Kritik: Sukiyaki Western Django

Ich weiß, wer Takashi Miike ist, ich kenne seine Bedeutung, trotzdem habe ich noch keinen Film von ihm gesehen. Diese Lücke konnte ich nun bei den Fantasy-Filmfest-Nights mit Sukiyaki Western Django schließen.

Ein Western, der so albern anfängt, dass wir (I war mit) uns verwundert ansahen. Japanische Schauspieler, die Englisch radebrechen, als gelte es ihr Leben. Alles falsch betont, was geht, falsche Pausen, eigenartig. Daher auch englische Untertitel, damit man verstand, was die Schauspieler gerade auf Englisch sagen. Dazwischen Quentin Tarantino, der mich erstmals seit langer Zeit mal nicht geärgert hat, sondern zwei gute Auftritte hinlegte.

Nach dem Prolog, bei dem die Richtung als albern bis scheißegal vorgegeben wurde, geht die eigentliche Western-Handlung los. Es ist müßig, den Inhalt zu beschreiben. Es passiert alles, was man sich vorstellen kann, in unglaublicher Geschwindigkeit, es wird geschossen, was das Zeug hält, Filme werden zitiert (Herr der Ringe, z.B.), keine Peinlichkeit wird ausgelassen, keine coole Pose verfehlt. Grandios. Wenn man bis dahin nicht gelacht hat, beim Versuch, das Schwert mit klatschenden Händen aufzufangen, rutschte ich tief in den Sessel vor Lachen. Diese Szene war allein den Eintritt wert.

Zwei andere Beispiele: der Showdown funktioniert nur im Schnee? OK, dann schneit es halt in einer Minute einen halben Meter. Who cares?
Der Hauptheld ist verprügelt worden und sieht aus wie ein Steak? Eine Nacht beim Wunderheiler und er sieht aus wie neu. Mit der Dialogzeile “Der Trick des Indianers hat funktioniert”.

Fazit: was für ein Film. Abgedreht, schnell, blutig. Klasse.

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