Handy am Idiotenohr

Heute mittag fuhr ein Mercedes mit ca. 70 über die Alexanderstraße, Handy am linken Ohr, keine Kontrolle über sein Spurverhalten. Hinter ihm kam ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene, den hat er natürlich nicht gesehen und fuhr schön knapp vor dem KKW auf die Spur des KKW. Der konnte gerade so ausweichen. Ich dem Mercedes übrigens auch, sonst hätte er mich auch noch umgesenst.

Solche Idioten kann man nicht hart genug bestrafen. Aber sie werden einem erzählen, dass das Handy die Fahrweise keineswegs beeinflusst und sie alles unter Kontrolle haben. Dann werden sie einem erzählen, warum sie in einem Mercedes sitzen aber leider nicht genug Geld für eine Freisprechanlage haben. Dann werden sie auf die vielen Verbote in Deutschland hinweisen und dass man sich nicht so haben soll. Außer, sie warten auf den Krankenwagen. Dann werden sie zetern, dass das alles Scheiße ist hier und keiner leistungsbereit etc. pp.

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Rasendes Motorrad

Wenn man Leute befragt, was wichtige Merkmale von Motorradfahrern sind, kommt “Rasen” so ziemlich an erster Stelle. Jeder weiß, dass Motorradfahrer keine Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten und grundsätzlich zu schnell fahren. Jeder weiß auch, dass sich Motorradfahrer damit gegen jeden Menschenverstand nur selbst gefährden. Bla, bla, bla.

Warum trifft man dann im Straßenverkehr nur auf Autofahrer, die einen an der Kreuzung kommen sehen und denken “Oh, ein Motorrad. Das ist sicher langsam. Da kann ich noch gemütlich reinschnippeln und ohne große Beschleunigung (der Umwelt wegen) weiterfahren.”

Oder Fußgänger: “Ach, heute bin ich nicht so gut zu Fuß, da gehe ich mal lieber noch vor dem Motorrad rüber.”

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Motorradsaison

ist eröffnet. Extra das Motorrad in die Werkstatt gebracht, dort die Honda CBR 1100 XX gesehen, für den 40ten vorgemerkt.

Fazit nach Abholung: eine verstellteneu eingestellte Kupplung kostet wertvolle Zehntelsekunden an der Ampel. Fußgänger, die noch bei Rot laufen, unterschätzen Motorräder oft. Ist ihnen aber egal.

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Die Stadt ist voll

Gestern war wieder so ein Tag. An jeder Ampel mindestens 30-40 wartende Autos, und da die ja keine Gnade kennen, haben sie sich gegenseitig die Kreuzungen zugestellt, so dass auch in den freien Richtungen nichts mehr ging. Ich konnte das von 19-20 Uhr beobachten, eine Zeit, zu der man normalerweise gut durch die Stadt kommt. Keine Ahnung, warum es ausgerechnet gestern so voll war.

Interessanterweise wuchs auch die Aggressivität an. Mehrere Male habe ich beobachtet, dass Fußgänger direkt nach dem Umschalten auf Rot angehupt wurden, sie haben sich auch jedesmal beschwert. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die Autofahrer jeweils ca. 20 Meter fahren konnten, bevor das nächste Schlangenende war…

Auch die freien Passagen waren schnell wie nie. Es ist schon putzig, einen tiefergelegten Corsa zu beobachten, der eine Strecke von ca. 100 Metern mit quietschenden Reifen beginnt, dann auf 80 km/h beschleunigt, um ordentlich in die Eisen zu gehen, um halten zu können.

Ansonsten ist die Einführung von Radstreifen z.B. am Breitscheidplatz ein Segen. Und Busse sollte man in 30er-Zonen nicht überholen, da regen die Fahrer sich tierisch auf.

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Vorwinker

Heute hatte ich wieder einen: einen besonders netten Autofahrer, der mich vorwinkte, damit ich vor ihm die Kreuzung befahre, obwohl er Vorfahrt hatte.

Sowas hasse ich.

Dazu gibt es Vorfahrtsregeln und wenn man sich dran hält, fließt der Verkehr auch. So muss ich das erst mal erkennen, mich aus meiner Starre lösen, alle anderen Vorfahrtsberechtigten abwarten und losfahren.

Erstaunt sind die Vorwinker dann, wenn ich mich nicht freue oder gar nicht auf das Angebot eingehe. Hatte ich letztens auch, eine Frau blieb auf der linken von zwei Spuren stehen und winkte mich vorbei. Da rechts neben ihr noch genug Verkehr kam, fuhr ich nicht. Bis sie das geschnallt hat, verging eine Weile, dann wurde sie böse und fuhr endlich los.

Außerdem passiert mir das nur auf dem Motorrad, auf dem Fahrrad nie, im Auto selten und als Fußgänger ist man sowieso Freiwild.

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Wochenendauslese

Dieses WE war eher ruhig, da ich hauptsächlich im Kino und einer TT-Halle weilte. Der Weg dorthin war entspannt bis auf wenige Ausnahmen.

Zunächst ist der Taxifahrer zu erwähnen, der mich auf dem Nachhauseweg extrem eng und schnell überholte: darauf angesprochen entschuldigte er sich sofort. So sollte es sein.

Am Freitag abend hatten Leute an einer Baustelle Schilder und Absperrungen auf die Straße gelegt bzw. auf die Straße gebogen. Nicht nett und mit Motorrad sehr gefährlich.

Am Sonntag war es dann mit den Autos ein Kreuz, obwohl die Straße bis zur Kreuzung mit Autos vollgestellt war, konnte es sich zwei Leute nicht verkneifen, zu hupen, als auch einmal Fußgänger die Straße queren wollten. Die wollten halt zuerst an der Schlange stehen. Sehr unangenehm.

Zähler: 1 Auto bei Rot (schon eine Minute rot), 2 weitere bei Rot, 6 Fahrräder

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Berufsverkehr

Müssen Autofahrer einen Idiotentest machen und nur bei nachgewiesener Blödheit wird der Führerschein vergeben? Gilt das nur für den Berufsverkehr?

Heute früh wieder genügend Autos: erst mal die Kreuzung zustellen. Egal, ob da wer durchwill, Hauptsache dichtgemacht.

Hat man sich durchgeschlängelt, steht auf der rechten Seite jemand, der auslädt. Da muß man natürlich sofort vorbei, egal, ob von vorne jemand kommt. Der hält natürlich auch nicht, also erst mal absprechen und rangieren.

Danach sind Radfahrer auf der Straße: anhupen. Auch wenn eine 30er-Zone ist und man eigentlich nach links abbiegen will, also die Radfahrer noch nicht mal überholen muß.

Abgesehen davon: ich bin zur Zeit mit einem Motorrad der langsamste Verkehrsteilnehmer in der Stadt. Auch beim Beschleunigen.

Zähler: 1 Auto bei Rot, 4 Radfahrer

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Asymmetrische Tankanzeigen

Ebenso, wie die M25 vom Dämon Crowley erdacht wurde [1], wurde die asymmetrische Tankanzeige von Dämonen erfunden. Da fährt man mit dem Motorrad dahin, ca. 200 km, bis die Tankanzeige auf der Hälfte steht und denkt sich: 100 km habe ich noch.

Mitnichten, nach 50 km machte ich mir echt Sorgen, wie weit die Nadel in den roten Bereich reinragen darf, ohne daß ich stehenbleibe. Zehn Kilometer habe ich noch geschafft, dann kam eine Tankstelle. Es blieben ca. anderthalb Liter.

Wenn man schon eine Anzeige schafft, sollte die doch für was nütze sein. Sonst kann ich wieder mit Reservestellung am Benizinhahn fahren, das hat mir mehr gebracht.

[1] “Ein gutes Omen” von Terry Pratchett, Neil Gaiman

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 13.02.2006)