Hekticket, Grebe, Berlin

Gestern wollten wir auf dem Weg zu Rainald Grebe noch schnell Karten für nächsten Mittwoch abholen, die wir bei Hekticket bestellt hatten. Wir kommen rein, sagen, dass wir Karten abholen wollen und werden begrüßt mit “zwei Stunden vor Ladenschluss, was?”
Damit konnten wir erst mal wenig anfangen, schilderten also die Situation, da wurde der Herr leicht freundlicher und sagte: “das geht jetzt nicht, das muss ich telefonisch buchen!” (Mit Ausrufezeichen)
Also fragten wir, wann es denn gehen würde, Antwort “Na bis zwei Stunden vor Ladenschluss!”
Jetzt werden wir die Karten direkt im Theater kaufen und Hekticket meiden.

Weiter ging’s zu Herrn Grebe in die Bar jeder Vernunft, war nett, wennngleich zu ernst, zu laut und zu “massenkompatibel”.

Rückweg Bar jeder Vernunft -> Kosmos: 18 Minuten.

Nachtrag (16.11.06): Heute rief ein Kundenzuständiger von hekticket an und entschuldigte sich für seinen Kollegen, erklärte, dass das die Ausnahme sei und hekticket ansonsten nett ist. Sogar einen Gutschein hat er mir angeboten, den ich aber abgelehnt habe, sonst wird es zur Gewohnheit, Gutscheine zu erhaschen

Ich bin überrascht (positiv) und kann daher sagen: hekticket liest Blogs und reagiert freundlich auf Kritik. Was will man mehr?

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Vorwinker

Heute hatte ich wieder einen: einen besonders netten Autofahrer, der mich vorwinkte, damit ich vor ihm die Kreuzung befahre, obwohl er Vorfahrt hatte.

Sowas hasse ich.

Dazu gibt es Vorfahrtsregeln und wenn man sich dran hält, fließt der Verkehr auch. So muss ich das erst mal erkennen, mich aus meiner Starre lösen, alle anderen Vorfahrtsberechtigten abwarten und losfahren.

Erstaunt sind die Vorwinker dann, wenn ich mich nicht freue oder gar nicht auf das Angebot eingehe. Hatte ich letztens auch, eine Frau blieb auf der linken von zwei Spuren stehen und winkte mich vorbei. Da rechts neben ihr noch genug Verkehr kam, fuhr ich nicht. Bis sie das geschnallt hat, verging eine Weile, dann wurde sie böse und fuhr endlich los.

Außerdem passiert mir das nur auf dem Motorrad, auf dem Fahrrad nie, im Auto selten und als Fußgänger ist man sowieso Freiwild.

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Schlangennazis

Heute geht es um den Begriff des Schlangennazis. Das ist

1. die Person, die hinter einem an der Supermarktschlange steht und keinen Abstand hält, mit der Ware in der Hand wartet, dass man endlich seine Waren auf das Band gelegt hat und dann, wenn man fertig ist, die eigenen Waren zusammenschiebt, um ihre drauflegen zu können. Das Ganze natürlich unabhängig von der Menge der einzukaufenden Güter. Gerne wird auf mit dem Einkaufswagen in die Beine gefahren. Beispiele kann man in jedem Supermarkt finden (je schneller kassiert wird, desto penetranter).

2. ein Autofahrer, der absichtlich auf der Rechtsabbiegerspur/Busspur an einer Ampel nach vorne fährt, um die auf der richtigen Spur befindliche Schlange zu überholen. Beispiele sind zur Zeit am Alexanderplatz oder immer am Strausberger Platz (beides Berlin) zu beobachten.

Beide Arten der Schlangennazis sind unangenehme Zeitgenossen, beide haben gemein, dass sie, wenn man sie auf ihr Verhalten anspricht, zunächst ihr Verhalten mit “das stört doch keinen” begründen und dann unwirsch werden, besteht man auf dem beobachteten Fehlverhalten.

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Moers und König

Freitag abend haben wir den neuen Moers (“Adolf – Der Bonker”) und den neuen König (“DSCHINN DSCHINN 2: Schleierzwang im Sündenpfuhl”) gekauft.

Moers ruht sich mal wieder auf seinen Lorbeeren aus, das Comic selbst ist Durchschnitt am unteren Ende mit extrem vielen Selbstreferenzen. Der beiliegende Film (Videoclip “Adolf die Nazisau”) ist genial.

König übertrifft fast den erste Teil von Dschinn Dschinn, beide Teile sind absolut gleichwertig, mit wirklich guten Einfällen. Latex-Burka – yeah.

Daher: Kaufempfehlung für König, YouTube-Empfehlung für Moers.

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Krankenwagen

Gestern abgegeben:

Polizei Anzeigenannahme Friedenstraße

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte den Fahrer des Fahrzeugs mit dem Kennzeichen X-X #### anzeigen.

Sollte diese Anzeige nicht bearbeitet werden können, bitte ich um Mitteilung der Grün”-de.

Ich danke für Ihre Mühe, mit freundlichen Grüßen,

Ekkart Kleinod.

Ich fuhr am 12.9.2006 gegen 8:45 Uhr mit dem Fahrrad auf der Alexanderstraße (verlängerte Karl-Marx-Allee) zwischen Otto-Braun-Straße und Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Karl-Liebknecht-Straße.

Da dort zur Zeit eine Baustelle ist, hört die rechte Spur auf. Um rechts in die Liebknechtstraße einzubiegen, mußte ich daher auf die rechte Abbiegerspur wechseln. Ich beobachtete den dort fahrenden Verkehr und fuhr in die Lücke vor dem Krankenwagen mit dem Kennzeichen X-X ####. Daraufhin überholte mich der Krankenwagen gemächlich mit einem Seitenabstand von circa 20 cm.

Er bog ebenfalls rechts in die Liebknechtstraße ab, so daß ich dem Krankenwagen folgen konnte. Auf dieser Straße fuhr ebenfalls eine Radfahrerin, die der Fahrer mit ca. 50 cm Abstand überholte. Er tat dies, obwohl zum einen die linke Spur frei war und er zum anderen direkt nach diesem Überholvorgang auf die linke Spur wechselte, da er links abbiegen wollte.

An der Kreuzung Liebknecht-/Mollstraße holte ich den Krankenwagen ein. Auf meine Frage, was sich der Fahrer beim Überholen gedacht hätte, antwortete er, daß ich nicht auf der rechten Spur gefahren sei und er mich deshalb so eng überholt habe. Als ich ihn darauf hinwies, daß die rechte Spur gesperrt war und damit die von mir befahrene Spur die am weitesten rechts gelegene war, meinte er, daß das nicht stimmt und ich nicht rechts genug gefahren sei.

Daraufhin fragte ich, was dann mit der anderen Radfahrerin gewesen sei, er meinte, sie wäre geradeaus gefahren, damit bräuchte er keinen größeren Abstand einhalten. Als ich ihm seinen Abstand von ungefähr 50 cm mit den Händen zeigte, meinte er, das sei ausreichend.

Daraufhin zog ich es vor, das Gespräch zu beenden und wies den Fahrer darauf hin, daß ich die Angelegenheit der Polizei schildern würde, was er durchaus wohlwollend zur Kenntnis nahm. Ich möchte betonen, daß der Fahrer seine Handlung nicht aus Versehen durchführte, sondern um mich zu bestrafen, da ich seiner Ansicht nach falsch gefahren bin. Die andere Radfahrerin hatte nichts getan, außer geradeaus zu fahren.

Im Wagen saß ein Beifahrer, der die gesamte Konversation incl. den Überholvorgängen miterlebt hat und meine Aussage sicherlich bestätigen kann.

Mal sehen, was draus wird. Wahrscheinlich nix.

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Stau

Heute ist Stau in der Stadt. Am Alexanderplatz standen die Autos bis zum International (geschätzte 200 Meter) zum Linksabbiegen. Klar, daß das nicht ohne Hupen und Drängeln abgeht. Aber auch alle anderen Straßen waren extrem gefüllt.

Schön, wenn man dann mit Skates vorbeifahren kann.

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Terry Pratchett

Gestern war Terry Pratchett in der Stadt (und American McGee, den ich auch gern gesehen hätte, von dem ich aber erst heute erfahren habe). Er hatte eine Lesung im Renaissance-Theater, für die ich Karten besorgt hatte.

Die Lesung bestand dann darin, dass ein sehr netter und lustiger (im ruhigen Sinn) Mensch (der sich nicht vorstellte) Terry Pratchett interviewte, der sehr ruhig und lustig antwortete (obwohl auch er sich nicht vorstellte oder uns begrüßte). Nach einer Stunde (exakt!) war die Zeit vorbei und ohne Verabschiedung war der Abend zu Ende. Wer wollte, konnte noch Bücher signieren lassen, die geschätzte Stunde Wartezeit war uns aber zu viel.

Fazit: lustig, kurz und teilweise sehr seltsam.

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Telekom

Da sollte man doch meinen, die Telekom müsste sich über Anfragen zu ihren Produkten freuen, braucht sie doch dann keine Cold Calls (oder wie man die ungebetenen Anrufe nennt) zu machen.

Gestern war es soweit, ich wollte mich informieren, was die Telekom an DSL-Angeboten hat. Dafür wollte ich mir Prospekte schicken lassen, durchlesen und entscheiden. Die T-Online-Hotline konnte mir nicht helfen, da die Frau nur für Vertragsabschlüsse und Beratung zuständig war. Die Telekom-Hotline konnte mir nicht helfen, da sie mir nur telefonisch sagen konnte, was für Möglichkeiten ich habe.

Beide rieten mir, einen T-Punkt aufzusuchen, dort gäbe es das Material. Da frage ich mich, warum es so schwer sein soll, mir das zuzuschicken. Seltsam.

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Rotsünder

Radfahrer sind ja sowieso die Pest.
Aber was an Autofahrern in letzter Zeit bei Rot fährt…

Zum Beispiel Strausberger Platz, hier fahren Autos vom Platzd er Vereinten Nationen kommend auf dem Radstreifen vor auf die Rechtsabbiegerspur (soweit, so ok). Dort fahren sie dann wegen des grünen Pfeils auf die Kreuzung, biegen aber nicht ab, sondern fahren geradeaus.

Oder gestern (1): die Ampel ist rot, alle halten. Danach fährt das zweite Auto am vorderen vorbei und biegt ab. Mindestens drei bis fünf Sekunden rot.

Oder gestern (2): Ampel schaltet auf rot, drei(!) Autos fahren noch durch.

Und Berufsverkehr ist noch schlimmer.

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Lernfähiger Autofahrer

Ich fahre nach Hause, warte an einer Ampel, vor mir in ca. 50 Meter Entfernung das Ende der ca. 30 Autos Schlange vor der Ampel. Trotzdem muss mich auf dem Weg dorthin ein Autofahrer so richtig eng überholen, um sich dann direkt vor mir ans Ende der Schlange zu stellen.

Meine Ansprache an ihn: “Ich versteh jetzt nicht, warum Sie mich unbedingt unter Missachtung des Sicherheitsabstands überholen mussten, wo Sie doch sowieso halten mussten.” Sehr freundlich

Schweigen

ich: “Ich hoffe, das kommt nicht wieder vor.”

Nicken

Später auf der Straße (bin ja schneller als ein Auto) musste er mich wieder überholen, da hält er doch richtig guten Abstand ein, wir schauen uns an, lachen und freuen uns. So kann’s auch gehen.

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