Kritik: Storage 24

Storage 24, ein britischer Horrorfilm von 2012 mit durchaus bekannten Schauspielern, allen voran Noel Clarke in der Hauptrolle, der gleichzeitig auch die Idee zum Film lieferte und produzierte.

Ich kannte den Film vorher nicht, nichts drüber gelesen, nur das Titelbild gesehen und die Musik am Anfang des Films gehört und sofort gedacht: mal sehen, wie nah der Film an Alien sein wird.

Ergebnis: sehr nah und leider doch so weit weg.

Grob gesagt ist der Film ein “Alien im Lagerhaus”, mit einer leicht angepassten Geschichte, der Übernahme von Szenen bis zu ganzen Einstellungen (Rohrkriechen in Aliens).

Das hat durchaus Charme, ist jedoch nur halbgut umgesetzt. Die Schauspieler sind gut, unser Hauptheld ist aber ein Arsch. Sein Kumpel ist viel besser, bis er plötzlich und ohne Motivation zum Bösen wird. Es gibt skurrile Figuren, die leider schnell wieder aufgegeben werden. Dazu viele Jump-Scares zur Ablenkung.

Wenn jetzt das Monster gelungen wäre, wäre das ein guter Spaß für den Abend, leider ist das Monster nicht gut geworden. Wirklich nicht. Neben dem Aussehen agiert es maximal unlogisch, z.B. variiert die Zeit vom Treffen des Monsters bis zum Ableben des Protagonisten sehr stark, je nachdem, was das Drehbuch gerade verlangt. Das ist nicht gut, weil die innere Logik nicht hält.

Wenn jetzt die Kills wenigstens noch gut wären – sind sie aber nicht.

Dazu teilweise hanebüchene Spezialeffekte. Was ist so schwer daran, einen Reifen einfach wirklich anzuzünden, statt CGI-Flammen zu verwenden? Gleiches gilt für den brennenden Plüschhund, der stundenlang zu sehen ist.

Der Film ist by-the-numbers-Alien, bei dem die Abweichungen zum Schlechteren ausfallen. Die Einzelszenen kann man tatsächlich abhaken.

Die Filmmusik ist gut.

Was ist aus der Hundefrau geworden?

Fazit: oker Film, der viel besser hätte sein können.

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