Verkehrswacht und Fahrräder

Die deutsche Verkehrswacht hat eine Pressemitteilung über Fahrräder geschrieben, die zum Nachdenken anregt:
http://www.dvw-ev.de/index.php?page=presse_mitteilungen&id=56

Mal sehen, ob ich eine Antwort auf meine Mail erhalte.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Pressemeldung vom 16.3.2006, verantwortlich ist Herr Michael Hartje, gelesen und folgende Anmerkungen bzw. Fragen dazu:

1. Sie schreiben, daß ein Anstieg der getöteten Radfahrer zu erwarten ist und empfehlen daher, das Fahrrad zu überprüfen. Haben Sie eine Statistik oder ähnliches darüber, daß der Anstieg auf mangelhafte Fahrräder zurückzuführen ist?

2. Sie schreiben, daß 70% der Radfahrer bei Unfällen Kopfverletzungen erleiden. Woher stammt diese Zahl?

3. Sie schreiben, daß Radfahrer bei Unfällen von Radfahrern mit Personenschaden vielfach die Hauptverursacher seien. Wieviel ist “vielfach” in Prozent? Sind dabei Unfälle zwischen Radfahrern mit erfaßt?

4. Sie schreiben von einer Benutzungspflicht für vorhandene Radwege. Das ist falsch, für die Benutzungspflicht ist seit einiger Zeit das Vorhandensein eines Radwegschilds entscheidend.

Im Allgemeinen ist mir aufgefallen, daß sich der Bericht hauptsächlich an Radfahrer richtet. Meiner Erfahrung nach sind alle anderen Verkehrsteilnehmer ebenfalls nicht auf mehr Radfahrer eingestellt, insbesondere Auto- und LKW-Fahrer. Ich hätte mir auch für diese Zielgruppe einige ermahnende Worte bzw. Hinweise gewünscht.

Des weiteren ist der falsche Hinweis auf die Radwegbenutzungspflicht nicht nur peinlich, sondern sorgt wieder für mehr Ärger zwischen den Verkehrsteilnehmern, da man als Radfahrer oft bedrängt wird, und dann bestimmt als Argument kommt: “Fahr auf dem Radweg, die DVW hat das auch so geschrieben.”

Mit freundlichen Grüßen,

Ekkart Kleinod.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Auch mal auf die Vorfahrt verzichten

ja, ja. Das ist eine der Grundforderungen an Radfahrer, gestern habe ich das natürlich gemacht, weil ein Taxi mal nicht warten wollte, bis die Straße frei ist, sondern sich vorher quer über den Radweg (Lolli) stellen mußte. Ich habe mir dann überlegt, was schlimmer wäre: wenn der Fahrer das aus Unachtsamkeit oder mit Absicht gemacht hätte. Ich werde es nicht erfahren.

Heute früh drängelte ein Auto rechts an einem anderen vorbei, um als erster an der roten Ampel (als Rechtsabbieger) zu stehen. Problem: Das andere Auto wollte sowieso geradeaus und rechts davon war zunächst der Radstreifen, auf dem ich gerade fuhr. War schön eng.

Zähler: 2 Autos bei Rot, 4 Radfahrer bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Heimweg

Der Heimweg gestern bot neue und bekannte Handlungen. Es regnete leicht, das ist für Autofahrer ein Signal, besonders eng zu überholen. Dem kamen ca. 7 Autofahrer auch prompt nach, jeden hatte ich nach maximal 500 Metern wieder eingeholt, wir sind ja schließlich in Berlin. Aber das scheint ein Drang zu sein.

Beim Überqueren der “Linden” zu Fuß mit Fahrrad an der Hand kamen mir an der Friedrichstraße viele Fußgänger entgegen, also suchte ich mir eine Linie raus und hielt sie ein. Eine Frau kam mir mit zugeklapptem Schirm entgegen, den sie beim Laufen öffnete und damit nicht nach vorn sah. Ich hielt an, sie lief ins Fahrrad (Vorderrad) rein. Hielt, schaute, versuchte, weiterzulaufen. Das Ganze noch einmal. Dann sah sie wohl ein, daß ich nicht weggehen würde und ging um mich herum. Alles wortlos ohne Erregung, einfach so. Seltsam.

Zähler: 3 Autos bei Rot, 1 Radfahrer bei Rot, 1 Auto auf dem Radweg, 1 Auto auf die falsche Spur gestellt (damit den ganzen nachfolgenden Verkehr behindert, mach’ das mal als Fahrrad)

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 16.02.2006)

Viele Rotsünder

Gute Ausbeute an Rotsündern, ansonsten Verkehr wie immer, allerdings ohne größere Gesundheitsgefährdung für mich. Dafür ein interessanter Überholvorgang in einer 30er-Zone (enge Straße), bei der das überholte Auto ca. 40 fuhr und das überholende 60. Der war dann wenigstens erster an der roten Ampel.

Zähler: 2 Autos bei Rot (2 und 6 Sekunden), 2 Fahrräder bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 14.02.2006)

Volle Straßen – keine Regeln

Kaum werden die Straßen voll, und heute waren sie wirklich gut besetzt, gelten die normalen Regeln des Straßenverkehrs anscheinend nicht mehr. Kreuzungen werden so dicht besiedelt, daß ich als Fahrrad nur mit Mühe durchkomme; Fußgängerüberwege werden auch beampelt nicht freigelassen; jedes Mittel ist recht, um der Erste an der nächsten Schlange zu sein. Davon unbeachtet bleibt das Recht, sich über andere ordentlich aufzuregen, die einen mehrere Sekunden aufhalten.

Ein Radfahrer wußte heute auch nicht, daß man beim auf-die-Straße-fahren auch mal schauen muß, ob was kommt. Der Autofahrer war zum Glück sowieso links (um zu überholen, um der Erste an der Schlange zu sein), deswegen ist nichts passiert.

Warum machen Leute in Staus ihre Musik (oft ohne Geschmack) besonders laut?

Zähler: 2 Autos bei Rot, 1 Fahrrad bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 09.02.2006)

Winterwetter

“Witterung sorgt für viele Unfälle in Brandenburg” meldet der RBB. Das ist doch schön, daß sich die Witterung (das Wetter?) so sorgt. Daß es Verkehrsteilnehmer sind, die nicht angepaßt fahren, fällt irgendwie weg.

Dazu passen auch meine gestrigen Erlebnisse: frischer Schnee auf den Straßen, da können 50 km/h nur die Untergrenze sein. Von wegen Sommerreifen sind schuld, auch mit Winterreifen muß man langsam fahren.

Dafür war es heute früh entspannt, viele überforderte Autofahrer und eine gesperrte Innenstadt ergaben lange Staus (Kino International bis Mollstraße/Torstraße), an denen sich gut vorbeifahren ließ.

Zähler: 2 Fahrräder bei Rot

Nachtrag: die Innenstadt ist wegen der Trauerfeier für Johannes Rau gesperrt bis 16 Uhr.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 07.02.2006)

Autos sind im Weg

Heute früh standen wieder Autos im Weg rum, weil sie sich gegenseitig blockierten. Statt dass sie für mich Platz machen, das geht natürlich nicht. Von der Natur nur mit einer bescheidenen Klingel ausgerüstet, wartete ich also 1/2 Minute, bis wir wieder fahren konnten. 1/2 Minute – das wäre für Autofahrer schon ein Abdrängungsgrund.

Zähler: 1 Auto bei Rot, 1 Radfahrer mit Platten

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 02.02.2006)

Kompliziert bei Rot

Gestern mußte ein Auto extra ein anderes noch überholen, das schon bei Rot hielt, um über die Kreuzung zu fahren. Geschätzt: 3 Sekunden Rot. Interessanterweise fuhr vor zwei Wochen auch ein LKW so, der war dann bei ca. 5 Sekunden Rot.

Heute früh waren die Schnellfahrer im Berufsverkehr unterwegs: sinnlose, enge Überholmanöver aber noch nicht richtig gefährlich. Außerdem öffnete ein BMW-Fahrer direkt vor mir seine Tür, hat anscheinend nicht nach hinten geschaut.

Zähler: 1 Auto bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 31.01.2006)