Kritik: Jurassic World

Jurassic World – wieder ein Film, den ich im Kino verpasst hatte und daran erinnert wurde, da just der Nachfolger in die Kinos kommt. Grund genug, sich den Film anzusehen, ich hatte auch keine Kritiken dazu gelesen, konnte also unvoreingenommen an den Film herangehen.

Im Prinzip wird die Geschichte des ersten Teils mit leicht veränderten Variablen und Charakteren erzählt, alles aufgehübscht, neue Dinos, mehr Glanz. Wir fahren mit zwei Kindern (die erstaunlich unnervig sind) zur Isla Nublar und werden von der immer noch schönen, emotionalen Musik in den Dinopark gezogen.

Die Kinder sollen eigentlich mit ihrer Tante, der Managerin des Parks durch selbigen ziehen, die aber arbeiten muss und die Aufsicht delegiert. Also legen die kleinen Racker[tm] allein los und erleben Dinos, Katastrophen, werden halb aufgegessen, reparieren ein Auto und überleben. Immerhin.

Die Tante stellt Investoren verbal und dem Parkbesitzer direkt den neuen Überdino vor, eine Kreuzung aus verschiedenen Tieren, die Intelligenz, Unsichtbarkeit, thermale Variabilität etc. einbringen, alles Dinge, die der angesprochenen Katastrophe förderlich sind. Und es fehlt noch Chris Pratt, der Tierbändiger, der eine Vierergruppe Raptoren be-alphat.

Wie gesagt – Katastrophe (erstaunlich blutig), tote Dinos, tote Menschen, Riesenwasserdino, Verfolgungsjagden durch den Dschungel, Rettung, Hilfe durch T-Rex, Happy-End.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, wie gesagt – die Kinder sind nicht nervig, nur der Parkbesitzer. Die Geschichte ist nicht innovativ, aber solide erzählt, mit angenehmem Humor. Vincent D’Onofrio darf mal wieder einen Bösewicht spielen, das ist die einzige Figur, die für mich nicht funktioniert hat. Ohne die Figur wäre der Film auch nicht schlechter gewesen, im Gegenteil.

Die Effekte sind extrem gut, mit Abzügen bei der Verfolgungsjagd durch den Dschungel – hier sind die Menschen blöd ins Bild geschnitten, sie wirken deutlich unechter als die Raptoren. Die Raptoren – cool. Richtig gut gemacht. Vor allem gut dosiert. Vier, nicht hundert.

Die Dinos sind Tiere und verhalten sich entsprechend. Sie sind vor allem böse und gefährlich durch die Bank weg. Bis auf den Retter-T-Rex, der war seltsam.

Fazit: sehr gute, kurzweilige Neuauflage.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

55 + = 61