Kreator im Huxley’s

Letzten Sonnabend waren Kreator im Huxley’s, wir natürlich dabei. Warum? Wir hatten das Video zu Phantom Antichrist auf IM1 gesehen und wollten uns das Ganze mal live antun. Oder wir haben es im Stahlwerk gehört. Wie auch immer…

Das Konzert begann 18:30, das war uns zu früh, noch dazu in der Kälte (ok, kein Zusammenhang). Damit verpassten wir Nile und Fueled by Fire. So vom ersten Youtube-Hören wären Fueled by Fire eher was für uns gewesen – sollte nicht sein.

Wir stiegen mit Morbid Angel ein, Death Metal aus Tampa, Florida. Drücken wir es so aus: ich habe gelernt, dass ich Musik mit Melodie doch lieber höre als schnelle Gitarrenriffs mit etwas Geschrei. Wobei das nicht sagen soll, dass es nichts hatte, aber so richtig hat es mich nicht fasziniert. Ich glaube, I ging es ähnlich. Andererseits kann man nicht sagen, dass wir uns gelangweilt hätte, ca. 70-80 Minuten (geschätzt) gingen schnell vorbei. Ich kann z.B. nicht sagen, wie viele Lieder wir in der Zeit gehört hatten – die gingen nahtlos ineinander über. Aber der Sänger war cool, das muss man ihnen lassen.

Dann Umbau für Kreator, Thrash Metal aus Essen – wir waren gespannt. Die Bühne wurde mit einem weißen Tuch verhangen, ein Beamer aufgebaut. Pünktlich um zehn ging es los mit Einstimmungsvideos zur Bandgeschichte, unterlegt mit “Personal Jesus” (“Jesus ist im Krankenhaus” – kleine Mythenmetzsche Abschweifung). Dann wurde der Blick auf die Bühne freigegeben – sagen wir, mich überrascht selten etwas. Aber eine komplett verkleidete Bühne mit Bühnenbild, Köpfen an den Mikroständern und am Schlagzeug sowie einer Quadriga-Skupltur aus Skelettpferden – das hatte was.

Musikalisch guter Thrash-Metal ging ins Ohr, einige Lieder waren überraschend gut, Phobia z.B. fand ich Spitze. Die Ansagen waren ok, wenngleich etwas martialisch (“Ich will mehr Gewalt im Moshpit sehen”), aber gut im Rahmen. Stimmung sehr gut, wer sich austoben wollte, konnte das tun, wer es etwas ruhiger mochte, musste nicht hinter der Säule stehen. Insgesamt etwas mehr als anderthalb Stunden gute Musik, ich war zufrieden. Highlight: cooles Akustikgitarrensolo von Sami Yli-Sirniö.

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