Radfahrer angefahren

Pressemitteilung der Berliner Polizei:

Den falschen Weg zur Bewältigung seines Ärgers wählte gestern Nachmittag ein 35-jähriger Mann, als er in Köpenick mit seinem Auto auf eine Gruppe von Radfahrern zufuhr. Gegen 14 Uhr 45 erfasste er einen 30-jährigen Mann der mit seinem Zweirad in der Wernsdorfer Strasse stand. Dabei wurde der Radfahrer an der Schulter verletzt und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Vermutlich hatte sich der Fahrer eines „Ford Galaxy“ über ein angebliches Fehlverhalten der Ausflugsgruppe an der Wernsdorfer Brücke geärgert. Die Beamten beschlagnahmten seinen Führerschein sowie als Tatmittel das Fahrzeug.

Immerhin wurde das Auto als Tatmittel eingestuft.

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Wochenendauslese

Dieses WE war eher ruhig, da ich hauptsächlich im Kino und einer TT-Halle weilte. Der Weg dorthin war entspannt bis auf wenige Ausnahmen.

Zunächst ist der Taxifahrer zu erwähnen, der mich auf dem Nachhauseweg extrem eng und schnell überholte: darauf angesprochen entschuldigte er sich sofort. So sollte es sein.

Am Freitag abend hatten Leute an einer Baustelle Schilder und Absperrungen auf die Straße gelegt bzw. auf die Straße gebogen. Nicht nett und mit Motorrad sehr gefährlich.

Am Sonntag war es dann mit den Autos ein Kreuz, obwohl die Straße bis zur Kreuzung mit Autos vollgestellt war, konnte es sich zwei Leute nicht verkneifen, zu hupen, als auch einmal Fußgänger die Straße queren wollten. Die wollten halt zuerst an der Schlange stehen. Sehr unangenehm.

Zähler: 1 Auto bei Rot (schon eine Minute rot), 2 weitere bei Rot, 6 Fahrräder

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Berufsverkehr

Müssen Autofahrer einen Idiotentest machen und nur bei nachgewiesener Blödheit wird der Führerschein vergeben? Gilt das nur für den Berufsverkehr?

Heute früh wieder genügend Autos: erst mal die Kreuzung zustellen. Egal, ob da wer durchwill, Hauptsache dichtgemacht.

Hat man sich durchgeschlängelt, steht auf der rechten Seite jemand, der auslädt. Da muß man natürlich sofort vorbei, egal, ob von vorne jemand kommt. Der hält natürlich auch nicht, also erst mal absprechen und rangieren.

Danach sind Radfahrer auf der Straße: anhupen. Auch wenn eine 30er-Zone ist und man eigentlich nach links abbiegen will, also die Radfahrer noch nicht mal überholen muß.

Abgesehen davon: ich bin zur Zeit mit einem Motorrad der langsamste Verkehrsteilnehmer in der Stadt. Auch beim Beschleunigen.

Zähler: 1 Auto bei Rot, 4 Radfahrer

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Mutige Radfahrerin

An der Kreuzung Karl-Marx-Allee/ Otto-Braun-Straße, einer der größten Kreuzungen, die wir im Osten so haben ;), an dieser Kreuzung vom Kino International kommend mit dem Fahrrad durch die Autos zu fahren und sich auf die linke Geradeausspur zu setzen und dann stur auf dieser Spur weiterzufahren, dazu gehört Mut.

Die Autos ließen ihrem Beißreflex natürlich freien Lauf, aber die Radfahrerin hatte ja einen Helm auf. Ich fand die Aktion unsinnig und eher gefährlich, aber wer fragt mich.

Zähler: 2 Autos bei Rot, 1 Radfahrer

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Was Neues

Da denke ich, ich habe schon viel gesehen, gestern hat mich ein Taxifahrer wieder überrascht: ich kam auf der Mollstraße in Richtung Otto-Braun-Straße gefahren (auf dem Bild zu sehen), da kommt das Taxi angefahren, fährt ab dem aufgemalten Fahrrad im Vordergrund auf den Radweg, überholt dort die wartende Schlange mit ca. 40 km/h und biegt an der Kreuzung (im Hintergrund zu sehen) nach rechts ab.

moll braun

Ilka hatte noch ein Erlebnis mit schwarzfahrer-verfolgenden Straßenbahnkontrolleuren, das kommt am Montag.

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Überholen von Radfahrern

Wie überholt man in einer engen Straße einen Radfahrer?

Man fährt ca. 800 Meter geduldig hinterher und setzt dann zum Überholen an, wenn der Radfahrer die linke Hand raushält, um an der Kreuzung links abzubiegen. Davon läßt man sich nicht beeindrucken und überholt trotzdem.

Ansonsten viele Torkelradler unterwegs.
Der Frühling kommt, die Radfahrer sprießen.

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Verkehrswacht und Fahrräder

Die deutsche Verkehrswacht hat eine Pressemitteilung über Fahrräder geschrieben, die zum Nachdenken anregt:
http://www.dvw-ev.de/index.php?page=presse_mitteilungen&id=56

Mal sehen, ob ich eine Antwort auf meine Mail erhalte.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Pressemeldung vom 16.3.2006, verantwortlich ist Herr Michael Hartje, gelesen und folgende Anmerkungen bzw. Fragen dazu:

1. Sie schreiben, daß ein Anstieg der getöteten Radfahrer zu erwarten ist und empfehlen daher, das Fahrrad zu überprüfen. Haben Sie eine Statistik oder ähnliches darüber, daß der Anstieg auf mangelhafte Fahrräder zurückzuführen ist?

2. Sie schreiben, daß 70% der Radfahrer bei Unfällen Kopfverletzungen erleiden. Woher stammt diese Zahl?

3. Sie schreiben, daß Radfahrer bei Unfällen von Radfahrern mit Personenschaden vielfach die Hauptverursacher seien. Wieviel ist “vielfach” in Prozent? Sind dabei Unfälle zwischen Radfahrern mit erfaßt?

4. Sie schreiben von einer Benutzungspflicht für vorhandene Radwege. Das ist falsch, für die Benutzungspflicht ist seit einiger Zeit das Vorhandensein eines Radwegschilds entscheidend.

Im Allgemeinen ist mir aufgefallen, daß sich der Bericht hauptsächlich an Radfahrer richtet. Meiner Erfahrung nach sind alle anderen Verkehrsteilnehmer ebenfalls nicht auf mehr Radfahrer eingestellt, insbesondere Auto- und LKW-Fahrer. Ich hätte mir auch für diese Zielgruppe einige ermahnende Worte bzw. Hinweise gewünscht.

Des weiteren ist der falsche Hinweis auf die Radwegbenutzungspflicht nicht nur peinlich, sondern sorgt wieder für mehr Ärger zwischen den Verkehrsteilnehmern, da man als Radfahrer oft bedrängt wird, und dann bestimmt als Argument kommt: “Fahr auf dem Radweg, die DVW hat das auch so geschrieben.”

Mit freundlichen Grüßen,

Ekkart Kleinod.

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