Noch ein toter Radfahrer

diesmal allerdings eine Autotür: deshalb ist es so wichtig, immer schön Abstand zu denen zu halten, auch wenn manche Autofahrer sich dadurch behindert fühlen. Besser als tot.

Pressemeldung Eingabe: 07.11.2012 – 10:15 Uhr

# 3554

Gestern Nachmittag erlag ein 64-Jähriger in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, die er bei einem Verkehrsunfall am 4. November erlitten hatte. Wie berichtet, war der Radfahrer am Sonntag gegen 20 Uhr 40 auf der Oranienburger Straße in Wittenau gestürzt, nachdem er mit seinem Rad gegen eine geöffnete Autotür gefahren war.

Pressemeldung Eingabe: 05.11.2012 – 09:05 Uhr

Nach mehreren Unfällen mussten gestern mehrere Personen mit schweren Verletzungen stationär in Krankenhäusern aufgenommen werden.

# 3529

Gegen 17 Uhr 10 befuhr eine 52-jährige Radfahrerin die Gehrenseestraße in Hohenschönhausen. Als sie die Norbertstraße überqueren wollte, wurde sie von dem „Nissan“ einer 28-Jährigen erfasst. Die Radfahrerin wurde auf den Pkw geschleudert und stürzte auf die Fahrbahn. Sie erlitt schwere Verletzungen am Kopf und eine Unterschenkelfraktur. Nach ersten Ermittlungen hatte die Autofahrerin „rot“.

# 3530

Gegen 18 Uhr 10 übersah nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ein 31-jähriger Autofahrer zwei Fußgänger, die gerade bei „grüner“ Ampel die Brandenburgische Straße in Charlottenburg überquerten. Er erfasste die 21-Jährige und ihren 25-jährigen Freund mit seinem „Smart“. Die Frau schlug auf der Frontscheibe des Pkw auf und wurde über das Fahrzeug geschleudert. Der Mann wurde ebenfalls erfasst und blieb vor dem Auto liegen. Während er leicht verletzt wurde, erlitt die Frau schwere Verletzungen am Kopf und im Beckenbereich.

# 3531

Gegen 20 Uhr 40 befuhr ein 64-jähriger Radfahrer die Oranienburger Straße in Wittenau. Als er an einem parkenden „VW“ vorbeifuhr, öffnete der 54-jährige Fahrer des Pkw plötzlich die Tür. Der Radfahrer konnte nicht mehr ausweichen, prallte gegen die Tür und stürzte mit seinem Kopf auf die Fahrbahn. Er erlitt hierbei schwerste Kopfverletzungen.

4 thoughts on “Noch ein toter Radfahrer”

  1. Ja, Autotüren sind gefährlich, ich versuche, auch immer Abstand zu halten. Dann wird man natürlich gleich eng überholt.

  2. Zum Teil ist es unglaublich, wie treuglaubend Radfahrer an parkenden Fahrzeugen (fast) entlangschleifen, als wären diese eher Schutz als Gefahr.

    @i: Ich glaube nicht daran, dass statistisch betrachtet enger überholt wird, wenn man einen ordentlichen Abstand zum parkenden PKW einhält. Einige fahren “eng” vorbei. Das passiert aber auch teilweise, wenn man mal äußerst rechts fährt. Manche PKW-Fahrer merken aber auch, dass sie sowieso nicht an mir vorbeikommen, weil die zweite Fahrspur nicht frei ist, und warten, bis Platz ist. Würde ich ihnen nahezu die gesamte Fahrspur freimachen, weil ich weit rechts fahre, erlaube ich ihnen hingegen, mich noch schnell zu überholen, weil sie dann ja nicht in die linke Spur hineinfahren müssen.
    Grundsätzlich sollte man immer ausreichend Platz zu parkenden Fahrzeugen lassen. Die Faustregel, dort zu fahren, wo bei PKWs meist die rechten Reifen fahren, halte ich für einen passablen Kompromiss: ausreichend weit von parkenden Fahrzeugen entfernt um noch reagieren zu können und nicht zu offensiv, um noch stressfrei im Verkehr mitschwimmen zu können. Und ganz wichtig: immer ein Auge auf linke Rückspiegel, Vorderräder und Fahrersitze parkender Fahrzeuge “übrig haben”. Wenn ich dort eine Bewegung wahrnehme bin ich dann sofort brems- oder ausweichbereit. So minimiere ich das Risiko.

  3. Ja, viele Radfahrer betrachten Autofahrer als Freund, nicht als potentielle Gefahr. Meist auch zu Recht.

    Das mit dem eng überholen von @i kann ich bestätigen, aber eng überholen ist halt extrem selten gefährlich. Autotüren dagegen meistens.

    Die rechter-Reifen-Regel halte ich auch ein. Hilft meist.

  4. @bikeblogger Leider werde ich meist eng überholt, wenn ich Abstand zu parkenden Autos halte. Ganz einfach weil die Straße nicht breit genug ist, um mit ausreichendem Abstand zu überholen, es aber aus irgendwelchen Gründen dennoch fast immer gemacht wird.

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