Kritik: Suicide Squad

2016-09-13_Suicide-SquadSuicide Squad ist eine Comicverfilmung im DC-Universum, von dem ich offensichtlich sehr wenig Ahnung habe. Angesiedelt in Gotham und Umgebung, mit Batman, Flash etc. ist die Suicide Squad eine Einheit von Bösewichten, die für die US-Regierung das richtig Böse besiegen sollen. Wobei das Böse im Film eigentlich auch erst durch die US-Regierung böse wird. Geschenkt.

Die Trailer haben mich darin bestärkt, den Film nicht zu sehen, erst die Kritiken, die von einem eigentlich guten Film berichteten, veranlassten mich, ins Kino zu gehen. 3D. Teuer.

Der Film hat mich überrascht. Einerseits wurde ich sehr gut unterhalten, andererseits gab es viele äußerst nervende Elemente im Film, die das Vergnügen schmälerten.

Die Einführung der Protagonisten ist ein Beispiel für diesen Zwiespalt: die Musik fängt an und ich bin genervt. uralte Lieder, die schon tausendmal verwurstet wurden und völlig plakativ auf die Eigenschaften der Leute hinwiesen (Sympathy for the Devil? Ernsthaft?). Dann aber coole, schnelle Einführungen, in denen man die Leute tatsächlich kennenlernte, ein wenig Humor, ein wenig Action. Sehr gelungen. Zwischendurch alte Musik (Buh) und neue Musik (yeah), als ob zwei verschiedene Leute dran gesessen hätten und sich nicht auf einen Stil einigen konnten.

Dann wieder der Knast mit einem fiesen Wächter, dessen Geschichte überhaupt nicht wieder aufgenommen wurde, wie so vieles im Film, was danach aussah, als ob eine größere Story erzählt werden sollte und dann zusammengeschnitten wurde. Was aber nicht schlecht war, denn der Film war nicht zu lang aber auch nicht zu kurz.

Zwischendurch erreichte der Film ein erstaunliches Niveau, z.B. in der Szene, als Deadshot im Kampf zeigt, warum er geholt wurde. Will Smith in einer wirklich guten Rolle. Oder die Figur Harley Quinn, unglaublich gut von Margot Robbie verkörpert. Leider ohne gute Entwicklung – da wurde viel Potential verschenkt.

Daneben aber andere Figuren, die nur Kanonenfutter waren, aber auf eine sehr unangenehme, menschenverachtende Art. Und keinerlei Konsequenz der Bösen gegenüber, dafür unnötige Happy-Ends. Alles irgendwie halbgar, nicht zu Ende erzählt, trotzdem aber gut. Eine seltsame Mischung.

Gut war, dass die Rolle des Joker runtergefahren wurde, das wäre richtig nervig geworden. Da ließen die Vorankündigungen Schlimmes erwarten. Und die Konzentration auf nur einen Teil der Squad war auch ok, die anderen lernen wir sicher später noch kennen. Wenngleich die Motivation der Squad, plötzlich gut zu sein, sich überhaupt nicht erschloss.

Die Effekte waren gut, 3D war auch ok, nur das Schlängeln der Enchantress – was war denn das? Und der offensichtliche Sexismus hielt sich m.E. auch in Grenzen, aber da sollten evtl. eher Frauen drüber urteilen.

Fazit: erstaunlich guter Film, der sehr unausgeglichen war mit schrecklicher alter und guter neuer Musik.

Mechanic: Resurrection

2016-09-07_Mechanic_ResurrectionMechanic: Resurrection ist der zweite Teil der Mechanic-Reihe, eine lose Fortsetzung des ersten Films.

Zugegeben, der erste Teil ist mir nicht mehr direkt in Erinnerung, außer, dass er so lala war, nicht richtig gut aber auch nicht schlecht.

So ist der zweite Teil auch.

Dabei fängt er richtig gut an, eine schöne Actionszene führt unseren Haupthelden (wieder) ein, er wird aus dem Ruhestand gerissen und versucht, keinen Auftrag mehr anzunehmen. Das misslingt natürlich und über viele Wirrungen und tote Bösewichte erhalten wir ein Happy-End.

Diese Wirrungen sind wahrlich wirr. Da ist die Logik ausgesetzt, keine Ahnung, warum man da nicht ein wenig mehr Stringenz reinbringen konnte. Warum nicht einfach die Aufträge ausführen und dann Endkampf. Oder die Aufträge nicht ausführen und das thematisieren. Aber die gewählte Mischung überzeugt inhaltlich nicht.

Stimmt dann wenigstens die Action? Teils. Wenn es endlich Action gibt, dann ist sie ok bis gut, die Explosionen sind richtig mies, alles handgemachte ist gut. Warum also nicht mehr Handgemachtes? Man weiß es nicht.

Sehr oft wirkt die Action auch gehetzt, so nach dem Motto: jetzt aber schnell. Warum? Das ist der Grund, warum ich mir den Film ansehe. Und: Maschinengewehrkugeln ausweichen und davonrennen – können wir das nicht mal lassen?

Ach ja, eins noch: wenn ich eine Sexszene reinbringe, bei der alle Sachen anbleiben, warum lasse ich sie dann nicht einfach weg? Oder wenn ich die Hauptfigur als den großen strategischen Planer einführe, warum leidet er dauern unter Spontandummheit? Und warum heilen Jessica Albas Verletzungen sofort? Und warum kann sie manchmal kämpfen, manchmal nicht, ist dabei aber immer sehr leidenschaftslos?

Dabei will man den Film mögen, die Hauptfiguren sind sympathisch bzw. böse, je nachdem, das Setting ist gut, die Handlungsorte schön, an sich alles da.

Fazit: ein ok-Film mit Potential nach oben, das leider nicht genutzt wird.

Kritik: Mission: Impossible – Rogue Nation

Mission: Impossible – Rogue Nation ist der 5. Teil der M:I-Reihe, natürlich mit der unmöglichsten Mission aller Zeiten.

Der erste M:I war richtig gut, 2 und 3 richtig schlecht, der 4 . wurde besser und der fünfte hat mich positiv überrascht.

Schon die Eröffnungssequenz mit dem Flugzeug ist gelungen. Es geht weiter mit dem üblichen Plot (da könnte man sich evtl. auch mal was Neues ausdenken, wenn man nicht in der Bond/Superhelden-Falle landen will): Weltverschwörung, Schließung IMF, etc. pp.

Aber die Geschichte ist gut erzählt. Den Teammitgliedern wird außerhalb Hunts Raum eingeräumt (ok, eigentlich nur Simon Pegg und Rebecca Ferguson), das reicht aus für etwas menschliche Interaktion. Die Actionsequenzen sind außergewöhnlich gut (wenn man die Motorradverfolgung mal gnädig außer acht lässt), die Orte sind exotisch (die Wiener Oper!), es passt alles, wir schwurbeln noch ein wenig an der Geschichte rum, und fertig. Etwas Humor lockert das Ganze auf.

Kurzweilige Unterhaltung ohne größeren Logikanspruch, aber hat mich nicht gestört. Evtl. hätte der Bösewicht nicht so nuscheln brauchen, aber sonst…

Fazit: guter, unterhaltsamer Film.

Kritik FFF: Don’t Kill It

2016-08-27_Dont-Kill-ItDon’t Kill It, der neue Mike Mendez, der uns schon Perlen wie Big Ass Spider brachte oder eine gute Episode in Tales Of Halloween. Seine anderen Filme habe ich nicht gesehen. Mike Mendez war denn auch persönlich da, zusammen mit Kristina Klebe, die die weibliche Hauptrolle im Film spielt.

Beide sah ich vor dem Kinosaal stehen und hatte nicht das Gefühl, es mit Stars zu tun zu haben – sehr angenehm. Auch auf der Bühne machten beide einen unglaublich sympathischen Eindruck.

Zu schade, dass der Film mies war.

OK, wir haben keine fertige Fassung gesehen, insbesondere die Tricks waren noch nicht fertig, evtl. wird auch noch ein wenig umgeschnitten, Herr Mendez sagte etwas von einer 90%-Fassung. Das mit den Tricks störte doch mehr, als ich dachte, aber ich denke, davon kann ich bei meiner Beurteilung abstrahieren.

Die Idee des Films ist sehr gut: ein Dämon springt von Opfer zu Opfer und zwar zu denjenigem, der das vorige Opfer tötet. In dessen Körper bringt er dann Menschen um, daran wird er gehindert usw. Das heißt, man kann ihn nicht töten, ohne selbst sterben zu müssen.

Die Schauspieler sind gut, Dolph Lundgren ist gut drauf und angenehm sympathisch, Kristina Klebe ist zweifelsfrei eine gute Schauspielerin.

Aber die Dialoge sind hölzern bis peinlich, die Charakterentwicklung ist überhaupt nicht nachvollziehbar und die Action ist mal gut mal schlecht.

Warum kann der Dämonenjäger nach Jahren des Jagens nicht einen geraden Satz sagen? Warum wird die Hauptdarstellerin, eine FBI-Agentin(!), sofort inkompetent, wenn sie bedroht wird? Warum gibt der Sheriff plötzlich auf? Was ist das für eine komische Ortsversammlung gewesen? Warum musste die Rolle des Priesters rein, wenn deren Potential überhaupt nicht genutzt wird? Was ist das für ein grottiges Ende, wo durch die Ausgangssituation von Hauptdarstellerin und Dämon so viele interessante Möglichkeiten offen sind?

Während des Sehens sind mir schon unzählige Verbesserungen eingefallen.

Das alles ist insbesondere deswegen schade, weil die Ausgangslage so gut ist und man dem Film anmerkt, wie viel Potential drin steckt und nicht genutzt wird. Die Verführungsszene am Anfang: in der Auflösung grandios. Splatter – cool. Den Priester durch Gummigeschosse lähmen – Szenenapplaus.

Viele der Kritikpunkte sind wahrscheinlich aufgrund der Entstehung erklärbar: der Film musste in kürzester Zeit vorbereitet und gedreht werden, weil das Geld an Steuermodellen hing und daher alles gehetzt war. Leider hat das dem Film geschadet.

Ich denke daher nicht, dass die 100%-Fassung viel besser werden wird. Evtl. wäre ein Neudreh unter besseren Umständen angebracht.

Fazit: schade.

Kritik FFF: Terra Formars

2016-08-22_Terra-FormarsTerra Formars ist die Realverfilmung eines Manga, von dem es auch eine Fernsehserie gibt (alles Informationen, die ich erst nach dem Film gelernt habe). Und es ist ein Takashi-Miike-Film, also ein Muss für den geneigten Kinogourmet, immerhin hatten wir schon Sukiyaki Western Django von ihm gesehen, und der hatte uns ausnehmend gut gefallen.

Terra Formars ist ähnlich abgedreht, es geht um eine Gruppe Outlaws, die auf dem Mars schauen sollen, ob dessen Urbarmachung gelungen ist und die dabei verwendeten Kakerlaken töten sollen, damit Menschen den Mars besiedeln können.

Nur, dass sich die Kakerlaken weiterentwickelt haben, aufrecht gehen und Menschen töten. Die aber nicht richtige Menschen sind, sondern mit Käfer-DNA aufgepeppt wurden und somit Käferfähigkeiten entfalten können: Düsenantrieb, Schilde, Wespenstiche und so. Zwischendurch bekommen wir kurze Einblicke in die Hintergrundgeschichte der Menschen (Menschenkäfer? Käfermenschen?). Alles wird gesteuert von einem völlig überdrehten Wissenschaftler, der seine eigenen Pläne verfolgt.

Das Setting ist trashig bis sehr gut, die Erzählweise schwankt zwischen getragen ruhig, brutal und albern, dass es eine Freude ist. Nicht zu vergessen der Splatteranteil, der sehr hoch ist, wenngleich kein Blut, sondern weißer bis bunter Schleim fließt.

Einzig: der Film ist zu lang. Zwischendurch passiert minutenlang nichts oder die Dialoge ziehen sich wie Kaugummi, dann ist der Film wieder grandios, dann zieht es sich wieder. Ich schätze, eine Straffung um 25-30 Minuten und der Film wäre überrragend. So bleibt:

Fazit: gute Ansätze, leider zu lang.

Kritik #FFF: Mojin – The Lost Legend

2016-08-20_MojinMojin – The Lost Legend, ein chinesischer 3D-Fantasy-Film, erzählt die Geschichte einer Gruppe von Grabräubern, der Mojin, die die Grabräuberei an den Nagel gehängt haben, nach New York gezogen sind und dort 20 Jahre auf der Straße lebten.

Das ändert sich, als sich die Chance bietet, ein traumatisches Erlebnis der Vergangenheit “aufzuarbeiten”, bzw. eine vermeintliche Schuld abzutragen. Also geht es zurück zur Grabräuberei im großen Stil.

So viel zu den ersten zehn Minuten.

Die Geschichte ist erstaunlich ok, dafür, dass es eine eher gängige Geschichte ist, aber sie wird mit viel Fantasie erzählt, in sehr schönen Bildern und mit gut eingesetzten 3D-Effekten, die tatsächlich gut wirken und den Film unterstützen. Dabei hilft, dass die Hauptdarsteller sympathisch sind, lediglich der lustige Sidekick nervt gewaltig und auch die Haupthelden haben ihre unangenehmen Seiten.

Aber das tritt gegenüber der Geschichte in den Hintergrund und man verfolgt den Film, der der erste Tomb-Raider-Film gerne gewesen wäre.

Fazit: Ansehen lohnt sich, insbesondere die 3D-Fassung.

Kritik FFF: Abattoir

2016-08-18_AbattoirAbattoir, der neue Film von Darren Lynn Bousman, dessen Saw 2/3 ich schon gesehen und als ok befunden hatte.

Es geht um eine Frau, deren Schwester mit Familie ermordet wird, danach wird das Mordzimmer entwendet und sie deckt eine Verschwörung(?) auf. Klingt jetzt verworrener als es ist, genauere Angaben würde zu sehr spoilern.

Der Film erzeugt eine sehr gute, schaurige Atmosphäre, während wir mit der Hauptdarstellering versuchen, die Geschichte um den Mord zu ergründen und dabei eine große Hintergrundgeschichte zu verstehen.

Die Geschichte wird bewusst nicht komplett aufgeklärt, ist auch nicht schlimm, wir wissen schon ungefähr worum es geht. Leider bleibt etwas zu viel im Ungefähren und die Handlungen der Hauptdarstellerin sind nicht immer nachvollziehbar.

Während der erste Teil des Films Figuren und Geschichte einführt, dabei sehr gut vorgeht und alles stimmig ist, driftet der zweite Teil des Films leider etwas ab, Atmosphäre ist genug da, aber in den letzten 10 Minuten leider keine Substanz mehr. Dadurch wird der ganze Film etwas entwertet, “schlecht am Ende” ist halt immer länger im Gedächtnis als “schlecht am Anfang”.

Die Schauspieler sind gut, der Freund der Hauptdarstellerin hat eine unangenehm tiefe Stimme. Das Setting ist genial, insbesondere die mehr oder weniger verlassene Stadt ist grandios. Dafür ist das Haus am Ende eher mittelmäßig.

Fazit: guter Film mit schwachem Ende.

Kritik FFF: Swiss Army Man

2016-08-18_Swiss-Army-ManDas Fantasy Filmfest läuft wieder, diesmal ist 30jähriges Jubiläum. Erstmalig bin ich beim Eröffnungsfilm: Swiss Army Man, ein Film, der einen zu der Frage veranlasst: “Was ist nur aus Harry Potter geworden?” Und die Antwort ist: “Eine furzende Leiche.”

Vor dem Film gab es Fotos der vergangenen 30 Festivals, kleine Gratulationseinspieler von Regisseuren und die obligatorische Ansprache der Festivalmacher. Das Kino war voll. So voll, dass wir nur vorn ganz links außen sitzen konnten – der Film war etwas verzerrt dadurch.

Zum Film selber: ein Mann ist gestrandet, findet eine Leiche, die sich als Schweizer Messer entpuppt: Jetski, Rasierklinge, Waffe, Feuerzeug, ich will jetzt nicht alles aufzählen, der Spoiler und des Platzes wegen. Wir verfolgen, wie sich zwischen den beiden eine Beziehung aufbaut im Kampf ums Entkommen aus dem Dschungel.

Dabei merkt man häufiger, dass vieles an der Situation inhaltlich nicht stimmt, aber die Inszenierung des Zusammenspiels der beiden ist so gelungen, dass man das abtun kann, bis es einem am Ende des Films wieder auffällt. Klingt jetzt kryptisch, aber Spoiler halt.

Der Film lebt von der Aberwitzigkeit der Situation und seiner Darsteller, beide (Paul Dano und Daniel Radcliffe) extrem gut. Wenn das rausgelassen wird, ist es entweder absurd lustig oder nur absurd, auf jeden Fall beeindruckend. Aber dann ist dazwischen viel Raum, Zeit, Abklingen. Und das hat mich gestört, es war mir einfach zu gestreckt.

Idee und Ausführung sind Klasse, wenn man den Film kürzen würde, so auf 30-45 Minuten, schätze ich. So war er mir zu lang und oft zu langatmig.

Fazit: Absurd mit genialen Szenen, mir leider zu lang.

Kritik: Ghostbusters

2016-08-10_GhostbustersGhostbusters, die Neuverfilmung des 80er-Jahre-Films, der damals Maßstäbe setzte und mich gut unterhalten hat. Aus heutiger Sicht ist der FIlm nicht gut gealtert, aber immer noch unterhaltsam, wenn man sich an das Behäbige und oft Peinliche der 80er wieder angepasst hat.

Jetzt also eine Neuverfilmung mit weiblichen Hauptdarstellerinnen. Ja, mit Frauen. Man muss leider kurz drauf eingehen, dass damit etliche Leute ein großes Problem haben, Frauenhass ist gerade wieder en vogue. Es ist unerheblich, dass das wahrscheinlich nur wenige Idioten sind, es sind genug und erschreckend viele, sie sind laut, aggressiv und äußerst präsent. Typische Bullies (Tyrannen, Maulhelden, Leute, die schikanieren), die es leider schaffen, die gesamte Diskussion und Diskussionsplattformen zu vergiften. Das geht so weit, dass Frauen die öffentliche Diskussion meiden, um nicht Ziel der Angriffe zu werden.

Und warum? Weil eine Geschichte aus den 80ern mit Frauen verfilmt wird. Muss man sich mal vorstellen.

Noch eine zweite Vorbemerkung: der Trailer zum Film war schlimm. So schlimm, dass ich mir nach dem Trailer überlegt habe, den Film überhaupt anzusehen. Wer hat den verbrochen?

Zum Glück sind wir trotzdem hingegangen und: wow. Was für ein Film.

Da stimmt einfach alles: Schauspieler, Story (ok, ist eine Neuverfilmung des ersten Teils), Effekte, Humor, Action – alles da, alles richtig eingesetzt, alles im richtigen Maß. Mal albern, mal lustig, mal cool, mal richtig cool. Ich hab wieder einmal peinlich laut gelacht. Und mit dem Finger auf die Leinwand gezeigt.

Als allround-Film ist das bisher der beste Film des Jahres: Pets und Central Intelligence waren witzig, Lights Out und Sinister gruslig, Star Trek war ok, Star Wars und Hardcore hatten Action, aber alles zusammen?

OK: Deadpool. Deadpool war auch extrem gut.

Also: ich hab zwei beste Allround-Filme (Action und Humor) des Jahres: Deadpool und Ghostbusters.

Der Film ist ab 12, drunter würde ich evtl. mal gucken, ob das geeignet ist, denn der Film ist überraschend ernst zwischendurch, was Action und Grusel angeht. Also im Rahmen von Ghostbusters. 12 ist ok.

Fazit: unbedingt ansehen.

Kritik: Lights Out

2016-08-09_Lights-OutLights Out ist der Langfilm zum Kurzfilm Lights Out, den ich schon einmal empfohlen habe.

Nun ist es so eine Sache: ein Kurzfilm ist kurz, für einen Langfilm muss man die Geschichte erweitern, den Grusel transportieren, darauf achten, dass ein kleiner Schock auch 80 Minuten hält. Das ist nicht einfach.

David F. Sandberg und Lotta Losten gelingt das zum Glück: sie schaffen es, die Prämisse des Kurzfilms aufzugreifen und eine Geschichte um einen Terrorgeist zu stricken, die spannend ist, nachvollziehbar und wirklich gruslig. Hut ab.

Einen großen Anteil tragen dazu die Schauspieler bei, die ihre Figuren extrem gut spielen, insbesondere das Kind ist nicht nervig! Wann ist das schon mal der Fall?

OK, das eine oder andere Mal fragt man sich dann schon, warum die Leute unbedingt zurück zum Geist oder sich trennen müssen. Insbesondere im Finale ist das schon übertrieben. Das schmälert den Film aber nur ein klein wenig.

Fazit: sehr guter, grusliger Film.

Noch mal zur Erinnerung der Kurzfilm (wirklich gruslig, nix für Leute unter 16, ehrlich):