Viele Rotsünder

Gute Ausbeute an Rotsündern, ansonsten Verkehr wie immer, allerdings ohne größere Gesundheitsgefährdung für mich. Dafür ein interessanter Überholvorgang in einer 30er-Zone (enge Straße), bei der das überholte Auto ca. 40 fuhr und das überholende 60. Der war dann wenigstens erster an der roten Ampel.

Zähler: 2 Autos bei Rot (2 und 6 Sekunden), 2 Fahrräder bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 14.02.2006)

Asymmetrische Tankanzeigen

Ebenso, wie die M25 vom Dämon Crowley erdacht wurde [1], wurde die asymmetrische Tankanzeige von Dämonen erfunden. Da fährt man mit dem Motorrad dahin, ca. 200 km, bis die Tankanzeige auf der Hälfte steht und denkt sich: 100 km habe ich noch.

Mitnichten, nach 50 km machte ich mir echt Sorgen, wie weit die Nadel in den roten Bereich reinragen darf, ohne daß ich stehenbleibe. Zehn Kilometer habe ich noch geschafft, dann kam eine Tankstelle. Es blieben ca. anderthalb Liter.

Wenn man schon eine Anzeige schafft, sollte die doch für was nütze sein. Sonst kann ich wieder mit Reservestellung am Benizinhahn fahren, das hat mir mehr gebracht.

[1] “Ein gutes Omen” von Terry Pratchett, Neil Gaiman

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 13.02.2006)

Olympia und Reporter

Zur Olympiade steigt meine Reporterabneigung mal wieder unvermittelt an. Jeder Tag, an dem nicht eine Medaille gewonnen wurde, ist enttäuschend. Holen die deutschen Favoriten keinen Sieg, haben sie gepatzt.

Bin ich denn der Einzige, der sich am Sport selbst erfreut und sich als Bonus zusätzlich freut, wenn ein Deutscher gewinnt. Der Abfahrtslauf z.B. war spannend und gut, da brauche ich keinen Deutschen dabei. Und beide Eisschnelläuferinnen haben alles gegeben, waren zufrieden, es gab halt Leute, die waren schneller.

Da bricht für Reporter eine Welt zusammen, ich wundere mich.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 13.02.2006)

Neudeutsch

Wo ich doch gestern schon bei der Sprache hängen geblieben bin: mein Unwort des Jahres (und das vieler vergangener Jahre) ist “Neudeutsch”. So ein mieser Begriff, der nach meinen bisherigen Erkenntnisstand entweder einen englischen Begriff oder einen Euphemismus kennzeichnet.

Das richtige Unwort des Jahres habe ich schon wieder vergessen, so belanglos und unbekannt war das. Warum das Unwort immer wieder in den Nachrichten erwähnt wird, ist mir bei der Auswahl auch schleierhaft.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 10.02.2006)

Schnee und Glätte

Gestern hat es wieder schön mit Schneien angefangen, ich mußte mit dem Auto raus zu einem Punktspiel. Also bin ich 15 Minuten früher losgefahren und voila: hat alles gut geklappt, wenn es mir zu glatt wurde, fuhr ich langsamer – kein Problem.

Erstaunlicherweise dachten anscheinend recht viele Leute so, denn im Gegensatz zu sonstigen Erlebnissen waren die Autofahrer, die ich traf, vorsichtig.

Im Radio hörte ich dann davon, daß andere nicht so vorsichtig waren, folgende Idee: wer einen Unfall verschuldet, bei dem jemand stirbt: Führerschein für immer weg. Wer einen Unfall verschuldet, bei dem jemand verletzt wird: mindestens ein jahr Zwangspause. Und natürlich einkommensabhängige Bußgelder mit Mindestbetrag.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 10.02.2006)

Gemengelage und Abschlag

Die Tagesthemen gebrauchten gestern den Begriff “Gemengelage”, um ihre Themen alle mit “Ge” beginnen zu können. Der Duden verriet mir dann, daß das “Mischung” heißt. Wer kennt “Gemengelage”?

Weiter im Bericht wurden dann die Befürchtungen der Rentner auf “Rentenabschläge”, na sagen wir “zerstreut”. Diese Abschläge standen heute auch im Spiegel. Ich nehme mal an, es waren Rentenkürzungen gemeint. Warum wird das nicht gesagt? Das selbe Problem wie bei “Entlassungen”, die nur noch “Freisetzungen” heißen dürfen.

So kann man die Sprache und Verständlichkeit auch schwächen.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 09.02.2006)

Volle Straßen – keine Regeln

Kaum werden die Straßen voll, und heute waren sie wirklich gut besetzt, gelten die normalen Regeln des Straßenverkehrs anscheinend nicht mehr. Kreuzungen werden so dicht besiedelt, daß ich als Fahrrad nur mit Mühe durchkomme; Fußgängerüberwege werden auch beampelt nicht freigelassen; jedes Mittel ist recht, um der Erste an der nächsten Schlange zu sein. Davon unbeachtet bleibt das Recht, sich über andere ordentlich aufzuregen, die einen mehrere Sekunden aufhalten.

Ein Radfahrer wußte heute auch nicht, daß man beim auf-die-Straße-fahren auch mal schauen muß, ob was kommt. Der Autofahrer war zum Glück sowieso links (um zu überholen, um der Erste an der Schlange zu sein), deswegen ist nichts passiert.

Warum machen Leute in Staus ihre Musik (oft ohne Geschmack) besonders laut?

Zähler: 2 Autos bei Rot, 1 Fahrrad bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 09.02.2006)

Winterwetter

“Witterung sorgt für viele Unfälle in Brandenburg” meldet der RBB. Das ist doch schön, daß sich die Witterung (das Wetter?) so sorgt. Daß es Verkehrsteilnehmer sind, die nicht angepaßt fahren, fällt irgendwie weg.

Dazu passen auch meine gestrigen Erlebnisse: frischer Schnee auf den Straßen, da können 50 km/h nur die Untergrenze sein. Von wegen Sommerreifen sind schuld, auch mit Winterreifen muß man langsam fahren.

Dafür war es heute früh entspannt, viele überforderte Autofahrer und eine gesperrte Innenstadt ergaben lange Staus (Kino International bis Mollstraße/Torstraße), an denen sich gut vorbeifahren ließ.

Zähler: 2 Fahrräder bei Rot

Nachtrag: die Innenstadt ist wegen der Trauerfeier für Johannes Rau gesperrt bis 16 Uhr.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 07.02.2006)