Alle bei Rot, die umpfzigste

Die Radfahrer, die fahren alle bei Rot. Das erste Taxi erwarte ich ja schon, aber das zweite war dann doch dreist. Es ist schon gelb, wenn ich in den Film einsteige!

Taxifahrer, reißt Euch mal zusammen

Zuerst Parken im Halteverbot, dann auf dem Radstreifen. Dann ein Taxifahrer, der im Gegenverkehr stand und mich bedrängte, um wieder auf die richtige Spur zu kommen (Tip: einfach vorher warten). Dann ein Taxifahrer, der auf dem Radstreifen stand und 200 Meter weiter noch einer, der auf dem Radstreifen stand.

Und den krönenden Abschluss dann der Fahrer, der von der linken Spur über meine Spur rückwärts in die Bushaltestelle abbog, nicht guckte, mich fast umfuhr (Vollbremsung meinerseits) und dann anschrie.

Das alles war nur die Hinfahrt, 25 Minuten.

Reißt Euch mal am Riemen. Schaut mal in die StVO. Haltet Euch dran.

Gewöhnung

Man gewöhnt sich so schnell an Fehlverhalten.

Heute ein LKW, der beim Rechtsabbiegen nicht geschaut hat und im Weg steht. Dann ein Auto, das mitten auf der Straße anhält und erst, wenn man fast vorbei ist, wieder anfährt. Natürlich nur kurz, um dann wieder zu bremsen. Dann ein LKW, der sich auf den Radstreifen stellt, rechts blinkt, aber nicht fährt. Dann die Autofahrerin, die schon halb rausfährt vor der roten Ampel, so dass man auf sie warten muss, obwohl die Ampel schon lange auf grün umgesprungen ist. Dann das Taxi, das rechts abbiegt, ohne zu schauen, kurzes Bremsen hat gereicht.

Alles für sich nicht wirklich wild, heute auch kaum gefährlich. Aber so zermürbend. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, wie man als Radfahrer für meist eingebildete Verzögerungen von Autofahrern angegangen wird. Da kann man froh sein, wenn es beim Hupen, Abdrängen und Beschimpfen bleibt.

Aber zur Gewöhnung: ich fand das alles nicht so schlimm, dass ich drüber geschrieben hätte, weil es so alltäglich ist. Weil man schon auf Schlimmeres wartet. Weil es niemanden aufregen würde. Nicht mal einen selbst.