Dijon

Dijon, Du alte Senfstadt…

Dijon hat eine sehr angenehme Innenstadt mit entspannter Atmosphäre. Dazu Senfläden an jeder Ecke, Kirchen, umgebaute Kirchen und einen riesigen, sonnigen Hauptplatz.

Senf wird aus den Samenkörnern des Senfs hergestellt, die berühmtesten Senfkonsumenten sind die Senfindianer von Karl May. Wie nicht anders zu erwarten, wurde Senf zuerst in China genutzt und gelangte über Mittelasien ins Römische Reich und von da nach Altenburg (gekürzte Darstellung). Senf diente in Europa neben Meerrettich als einzige scharfe Würze von Speisen, dies blieb bis zur Entdeckung des Pfeffers so. Äußerlich angewendet ist schwarzer Senf durchblutungsfördernd, schmerzstillend und entzündungshemmend.

Zum Dijon-Senf, einem speziellen Rezept für Senf: Dijon-Senf ist insbesondere nicht entölt und damit gut zum Kochen geeignet. Außerdem ist er angenehm scharf und schmeckt gut. Die Bezeichnung “Dijon-Senf” ist nicht geschützt, jeder kann solchen Senf anbieten, wenn er dem Rezept entspricht. Seit 2009 wird in Dijon kein Senf mehr hergestellt. Tja…

“Krokodil” kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Steinwurm”.

Vienne

Auch Vienne ist eine römisch geprägte Stadt, aber, direkt formuliert: die räudige Variante von Arles oder Nimes.

Wo dort alles hell und gepflegt ist, ist es hier dunkel, abgeranzt und riecht.

Dafür ist es erheblich teurer, der Nähe zu Lyon geschuldet. Trotzdem haben wir uns alles angeguckt, was es gibt, bis auf die Kirche, die nur Punkt 16:30 zu besichtigen war und den größten Teil des Theaters, das gerade renoviert wird (trotzdem wird natürlich Eintritt verlangt). Dafür haben wir den lokalen Kebab-Laden ausprobiert, weil kein anderes Restaurant offen hatte, nur Bars. Und viele Autos haben wir gesehen, die überall in der Stadt fuhren und parkten. Wirklich überall. Vor allem vor den Sehenswürdigkeiten, die man gerne mal in Ruhe angesehen oder gar autofrei fotografiert hätte.

Der Tempel ist ok, den darf man aber nur von außen ansehen und die Kathedrale ist beeindruckend. Schade, dass im Lauf der französischen Revolution die meisten Figuren kaputt gingen, die hätten wir gerne noch gesehen.

Vienne – ich glaube, wir werden Dich nicht noch einmal wiedersehen, leider.

Arles – Allgemeines Grummeln

Arles ist eine römisch geprägte Stadt mit Arena, Theater, römischem Bad und vielen anderen römischen Bauten und eigenen Bauten, die aus den Steinen der ersteren gefertigt sind. Das sorgt für ein farblich sehr einheitliches Aussehen, das das Auge erfreut.

Insbesondere die Arena ist gut erhalten und steht der in Nimes kaum nach, außer, dass die oberen Sitzreihen komplett für Häuser benutzt wurden. Trotzdem imposant und ein wenig größer.

Die Camarque, in der Arles liegt, ist für ihren ruhigen Lebensstil bekannt. Wenn man aber ca. vier Stunden für eine Stadtbesichtigung hat, will man davon nicht zwei in einem Café an einem hübschen, aber dunklen und zunehmend kalten Platz verbringen. Auch wenn das Café “Van Gogh” heißt und er hier wahrscheinlich auch schon mal zwei Stunden gesessen hat (mit und ohne Ohr). Vor allem, wenn die Vorspeise eine Dreiviertelstunde auf sich warten lässt. Schmeckt zwar gut, aber das kann man dann wohl auch erwarten.

Und 6,50 € für eine mittlere Cola? Das ist unverschämt.

Wo wir dabei sind: auch reiche Franzosen sollten sich mit ihrem Riesenmercedes nicht irgendwohinstellen, z.B. in den Weg auf dem Parkplatz oder mitten auf die Autobahn. Und sich dann aufregen, wenn man aus seiner Parklücke fahren möchte, so als Pöbel. Aber nicht mit uns (schwingt seinen Stock und gestikuliert wild in die Richtung des Franzosen).

Sonst war es schön.

Menschenturmbau

In Tarragona war großes Fest, das heute damit endete, dass sich Unmengen von Leuten auf dem großen Platz versammelten und unter Tröten und Trommeln Menschentürme bauten. Oder Menschenburgen, je nachdem, wie man das nennt.

War nett anzusehen, bei fast 30 Grad aber sicher anstrengend, für die Zuschauer auf jeden Fall.

Tarragona ist die Stadt der tausend Gerüche, einer davon angenehm.

Und ein Vollmondaufgang über den Inseln Illes Medes vor L’Estertit ist sehr reizvoll, wenngleich mit unseren Mitteln nicht fotografisch abbildbar. Trotzdem sehr, sehr schön.

Besancon

Stellt Euch den Haken unter dem “c” vor, den WordPress nicht kann.

Das Uhrendrama ging weiter, in Besancon gibt es zwei Sehenswürdigkeiten: die Kathedrale mit der unglaublichen astronomischen Uhr und die Zitadelle.

Die unglaubliche astronomische Uhr wird trotz der Bauarbeiten vorgeführt, nur nicht an dem Tag, als wir da waren, aus “administrativen” Gründen. Und von außen war sie auch nicht zu sehen, die unglaubliche astronomische Uhr, wegen der Bauarbeiten.

Blieb die Zitadelle, die mit einem “Zoo” angekündigt wurde. Nun kennen wir Ankündigungen von “Zoos” und waren schon froh, einen Affen, Nandus und Lamas in den Vorplätzen der Zitadelle gesehen zu haben. Aber – oh deutsche Überheblichkeit – es gab einen richtig guten und großen Zoo, mit Affen, Miezen, Känguruhs, Wildschweinen etc. pp. Gut aufgemacht, gut gepflegt, mit der Zitadelle als Rahmen. Sind wir gleich zwei Stunden geblieben.

Das entschädigte nicht ganz, aber ein bisschen für die fehlende Uhr.

Praktische Dubrovnik-Tips

Heute mal etwas Praktisches für Dubrovnik-Reisende: zunächst einmal: Dubrovnik ist recht teuer, oft ist das auch angemessen, manchmal nicht (je nach Qualität z.B. des Restaurants). In der Stadt gibt es aber genügend kleine Märkte, um z.B. vernünftiges Wasser zu kaufen.

Essen im “Taj Mahal” (Guceticeva-Straße (die c-s wieder mit Haken, die WordPress nicht kann)) ist sehr gut, wie überall in den engen Gassen wird es dort schnell kühl (wenn die Lufttemperatur noch nicht so hoch ist). Weitere Empfehlung für Dessert: “Lajk” (Prijeko-Straße), dort der Lavakuchen und die Toilette.

Die Gondelbahn zum Fort Srd/Imperial lohnt sich, vormittags sind dort lange Schlangen, also sehr früh kommen oder nachmittags. Höhenangst kriegt man in der Gondel nicht. Es gibt einen Fußweg zum Fort, der ist steinig, mit kleinen Kieseln aufgefüllt – läuft sich nicht gut. Weder hoch- noch runterzu. Also lieber mit der Gondel hoch und runter oder mit dem Auto.

Wenn man es einrichten kann: Vor- oder Nachsaison nutzen, selbst da ist die Stadt sehr voll. Aber die Touristenströme sind wenigstens ab Mittag erträglich und zum späten Nachmittag weg.

Wettervorhersage

Die Wettervorhersage hier ist schwierig, da wir direkt hinter riesigen Bergen hocken. Da kann der Regen auch mal den Vormittag zurückgehalten werden, den man beim Spaziergang verbringt, da Regen erwartet wird. Derselbe Regen kann dann am Nachmittag hereinbrechen, den man fürs Baden vorgesehen hat, weil der Vormittag ja so schön war.

Nachmittagsschläfchen ist auch was Feines.

Verhüllung von Frauen

Warum sind Religionen eigentlich so obsessiv davon besessen, Frauen zu verhüllen? Die Kathedrale von Zadar störte sich gestern an freien Schultern, heute an freien Knien. Nicht von mir, Männer können da rein, wie sie wollen. Aber Frauen – Gott bewahre.

Stört übrigens nur in der Kathedrale, nicht im Kloster zum Beispiel. Muss eine andere Religion sein, da.

Die Römer (Nin, Zadar)

Es ist mit den Römern wie mit dem Igel: fragt man, wer zuerst die Kultur, Häuser, Zivilisation gebracht hat: die Römer. Hat den Vorteil, dass man in solchen Gegenden auf jeden Fall römische Überreste findet, je nach Anzahl der dazwischenliegenden Kriege in mehr oder weniger gutem Zustand.

In Zadar gibt es eine (nicht römische) Meeresorgel, die dauerhaft die gleichen Töne produziert. Erstaunlich ansprechend.