Kritik: The Secret Life of Pets

2016-08-02_Secret-Life-of-PetsThe Secret Life of Pets erzählt uns die Geschichte vom Hund Max und einem (zugegeben besonderen) Tag in seinem Leben.

OK, eigentlich erzählt der Film davon, was Haustiere machen, sobald Frauchen und/oder Herrchen aus dem Haus sind. Max langweilt sich, bekommt aber einen neuen Hund an seine Seite, mag ihn nicht, erlebt Abenteuer, die beiden raufen sich zusammen, Happy End. Beim Zusammenraufen helfen die anderen Tiere und eine unausgsprochene Liebe, die alle Hindernisse überwindet. Und die bösen, verlassenen Haustiere, allen voran der Hase aus Presto.

OK, die Geschichte ist nicht originell oder neu. Außer des mit dem Hasen und dem Schwein und der Agame und den anderen bösen Tieren.

Aber originell erzählt. Und witzig. Und schnell. So, dass ich peinlich laut im Kino lachte.

Fazit: richtig guter, witziger Film.

Zur Einstimmung: Presto

Kritik: Independence Day: Resurgence

2016-07-28_Independence-Day-2Independence Day: Resurgence ist der Nachfolger zu Independence Day, er erzählt die gleiche Geschichte mit den gleichen Figuren in der gleichen Tonart, aber weil 20 Jahren vergangen sind, ist es ein schlechter Film geworden.

Der Film greift die 20 vergangenen Jahre auf und spinnt die Geschichte weiter: die Erde ist friedlich und wappnet sich seit 20 Jahren auf die Rückkehr der Zerstörer-Aliens. Als sie dann kommen sind sie machtlos, bis der Sohn von Will Smith mit seinen Kumpeln den Tag rettet und die Alienkönigin zerstört, die sich dummerweise aus ihrer Sicherheit begeben hat, um einen Bus mit Kindern anzugreifen.

Die Handlung ist auch egal, wichtig ist: großes Raumschiff, Bumm, mehr Bumm, ganz besonders viel Bumm, Ende.

An sich eine gute Erfolgsformel, wenn der Film nicht so altbacken inszeniert wäre. Es gibt viel zu viele Figuren, die dann nichts machen, es gibt eine Handlung, die so schlecht ist, dass Star Trek Beyond oskarreif erscheint. Es gibt Logikfehler, Physikfehler, dumme Dialoge, unsinnige Opferungen, ach, es stimmt einfach gar nichts an dem Film.

Bis auf die Actionszenen, die sind gut. Und die Schauspieler sind auch ok. Aber das reisst den Film nicht raus.

Warum muss die einzige Schwachstelle eines tausende Kilometer großen Raumschiffs, das eine eigene Gravitation entwickelt, warum muss diese Schwachstelle, die Königin, aus dem Raumschiff raus, um persönlich eine Kugel zu zerstören, die sie problemlos aus ihrem tausende Kilometer großen Raumschiff aus abschießen könnte oder wegen der sie mehrere tausend ihrer Drohnen schicken könnte? Und warum verfolgt diese Königin dann einen Bus voller Kinder, der ihr nichts getan hat, statt endlich die Kugel zu zerstören? Aaaaaah. Da tut mir der Kopf weh, auch wenn ich ihn vorher ausgeschaltet habe.

Ich könnte jetzt noch weiter machen, aber wozu? Stichworte: eigene Gravitation, Wurmlöcher, überraschendes Auftauchen eines tausende Kilometer großen Raumschiffs, Klischees, Patriotenreden, dumme Bösewichte, dumme Helden, dumme Militärs, Löcher in die Erde bohren.

Fazit: schlechter Film.

Kritik: Star Trek Beyond

2016-07-26_Star-Trek-BeyondStar Trek Beyond – der dritte Film der Neuauflage, ich hatte mich durchaus drauf gefreut. Und wurde nicht enttäuscht. Na ja, ein bisschen. Aber nicht so schlimm wie erwartet. Also nur wenig enttäuscht.

Die Story ist hanebüchen!

Das fängt damit an, dass Kirk nach 3(!) Jahren im Weltall schon aufhören will. Was? Er prügelt sich, geht auf eine Akademie, macht sonstwas, um auf die Enterprise zu kommen und nach 3 Jahren: och nö? Das ist doch etwas überraschend. Und so ausgelutscht (siehe Spiderman, Batman, Avengers, jeder Film der letzten Jahre). Denkt Euch was Neues aus.

Dann kommt die standardmäßige Zerstörung der Enterprise – im Ernst, das arme Schiff. Was hat es den Drehbuchschreibern getan? Denkt Euch was Neues aus.

Aber die Enterprise wird nicht ganz zerstört, denn entgegen jeglicher Physik übersteht die Schüssel, die abgetrennt werden kann(?) einen Absturz aus dem Weltall. Och nö, nicht das schon wieder, denkt Euch doch mal was Neues aus.

Dann suchen sich die Crew-Mitglieder, finden sich (warum? Im Gebirge einfach so wiederfinden?), finden auch eine Badass-Bewohnerin, die bisher gut ohne die Leute ausgekommen ist, retten die Crew und zerstören die Basis des Bösewichts, nicht originell aber ok.

Bei der Befreiungsaktion fährt Kirk im Gebirge mit einem Vintage-Motorrad und baut dabei Mauern auf. Ja, klingt seltsam, ist es auch. Da fange ich innerlich zu stöhnen an. Und der Transporter funktioniert wie immer im Film: wenn es die Dramaturgie erfordert (wie früher die Autos nur im dramtisch günstigen Moment anspringen konnten).

Der Bösewicht besitzt eine Armee von bemannten Drohnen, von denen auf dem Boden nur fünf zu sehen sind, die dann aber zu Millionen eine Stadt zerstören gehen. Um durch Rockmusik zerstört zu werden. OK, das mit den Radiowellen und der Rockmusik war originell, aber sehr, sehr blöd. Das innere Stöhnen dringt nach draußen. Denkt Euch da lieber nichts Neues aus.

Dann noch der Endkampf mit dem Bösewicht, der jedes Klischee einbaut, das in Bösewichtendkämpfen gezogen werden kann.

Aber.

Der Film macht Spaß. Endlich agieren die Figuren halbwegs nachvollziehbar miteinander. Die Dialoge sind ordentlich, teilweise sogar gut. Die Geschichte wird nachvollziehbar erzählt und ist gut inszeniert. Die Tricks sind ordentlich.

Wenn man darauf aufbaut, kann das noch richtig gut werden. So ist es meh ohne Enttäuschung, den Film angesehen zu haben.

Kurz zum Kino: IMAX hat enttäuscht. Die 3D-Brillen sind zu schwer und zu klein, man sieht nicht die ganze Leinwand durch die Brille und wir saßen gut mittig. Für Brillenträger noch viel blöder.

Und: 13 Euro am Kinotag? Pro Person!

Fazit: ok-Film.

Kritik: Central Intelligence

2016-07-05_Central-IntelligenceErst mal wieder in Blog-Schwung kommen – da bietet sich eine Filmkritik geradezu an. Central Intelligence – eine Komödie mit The Rock und Kevin Hart.

Grob gesagt ist es ein Action-Buddy-Movie mit einer durchaus interessanten Ausgangslage, nicht überoriginell aber auch nicht 08/15.

OK, zwei ungleiche Menschen – check, einer kompetent, der andere wächst an seinen Aufgaben – check, romantische Verwicklungen gehen grundsätzlich gut aus – check, kurze Verwicklungen durch Verwechslungen/falsche Annahmen – check.

Aber die Ausführung ist extrem gut und kann an der einen oder anderen Stelle überraschen. The Rock ist ein Berg wie immer, Kevin Hart ist m.E. erstaunlich ernst angelegt und damit nicht nur Stichwortgeber, sondern tatsächlich eine angenehm zu verfolgende Figur. Auch The Rock hat seine Momente, auch seine Figur darf zwischendurch kurz aus dem Klischee entkommen.

Der Film wechselt zwischen Action, Humor und sehr albernem Humor, hat keine Längen, positioniert sich gegen Bullying, das alles leicht und gut umgesetzt.

OK, alle anderen Rollen treten in den Hintergrund bzw. sind Stichwortgeber. Vielleicht in der Fortsetzung?

Fazit: sehr gutes Buddy-Movie mit guter Action und gutem Humor.

Kritik: Sinister

Sinister ist ein hier gespoilerter Gruselfilm mit Ethan Hawke, der einen Schriftsteller (Ellison Oswalt) spielt, der seinen neuen Hit schreiben möchte. Er schreibt über Mordfälle und zieht für das Schreiben in ein Haus, in dem eine Familie auf unangenehme Weise ermordet wurde. Frau und Familie sind nicht begeistert.

Wir erleben, wie Oswalt auf dem Dachboden Filme der Ermordung findet, ebenso wie weitere Filme von sehr unangenehmen Morden. Mit Dämon. Oswalt kann sich nicht lösen und wird mit seiner Familie immer weiter in die Geschichte gezogen bis zum konsequent bösen Ende.

Der Film ist echt gruslig, vor allem die Super-8-Filme erzeugen eine bedrohliche Stimmung. Der Dämon ist auch böse.

Fazit: ruhiger, grusliger Dämon-Film.

Kritik: Tangled

Tangled (bei uns: Rapunzel – Neu verföhnt, was für ein schlimmer Titel), erzählt die Geschichte von Rapunzel – Moment – erzählt eine Geschichte, in der Rapunzel mitspielt, lange magische Haare hat, sich verliebt, erwachsen wird und die Hexe umbringt. So ganz grob gesagt.

Dabei wird viel gesungen. Nicht wirklich eingängig, so wie in Frozen, eher unmotiviert schlimm.

Aber sonst ist der Film gut, die Hauptheldin kann auch selbst was, der Hauptheld ist auch ok, die Sidekicks sind gut und wenn mal nicht gesungen wird oder die unglaublich kitschige Geschichte vorangetrieben wird, ist der Film richtig gut. Was den größten Teil des Films ausmacht. Der Kitsch wird meist sogar durchbrochen, aber halt nur meist.

Warum muss bei Disney eigentlich wieder das Gesinge rein? Es ist mir ein Rätsel.

Fazit: sehr lustiger Film mit Gesang und Kitsch.

Kritik: Big Hero 6

Big Hero 6 (bei uns: Baymax – Riesiges Robowabohu) ist ein Animationsfilm über einen Jungen, der den Tod seines Bruders verwinden muss und dies mit Hilfe des Roboters schafft, den sein Bruder als Arztroboter konstruiert hat.

Tja, viel mehr ist auch nicht zu sagen. Die Geschichte folgt Schema F, es gibt zwar einen bösen, aber der ist nur so halb böse, alles geht gut aus und zu keinem Zeitpunkt ist irgendjemand in echter Gefahr.

Aber der Film macht riesigen Spaß.

Der Roboter ist knuffig, das Timing der Gags stimmt, die Gags selbst sind gut, keine Gefahr = Entspannung, die Figuren sind liebenswert, die Seitenhiebe passen, das Erzähltempo ist angemessen – einfach ein stimmiger Film.

Fazit: schöner Film.

Filme in Listen

Filme zu kategorisieren und in Listen zu sammeln macht immer Spaß, also habe ich endlich auch damit angefangen (schlummert schon seit einem Jahr, die Idee). Die Idee: man möchte sich z.B. gruseln und weiß nicht, welchen Film man jetzt nehmen soll. Dann schaut man in die Liste der Gruselfilme und hat eine Auswahl.

Bis jetzt gibt es nur die Gruselfilme, so schnell geht das auch nicht. Dafür kann man sich sicher sein, dass ich keine Grütze in die Listen aufnehme.

Dabei habe ich auch gemerkt, dass es keine Seitennavigation auf der Seite gibt – werde ich mal ändern.

Kritik: Lupin III

Lupin III – der Meisterdieb ist die Realverfilmung des Animes (und Mangas) um Lupin III. Das Anime habe ich in Ausschnitten mit halbem Auge gesehen und fand es durchaus lustig und interessant, also war ich auf die Realverfilmung gespannt.

“Na ja” trifft es ganz gut. Es war nicht wirklich schlecht aber auch nicht wirklich gut. Manchmal wird der überdrehte Ton des Anime gefunden, oft nicht, oft ist der Film zu lang, es gibt wenig Diebstähle, viel Figureneinführung und Erzählen. Und es geht sehr durcheinander, eher im negativen Sinn.

Dabei sind die Figuren top besetzt, die Leute passen, können passabel spielen, einzelne Szenen sind gut, insgesamt passt es aber nicht.

Dabei ist der Film auch nicht so schlecht, dass man ihn nicht sehen könnte. Eher in Richtung “verpasste Chance” tendierend.

Fazit: so lala aber auch nicht verschwendet – ich müsste mal wieder in das Anime schauen.