Kritik: The Purge: Election Year

The Purge: Election Year ist der Nachfolger zu The Purge: Anarchy und The Purge.

Die Purge-Nacht ist nach 18 Jahren so weit fortgeschritten, dass sie auch wieder abgeschafft werden könnte. Zumindestens sieht das die Präsidentschaftskandidatin Charlie Roan, gespielt von Elizabeth Mitchell, so, der wir im Lauf des Films folgen. OK, eigentlich folgen wir ihrem Sicherheitschef Leo Barnes, unserem Haupthelden von Anarchy, wieder gespielt von Frank Grillo. Beide sind aber nur sehr selten getrennt.

Die New Founding Fathers of America’s (NFFA) sind natürlich gegen die Abschaffung der Purge-Night, da sie mit der Purge ihre Macht aufrechterhalten und die Unterschicht unterdrücken bzw. dezimieren können.

Diese Nacht ist natürlich die letzte Möglichkeit, Charlie Roan problemlos umzubringen, bevor sie Präsidentin wird und die Purge-Nacht abschafft. Gesagt, getan, Nazis drauf angesetzt (der Obernazi ist gut) und los gehts.

Auf ihrer Flucht begegnen wir wieder anderen Nebenfiguren, darunter eine ausgewachsene Rebellion gegen die NFFA, vielen Morden, ausgefallenen Kostümen und Todesarten. Das alles Over the Top inszeniert, hier hält der Film, was der Trailer verspricht.

Leider wird das alles nicht von einer koheränten Story zusammengehalten, sondern von einer Geschichte, die vor Logiklöchern nur so strotzt und sich zu ernst nimmt. Die Schauspieler tun ihr Möglichstes, aber für mich zündet der Film nicht, da er sich nicht entscheiden kann zwischen der Ernsthaftigkeit der Vorgänger oder einer ungezwungenen Scheiß-drauf-Inszenierung. So gibt es von beidem ein wenig, was einfach nicht zusammenpasst.

Das klingt jetzt negativer als der Film ist, er unterhält immer noch vorzüglich, jedoch muss man deutlich mehr Abstriche machen als vorher. Und das ist einfach schade, denn sowohl eine ernste als auch eine alberne Inszenierung wären besser gewesen.

Fazit: guter Film, leider etwas anspruchsloser als die Vorgänger und damit beliebiger.

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