Neudeutsch

Wo ich doch gestern schon bei der Sprache hängen geblieben bin: mein Unwort des Jahres (und das vieler vergangener Jahre) ist “Neudeutsch”. So ein mieser Begriff, der nach meinen bisherigen Erkenntnisstand entweder einen englischen Begriff oder einen Euphemismus kennzeichnet.

Das richtige Unwort des Jahres habe ich schon wieder vergessen, so belanglos und unbekannt war das. Warum das Unwort immer wieder in den Nachrichten erwähnt wird, ist mir bei der Auswahl auch schleierhaft.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 10.02.2006)

Schnee und Glätte

Gestern hat es wieder schön mit Schneien angefangen, ich mußte mit dem Auto raus zu einem Punktspiel. Also bin ich 15 Minuten früher losgefahren und voila: hat alles gut geklappt, wenn es mir zu glatt wurde, fuhr ich langsamer – kein Problem.

Erstaunlicherweise dachten anscheinend recht viele Leute so, denn im Gegensatz zu sonstigen Erlebnissen waren die Autofahrer, die ich traf, vorsichtig.

Im Radio hörte ich dann davon, daß andere nicht so vorsichtig waren, folgende Idee: wer einen Unfall verschuldet, bei dem jemand stirbt: Führerschein für immer weg. Wer einen Unfall verschuldet, bei dem jemand verletzt wird: mindestens ein jahr Zwangspause. Und natürlich einkommensabhängige Bußgelder mit Mindestbetrag.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 10.02.2006)

Gemengelage und Abschlag

Die Tagesthemen gebrauchten gestern den Begriff “Gemengelage”, um ihre Themen alle mit “Ge” beginnen zu können. Der Duden verriet mir dann, daß das “Mischung” heißt. Wer kennt “Gemengelage”?

Weiter im Bericht wurden dann die Befürchtungen der Rentner auf “Rentenabschläge”, na sagen wir “zerstreut”. Diese Abschläge standen heute auch im Spiegel. Ich nehme mal an, es waren Rentenkürzungen gemeint. Warum wird das nicht gesagt? Das selbe Problem wie bei “Entlassungen”, die nur noch “Freisetzungen” heißen dürfen.

So kann man die Sprache und Verständlichkeit auch schwächen.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 09.02.2006)

Volle Straßen – keine Regeln

Kaum werden die Straßen voll, und heute waren sie wirklich gut besetzt, gelten die normalen Regeln des Straßenverkehrs anscheinend nicht mehr. Kreuzungen werden so dicht besiedelt, daß ich als Fahrrad nur mit Mühe durchkomme; Fußgängerüberwege werden auch beampelt nicht freigelassen; jedes Mittel ist recht, um der Erste an der nächsten Schlange zu sein. Davon unbeachtet bleibt das Recht, sich über andere ordentlich aufzuregen, die einen mehrere Sekunden aufhalten.

Ein Radfahrer wußte heute auch nicht, daß man beim auf-die-Straße-fahren auch mal schauen muß, ob was kommt. Der Autofahrer war zum Glück sowieso links (um zu überholen, um der Erste an der Schlange zu sein), deswegen ist nichts passiert.

Warum machen Leute in Staus ihre Musik (oft ohne Geschmack) besonders laut?

Zähler: 2 Autos bei Rot, 1 Fahrrad bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 09.02.2006)

Winterwetter

“Witterung sorgt für viele Unfälle in Brandenburg” meldet der RBB. Das ist doch schön, daß sich die Witterung (das Wetter?) so sorgt. Daß es Verkehrsteilnehmer sind, die nicht angepaßt fahren, fällt irgendwie weg.

Dazu passen auch meine gestrigen Erlebnisse: frischer Schnee auf den Straßen, da können 50 km/h nur die Untergrenze sein. Von wegen Sommerreifen sind schuld, auch mit Winterreifen muß man langsam fahren.

Dafür war es heute früh entspannt, viele überforderte Autofahrer und eine gesperrte Innenstadt ergaben lange Staus (Kino International bis Mollstraße/Torstraße), an denen sich gut vorbeifahren ließ.

Zähler: 2 Fahrräder bei Rot

Nachtrag: die Innenstadt ist wegen der Trauerfeier für Johannes Rau gesperrt bis 16 Uhr.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 07.02.2006)

Wochenendauslese

Manche Autofahrer sind seltsam aggressiv. Da meinte einer, beim Linksabbiegen die Fußgänger anhupen zu müssen, die bei grün über die Krezuung gingen, ihm anscheinend nicht schnell genug. Die fünf Sekunden, die er dadurch verloren hat, machte er danach durch schnelles Fahren (ca. 70-80 km/h in der Stadt) wieder wett, um an der roten Ampel ja als Erster zu stehen.

Ansonsten ein ruhiges Wochenende, ich habe wieder mal vergessen, daß unser Tankdeckel rechts statt links ist und neue Autos kosten eine Menge Geld.

Zähler: 1 Auto zu schnell und falscher Hupgebrauch

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 06.02.2006)

Autos sind im Weg

Heute früh standen wieder Autos im Weg rum, weil sie sich gegenseitig blockierten. Statt dass sie für mich Platz machen, das geht natürlich nicht. Von der Natur nur mit einer bescheidenen Klingel ausgerüstet, wartete ich also 1/2 Minute, bis wir wieder fahren konnten. 1/2 Minute – das wäre für Autofahrer schon ein Abdrängungsgrund.

Zähler: 1 Auto bei Rot, 1 Radfahrer mit Platten

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 02.02.2006)

Raucher sind seltsam

Heute an der Sraßenbahnhaltestelle kam eine Bahn, sowas passiert. Gleichzeitig auch ein junger Mann mit Zigarette, die war schon fast weggeraucht. Er geht zum orange leuchtenden Mülleimer, stellt sich davor, schaut hinein und wirft die Kippe auf den Boden. Außerdem noch zwei Rotfahrer, Auto und Rad.

Zähler: 1 Auto bei Rot, 1 Rad bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 01.02.2006)

Einfach bei Rot

Anscheinend denken viele Autofahrer, daß der grüne Pfeil (leuchtend) auch dann noch gilt, wenn er ausgeschaltet wurde. So zumindestens zwei gestern (der letzte nach ca. 6 Sekunden, da kam der Gegenverkehr schon).

Außerdem schnitt heute früh ein Autofahrer beim Abbiegen schön kurz vor mir vorbei. Aber ich hab’ ja gehalten. Interessant auch ein Tiefergelegter, der auf der vierten Spur auf ca. 80 km/h beschleunigte, dann ein Polizeiauto sah, abbremste und quer über alle Fahrspuren nach rechts abbog.

Zähler: 2 Autos bei Rot, 1 mit zu hoher Geschwindigkeit

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 01.02.2006)