Kritik: Frontière(s)

Frontière(s), der neue Film von Xavier Gens, darauf habe ich mich bei den Fantasy-Filmfest-Nights gefreut, nachdem ich Hitman für sehr gelungen hielt.

Aber ach, nach einem starken Anfang sollte ich das Kino extrem enttäuscht verlassen.

Der Film beginnt in Paris, vier Jugendliche fahren von dort los, in ein Motel, eine nicht verratene Anzahl von Menschen überlebt. Der erste Teil des Films erinnert stark an Hostel, ohne dessen Beschränkungen, was das Blut angeht. Hier geht es richtig zur Sache. Gut gespielt, gute Darsteller, gute Inszenierung, keine Kritik.

Nach ca. einer Stunde kommt jedoch ein starker Durchhänger mit Erklärungen, Nazis, Unsinn etc. Nicht nur, dass die Spannung auf den Nullpunkt sinkt, hier sind Overacting, schlechte Schauspieler und seltsamer Nazischeiß von Feinsten zu besichtigen. Da fragt man sich schon: was hat Herrn Gens da geritten? Ähnlichen Unsinn habe ich zuletzt bei Rivières pourpres II sehen müssen, auch da hat es den ganzen Film restlos zerstört. Und nebenbei: so weit ist D. doch auch nicht entfernt, dass man den deutschen Text nicht korrekt aussprechen lassen kann, oder?

Und so erholt sich auch dieser Film nicht von dem Intermezzo, die Jagd geht zwar weiter, jetzt jedoch auf einem unterirdischen Niveau. Schauspielern bedeutet unartikuliert schreiben und mit dem Kopf wackeln. Einfach Mist.

Fazit: nach einer Stunde abschalten. Oder ärgern.

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