansätzen und Versuchen, dem Grauen zu entkommen. Dabei wird wenig erklärt, viel auf Stimmung gesetzt und Klischees vermieden. Genau richtig. (Hoffentlich kommt kein “It Follows again” mit Originstory.)

Interessant ist, wie man beim Schauen immer wieder guckt, ob das Ding schon da ist. Es kommt unsubtil aber spannend des Wegs. Und wie man überlegt, was eine Lösung wäre und hofft, dass die im Film ausprobierten  auch klappen. Trotz der Ausgangslage gibt es kaum Tote und trotzdem viel Horror, Kopfkino halt.

Das Ende ist offen aber traurig und damit sehr angemessen.

Fazit: sehr guter Horrofilm, ruhig, melancholisch, trotzdem packend.

Java import-Fehler von QName

Die Umstellung von Java 8 auf Java 9+ ist ja sowieso schon mühselig, wenn man aber ganz exotische Fehler bekommt…

Bei mir ging folgender Import nicht:

import javax.xml.namespace.QName;

Erstaunlicherweise ist QName eine Java-Standardklasse, sie wurde per Autocomplete auch gefunden, dann aber als not found gekennzeichnet.

Der Fehler war, dass im Classpath die Maven-Abhängigkeiten vor der JRE-Library standen. Wenn man das ändert (in eclipse bei Java Build Path und Order/Export vertauschen, auch wenn die nicht angekreuzt sind!), dann funktioniert es wieder.

WTF?

Offensichtlich schießt eine Maven-Abhängigkeit da quer, die aber erst beim Kompilieren zuschlägt. Wie soll man da drauf kommen.

Zum Glück gibt es StackOverflow, aber auch dort nur eine Antwort zum Thema. Kann sogar sein, dass das erst ab Java 10 oder 11 auftritt, so genau hab ich nicht geforscht.

Also nochmal: WTF?

Fürst Pückler und Machbuba

Fürst Pückler und Machbuba – eine Geschichte.

Pückler reiste Mitte des neunzehnten Jahrhunderts nach Afrika. In Kairo kaufte er 1837 die 12jährige Machbuba als Sklavin. Sie reiste mit ihm weiter durch Afrika, Pückler machte sie zu seiner Geliebten. Er brachte sie am Ende der Reise mit nach Muskau, was ihm seine Lucie nicht verzieh und nach Berlin zog. Machbuba zog sich eine Lungenentzündung zu, Pückler reiste aber nach Berlin, um Lucie zu besänftigen. So starb Machbuba dann 1840 mit 15 in Muskau, ohne Pückler.

Pückler wurde 85.

Wahrscheinlich hieß Machbuba “Bilillee”, aber wen interessiert schon der Name einer Sklavin, wenn man sie “Geliebte” (Machbuba) nennen kann.

Tja.