Kritik: King Arthur: Legend of the Sword

King Arthur: Legend of the Sword ist die Verfilmung der Artussage durch Guy Ritchie, eine ganz eigene interpretation.

Zwei Vorbemerkungen: eins: ich bin durch den Trailer auf den Film aufmerksam geworden und der Trailer sprach zu mir: “schau Dir diesen Film an”. Es gibt sie also, die Trailer, die gut sind und nicht zu lang oder zu geschwätzig.

Zwei: ich mag Guy Ritchies Filme insgesamt, seine Interpretation von Holmes aber finde ich als Film ok bis zu lang und zu verworren, jedoch der Figur nicht angemessen. Nun ist Holmes ja im Gegensatz zu Artus eine fiktive Person, da ist nicht so viel Spielraum bei der Verfilmung der zugehörigen Fakten. Mein Wissen über Artus speist sich aus den “Nebeln von Avalon” und “Excalibur”, ist also solide. Außerdem hab ich den Tisch der Tafelrunde schon persönlich in Winchester gesehen.

Nun “Legend of the Sword”, das sich tatsächlich auf Excalibur als Storyverhikel stützt und die Geschichte von Artus als Waise (böser Onkel) über Bordellbetreiber bis König von England (eigentlich Britannien, aber wir wollen mal nicht so sein) schildert.

Es ist ein faszinierender Film, er fängt extrem langsam an, dann gibt es die Ritchie-typische einminütige Charakterentwicklungszens von Waise bis Erwachsener und es ist einfach brillant. Bleibt die Frage, was in den restlichen anderthalb Stunden passieren soll.

Im Endeffekt eine typische “Typ will nicht König sein, wird es aber doch und ist gut drin, der Böse stirbt, Typ kriegt die Frau, Happy-End”-Geschichte ohne “Typ kriegt die Frau”, was sehr angenehm ist.

Dabei ist die Geschichte sehr charmant erzählt, Charlie Hunnan passt wie Faust aufs Auge, Humor gibt es auch, einmal sogar mit laut Lachen, die Schauspieler sind adäquat, die Effekte sind gut – es passt einfach alles.

Hervorzuheben sei noch die Musik – ich hab den Abspann wegen der Musik geguckt.

Fazit: Popcorn vom Feinsten.

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