Kritik: Hitman

Hitman, eine Computerspielverfilmung. “Hitman – Jeder stirbt alleine” ein deutscher Titel, für den es die Prügelstrafe geben sollte. Oder blenden und mit Schimpf und Schande aus dem Land jagen. Grummel. Wo war ich? Ach ja, Computerspiel. Das Spiel kenne ich, wenngleich ich es noch nicht gespielt habe, konnte ich mit der Situation und der Hauptfigur etwas anfangen.

Der Hitman ist cool. Und gut. Der Interpol-Mann geht so. Die Russen sind gut, der weibliche Sidekick auch, die anderen Killer ebenfalls. Damit sind die Grundlagen gelegt für einen schönen Actionfilm.

Und der Film hält, was er verspricht: geradlinige Action, konsequent durchgezogen, ein Hauch Erotik, aber nicht störend, gute Schauspieler und ein erstaunliches Maß an Ironie, die den Film auflockert, aber nicht zur Komödie verkommen lässt. Die Szene in der russischen Pampa, bei der eine Frau aus dem Kofferraum geholt wird – köstlich. Lautes Lachen.

Fazit: ein sehr guter, unterhaltsamer Actionfilm ohne große Schwächen.

Kritik: I Am Legend

I Am Legend, eine Neuverfilmung mit Will Smith von Filmen mit Vincent Price und Charlton Heston, alle drei basierend auf einer Kurzgeschichte von Richard Matheson.

Ich muss gestehen, den Vincent-Price-Film habe ich nicht gesehen und den Omega-Mann mit Charlton Heston teilweise als Kind. Den fand ich aber beeindruckend.

Jetzt Will Smith, der eine gute Leistung abliefert. Der Anfang ist ein Griff ins Klo, die ganze Szene mit dem Rotwild hat nicht funktioniert. Danach wird der Film besser bis gut, konzentriert sich auf Will und seinen Hund. Hat mir gut gefallen.

Dann kommen die, sagen wir, Viecher, Vampire, Untoten, Kranken; wie auch immer. Sowas von schlecht kreiert habe ich auch schon lange nicht gesehen. Zerstört wieder viel vom Ambiente. Ganz schlechte irgendwas-muss-passieren-Szene, mit tödlichen Beinverletzungen, die nach der Behundung plötzlich doch nicht so schlimm ist. Schlecht. Wieder besser werdend mit den Ankömmlingen. Dann kommen wir auch schon zum Ende, das mit dem Angriff der Kranken beginnend immer schlechter wird, bis es in einem miesen Schluss verpufft.

Fazit: trotz des eher negativen Kommentars habe ich mich gut unterhalten gefühlt, weniger (keine) Religion, bessere Untote und ein anderer Schluss hätten Wunder gewirkt. So nur ein guter Film.

Kritik: AvP 2

Aliens vs Predator – Requiem ist der zweite Kinofilm zum Thema AvP. Nachdem mir der erste Teil gut gefallen hatte und ich auch Alien 4 oder Predator 2 überstanden habe, war ein Kinobesuch Pflicht.

Der Film hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck.

Die Handlung knüpft direkt an das Ende des ersten Teils an, ohne die dort eingeführte Heldin zu übernehmen. Stattdessen wird ein amerikanisches Städtchen mit Insassen Ort des blutigen Geschehens. Die Handlung ist stark an Aliens angelehnt, massenweise Referenzen auf diesen Film.

Auf der Haben-Seite ist zunächst die kompromisslose Umsetzung zu nennen. Tabus gibt es kaum, jedesmal, wenn ich dachte: “Sie werden doch nicht…”, dann haben sie. Insofern sehr unterhaltsam. Auch wenn ich die Dorfschöne nicht… Die Handlung wird straff durchgezogen, keine Langeweile oder Pausen. Die Geräusche und die Echsen sind hervorragend. Da kam bei mir Stimmung und Wehmut über vergangenes Staunen bei Aliens auf.

Auf der Soll-Seite steht die teilweise unbeholfene Inszenierung. Sinnlose Kameraschwenks, seltsame Einstellungen lösen andere, hervorragende Szenen ab. Der Predator kommt nur vor, weil er im Filmtitel steht. Seine Rolle ist schwach und unbedeutend. Er hätte ohne Bedenken weggelassen werden können und das ist bei solch einer starken Figur einfach schade. Seine Animationen sind auch mit Abstand die schlechtesten, Höhepunkt die flummiartigen Klettereinlagen am Kraftwerk. Und das Ende, ja, das Ende: ganz schwach.

Fazit: unterhaltsamer Film, der deutlich besser hätte sein können, wenn man Kleinigkeiten (und den Predator) überarbeitet hätte. So nur ein guter Film.

Uri Geller

Uri Geller darf ab heute abend wieder sein Unwesen treiben. Er wäre ein recht annehmbarer Zauberer, wenn er nicht explizit darauf bestehen würde, ein Zauberer zu sein, der ohne Tricks arbeitet. Leider versagen seine Kräfte, wenn man ihn, wie in der Tonight Show, mit nichtpräparierten Sachen arbeiten lässt.

Ein sehr nettes Video von ca. 14 Minuten Länge zeigt interessante Einblicke. Auch der Heilprediger Peter Popoff wird gezeigt. Wie die heutige Sendung zeigt, kommen solche Scharlatane immer wieder.

(gefunden bei Stefan Niggemeier)

Die Ausländer

Ja, die Ausländer sind an allem Schuld. Das wissen wir seit Beginn des dritten Reichs, Bild und Koch liefern heutzutage die Schlagzeilen.

Wohin das führen kann, hat eine Familie in den Flitterwochen erfahren. Und das, bevor die große Hetze losging. Die Einsicht bei den handelnden Behörden und Personen ist auch nicht wirklich vorhanden.

(Quellen: Bildblog, Musafira, toomuchcookies, RA-Blog)

Kritik: Sleuth

Sleuth (im dt. 1 Mord für 2) ist ein Kammerspiel für zwei Personen, das, wie ich annehme, aus dem Theater stammt.

Schön gegliedert und von Michael Caine und Jude Law gespielt, ist der Film übersichtlich.
Die ersten zwei Akte sind grandios, lustig, einfallsreich, überraschend. Leider fällt der dritte Akt und damit das Ende stark ab. Zwar immer noch einfallsreich, ist die Leichtigkeit abhanden gekommen, die die ersten Akte auszeichnete.

Trotzdem ein gelungener Film.

Kritik: Alien vs. Predator

Wo ich gerade bei Filme von Paul W.S. Anderson gewesen bin, gleich noch Alien vs. Predator hinterher (der Mann hat erstaunlich viele gute Filme gedreht, darunter Event Horizon oder Resident Evil). Zum Einen wollte ich den Film mal wieder sehen, zum anderen läuft ja derzeit der zweite Teil, da will man vorbereitet sein.

Der Film fängt schwach an, das muss man sagen. Die Kennenlernszenen der Opfer sind ok, danach ganz schwache Computergrafiken. So richtig genießen kann man den Film erst ab der Ankunft auf dem Schiff, dann ist er aber wirklich gut.

Erstaunlicherweise sieht das der Regisseur ähnlich (zumindestens die Hubschrauberszene), den gesamten Audiokommentar kann ich nur empfehlen. Sehr kurzweilig und interessant. Und Lance Henriksen hat eine Stimme…

Wie gesagt, nach dem schwachen Beginn geht es gut los, Abenteuer, Helden, Tote. Dann Aliens und Predatoren, die gut miteinander harmonieren. Keine nervigen Kinder, die Frauenrolle ok besetzt, keine Sexszenen – was will man mehr?

Dazu reichlich Insiderwissen der alten Filme und kleine Anspielungen – wie die Morsezeichen am Anfang des Films. Der größte Brüller natürlich die angedeutete Messerszene von Weyland. Wie gesagt – der Audiokommentar erläutert sehr viel.

Kritik: Soldier

Soldier, der im Deutschen(!) “Star Force Soldier” heißt, ist ein faszinierender Film aus dem Jahr 1998.

Zunächst einmal spiel Kurt Russell mit, den ich durchaus gerne sehe, wenngleich er auch schon Gurken gedreht hat… Aber halt auch extrem gute Filme.

In diesem Film ist ein ein Soldat, der in eine rudimentäre Zivilisation geworfen wird, um zu erkennen, dass er außer Soldatsein nicht viel kann. Also ein hochphilosophischer Film 🙂

Nein, der FIlm ist, und hier trifft das Wort zu, cool. Kurt spricht nicht mehr als nötig, genau 104 Worte. Darunter den schönen Satz: “I’m going to kill them all, Sir!”. Und das tut er dann auch. Die Schauspielerei beschränkt sich auf zwei Gesichtsausdrücke. Und das reicht.

Wichtig: die Kinderrolle (ja, es gibt eine), ist nicht nervig. Wo gibt es das schon. Außerdem versorgt uns Paul W. S. Anderson mit Referenzen, Insiderwissen etc.

Bleibt nur vor der geschnittenen Fassung zu warnen, die wohl heute wieder auf Pro7 laufen wird. Nicht genießbar.