Taxi in Fahrradstraße

Das Taxi heute musste in der Linienstraße (Fahrradstraße) unbedingt ein Fahrrad eng überholen, unabhängig davon, dass ihm eine Menge Fahrräder entgegenkamen. Nur, um dann wieder hinter einem Fahrrad herzufahren.

Viel Aufregung, viel Gedränge und Enge auf allen Seiten, sehr wenig Ertrag.

Ort. Linienstraße zwischen Tucholsky- und Kleine Hamburger Straße

Kennzeichen: B-BG 5…

Mal wieder wild

Eigentlich wollte ich entspannt was zu Babymetal schreiben, aber heute früh war es mal wieder wild.

  • Landsberger Allee/Danziger Straße: Transporter schaut nicht beim Rechtsabbiegen
  • Mollstraße/Otto-Braun-Straße: blauer VW B-BO 80.. rast von der Rechtsabbiegerspur geradeaus, egal, ob man da als Rad fährt.
  • Linienstraße (Fahrradstraße): das Taxi, das betont langsam an einem parkenden Auto vorbeifährt, so dass alle Radfahrer_innen absteigen müssen
  • Linienstraße/Gormannstraße: Transporter, dem Vorfahrtsregeln komplett egal sind
  • Linienstraße/Oranienburger Straße: Taxi, das allen im Weg steht, manche steigen ab, manche fahren in Kurven drumrum
  • Oranienburger Straße/Friedrichstraße: Taxi, das trotz der Haltelinien den Bereich für die Fahrräder besetzt
  • Oranienburger Straße/Friedrichstraße: Transporter, der möglichst eng an Fahrrädern vorbei oder auf sie auffährt (darauf angesprochen bin ich ein “blödes Arschloch”)
  • Friedrichstraße/Hannoversche Straße: Autos, die die Kreuzung komplett zustellen (schon seit zwei Wochen), weil der Verkehr einfach nicht mehr abfließt
  • ich, der ich in der Baustelle am Hauptbahnhof mal wieder viel zu eng an den Fußgängern vorbeifahre
  • Kaiserin-Augusta-Allee: BSR-Fahrer, der keine seitlichen Abstand einhalten muss

Aber die Fahrrad-Rambos…

Taxi und Bus – Berufskraftfahrer

Zuerst ein Taxi, dass auf der Gertraudenstraße unbedingt auf der Busspur fahren wollte. Dort war aber eine durchgängige Fahrradschlange, da war kein Vorbeikommen. Das hält ein Taxi natürlich nicht davon ab, trotzdem reinzufahren, dann nicht voranzukommen und alle zu blockieren, die schneller gewesen wären. Und natürlich die Fahrräder ordentlich zu bedrängen, wenn da mehr als 20 Zentimeter Platz waren, was das viel.

Danach der Bus, der hinter der Moltkebrücke einfach bei Rot nach rechts abbog. Also bei Rot, das schon mindestens zehn Sekunden rot war, Fußgängerüberweg schon längst grün, Gegenverkehr vorhanden etc. War ihm aber egal.

Berufskraftfahrer halt.

Taxi auf dem Radstreifen

Zeit: 19.05.2015, gegen 9:00 Uhr

Ort: Berlin, Spittelmarkt, OSM

Taxi: Kennzeichen bekannt

Was war: Eine dreispurige Straße: das Taxi muss auf den Radstreifen fahren, bis es sich festfährt, so breit ist der dann doch nicht. Jetzt können keine Fahrräder mehr vorbei. Ist dem Taxifahrer völlig egal. Hat 10 Meter (mehr waren es nicht) gut gemacht.

Schwere des Vorfalls: nervig, gefährdend

Was ist besonders schlecht: Radstreifen sind etwas, das Taxifahrer ganz selbstverständlich blockieren dürfen, Aber fahr mal auf der Busspur mit dem Rad…

Auf dem Radweg

Zeit: 06.05.2015, gegen 9:05 Uhr

Ort: Berlin, Invalidenstraße, OSM

Taxi: Kennzeichen bekannt

Was war: Vor dem Motel One sind keine Stellplätze, da kann man sich prima auf den Radweg stellen, stört ja keinen.

Schwere des Vorfalls: nervig, gefährdend

Was ist besonders schlecht: Die Dreistigkeit, mit der nicht auf der Straße gewartet wird, weil dort würde ja “der Verkehr” behindert.

Auf dem Radstreifen

Zeit: 30.04.2015, gegen 9:00 Uhr

Ort: Berlin, Oranienburger Straße, OSM

2 Taxis: Kennzeichen bekannt

Was war: Zwei Taxifahrer brauchen sich nicht hinter allen Autos anstellen, sondern fahren auf dem Radstreifen vorbei. Dort sind natürlich Radfahrer, die dann gnadenlos weggehupt werden. Der vordere Fahrer fuhr dann bei Rot. Das Ganze ist für den hinteren Taxifahrer so lustig, dass er uns die ganze Zeit blöde anlacht.

Schwere des Vorfalls: nervig, gefährdend

Was ist besonders schlecht: Taxis sind so wichtig, dass sie nicht mit den normalen Autos warten müssen. Und Radfahrer gehören weggehupt.

Mitten im Weg

Zeit: 07.04.2015, gegen 18:20 Uhr

Ort: Berlin, Torstraße, OSM

Taxi: Kennzeichen bekannt

Was war: Taxifahrer will aus dem Taxihalteplatz herausfahren und direkt an der Kreuzung nach links abbiegen. Ein (nichtsahnender) Autofahrer gewährt ihm das reinfahren, Taxi tut das und bleibt auf der rechten Fahrspur stehen, um weiter nach links zu kommen. Egal, ob da noch jemand auf der rechten Spur warten muss.

Als Folge sind die Autos hinter ihm so gereizt, dass sie durch enges Überholen Zeit aufholen wollen, das dann mich getroffen hat. Ist natürlich nicht direkt die Schuld des Taxifahrers, aber auch nicht gar nicht.

Schwere des Vorfalls: nervig, später gefährdend

Was ist besonders schlecht: einfach den Verkehr einer Fahrspur komplett blockieren, weil man selbst wichtiger ist

Radweg blockiert

Zeit: 04.03.2015, gegen 9:25 Uhr

Ort: Berlin, Alt-Moabit, OSM

Taxi: Kennzeichen/Taxinummer nicht gemerkt

Was war: Taxifahrer muss zum Ausladen des Fahrgastes auf der Straße stehenbleiben. Um den “Verkehr” nicht zu behindern tut er das direkt vor der Auffahrt auf den Radweg. Ist ja egal. (Normalerweise stört mich das nicht, der führt aber schön an der roten Ampel vorbei.)

Schwere des Vorfalls: nervig

Was ist besonders nervig: Als “Verkehr” zählen Radfahrer nicht.

Taxi-Watch

Wenigstens einen guten Vorsatz fürs neue Jahr umsetzen (der mit dem “mehr schreiben” ist illusorisch): Taxi-Watch beginnen.

Einfach mal aufschreiben, was Taxis so falsch machen, was für mich relevant ist. Um a) einen Überblick zu bekommen, ob das tatsächlich so schlimm ist, wie ich es empfinde und b) wegen Berufskraftfahrer machen nie was falsch und so.

Beginnen wir mit gestern:

Zeit: 06.01.2015, gegen 18 Uhr

Ort: Berlin, Kreuzung Memhardstraße/Ecke Karl-Liebknecht-Straße, OSM

Taxi: Kennzeichen/Taxinummer nicht gemerkt

Was war: ich stehe mit anderen Radfahrern aus der Menhardstraße kommend an der roten Ampel, links auf dem rechten Fahrstreifen steht ein Taxi, das rechts abbiegen will. Bei grün fahren wir los und das Taxi langsam, aber ohne anzuhalten biegt nach rechts ab. Als er mitten in den Radfahrern steht, hält er dann doch an. Mitten im Weg. Wäre er weitergefahren, hätte er mindestens zwei erwischt.

Schwere des Vorfalls: nervig

Was ist besonders nervig: die alte Mär, dass, wenn sich die Radfahrer an die Regeln halten, nichts mehr passiert.