Kritik: Ghost in the Shell

Ghost in the Shell, die Realverfilmung mit Scarlett Johansson, erzählt die Geschichte von Major/Motoko, die als Gehirn in einen künstlichen Körper eingebaut wird. Wir ergründen den Ursprung von Motoko, ihren Umbau, den Sinn, den ihr Leben jetzt hat.

Das alles ist sehr actionhaltig und ein wenig philosophisch, vor allem aber visuell beeindruckend und schauspielerisch gut umgesetzt. Es kommt keine Langeweile auf, der Film erzählt seine Geschichte stringent, gradlinig und gut.

Zwei Dinge können jedoch nicht vermieden werden: das Anime dazu sowie die Diskussion um das Whitewashing durch Scarlett Johansson.

Das Anime von 1995 haben wir gesehen, waren beeindruckt und haben es so gut wie komplett vergessen. Daher konnten wir unbeeinflusst an den Film gehen, wurden aber animiert, das Anime mal wieder zu sehen.

Whitewashing ist so eine Sache. Grundsätzlich spielt Scarlett Johansson beeindruckend und gut und zieht über ihren Namen sicherlich etliche Zuschauer zu dem Film. Andererseits ist Motoko nun mal eine Japanerin und das wird durch die Besetzung komplett ignoriert. Das hätte im FIlm thematisiert werden können, um eine Metaebene mehr hineinzubringen, die Brisanz der Besetzung war den Machern aber nicht einmal bewusst, bis der Film fertig war.

Es ist schade, da damit ein sehr guter Film mit weiblichem Lead wieder in eine Diskussion gerät, die nicht notwendig gewesen wäre.

Fazit: sehr guter Film, für sich gesehen.

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