Kritik: Shrek 3

Shrek The Third ist nicht ganz so lustig wie seine Vorgänger aber immer noch extrem unterhaltsam.

Die Latte ist durch die Vorgänger natürlich sehr hoch gelegt, so dass man da schon ins Straucheln kommen kann. Die erste halbe Stunde habe ich Tränen gelacht (der Frosch!), danach wurde es etwas gemächlich und sogar besinnlich. Das war dann auch der nicht so spannende Teil, wenngleich in bewährter Manier die zeigefinger-Stellen kurz darauf wieder aufgelöst wurden.

Insgesamt eine Empfehlung für den Film, wenngleich die Reihe damit ein Ende finden kann.

Kritik: Hot Fuzz

Hot Fuzz – ein Film über Mord und Totschlag in einem englischen Dorf.

Nachdem ich “Shaun of the dead” immer noch nicht gesehen habe, wollte ich wenigstens “Hot Fuzz” sehen, um mir einen Eindruck über die Macher holen zu können. Jetzt suche ich nach “Shaun of the dead”!

Hot Fuzz ist einfach ein guter Film. Von Anfang bis Ende faszinierend, gut gespielt, viele bekannte Schauspieler, die dem Film eine besondere Note verleihen. Keine übertriebene Pietät (um es vorsichtig auszudrücken) stört den Tod bei seiner Arbeit.

Insgesamt sehr lustig, wenngleich manchmal etwas hart. Aber wen stört das schon.

Kritik: Ali G Indahouse

Ein nicht ganz frischer Film, den wir uns auf DVD angeschaut haben. Humor, wie man ihn von Sacha Baron Cohen kennt: nicht niveauvoll aber herzlich.

Wir haben uns köstlich amüsiert, man sollte jedoch Fäkalhumor in Reinkultur mögen, erstaunlicherweise waren die Witze wirklich übel aber lustig. Nicht jeder Gag zündet, aber über die gesamte Laufzeit des Films haben wir uns nicht gelangweilt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film in einer anderen Sprache als Englisch irgendwie lustig ist. Das kann man einfach nicht übersetzen. Damit ergibt sich das zweite Problem: ich habe nicht alles verstanden. Slangausdrücke noch und nöcher, die DVD konnte wenigstens einige davon klären.

Insgesamt: Sehempfehlung.

Kritik: Full Metal Village – Ein Heimatfilm

Ein Film über das Dorf Wacken, das alljährlich mit einem riesigen Metalfestival konfrontiert wird. Gezeigt wird das Leben und die Gednaken der Dorfbewohner, weniger über das Festival, mehr über das Leben an sich.

Sehr interessant gedreht, obwohl kaum Metal vorkommt, das Konzert selbst nimmt vielleicht 20 Minuten Zeit in Anspruch, der Rest ist Dorfleben und Lebensweisheiten.

Trotzdem langweilt man sich nicht, die Regisseurin hat ein sehr gutes Gespür für Situationen und Komik, aber auch für ernste Momente, ohne in Pathos oder Kitsch abzugleiten.

Wer den Film sehen kann, sollte dies tun.

Nachtrag: Wir waren natürlich im Klischeekino. Erst mal war es unglaublich voll. Das hat man davon, wenn man 20 Uhr geht. Dann fand ich 6 Euro für den Kinotag nicht gerade billig. Rechts vor uns saßen Leute, die den alten Gag brachten, nach der Werbung “Film vorbei, wir können nach Hause gehen” zu sagen. Hinter uns waren drei Idioten, die ungelogen keine 10 Sekungen ruhig sein konnten. Wenn ihnen nichts einfiel, haben Sie die Geräusche des Films nachgemacht oder Texte auf der Leinwand vorgelesen. Nicht noch einmal!

Filmkritik: 300

300 Spartaner gegen mehrere Millionen Perser. Eine Heldengeschichte, ein Comic, ein Film.

Gestern war es soweit, mit einiger Verspätung haben auch wir 300 gesehen. Ein, sagen wir einmal, interessanter Film. Ich hatte nicht viel erwartet, opulente Bilder und eine vernachlässigbare Geschichte. Im Groben kam es auch so. Viel nackte Haut kam noch dazu.

Die Handlung ist in der Tat vernachlässigbar, besonders die eingeflochtene Intrigengeschichte vermochte mich nicht zu fesseln. Sobald es aber aufs Schlachtfeld ging, war der Film spitze. Das war perfekt umgesetzt, heroisch, Blut, Stahl, Manowar. Nur ohne Manowar. Die Nebenhandlungen verzögerten den Film leider doch recht stark, nur kämpfen war wohl nicht drin, so dass ich mich zwischendurch nicht gut unterhalten fühlte.

Die Leute neben uns wollte während des Abspanns schon gehen, ok, solche Banausen soll man nicht aufhalten. Warum die sich aber vor einen stellen und dann erst mal ausgiebig das Handy kontrollieren, ist mir ein Rätsel. Ferien!

Fazit: tolle Bilder, tolle Schlachtszenen, zwischendurch arge Längen, Xerxes hatte eine unwahrscheinlich schöne Stimme.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Filmkritik: Nummer 23

Nachdem mich der Trailer von “Nummer 23” wegen der Bilder fasziniert hat, und mich gut gemachte Filme stets über die Handlung hinweg sehen lassen (Sunshine), nahm ich Jim Carrey auf mich und schaute mir den ganzen Film an.

Er findet ein Buch über die Obsession mit der Nummer 23, erkennt sich darin wieder und erlebt so einiges im richtigen Leben und in der Fantasie des Buches. Soweit, so gut.

Im Gegensatz zu meinen Erwartungen war der Film kein Mystery-Thriller, sondern ein harter, gut erzählter Film über Obsessionen verschiedenster Art mit einem twist, den ich nicht vorher erraten habe. Im Nachhinein hätte man drauf kommen können, für größere Spekulationen hat mich der Film allerdings zu sehr gefesselt.

Schauspielerisch stark, wird die Geschichte schnell, gut und hervorragend bebildert erzählt. Sehempfehlung meinerseits.

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Filmkritik: Sunshine

Gestern ging es weiter mit den Fantasienächten, ich sah “Sunshine”, den neuen Danny-Boyle-Film, der diesen Monat auch regulär in die Kinos kommt. Mit etwas Verspätung hörte ich den Organisator noch erzählen, dass man die Geschichte wohl erzählt nicht glauben würde in ihrer Einfalt, Danny Boyle aber was draus gemacht hat. Da kann ich ihm nur zustimmen.

Die Geschichte ist so hanebüchen, konstruiert, mit Logik- und Physiklöchern vollgestopft, dass man sich nicht getraut, zuzugeben, dass einem der Film gefallen hat, wenn man seiner Frau den Inhalt erzählt. Kurz (und ohne Spoiler): die Sonne erlischt und soll durch eine Bombe wieder gezündet werden. Weltraum, Crew, Tote. Der Film ist eine wilde Mischung aus Mission to Mars, Alien, Event Horizon und etlichen anderen Filmen, die herauszufinden alleine schon den Spaß wert ist.

Der Film ist gut besetzt, Schauspieler, die tatsächlich schauspielern, in Kulissen, die extrem gut aussehen. Das Innere ist Klasse normal aber einfallsreich, die gerenderten Außenansichten sowie die Sonne einfach umwerfend. So muss gute Science-Fiction aussehen. Und so muss sie sich auch anhören. Die Bässe voll aufgedreht, zieht einen der Film akustisch in den Bann, dass man sich fragt, ob das ein Sound-Oscar ist. Und das habe ich mich noch nie gefragt.

Die Geschichte und damit der Film ist vorhersehbar, aber sehr gut erzählt. Alle Klischees werden bedient, alle üblichen Physiklöcher ausgehoben, ohne dass man das dem Film übelnimmt. Trotzdem wurden manche Grundgesetze der Physik auch beachtet. Ich bin äußerst zufrieden aus dem Kino gekommen.

PS: @GSG9-Macher: so dreht man eine Abschiedsszene auf Video!

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Filmkritik: Dog Bite Dog

Im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights #5 sah ich mir mit I vorgestern “Dog Bite Dog” an. Kurz zum Inhalt: Killer tötet viele Leute, Cop versucht ihn zu fangen, Liebe, Tod.

Ein chinesischer Film (Hongkong), der erst einmal gut anfing, wenngleich etwas übertrieben in der Soundsprache. Aber nicht unangenehm. Furioser, blutiger Start, kaum eine Verschnaufpause, brachiale Action ohne großes Wenn und Aber. Ein Klischee wurde ans nächste gereiht, der Film war dennoch nicht vorhersehbar, die meisten Wendungen und Scherze waren ok.

Bis zur Mitte war es noch am Rande des Erträglichen, dann ging der Film richtig ab. Eine krude Idee nach der anderen, die meisten von uns und dem Publikum mit zumeist ungläubigem Gelächter bedacht, wurde auf uns losgelassen. Mehrere Showdowns später kulminierte der Film in solch einem blödsinnigen Finale mit entsprechender Musikbegleitung, dass der ganze Saal lachte. So war das sicher nicht gemeint.

Fazit: unterhaltsam aber die Geschichte weit über die Schmerzgrenze hinaus schlecht.

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Pathfinder

Pathfinder – Wikingergemetzel mit Karl Urban

Der Vorspannn (und der Trailer) läßt hoffen, der Film fängt auch richtig stimmungsvoll an. Schon bei der ersten Szene erkennt man: Bilder und Stimmung sind wichtig, historische Korrektheit nicht. Dann eine schlecht gerenderte Dorfszene und los gehts.
Der erste Teil des Films (der überwiegende Teil) hat mir gut gefallen. Auch wenn wenig gesprochen und mehr gemeuchelt wird, sind dir Wikinger gut, schnell, böse und nachvollziehbar in ihren Aktionen. Das ist der Wikinger-sind-Lordi-Teil.
Das ändert sich (für Kenner: nach der Fallgrube bzw. nach dem See) stark: die Wikinger werden doof, die Handlung hebt ab und die Grafiken werden so schlecht, wie ich es in einem live gerenderten Spiel nicht zulassen würde. Jegliche Logik wird über Bord geworfen, dutzende Showdowns werden angeschmissen, sämtliche Klischees werden rausgeholt – schrecklich.
Da der schreckliche Teil am Ende kommt, ist damit der ganze Film durch.

Schauspielerisch sind keine Meisterleistungen zu erwarten, guter Durchschnitt, ohne herausragende Einzelleistungen. Bis zum großen Bruch ist der Oberklingone äh. Oberwikinger richtig gut.

Geklaut wurde quer durch die Filmgeschichte: Star Trek (die Wikinger-Klingonen), Mad Max, Rambo 1, Marlboro-Werbung.

Wikinger sprechen eine komische Sprache: ich nehme mal an, es war Fantasie-Wikingerisch, eine Mischung aus Deutsch, Dänisch und harten “s”.

Gefilmt war der Film hervorragend, bis auf die CGI-Szenen natürlich.

Der Film basiert auf einem anderen Film und anscheinend auf Comics. Muss ich mal schauen, ob die lohnender sind.

Erkenntnis: töten in allen Variationen ist tatsächlich zur Zeit besser als Frauen (nackt) oder Sexszenen zu zeigen. Es ist eine erstaunliche Entwicklung.

Fazit: Schade um die verschenkte Chance, der überwiegende Teil des Films ist gelungen, der Rest ist so schlecht, dass nichts mehr hilft.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)