Radfahrer als Verkehrsteilnehmer

Gestern früh war es wieder einmal seltsam auf der Straße. Die anderen Radfahrer (ich wollte nach rechts) ordneten sich auf der rechten Geradeausspur (eine von zweien) ein und fuhren dann bei Grün los. Einem Auto passte das nicht, er hupte die Radfahrer von hinten an. Seltsam.

Erstaunlicherweise wird an der gleichen Kreuzung (Alexanderplatz) grundsätzlich toleriert, dass sich die Autos an der Rechtsabbiegerspur anstellen, dann geradeaus wollen und so zwei Spuren blockieren.

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Radelrambo

Heute habe ich fast einen anderen Radfahrer zum Sturz gebracht.

Ich fuhr lang hin auf der Frankfurter Allee und setzte zum Überholen eines anderen Radfahrers an, dessen Rad von hinten zwei Spuren zog, so waren Vorder- und Hinterrad gegeneinander versetzt. Das finde ich immer schade, da könnte man durchaus mal ein neues Fahrrad kaufen. Ich schweife ab.

Als ich neben dem Rad war, bemerkte mich der Fahrer und schaute zu mir rüber. Dabei fuhr er etwas nach rechts, dort war aber eine Kante zwischen Rad- und Fußweg. Die nahm er mit, krumpelte vor sich hin, stampfte mit den Füßen, überschlug sich fast, hielt sich aber auf dem Rad und den Beinen. Sein Brot schlug auf dem Fußweg auf.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht gewartet habe oder ihm Mut zugesprochen habe. Andererseits war ja nur dem Brot was passiert und die sind das gewöhnt.

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Rentnerfalle

Warum nur müssen Rentner immer auch zur Hauptverkehrszeit unterwegs sein?
Man erkennt sie leicht: sie fahren langsam, haben weder Bremse noch Blinker, die Reaktionszeit einer Gastropoda und offensichtlich auch kein funktionsfähiges Lenkrad.
Außerdem ist da noch dieser eingebaute Defekt am Hals beim nach rechts schauen auf gleichberechtigten Straßen. Oder ist es doch nur die vergessene Brille? Vielleicht halten sie deshalb so krampfhaft das Lenkrad fest? Frei nach dem Motto: Augen zu und durch!

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Fast ein Paradies

Die Linienstraße, eine Parallelstraße zur Torstraße ist fast zum Fahrradparadies mutiert. Zwischen Tucholskystraße und Joachimstraße ist sie zur Fahrradstraße erklärt worden. So richtig mit Schildern und so. Leider können Leute mit BAR-Kennzeichen nicht lesen. Im weiteren Verlauf ist sie sogar komplett gesperrt, was das Radfahren noch paradiesischer macht. Allerdings ist die Straße auf den restlichen Abschnitten in furchtbar schlechtem Zustand. Nachts muß man aufpassen, daß man nicht in ein tiefes Loch fällt. Tagsüber kann man prima Slalom üben.

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Kreuzung freihalten

Ich weiß nicht, ob das eine Berliner Eigenart der Autofahrer ist, aber hier werden Kreuzungen grundsätzlich zugestellt. Egal, was die StVO über freihalten von Kreuzungen oder ähnlichem sagt.

Erst gestern wieder, Schlange bis auf die Kreuzung, querende Autos (und ein Motorrad) wollen einfach rüberfahren. Ein Kurierfahrer sieht das nicht ein und fährt auf die Schlange auf, dann rechts neben das letzte Auto auf den Radstreifen. Das alles, während er in ein Walkie-Talkie spricht. Platzgewinn: ca. 10 Meter. Zeitgewinn: Null.

Oder am Ostersonnabend. Rot für die Autofahrer, trotzdem fahren alle noch schnell an die Schlange ran, bis der Fußweg komplett verstellt ist. Platzgewinn: ca. 3 Meter. Zeitgewinn: Null.

Es ist mir ein Rätsel.

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Meine Erfindung

Nachdem sich ein Autofahrer letzte Woche lautstark und gestenreich darüber beschwerte, dass ich (Fahrrad) mich rechts neben ihn gestellt hatte, obwohl er rechts abbiegen wollte, hatte ich eine brillante Idee:

Man müsste ein Gerät erfinden, mit dem ein Autofahrer anzeigen kann, dass er gedenkt, rechts abzubiegen. So würde ich das sehen und mich dahinter einordnen. Das Gerät müsste sowohl bei Tag als auch bei Nacht funktionieren.

Ich werde noch ein paar Details ausarbeiten und das Ganze patentieren lassen. Bald bin ich reich.

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Neues Jahr – neue Idioten

Entweder haben die Behörden zwischen Weihnachten und Neujahr die eingezogenen Führerscheine wieder herausgegeben oder es sind zur Zeit ausnehmend viele Idioten unterwegs. Eine kurze (nicht vollständige) Sammlung:

  • ein Auto, das uns auf der Autobahn rammen wollte, wir waren schon neben ihm, als er links rüberzog, danach hat er uns noch den obligatorischen Finger gezeigt
  • Rotverstöße zähle ich schon gar nicht mehr, das sind zu viel, besonders krasser Fall: ein VW, der einfach so losgefahren ist, als es ihm zu lange dauerte mit dem Rot
  • ein Auto, das sich an der Ampel links neben mich stellte, ca. 10 cm Abstand, dann losfuhr wie ein Henker (mit ausbrechendem Heck), um dann an der nächsten Ampel warten zu müssen (ich habe ihn noch überholt)
  • ein Autofahrer, der gestern nach ca. 3 Sekunden Gelb und 1 Sekunde Rot gemerkt hat, dass er bremsen müsste, das dann mit VOllbremsung mitten auf dem Fußweg geschafft hat

Es ist im Augenblick sehr gefährlich, mal sehen, was passiert, wenn der Winter kommt.

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Deppentag

Heute war es mal wieder besonders schlimm, Deppentag ist ja jeden Tag, da betont man nur die außergewöhnlichen Tage.

Zunächst ein Taxi, dass am berüchtigten Zwangsüberholen litt mit dem typischen sofortigen Abbremsen danach, so dass ich nur knapp dahinter zum Halten kam. Wir zuckelten dann so vor uns hin, in einer engen Straße sind Fahrräder tatsächlich oft schneller.

Danach auf den Strausberger Platz, ein Corsa fuhr mit ca. 50 über den Fahrradstreifen, um sich auf die Rechtsabbiegerspur zu stellen, um dort geradeaus zu fahren.

Dann die Karl-Marx-Allee, auf der die Radfahrerin vor mir die rechte Spur voll ausnutzte incl. Torkeln nach links, als ich neben ihr war. Gleich darauf an der Kreuzung überholte mich eine andere Radfahrerin, nur, dass sie zum einen nicht schneller war und andererseits dort eine Baustelle ist, bei der man nur einzeln fahren kann.

Die Deppen lauern überall, nur die Fußgänger fielen heute nicht auf, die waren vorgestern schlimm.

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Krankenwagen

Gestern abgegeben:

Polizei Anzeigenannahme Friedenstraße

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte den Fahrer des Fahrzeugs mit dem Kennzeichen X-X #### anzeigen.

Sollte diese Anzeige nicht bearbeitet werden können, bitte ich um Mitteilung der Grün”-de.

Ich danke für Ihre Mühe, mit freundlichen Grüßen,

Ekkart Kleinod.

Ich fuhr am 12.9.2006 gegen 8:45 Uhr mit dem Fahrrad auf der Alexanderstraße (verlängerte Karl-Marx-Allee) zwischen Otto-Braun-Straße und Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Karl-Liebknecht-Straße.

Da dort zur Zeit eine Baustelle ist, hört die rechte Spur auf. Um rechts in die Liebknechtstraße einzubiegen, mußte ich daher auf die rechte Abbiegerspur wechseln. Ich beobachtete den dort fahrenden Verkehr und fuhr in die Lücke vor dem Krankenwagen mit dem Kennzeichen X-X ####. Daraufhin überholte mich der Krankenwagen gemächlich mit einem Seitenabstand von circa 20 cm.

Er bog ebenfalls rechts in die Liebknechtstraße ab, so daß ich dem Krankenwagen folgen konnte. Auf dieser Straße fuhr ebenfalls eine Radfahrerin, die der Fahrer mit ca. 50 cm Abstand überholte. Er tat dies, obwohl zum einen die linke Spur frei war und er zum anderen direkt nach diesem Überholvorgang auf die linke Spur wechselte, da er links abbiegen wollte.

An der Kreuzung Liebknecht-/Mollstraße holte ich den Krankenwagen ein. Auf meine Frage, was sich der Fahrer beim Überholen gedacht hätte, antwortete er, daß ich nicht auf der rechten Spur gefahren sei und er mich deshalb so eng überholt habe. Als ich ihn darauf hinwies, daß die rechte Spur gesperrt war und damit die von mir befahrene Spur die am weitesten rechts gelegene war, meinte er, daß das nicht stimmt und ich nicht rechts genug gefahren sei.

Daraufhin fragte ich, was dann mit der anderen Radfahrerin gewesen sei, er meinte, sie wäre geradeaus gefahren, damit bräuchte er keinen größeren Abstand einhalten. Als ich ihm seinen Abstand von ungefähr 50 cm mit den Händen zeigte, meinte er, das sei ausreichend.

Daraufhin zog ich es vor, das Gespräch zu beenden und wies den Fahrer darauf hin, daß ich die Angelegenheit der Polizei schildern würde, was er durchaus wohlwollend zur Kenntnis nahm. Ich möchte betonen, daß der Fahrer seine Handlung nicht aus Versehen durchführte, sondern um mich zu bestrafen, da ich seiner Ansicht nach falsch gefahren bin. Die andere Radfahrerin hatte nichts getan, außer geradeaus zu fahren.

Im Wagen saß ein Beifahrer, der die gesamte Konversation incl. den Überholvorgängen miterlebt hat und meine Aussage sicherlich bestätigen kann.

Mal sehen, was draus wird. Wahrscheinlich nix.

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Rotsünder

Radfahrer sind ja sowieso die Pest.
Aber was an Autofahrern in letzter Zeit bei Rot fährt…

Zum Beispiel Strausberger Platz, hier fahren Autos vom Platzd er Vereinten Nationen kommend auf dem Radstreifen vor auf die Rechtsabbiegerspur (soweit, so ok). Dort fahren sie dann wegen des grünen Pfeils auf die Kreuzung, biegen aber nicht ab, sondern fahren geradeaus.

Oder gestern (1): die Ampel ist rot, alle halten. Danach fährt das zweite Auto am vorderen vorbei und biegt ab. Mindestens drei bis fünf Sekunden rot.

Oder gestern (2): Ampel schaltet auf rot, drei(!) Autos fahren noch durch.

Und Berufsverkehr ist noch schlimmer.

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