Cluj und Beverly Hills Cop

Cluj ist eine interessante Stadt mit vielen schönen Gebäuden und einer Unmenge an Kirchen. Trotzdem wird gerade noch eine riesige neue gebaut. Interessant ist auch, dass es keine Einkaufsstraße im herkömmlichen Sinn mit den üblichen Geschäften gibt. Erfrischend, wenngleich ungewohnt.

Beverly Hills Cop ist ein durchaus guter Film, wenn man die Quietschestimme der deutschen Synchronisation nicht ertragen muss. Es ist übrigens angeraten, Spielfilme mit Untertiteln im Fernsehen zu zeigen, wie in Rumänien üblich. Zum einen wird die eigene Bevölkerung sehr gut in ausländischen Sprachen, insbesondere Englisch geübt und sie macht das sogar freiwillig. Zum anderen hilft es Ausländern, wenigsten die Schriftsprache zu “lernen”. Oder abends mal einen Film zu gucken.

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Transfagaras, Sighisoara

Die Transfagaras (Schlingsel hinten) ist schon sehr schön zu befahren. Wenngleich auf der Aufwärtsseite ein ewig langer Stau war, gut, dass wir da nicht drin standen, sondern mit 15 Minuten davongekommen sind.

Mitten auf dem Weg stand dann noch eine sehr hübsche Burg. Einfach so.

In Sighisoara (Schlingsel hinten) ging gerade das Fest der unterschiedlichen Kulturen und Ethnien zu Ende. Und wohl auch das schöne Wetter.

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Curtea de Arges und Pitesti

Raucher!

Curtea de Arges (Schlingsel) hat eine schöne (aber kleine) orthodoxe Kathedrale und eine weitere Kirche (noch kleiner), ist aber über die Berge über die schlechteste Straße zu erreichen, die wir bisher fuhren. 60 km/h haben wir einmal geschafft, eigentlich aber 20-40 km/h mit wilden Ausweichmanövern.

Dafür hatten wir heute auch wieder wirklich schlimme Autofahrer, die in Rechtskurven überholen etc.

Pitesti (Schlingsel) ist als Stadt uninteressant, geschichtlich sollte man sich einmal das Pitesti-Experiment zu Gemüte führen, Folter und Psychoterror.

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Prejmer, Harman und Ghimbav

Kirchenburgen sind schon was Feines zum Ansehen und heute hatten wir zwei der besten, schönsten, größten. Die wurden sogar schon zu Zeiten des Sozialismus gepflegt und sind in sehr gutem Zustand. In Prejmer gab es auch ausreichend Störche, die sogar klapperten.

Die Kirchenburg von Ghimbav war leider schon zu, aber sie haben dort eine sehr schöne, neue orthodoxe Kirche. Oder frisch renoviert, wer weiß…

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Bären und Touristen

Scheißraucher.

Heute waren wir im Bärenreservat von Zarnesti (Schlingsel), leider in einer Führung mit einer größeren Gruppe aus Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern.

Die Erwachsenen schwatzten dauernd laut während der Erklärungen, einer ging Pinkeln in den Wald und grundsätzlich achteten sie nicht drauf, was Jugendliche und Kinder taten.

Was dazu führte, dass ich laut werden musste, als die Jugendlichen anfingen, Steine auf einen Ameisenhaufen zu werfen. Immerhin hat das geholfen im Gegensatz zu den späteren Versuchen, diese auf dem Weg und nicht im Gelände zu halten. Die Jugendlichen, nicht die Ameisen. Einer wollte später von mir wissen, woher ich komme. Jetzt frage ich mich, was er mit der Information “Deutschland” anfängt…

Die Kinder traf es am härtesten, zumindestens das Mädchen, das an den Zaun fasste. Den elektrischen Zaun. Der gegen Bären hilft. Was sagten die Erwachsenen? “Wir dachten, nur der innere Zaun ist elektrisch.” Trotz Ansage am Anfang. Und Schildern am Zaun. Und einem Graben zwischen Straße und Zaun.

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Bran und Rasnov

In Bran steht das Draculaschloss. Also es steht dort ein Schloss, das derzeit den Habsburgern gehört, die es aber verkaufen wollen. Weil es ein wenig verwinkelt aussieht, sagt man, es sei das Draculaschloss, obwohl es mit Vlad Dracul nichts zu tun hat, er war wahrscheinlich nie da.

Wenn sie sich wenigstens im Schloss Mühe gemacht hätten, das gruselig oder draculaig zu gestalten, das wäre ja auch noch was gewesen. Aber man schaut sich die mit Habsburger Möbeln ausgestatteten Räume an und das war’s. Für sich ist das schön, im Rahmen des Draculathemas eher enttäuschend.

Apropos enttäuschend, Rasnov (mit Schlingsel unter dem “s”) sieht von außen wie eine intakte Burg aus, besteht aber aus Ruinen, die teilweise sogar von windigen Besitzern Anfang der 2000er zusätzlich abgerissen und weggebaggert wurden. Jetzt ist da viel Potential, aber noch wenig draus gemacht. Am Fuß der Burg ist ein Dino-Parc.

Noch mal zurück zu Vlad, dem Pfähler. Auf einer Infotafel stand, dass er eigentlich so eine Art Robin Hood war, der ab und an den Armen gegeben hat und es als Basis die deutschen Erzählungen waren, die einen Bösewicht aus ihm machten. Bei jemandem, dessen bevorzugte Tötungsmethode das Pfählen war, ist das schon eine sehr mutige Aussage, denke ich.

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Cristian, Vulcan

Die deutschen Städtenamen spare ich mir aus Schreibfaulheit immer.

Habe ich schon die Bahnübergänge erwähnt? “Die Rumänen” halten sich ja an keine Verkehrsregel, aber so ein Bahnübergang zwingt alle in die Knie. Heute hatten wir zwei, die maximal 3 km/h vertrugen, was auch alle brav fuhren. Wie früher im Osten…

Hier gibt es schön viele Störche (Ciconiidae), um genau zu sein, Weißstörche (Ciconia ciconia). Störche sind Fleischfresser, neben Fischen oder Nagetieren werden gerne auch mal Füchse, Waschbären, Hunde oder Wölfe gerissen. Letztere aber nur, wenn genügen Störche in einer Rotte zusammenkommen, ein Wolf zum Beispiel wird selten angegriffen, wenn weniger als 50 Störche beisammen sind.

Storchfossilien können bereits dem Oligozän zugeordnet werden, sind also ca. 30 Millionen Jahre alt, ich hab es nur noch mal erwähnt, weiß ja jeder. Klar. Oligozän.

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Brasov

Auch bei Brasov ist ein Schlingsel unter dem “s”, bitte denken.

Heute haben wir glücklicherweise nicht einen schweren Verkehrsunfall gehabt, für zwei Sekunden sah es so aus, als ein Idiot immer noch überholte, als wir schon auf ihn zukamen. Wir mit 100, er mit schätzungsweise 120, da wäre nicht viel zu machen gewesen. Also auf den Straßenrand ausgewichen und mit einem halben Meter Abstand aneinander vorbeigefahren. Wenn das wenigstens eine Lehre gewesen wäre…

Brasov ist durchaus hübsch, mangels spontanen Sprachkenntnissen haben wir beim Serben gegessen, hat aber auch gut geschmeckt. Leider schlägt auch hier die Schließzeit “Montag” zu, also morgen in die schwarze Kirche, die nicht mehr schwarz ist. Dafür haben wir schon heute den Sportkomplex “Ion Tiriac” gesehen.

Es sollte ein europaweites WLAN analog zu “eduroam” geben. eduroam hat uns heute gut geholfen.

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Sibiu

Heute haben wir unsere ersten Straßenhunde gesehen, bisher aber keine negativen Erfahrungen damit gemacht.

Apropos: heute sind wir zwei sehr schöne Autobahnen gefahren, bisher sind die Rumänen außerhalb ihrer Autos freundlich, es gibt schicke Cafés, gutes Essen, prima Eis, Cocktails auch ohne Alkohol. Die Städte sind gut anzusehen, es wird viel gemacht, auch die alten Gebäude haben Charme.

Das Internet ist schnell. Im Hotel oder im Café so, dass man einen Livestream in HD gucken kann. Kostenlos. Nicht wie in Deutschland.

Sibiu hat ein Dampflokomotivenmuseum.

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