Berufsverkehr

Müssen Autofahrer einen Idiotentest machen und nur bei nachgewiesener Blödheit wird der Führerschein vergeben? Gilt das nur für den Berufsverkehr?

Heute früh wieder genügend Autos: erst mal die Kreuzung zustellen. Egal, ob da wer durchwill, Hauptsache dichtgemacht.

Hat man sich durchgeschlängelt, steht auf der rechten Seite jemand, der auslädt. Da muß man natürlich sofort vorbei, egal, ob von vorne jemand kommt. Der hält natürlich auch nicht, also erst mal absprechen und rangieren.

Danach sind Radfahrer auf der Straße: anhupen. Auch wenn eine 30er-Zone ist und man eigentlich nach links abbiegen will, also die Radfahrer noch nicht mal überholen muß.

Abgesehen davon: ich bin zur Zeit mit einem Motorrad der langsamste Verkehrsteilnehmer in der Stadt. Auch beim Beschleunigen.

Zähler: 1 Auto bei Rot, 4 Radfahrer

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Jagdszenen in der Straba

Bisher hatte ich ja nur höfliche, wenngleich auch manchmal einfältige Kontrolleure aber letzte Woche hat ein Kontrolleur einen Schwarzfahrer regelrecht gejagt. Raus aus der Bahn, ab auf die Straße, über den Bürgersteig wieder auf die Straße und zurück und dann wurde der Schwarzfahrer erstmal gegen die Friedhofsmauer geworfen. Allerdings sind nicht alle Kontrolleure so sportlich, denn der Kollege trabte nur hinterher. Nun ja, der Ausreißer war auch nicht unbedingt der Schnellste.

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Mutige Radfahrerin

An der Kreuzung Karl-Marx-Allee/ Otto-Braun-Straße, einer der größten Kreuzungen, die wir im Osten so haben ;), an dieser Kreuzung vom Kino International kommend mit dem Fahrrad durch die Autos zu fahren und sich auf die linke Geradeausspur zu setzen und dann stur auf dieser Spur weiterzufahren, dazu gehört Mut.

Die Autos ließen ihrem Beißreflex natürlich freien Lauf, aber die Radfahrerin hatte ja einen Helm auf. Ich fand die Aktion unsinnig und eher gefährlich, aber wer fragt mich.

Zähler: 2 Autos bei Rot, 1 Radfahrer

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Was Neues

Da denke ich, ich habe schon viel gesehen, gestern hat mich ein Taxifahrer wieder überrascht: ich kam auf der Mollstraße in Richtung Otto-Braun-Straße gefahren (auf dem Bild zu sehen), da kommt das Taxi angefahren, fährt ab dem aufgemalten Fahrrad im Vordergrund auf den Radweg, überholt dort die wartende Schlange mit ca. 40 km/h und biegt an der Kreuzung (im Hintergrund zu sehen) nach rechts ab.

moll braun

Ilka hatte noch ein Erlebnis mit schwarzfahrer-verfolgenden Straßenbahnkontrolleuren, das kommt am Montag.

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Wochenendauslese

Am Wochenende sind wir 600 km über Autobahnen und etwas Stadtverkehr gefahren. Auf den Autobahnen geht es rauh zu, Freitag abend ist es zwar ruhig, Sonntag abend aber nicht. Da ist es egal, ob man im 120er Bereich mit 130 jemanden überholt und sofort wieder einschert: Auffahren und Lichthupe kriegt man immer.
Man ist auch nie der Schnellste, wenn man sich an Geschwindigkeitsbeschränkungen hält.

Dafür ist Autofahren in Hannover entspannt, ruhige Menschen, die einen auch mal reinlassen, ganz anders als in Berlin. Hier ist ein Auto an der Ecke Warschauer Straße/ Karl-Marx-Allee bei grün für Radfahrer rechts abgebogen, als es abgebogen war, schaltete dann auch die Autoampel auf grün. Seltsam.

Zähler: 4 Autos bei Rot, zwei Radfahrer

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Überholen von Radfahrern

Wie überholt man in einer engen Straße einen Radfahrer?

Man fährt ca. 800 Meter geduldig hinterher und setzt dann zum Überholen an, wenn der Radfahrer die linke Hand raushält, um an der Kreuzung links abzubiegen. Davon läßt man sich nicht beeindrucken und überholt trotzdem.

Ansonsten viele Torkelradler unterwegs.
Der Frühling kommt, die Radfahrer sprießen.

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Verkehrswacht und Fahrräder

Die deutsche Verkehrswacht hat eine Pressemitteilung über Fahrräder geschrieben, die zum Nachdenken anregt:
http://www.dvw-ev.de/index.php?page=presse_mitteilungen&id=56

Mal sehen, ob ich eine Antwort auf meine Mail erhalte.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Pressemeldung vom 16.3.2006, verantwortlich ist Herr Michael Hartje, gelesen und folgende Anmerkungen bzw. Fragen dazu:

1. Sie schreiben, daß ein Anstieg der getöteten Radfahrer zu erwarten ist und empfehlen daher, das Fahrrad zu überprüfen. Haben Sie eine Statistik oder ähnliches darüber, daß der Anstieg auf mangelhafte Fahrräder zurückzuführen ist?

2. Sie schreiben, daß 70% der Radfahrer bei Unfällen Kopfverletzungen erleiden. Woher stammt diese Zahl?

3. Sie schreiben, daß Radfahrer bei Unfällen von Radfahrern mit Personenschaden vielfach die Hauptverursacher seien. Wieviel ist “vielfach” in Prozent? Sind dabei Unfälle zwischen Radfahrern mit erfaßt?

4. Sie schreiben von einer Benutzungspflicht für vorhandene Radwege. Das ist falsch, für die Benutzungspflicht ist seit einiger Zeit das Vorhandensein eines Radwegschilds entscheidend.

Im Allgemeinen ist mir aufgefallen, daß sich der Bericht hauptsächlich an Radfahrer richtet. Meiner Erfahrung nach sind alle anderen Verkehrsteilnehmer ebenfalls nicht auf mehr Radfahrer eingestellt, insbesondere Auto- und LKW-Fahrer. Ich hätte mir auch für diese Zielgruppe einige ermahnende Worte bzw. Hinweise gewünscht.

Des weiteren ist der falsche Hinweis auf die Radwegbenutzungspflicht nicht nur peinlich, sondern sorgt wieder für mehr Ärger zwischen den Verkehrsteilnehmern, da man als Radfahrer oft bedrängt wird, und dann bestimmt als Argument kommt: “Fahr auf dem Radweg, die DVW hat das auch so geschrieben.”

Mit freundlichen Grüßen,

Ekkart Kleinod.

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