Ich bekenne: Ich fahre bei Rot über Ampeln!

Ein sehr schöner Beitrag von Martin Junghöfer bei it started with a fight über Radfahren und Ampeln. Viele schöne Ideen drin, manches diskussionswürdig.

Ich drehe den Spieß um, ich rede mich nicht raus, sondern ich bekenne offen, daß ich gelegentlich absichtlich und mit vollem Bewußtsein bei Rot über Ampeln fahre! Und ich begründe dieses “ordnungswidrige” Verhalten folgendermaßen:

  1. Bei Induktionsampeln kann ich nicht vorhersagen, ob sie auf mich reagieren.
  2. Es gibt Ampeln, die sind für Autofahrer sinnvoll, für Radfahrer aber nicht.
  3. Ampeln sind undemokratische Zwangsmaßnahmen, ihre Übertretung ein Tabubruch.
  4. Die Ampelinflation ist neurotisch.
  5. Verkehrsverflüssigung und Verkehrsberuhigung gilt nur für Autofahrer.
  6. Die Taktung der Fußgängerampeln ist für Radfahrer unsinnig.
  7. Ampeln sind für Autofahrer erfunden worden.
  8. Der Gesetzgeber will nicht, daß Radfahrer – entgegen gebetsmühlenartig wiederholter Propaganda – Verkehrsteilnehmer wie alle anderen sind.
  9. Warum heißt der Kotflügel „Kotflügel“?
  10. Die StVO ist grundgesetzwidrig.

(Quelle: it started with a fight)

Mahnwache für getötete Radfahrerin

Gestern ist eine 31-jährige Radfahrerin verstorben, die am Mittwoch von einem abbiegenden Lkw-Fahrer überfahren wurde. Wieder einmal zeigen nutzlose Straßenmalereien und unsicheres Kreuzungsdesign, dass dringender politischer Handlungsbedarf für eine sichere Radinfrastruktur besteht. Der Volksentscheid Fahrrad, der ADFC Berlin, das Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow und andere Initiativen rufen gemeinsam zur Mahnwache morgen, Freitag, 30. Juni 2017 um 18:30 Uhr auf. Sie wünschen sich ein Machtwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, Radverkehrssicherheit zur Chefsache zu machen.

Mahnwache:
Ort: Danziger Straße Ecke Greifswalder Straße, Pankow
Zeit: Freitag, 30. Juni 2017 von 18:30 bis 19:30 Uhr

Mehr bei der Rad-Spannerei.

Taxifahrer, reißt Euch mal zusammen

Zuerst Parken im Halteverbot, dann auf dem Radstreifen. Dann ein Taxifahrer, der im Gegenverkehr stand und mich bedrängte, um wieder auf die richtige Spur zu kommen (Tip: einfach vorher warten). Dann ein Taxifahrer, der auf dem Radstreifen stand und 200 Meter weiter noch einer, der auf dem Radstreifen stand.

Und den krönenden Abschluss dann der Fahrer, der von der linken Spur über meine Spur rückwärts in die Bushaltestelle abbog, nicht guckte, mich fast umfuhr (Vollbremsung meinerseits) und dann anschrie.

Das alles war nur die Hinfahrt, 25 Minuten.

Reißt Euch mal am Riemen. Schaut mal in die StVO. Haltet Euch dran.

Überholabstand eines @DB_Bahn-Bus

Nicht viel, würde ich sagen, extrem viel, sagen der Busfahrer und sein Begleiter.

Denn, he, schneller war der Bus nur an der roten Ampel dran, dann hatten wir Zeit. Und statt kurz die Hand zu heben oder sich sonstwie zu entschuldigen, konnte der Fahrer gut gestikulieren, wie viel Platz er gelassen hatte. Sein Kollege im Bus war dann einer der “hab Dich nicht so”-Leute. Klar, warum aufrege, wenn man fast überfahren wird.

Übrigens, BVG-Busse fahren da üblicherweise hinterher oder warten auf eine Lücke zum Überholen.

2017-05-22_Eng_DB-Bus

Tarnkappe Fahrrad

Der beste Weg, unsichtbar zu werden, ist auf ein Fahrrad zu steigen.

Sobald man draufsitzt wird man nicht mehr gesehen. Weder von Autos, Fußgängern oder anderen Radfahrern. Da ist es egal, was man anzieht oder wo man fährt. Ganz besonders unsichtbar ist man an Kreuzungen, an denen LKW rechts oder links abbiegen wollen.

Kannste nix machen.

Das heißt – doch. Wenn Du gesehen werden willst, schalte nachts das Licht aus. In kürzester Zeit wirst Du angehupt von Leuten, die Dir dann zurufen, dass sich Dich wegen des fehlenden Lichts nicht sehen können.