Das Journalismus-Verständnis von Claus Kleber

Claus Kleber hat ein für mich sehr seltsames Verständnis von Journalismus. Das hat er kundgetan anlässlich der Verleihung der sauren Gurke für sein eher schlechtes Interview mit Frau Furtwängler zur Studie zum Thema “Repräsentation Frauen in den Medien”:

Seine journalistische Aufgabe sei es schließlich gewesen, in dem Interview mit Furtwängler “eine Gegenhaltung” einzunehmen.

[…]

Furtwänglers Untersuchung habe “erstklassiges Material” zusammengetragen, und sie habe auch “die besseren Argumente” gehabt und “die Debatte verdienterweise gewonnen”. Trotzdem habe er als Interviewer diese Haltung einnehmen und den Argumenten der Studie etwas entgegen setzen müssen. Im “heute-journal” habe man vor dem Gespräch außerdem einen Bericht über die Studie gesendet, der sehr positiv gewesen sei. Im Interview, so Kleber, hätte er deswegen anders vorgehen müssen.

WTF? Journalismus ist also: eine Gegenhaltung einnehmen? Finde nur ich das äußerst blöd?

Quelle: Deutschlandfunk vie Bildblog

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