Kritik: Deliver Us from Evil

Kommen wir zu den beiden härteren Filmen des Wochenendes und beginnen mit Deliver Us from Evil, einem Horrorfilm über die Besessenheit mehrerer Menschen und den notwendigen Exorzismus.

Der Film erzählt die Geschichte aus der Sicht des Polizisten Sarchie (Eric Bana), der den Fall annimmt und mit Hilfe des Geistlichen Mendoza (Edgar Ramirez) löst. Dabei ist Sarchie besonders feinfühlig den Dämonen gegenüber, seiner Familie dafür eher nicht.

Der Film macht sehr viel richtig, der Einstieg ist stimmungsvoll, danach bringt Eric Bana den Polizisten sehr gut rüber und die Geschichte ist sehr bodenständig erzählt. Die gruslige Stimmung kommt nicht nur aus dem übernatürlichen, sondern auch aus der Überzeugung von Sarchie, das Menschen selbst durchaus zu grausamen Dingen fähig sind.

Diese Grundeinstellung in letzten Drittel aufgegeben, durchaus ok im Kontext des Films, und weicht einer kirchlichen Stimmung, die mich auch im Kontext des Films befremdet hat. Hier hätte das Drehbuch etwas ausgeglichener sein können.

Gleiches gilt für den Subplot der Familie des Polizisten, der nur angerissen aber nicht auserzählt wird. Der Film hätte nicht verloren, wenn darauf komplett verzichtet worden wäre. Im Gegenteil. So wirkt die ganze Familiengeschichte angeklebt, Olivia Munn und Lulu Wilson hätten hier besseres verdient gehabt.

Trotzdem ist der Film sehr gut erzählt, sehr gruslig und gerade das Bodenständige an der Besessenheit macht den Film zu etwas Besonderem. Und etwas sehr Dreckigem.

Was nervt ist die Andeutung, dass sich das Ganze genauso zugetragen hat, also auf einer wahren Besessenheit basiert. Das mag ein guter Marketinggag sein, mich nervt das.

Fazit: sehr guter Film mit kleinen Schwächen.

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