Kritik: O Incrível Hulk

Der unglaubliche Hulk ist schon wieder verfilmt worden, dieses Mal mit Edward Norton als Bruce Banner. Zum Glück werden Filme in Portugal nicht synchronisiert, sondern mit Untertiteln versehen. Das hat zwei Vorteile: die Bevölkerung lernt schneller Englisch und Urlauber können bei schlechtem Wetter das Kino aufsuchen.

Werbung kam wenig, Trailer (Speed Racer scheint schlimm zu werden, der Film mit Angline Jolie wird wohl ein Jungenfilm) ein paar. Mittendrin eine Pause. Kino klimatisiert, aber wir hatten lange Hosen und Pullover mit. Hätte schlimmer werden können.

Viel haben wir uns vom Film nicht erwartet, der Trailer sah schon wieder nach viel Computer und wenig Schauspiel aus, das haben wir auch bekommen.

Die Erschaffung des Hulk ist eher Nebensache, der Film konzentriert sich darauf, wie Banner mit seiner ungebetenen Gabe fertig wird. Außerdem gibt es ja noch Liv Tyler, die von der Ehe mit falschen (aber aufrichtigen, verständnisvollen) Fremden erlöst werden muss. Viel Arbeit für Edward Norton, die er gewohnt gut erledigt. In den Szenen mit echten Schauspielern ist der Film gut, witzig, angenehm zu sehen.

Leider muss ja dann der Hulk auftauchen und, wenngleich Lou Ferrigno ein Cameo hat, sowie den Hulk sprechen darf, ist das Computermonster wie erwartet schlecht. Lässt das erste Auftreten noch hoffen, da dunkel gehalten, ist spätestens beim zweiten Mal Schluss. Da wird Action mit dem Füllhorn inszeniert, eine Szene dümmer und langweiliger als die andere, dann gibt es schlimme Reminiszenzen an King Kong und zum Schluss wird es vollends blöd.

Nein, zu viel gewollt, zu viel reingepackt und wenig erreicht. Der Film kann gerade mal billiges Popcornkino bieten, wenn das das Ziel war: ok. Aber warum dann gute Schauspieler für den Rest casten? Nett die Schlussanspielung auf Iron Man (die uns schon bei der Eröffnungssequenz aufgefallen ist), sonst ein fader Nachgeschmack.

Fazit: viel Potential, wenig draus gemacht.

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