Motorradfahrer abdrängen

Folgende Meldung der Polizei vom 21.9.10:

Verkehrsunfall – Motorradfahrer schwer verletzt
Charlottenburg-Wilmersdorf

# 2918

Heute früh gegen 6 Uhr 35 kam es auf dem Charlottenburger Siemensdamm zu einem folgeschweren Verkehrsunfall nach Fahrspurwechsel. Ein 46-jähriger Taxifahrer hatte stadtauswärts fahrend bei dem Versuch von der linken Fahrspur nach rechts zu wechseln offenbar einen dort fahrenden 47-jährigen Motorradfahrer übersehen. Dieser kam durch die Kollision ins Straucheln, überschlug sich und blieb auf der Fahrbahn liegen.
Die alarmierte Feuerwehr brachte den mit Schürfwunden und einem Halswirbelsäulen-Trauma verletzten „Suzuki“-Fahrer zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

erinnert mich doch stark an ein Erlebnis im August.

Da war ich mit I auf der Leipziger Straße unterwegs, rechte Spur. Neben uns auf der Busspur fuhr ein Taxi, das uns an der Kreuzung nicht abgehängt hatte und nun, da es geradeaus fahren wollte, auf unsere Spur musste. Wir waren gleichschnell.

Drei Möglichkeiten für das Taxi: schneller fahren und vor uns rein, langsamer und hinter uns rein, gleichschnell und abdrängen.

Es wählte die dritte Möglichkeit.

Wir fuhren nicht weg. Nachdem der Fahrer uns also drängte und drängte, hupte er noch einmal, drängte wieder, hupen und dann fuhr er langsamer und hinter uns rein.

Das war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich das Auto demoliert hätte, wenn wir eine rote Ampel gehabt hätten. Hatten wir zum Glück nicht. So ein Sack. Ich krieg jetzt noch beim Schreiben einen dicken Hals.

Aber wenn er uns erwischt hätte, hätte er uns bestimmt “übersehen”.

1 thought on “Motorradfahrer abdrängen”

  1. Ja, ich hätte mitdemoliert, obwohl ich eigentlich Besseres weiß 😉 aber in dem Polizeiartikel fehlt irgendwie das obligatorische “der Fahrer des PKW blieb unverletzt” bei Motorrad-, Fahrrad- und Fußgängerunfällen – komisch. Was ist los mit dem Berichteschreiber, hat ihn/sie die Realität eingeholt?

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