Kritik: FPS – First Person Shooter

FPS – First Person Shooter ist ein Film, bei dem der Protagonist, der hautpsächlich aus der Ich-Perspektive gezeigt (oder auch nicht) wird, wie in einem Ego-Shooter seine schwangere Freundin in einem Zombie-verseuchten Haus sucht. OK, originell geht anders, aber ich finde den Versuch interessant, diese Perspektive zu zeigen und das Genre auch mal filmisch auszuarbeiten.

Zuerst zum Guten: filmisch ist das Ganze extrem gut gelungen. die Kamera ist superb, der Ton ist Klasse, die Zombies sind angemessen. Der Film schafft es, die ganze Zeit ein Computerspiel nachzuahmen, es dabei in die Realität zu erweitern, ohne albern oder übertrieben zu wirken. Die Zombiedichte ist unangemessen niedrig, aber das schiebe ich mal auf das Budget.

Aber dann spricht unser Held. Und spricht. Und spricht. Und erzählt dabei eine gequirlte Scheiße, dass es mich jedesmal aus dem Film riss. Schon erstaunlich, immer, wenn er ruhig war – perfekt. Kaum sagt er was – schlimm. (Ich hab die deutsche Fassung geguckt, keine Ahnung, ob das Englisch besser ist.)

Ich vermute mal, was er von sich gibt ist das, was die Macher beim Spielen denken oder was sie denken, was die Mehrheit der Spieler denkt. Wenn das so ist, dann sind Ego-Shooter-Spieler doch primitiver als ich dachte. Mir gehen beim Spielen jedenfalls nicht solche Sätze durch den Kopf.

Daher: wenn man die Sprüche des Helden abkann ist der Film klasse. Wenn nicht – Pech gehabt.

Fazit: Klasse Film, der durch den Text kaputtgemacht wird.

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