Kritik: Doctor Strange

So so, ist das auch schon wieder anderthalb Jahre her, dass Doctor Strange in die Kinos kam.

Ob das nun gut oder schlecht ist, dass ich mich im Marvel-Universum kaum auskenne – ich weiß es nicht. Einerseits kann ich mich den FIlmen unbelastet nähern. Andererseits entgehen mir etliche Querverbindungen, Witze, Anspielungen etc., die geneigte Fans erkennen.

Wie dem auch sei, der Film beginnt mit der Vorstellung des äußerst unsympathischen Doctor Strange (Benedikt Cumberbatch) und seiner Superheldenwerdung. Ich will nicht zu viel verraten, aber die fand ich mal im Rahmen des Superheldengenres ok umgesetzt. Dabei hilft auch Cumberbatch, dem mal wieder eine Rolle auf den Leib geschrieben zu sein scheint. Er ist ein Arsch, der aber nicht an seiner Heldwerdung verzweifelt.

Mir gefiel auch die viel kritisierte Rolle der Ancient One, gespielt von Tilda Swinton, vor allem in der Kritik wegen des Whitewashing. Hier kommt mir die Unkenntnis des Originalmaterials zu Gute.

Die Geschichte ist nicht unbedingt originell – Held verliert alles, wird Superheld, muss sich bewähren. Die Nebenfiguren sind gut besetzt, die Chemie stimmt, die Handlung wird durch äußerst trockenen Humor aufgewertet.

Die Tricks des Films sind sehr gut umgesetzt, das ist oft ein Schwachpunkt der heutigen[tm] Filme – zu viel zu wollen und zu wenig zu können. Und alles zu animieren, was nicht bei drei auf den Bäumen ist – Uncanny Valley anyone?

So weit, so gut. Dann kommt das Finale des Films.

Selten war ich so begeistert von einem Finale. Die Auflösung der eigentlich unlösbaren Situation hat es in sich und mich komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Genial.

Fazit: sehr guter Film im Reigen der sehr stark schwankenden Avengers-Einführungsfilme.

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