Uri Geller

Uri Geller darf ab heute abend wieder sein Unwesen treiben. Er wäre ein recht annehmbarer Zauberer, wenn er nicht explizit darauf bestehen würde, ein Zauberer zu sein, der ohne Tricks arbeitet. Leider versagen seine Kräfte, wenn man ihn, wie in der Tonight Show, mit nichtpräparierten Sachen arbeiten lässt.

Ein sehr nettes Video von ca. 14 Minuten Länge zeigt interessante Einblicke. Auch der Heilprediger Peter Popoff wird gezeigt. Wie die heutige Sendung zeigt, kommen solche Scharlatane immer wieder.

(gefunden bei Stefan Niggemeier)

Die Ausländer

Ja, die Ausländer sind an allem Schuld. Das wissen wir seit Beginn des dritten Reichs, Bild und Koch liefern heutzutage die Schlagzeilen.

Wohin das führen kann, hat eine Familie in den Flitterwochen erfahren. Und das, bevor die große Hetze losging. Die Einsicht bei den handelnden Behörden und Personen ist auch nicht wirklich vorhanden.

(Quellen: Bildblog, Musafira, toomuchcookies, RA-Blog)

Kritik: Sleuth

Sleuth (im dt. 1 Mord für 2) ist ein Kammerspiel für zwei Personen, das, wie ich annehme, aus dem Theater stammt.

Schön gegliedert und von Michael Caine und Jude Law gespielt, ist der Film übersichtlich.
Die ersten zwei Akte sind grandios, lustig, einfallsreich, überraschend. Leider fällt der dritte Akt und damit das Ende stark ab. Zwar immer noch einfallsreich, ist die Leichtigkeit abhanden gekommen, die die ersten Akte auszeichnete.

Trotzdem ein gelungener Film.

Kritik: Alien vs. Predator

Wo ich gerade bei Filme von Paul W.S. Anderson gewesen bin, gleich noch Alien vs. Predator hinterher (der Mann hat erstaunlich viele gute Filme gedreht, darunter Event Horizon oder Resident Evil). Zum Einen wollte ich den Film mal wieder sehen, zum anderen läuft ja derzeit der zweite Teil, da will man vorbereitet sein.

Der Film fängt schwach an, das muss man sagen. Die Kennenlernszenen der Opfer sind ok, danach ganz schwache Computergrafiken. So richtig genießen kann man den Film erst ab der Ankunft auf dem Schiff, dann ist er aber wirklich gut.

Erstaunlicherweise sieht das der Regisseur ähnlich (zumindestens die Hubschrauberszene), den gesamten Audiokommentar kann ich nur empfehlen. Sehr kurzweilig und interessant. Und Lance Henriksen hat eine Stimme…

Wie gesagt, nach dem schwachen Beginn geht es gut los, Abenteuer, Helden, Tote. Dann Aliens und Predatoren, die gut miteinander harmonieren. Keine nervigen Kinder, die Frauenrolle ok besetzt, keine Sexszenen – was will man mehr?

Dazu reichlich Insiderwissen der alten Filme und kleine Anspielungen – wie die Morsezeichen am Anfang des Films. Der größte Brüller natürlich die angedeutete Messerszene von Weyland. Wie gesagt – der Audiokommentar erläutert sehr viel.

Kritik: Soldier

Soldier, der im Deutschen(!) “Star Force Soldier” heißt, ist ein faszinierender Film aus dem Jahr 1998.

Zunächst einmal spiel Kurt Russell mit, den ich durchaus gerne sehe, wenngleich er auch schon Gurken gedreht hat… Aber halt auch extrem gute Filme.

In diesem Film ist ein ein Soldat, der in eine rudimentäre Zivilisation geworfen wird, um zu erkennen, dass er außer Soldatsein nicht viel kann. Also ein hochphilosophischer Film 🙂

Nein, der FIlm ist, und hier trifft das Wort zu, cool. Kurt spricht nicht mehr als nötig, genau 104 Worte. Darunter den schönen Satz: “I’m going to kill them all, Sir!”. Und das tut er dann auch. Die Schauspielerei beschränkt sich auf zwei Gesichtsausdrücke. Und das reicht.

Wichtig: die Kinderrolle (ja, es gibt eine), ist nicht nervig. Wo gibt es das schon. Außerdem versorgt uns Paul W. S. Anderson mit Referenzen, Insiderwissen etc.

Bleibt nur vor der geschnittenen Fassung zu warnen, die wohl heute wieder auf Pro7 laufen wird. Nicht genießbar.

Und ständig dieser Lärm

Nein, wir waren nicht beim Ärzte-Konzert, laut war es trotzdem: “everything louder than everything else”.

Ja, Motörhead gaben sich wieder einmal die Ehre, wie jedes Jahr zum Abschluss desselben. Drei Vorbands waren angesagt, 20 Uhr der Beginn, das heißt, frühzeitig da sein, um alles zu sehen. Wir trudelten gegen halb acht ein und kamen natürlich für die erste Band zu spät.

Diese hieß “Valient Thorr” und bestand aus dickbäuchigen oberkörperfreien Bartträgern mit langen Haaren. Diese rockten gerade das Ende ihres Auftritts herbei und hinterließen den Eindruck, dass ich sie gerne gesehen hätte. Lieber als die folgende Band “Skew Siskin”.

Wir traten nach vorne zu den Boxen, unser Standplatz für den Abend. Diese waren so hoch wie ich, doppelt so breit wie hoch, und obendrauf noch einmal ordentlich. Entfernung: ein Meter. Yeah. Ich höre jetzt wieder ohne Rauschen.

Skew Siskin bestand aus jungen Burschen, die mit einer Sängerin zusammenspielten, die Lemmy beim Krächzen nacheiferte. Dabei blieb sie sauber im Singen, technisch war an der Band nichts auszusetzen. Die Lieder waren allerding nicht unser Fall. Lediglich ein guter Rocksong mit einem Gitarristen von Iggy Pop und das letzte Lied gefielen uns.

Nach einer kurzen Umbaupause (erstaunlich schnell) traten “Overkill” auf, wer denkt bei dem Namen nicht auch sofort an Motörhead. Eine interessante Bandgeschichte (vor allem des Sängers), die mir zum Zeitpunkt des Auftritts noch unbekannt war, gibt es ja. Die Musik war für eine Vorband erstaunlich gut. Wenngleich der Sänger sehr hoch sang, was mir nicht so gefällt, gab es gute Musik auf die Ohren. Alle Bandmitglieder cool, gut, schnell. Besonders der Bassists hat es mir angetan. Die Band spielte lange, eine geschätzte Stunde, einziger Wermutstropfen der Fan der Gruppe, klein, kompakt, Stiernacken, der sich neben uns gestellt hatte und begeistert mitmachte. Danach tat mir der Arm weh. Erstaunlich: trotz Fantum konnte er die Worte “Fuck You” des letzten Liedes nicht mitsingen, er rief immer “äh äh”. Wir haben nachträglich gelacht, will ja nicht noch ein blaues Auge.

Es folgte eine längere Umbaupause, da die Boxen-Mikro-Kombination auf der rechten Bühnenseite Probleme bereitete. Nach einer gefühlten halben Stunde ging es weiter.

Jubel “We are Motörhead.” Jubel. “And we play Rock’n’Roll.” Mehr Jubel, erschlagen von Rock’n’Roll.

Die alten Männer (61+46+44) sind einfach unbeschreiblich gut. Wenn man drei Konzerte in seinem Leben hören kann, und keine Möglichkeit hat, zu den Berliner Philharmonikern zu gehen, muss man Motörhead, Metallica und Rammstein gesehen haben. Hilft nix. Motörhead kann man auch mehrmals genießen, dafür bekommt man auch besser Karten.

Moshen geht zu Motörhead gut, dieses Mal haben die Ordner de Leute immer wieder zurückgeschubst. Kam gut. Das Publikum gefiel mir dieses Mal auch besser, wenngleich ein Blick auf die Ränge erschreckende Immobilität zeigt. Da möchte man hochrufen: “Das ist Motörhead.” Aber wahrscheinlich wissen die das.

Anderthalb Stunden später war das Konzert vorbei. Keine Überraschungen, keine Ausfälle, lediglich die Akustikgitarre war schwer verstimmt, die Zeit wurde mit “I already wanted to say, you are the best crowd on this tour.” (Englisch von mir, der Welsh Wanker spricht natürlich fehlerfrei.) Der Schluss kam etwas überraschend, aber wir wollen uns nicht beschweren, es war ein gutes Konzert.

Jubel. “We are Motörhead.” Jubel. “And we play fucking Rock’n’Roll.” Abschlussjubel.

Videos von Motörhead?
Overkill
Ace Of Spades
Ramones
Sacrifice (mit hörenswertem Trommel-Solo ab 1:30 (Mikkey Dee ist das Tier))

Raubkopierer

Wann werden die Filmfirmen eigentlich begreifen, dass die Einzigen, die sich Raubkopierer-Spots ansehen müssen (weil man im Kino sitzt oder die DVD-Navigaion ausgeschaltet ist), dass also die Einzigen diejenigen sind, die Geld für die DVD oder den Kinobesuch ausgegeben haben?

Es ist immer wieder schlimm. Diese Spots sind eigentlich einer der Hauptgründe, tatsächlich über Kopieren der DVDs nachzudenken.

Wie wird Politik gemacht?

Wie sieht das eigentlich aus mit Fraktionszwang, freien Abgeordneten etc.?

Don Dahlmann macht sich da so seine Gedanken und kommt (verkürzt) zu dem Schluss, dass Abgeordnete, die nicht mit der Fraktion stimmen, durch das Listensystem große Chancen haben arbeitslos zu werden. Immerhin, bei unserem Wahlkreisabgeordneten Christian Ströbele hat das nicht geklappt, aber das ist wirklich die Ausnahme.

In der Süddeutschen kommt ein Abgeordneter (Marco Bülow) zu Wort, der diese Gedanken leider bestätigt.

Ich finde es erstaunlich, dass Politiker meinen, die Geschlossenheit einer Entscheidung sei wichtig und Diskussionen würden der Partei schaden. Leider entsteht dieser Eindruck, wenn man denkt, die Medien würden die Meinung des Volkes kundtun, und nicht dem Volk selbst einmal zuhört.

Das erinnert mich schon sehr stark an die DDR, dort war die Politikelite auch sehr stark vom Volk abgekapselt.

Zum völligen Versagen der Medien dieser Tage als überwachende Kraft folgt noch ein eigener Eintrag.

(Quellen: Süddeutsche Online, Don Dahlmann)

Die Klinge

Mal angenommen, an den Polen der Erde, dort, wo die Achse herausschaut, wäre eine große Klinge festgeschraubt. Diese Klinge reicht von Pol zu Pol, einmal halb um die Erde herum. Der Nachteil: sie ist 1,5 Meter vom Erdboden entfernt. Und sie kommt jeden Tag einmal vorbei.

Wie wäre das Leben auf der Erde betroffen?

Zunächst einmal gäbe es keine Bäume, zumindestens keine großen. Es gäbe auch keine Berge, zumindestens keine großen. Die Menschen würden sich anpassen. Ob sie kleinwüchsig würden oder sich einfach nur einmal am Tag ducken würden, lässt sich nicht ohne weiteres entscheiden. Bei langlebigen Species würden sich sicher kleinere Exemplare durchsetzen.

Häuser wären versenkbar. Sie würden einmal am Tag heruntergefahren und dann wieder hoch. Das schränkt die Verkehrswege ein. Es gibt flache Autos und viele unterirdische Wege. Dafür bräuchten Flugzeuge nur sehr tief fliegen.

Dumme Menschen ohne Zeitgefühl überleben nicht lange. Mörder bräuchten ihre Opfer nur zur richtigen Zeit hochheben.