Blame Canada

Gestern haben wir uns mal wieder “South Park”, den Film angeschaut. Ist schon eine Weile her, zwischen dem letzten und dem jetzigen Sehen lag z.B. der 11. September und “Team America: World Police”.

Der Film ist einfach genial. Die ganzen Anspielungen, Witze und Sprüche treffen so schön ins Schwarze, dass man den Machern “Team America” fast verzeihen möchte.

Also: wer Crank schon gesehen hat und nicht weiß, was er tun soll: ran an South Park.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Rotsünder

Ich hatte letztens eine angeregte Diskussion mit meinem Mitarbeitern, bei der ich die These vertrat, dass es nicht mal absolut mehr Rotsünder unter Radfahrern gibt als unter Autofahrern. Ich stehe immer noch dazu, vor allem, wenn ich selbst zähle.

Gestern wurde die Ampel rot, der LKW bremste. Dann überlegte er es sich und fuhr doch noch drüber (ca. 2 Sekunden). Soweit, so bekannt. Aber das hinter dem LKW fahrende Auto fuhr auch noch mit. Gemächlich. Als die querende Fußgängerampel schon 2 Sekunden Grün hatte. Und das sind keine Einzelfälle auf meinem Arbeitsweg.

Ganz was anderes: angesichts meiner heutigen Fahrgeschwindigkeit stellte ich mir die Frage: “Wann wird Entschleunigung eigentlich zur Lahmarschigkeit?” Und wer hat das schreckliche Wort “Entschleunigung” erfunden?

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

“The Devil is a loser and he’s my bitch”

Yupp, gestern spielte Lordi im Postbahnhof und wir waren da. Vorgruppe war The Dogma.

Zunächst zum Postbahnhof, direkt neben dem Ostbahnhof für uns in günstiger Fahrradentfernung mit Fahrradständern vor der Tür gelegen. Am Einlass war ein kleine Schlange, nach 15 Minuten waren wir aber drin, immer noch etwas früh, daher rausgesetzt in den Strandbereich. Sehr gemütlich und auch seltsam, Leute mit Motörhead-, Rammstein- oder Lordi-T-Shirts über Return of Investment sprechen zu hören.

Ziemlich pünktlich 21 Uhr kam “The Dogma”: ui. Der Bassist und der Keyboarder sahen halbwegs grimmig aus, der Gitarrist trug ein Netzhemd und sah aus wie Totti, der Sänger Lack/Kunstleder(?) mit schönen langen Haaren. Anscheinend kamen die Leute aus Italien und spielten melodischen Hard-Rock, ungefähr wie Rhapsody (die wir als Vorgruppe von Manowar im Dezember sehen werden). Musikalisch war das ok, nicht der ganz große Brüller, halt Melody-Rock, ein “Speed-Metal”-Stück drin, das war meines Erachtens auch das beste.

Aber der Sänger. Zwischendurch brachte es Sätze wie “This is fucking rock.” oder “It’s getting hot, this is fucking good.” Das Ganze mit der Betonung und Ausstrahlung eines italienischen Softpornos der 70er. Auch seine Gestik war extrem hölzern, er stieß immer waagerecht mit der Faust vor sich hin, sehr seltsam. Ich meine, es ist ok, wenn man nicht der große Sprecher oder Entertainer ist, dann sollte man sich halt auf’s Singen konzentrieren.

Genug davon, Umbaupause, Zeit für die Betrachtung, dass entgegen meinen Befürchtungen eine passable Anzahl Leute reingelassen wurde aber nicht zu viel. Und die Luft war wesentlich besser als vor einem Jahr bei Kurt Krömer. Wir standen neben dem Tontechniker, der nach dem Soundcheck eine selbstgebrannte CD einlegte, das war dann das Intro. Auch nicht schlecht.

Damit waren “Lordi” angekündigt, kamen und rockten. Die Lieder waren hauptsächlich aus “Get Heavy” und “The Arockalypse”, Lordi (diesmal ist der Sänger gemeint) bekommt seine Stimme exakt wie auf dem Album hin. Die restlichen Bandmitglieder auch, so dass musikalisch nichts auszusetzen war, wer gerne normalen harten Rock hört, dem sei Lordi wärmstens ans Herz gelegt. Vergleichen würde ich sie ungefähr mit den guten Liedern von Alice Cooper, nur ohne Balladen, was das Ganze sehr sehr erträglich macht.

Mit dem Aussehen muss man sich eventuell anfreunden, wenn man nicht auf Monsterrock steht. Aber das ist so dezent, man muss schon schwer Realität und Show verwechseln, um das falsch zu verstehen. Die Show war auch ok, “Lordi” bemühen sich sichtlich, ein gutes Konzert abzuliefern. Vor allem die Details beim Bühnenbild haben mich beeindruckt, zum Beispiel hing im Hintergrund (sicher von 90% der Zuhörer unbemerkt) eine bemalte Leinwand, um der Deko Tiefe zu verleihen. Sowas ist stark, denn es wäre auch ohne gegangen. Oder auf den Grabsteinen sind verwelkte Blätter aufgeklebt, das sieht man wirklich kaum. Die Pyrotechnik ist noch überarbeitbar, das war teilweise etwas wenig, einmal hat die Pyro sogar versagt. Schade.

Dem Sänger Lordi hab ich schon gehuldigt, er war stark. Awa an den Keyboards hat die undankbare Aufgabe, eher die Hintergrundmusik und -stimme zu liefern, hatte aber auch ihren guten Auftritt. Außerdem sind an den Keyboards die einzigen mir bekannten Metal-Schwibbögen angebracht. Ox, der Bassmann, ist beeindruckend. Die Sachen, das sieht einfach gut aus. Kita an den Trommeln hatte ein schönes Solo und durfte einen Bühnentechniker sprengen, was will man mehr? Amen, die Mumie, ist extrem beweglich, sprang auf der Bühne rum, hat eine lange Zunge und sein Mikro auf Bauchnabelhöhe angebracht, kommt aber trotzdem mit dem Kopf hin. Stark.

Sonstige Beobachtungen: die Bühnentechniker mussten Kutten mit Kapuzen tragen. Jeder Musiker wurde von einem Ventilator angeblasen. Fotohandys sind eine Erfindung des Teufels. Für richtige Pyro mal Rammstein anschauen. Lordis Anfangsumhang mit Wolfskopf ist guuut. Das Publikum, das mehr als 10 Sekunden einen Takt halten kann, muss noch gefunden werden.

Nach knapp zwei Stunden war das Konzert dann vorbei, nicht ohne zwei Zugaben abzubetteln: wann kommt eigentlich mal die Band, die (wie Rammstein ganz früher) ihr Zeug abspielt und gut ist. Die Zugaben sind sowieso geplant. Na ja. “The Dogma” waren unterdessen auch rausgekommen, alles eher kleine Leute. Die wirkten auf der Bühne größer. Nach dem Ende, als alle Leute sich noch am Ausgang drängelten, drängelte die Security von der anderen Seite, wir sollten endlich rausgehen. Das ist mir schon in der Columbiahalle negativ aufgefallen, statt in Ruhe zu warten, muss man mit dem stinkenden Partyvolk die engen Gänge nach draußen füllen.

Gesamteindruck: Vorgruppe ok, Lordi stark. Wieder anschauen, Pyro verbessern.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Die Stadt ist voll

Gestern war wieder so ein Tag. An jeder Ampel mindestens 30-40 wartende Autos, und da die ja keine Gnade kennen, haben sie sich gegenseitig die Kreuzungen zugestellt, so dass auch in den freien Richtungen nichts mehr ging. Ich konnte das von 19-20 Uhr beobachten, eine Zeit, zu der man normalerweise gut durch die Stadt kommt. Keine Ahnung, warum es ausgerechnet gestern so voll war.

Interessanterweise wuchs auch die Aggressivität an. Mehrere Male habe ich beobachtet, dass Fußgänger direkt nach dem Umschalten auf Rot angehupt wurden, sie haben sich auch jedesmal beschwert. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die Autofahrer jeweils ca. 20 Meter fahren konnten, bevor das nächste Schlangenende war…

Auch die freien Passagen waren schnell wie nie. Es ist schon putzig, einen tiefergelegten Corsa zu beobachten, der eine Strecke von ca. 100 Metern mit quietschenden Reifen beginnt, dann auf 80 km/h beschleunigt, um ordentlich in die Eisen zu gehen, um halten zu können.

Ansonsten ist die Einführung von Radstreifen z.B. am Breitscheidplatz ein Segen. Und Busse sollte man in 30er-Zonen nicht überholen, da regen die Fahrer sich tierisch auf.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Hekticket, Grebe, Berlin

Gestern wollten wir auf dem Weg zu Rainald Grebe noch schnell Karten für nächsten Mittwoch abholen, die wir bei Hekticket bestellt hatten. Wir kommen rein, sagen, dass wir Karten abholen wollen und werden begrüßt mit “zwei Stunden vor Ladenschluss, was?”
Damit konnten wir erst mal wenig anfangen, schilderten also die Situation, da wurde der Herr leicht freundlicher und sagte: “das geht jetzt nicht, das muss ich telefonisch buchen!” (Mit Ausrufezeichen)
Also fragten wir, wann es denn gehen würde, Antwort “Na bis zwei Stunden vor Ladenschluss!”
Jetzt werden wir die Karten direkt im Theater kaufen und Hekticket meiden.

Weiter ging’s zu Herrn Grebe in die Bar jeder Vernunft, war nett, wennngleich zu ernst, zu laut und zu “massenkompatibel”.

Rückweg Bar jeder Vernunft -> Kosmos: 18 Minuten.

Nachtrag (16.11.06): Heute rief ein Kundenzuständiger von hekticket an und entschuldigte sich für seinen Kollegen, erklärte, dass das die Ausnahme sei und hekticket ansonsten nett ist. Sogar einen Gutschein hat er mir angeboten, den ich aber abgelehnt habe, sonst wird es zur Gewohnheit, Gutscheine zu erhaschen

Ich bin überrascht (positiv) und kann daher sagen: hekticket liest Blogs und reagiert freundlich auf Kritik. Was will man mehr?

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Vorwinker

Heute hatte ich wieder einen: einen besonders netten Autofahrer, der mich vorwinkte, damit ich vor ihm die Kreuzung befahre, obwohl er Vorfahrt hatte.

Sowas hasse ich.

Dazu gibt es Vorfahrtsregeln und wenn man sich dran hält, fließt der Verkehr auch. So muss ich das erst mal erkennen, mich aus meiner Starre lösen, alle anderen Vorfahrtsberechtigten abwarten und losfahren.

Erstaunt sind die Vorwinker dann, wenn ich mich nicht freue oder gar nicht auf das Angebot eingehe. Hatte ich letztens auch, eine Frau blieb auf der linken von zwei Spuren stehen und winkte mich vorbei. Da rechts neben ihr noch genug Verkehr kam, fuhr ich nicht. Bis sie das geschnallt hat, verging eine Weile, dann wurde sie böse und fuhr endlich los.

Außerdem passiert mir das nur auf dem Motorrad, auf dem Fahrrad nie, im Auto selten und als Fußgänger ist man sowieso Freiwild.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Schlangennazis

Heute geht es um den Begriff des Schlangennazis. Das ist

1. die Person, die hinter einem an der Supermarktschlange steht und keinen Abstand hält, mit der Ware in der Hand wartet, dass man endlich seine Waren auf das Band gelegt hat und dann, wenn man fertig ist, die eigenen Waren zusammenschiebt, um ihre drauflegen zu können. Das Ganze natürlich unabhängig von der Menge der einzukaufenden Güter. Gerne wird auf mit dem Einkaufswagen in die Beine gefahren. Beispiele kann man in jedem Supermarkt finden (je schneller kassiert wird, desto penetranter).

2. ein Autofahrer, der absichtlich auf der Rechtsabbiegerspur/Busspur an einer Ampel nach vorne fährt, um die auf der richtigen Spur befindliche Schlange zu überholen. Beispiele sind zur Zeit am Alexanderplatz oder immer am Strausberger Platz (beides Berlin) zu beobachten.

Beide Arten der Schlangennazis sind unangenehme Zeitgenossen, beide haben gemein, dass sie, wenn man sie auf ihr Verhalten anspricht, zunächst ihr Verhalten mit “das stört doch keinen” begründen und dann unwirsch werden, besteht man auf dem beobachteten Fehlverhalten.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Moers und König

Freitag abend haben wir den neuen Moers (“Adolf – Der Bonker”) und den neuen König (“DSCHINN DSCHINN 2: Schleierzwang im Sündenpfuhl”) gekauft.

Moers ruht sich mal wieder auf seinen Lorbeeren aus, das Comic selbst ist Durchschnitt am unteren Ende mit extrem vielen Selbstreferenzen. Der beiliegende Film (Videoclip “Adolf die Nazisau”) ist genial.

König übertrifft fast den erste Teil von Dschinn Dschinn, beide Teile sind absolut gleichwertig, mit wirklich guten Einfällen. Latex-Burka – yeah.

Daher: Kaufempfehlung für König, YouTube-Empfehlung für Moers.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Krankenwagen

Gestern abgegeben:

Polizei Anzeigenannahme Friedenstraße

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte den Fahrer des Fahrzeugs mit dem Kennzeichen X-X #### anzeigen.

Sollte diese Anzeige nicht bearbeitet werden können, bitte ich um Mitteilung der Grün”-de.

Ich danke für Ihre Mühe, mit freundlichen Grüßen,

Ekkart Kleinod.

Ich fuhr am 12.9.2006 gegen 8:45 Uhr mit dem Fahrrad auf der Alexanderstraße (verlängerte Karl-Marx-Allee) zwischen Otto-Braun-Straße und Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Karl-Liebknecht-Straße.

Da dort zur Zeit eine Baustelle ist, hört die rechte Spur auf. Um rechts in die Liebknechtstraße einzubiegen, mußte ich daher auf die rechte Abbiegerspur wechseln. Ich beobachtete den dort fahrenden Verkehr und fuhr in die Lücke vor dem Krankenwagen mit dem Kennzeichen X-X ####. Daraufhin überholte mich der Krankenwagen gemächlich mit einem Seitenabstand von circa 20 cm.

Er bog ebenfalls rechts in die Liebknechtstraße ab, so daß ich dem Krankenwagen folgen konnte. Auf dieser Straße fuhr ebenfalls eine Radfahrerin, die der Fahrer mit ca. 50 cm Abstand überholte. Er tat dies, obwohl zum einen die linke Spur frei war und er zum anderen direkt nach diesem Überholvorgang auf die linke Spur wechselte, da er links abbiegen wollte.

An der Kreuzung Liebknecht-/Mollstraße holte ich den Krankenwagen ein. Auf meine Frage, was sich der Fahrer beim Überholen gedacht hätte, antwortete er, daß ich nicht auf der rechten Spur gefahren sei und er mich deshalb so eng überholt habe. Als ich ihn darauf hinwies, daß die rechte Spur gesperrt war und damit die von mir befahrene Spur die am weitesten rechts gelegene war, meinte er, daß das nicht stimmt und ich nicht rechts genug gefahren sei.

Daraufhin fragte ich, was dann mit der anderen Radfahrerin gewesen sei, er meinte, sie wäre geradeaus gefahren, damit bräuchte er keinen größeren Abstand einhalten. Als ich ihm seinen Abstand von ungefähr 50 cm mit den Händen zeigte, meinte er, das sei ausreichend.

Daraufhin zog ich es vor, das Gespräch zu beenden und wies den Fahrer darauf hin, daß ich die Angelegenheit der Polizei schildern würde, was er durchaus wohlwollend zur Kenntnis nahm. Ich möchte betonen, daß der Fahrer seine Handlung nicht aus Versehen durchführte, sondern um mich zu bestrafen, da ich seiner Ansicht nach falsch gefahren bin. Die andere Radfahrerin hatte nichts getan, außer geradeaus zu fahren.

Im Wagen saß ein Beifahrer, der die gesamte Konversation incl. den Überholvorgängen miterlebt hat und meine Aussage sicherlich bestätigen kann.

Mal sehen, was draus wird. Wahrscheinlich nix.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Stau

Heute ist Stau in der Stadt. Am Alexanderplatz standen die Autos bis zum International (geschätzte 200 Meter) zum Linksabbiegen. Klar, daß das nicht ohne Hupen und Drängeln abgeht. Aber auch alle anderen Straßen waren extrem gefüllt.

Schön, wenn man dann mit Skates vorbeifahren kann.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)