Bilder mit sichtbarem Dateinamen versehen

Wenn man Bilder auf Picasa veröffentlicht, werden sie umbenannt. Sie bekommen eine zig-stellige Nummer, die man sich a) nicht merken kann und b) nichts mit dem Namen auf der heimischen Festplatte zu tun hat.

Das ist blöd, wenn man Bilder nachbestellen will und sich andere die entsprechenden Bilder raussuchen wollen.

Lösung: den Dateinamen in das Bild bringen.

Dafür nutzt man am besten (da einfach batch-fähig) die Tools von Imagemagick, insbesondere convert.

Convert kann sogenannte “Escapes” benutzen, die mit verschiedenen bildbezogenen Inhalten gefüllt sind. Ich nutze hier “%t”, den Dateinamen ohne Endung. den einfach unten rechts (southeast) in weiß in’s Bild bringen (Beispiel für x.jpg):

convert x.jpg -gravity southeast -font DejaVu-Sans-Mono-Bold -pointsize 24 -fill white -annotate 0 '%t' x.stamped.jpg

Bei der Schriftgröße muss man probieren, was gut aussieht (groß genug, um lesbar zu sein, klein genug, um nicht zu stören). Der Schriftname muss von convert erkannt werden können, am besten dazu die Liste verfügbarer Fonts mit

convert -list font > fonts.txt

ausgeben und abspeichern und dort nach dem Namen suchen. Ich empfehle einen monospace-Font (Proportionalfont), bei dem die Nullen von den “O” gut zu unterscheiden sind.

Jetzt muss der Text noch auf dunklen und hellen Hintergründen gut lesbar sein, dazu fügen wir einen schwarzen Schatten ein. Wir setzen den Text schwarz ins Bild und den weißen Text leicht nach links oben versetzt:

convert x.jpg -gravity southeast -font DejaVu-Sans-Mono-Bold -pointsize 24 -fill black -annotate 0 '%t' -fill white -annotate +3+3 '%t' x.stamped.jpg

Die Versetzung von “+3+3” funktioniert für die Schriftart und -größe gut, evtl. muss man hier auch korrigieren.

Um das Ganze jetzt für alle Bilder eines Verzeichnisses auszuführen, nutzen wir den find-Befehl (mit Tiefe=1, um nicht in die Unterverzeichnisse zu rekursieren), Achtung: hier wird das Ursprungsbild überschrieben:

find -maxdepth 1 -name "*.jpg" -exec convert {} -gravity southeast -font DejaVu-Sans-Mono-Bold -pointsize 24 -fill black -annotate 0 '%t' -fill white -annotate +3+3 '%t' {} \;

Ein fertiges Skript (Direkt-Download) und andere hilfreiche Code-Snippets gibt es auf ekkart.de.

Mal was Neues – Git

Nachdem ich zugesagt habe, dieses Jahr einen kleinen Vortrag über Versionsverwaltung an der HTW Berlin zu halten, ist es Zeit, sich auch mal mit GIT zu beschäftigen.

Obwohl mir Markus schon seit mehreren Jahren vorschwärmt, wie toll GIT ist, gab es für mich bis jetzt noch keinen wirklichen Grund, von subversion wegzugehen. Subversion bietet mir die Möglichkeit, lokale und entfernte Repositories zu verwenden, also auch zu Hause eigene Verwaltung zu betreiben. Außerdem kann ich leicht darauf zugreifen, auch wenn das Repository schreibgeschützt ist, wie z.B. auf einer DVD oder einem geschützten Stick. Zusätzlich können Ordner versioniert werden – Nutzer von CVS werden sich an den Krampf früher erinnern.

Jetzt also GIT. Ich habe eine schöne Seite über die Vorteile von GIT gefunden: Warum Git besser als X ist. Für mich interessant sind die Punkte:

  • kein Unterschied zwischen lokalen und globalen Repositories, damit einfache Synchronisation von Repositories. Das ist bei subversion möglich, aber effektiv nur in eine Richtung: Synchronisation des Repositories aber Änderung nur am zentralen Repository.
  • beliebige Arbeitsabläufe, damit Anpassung an verschiedene Nutzungsszenarios: Speicherung, verteiltes Arbeiten, überwachtes Arbeiten, etc.
  • einfaches Branching – das wäre in der Tat ein Vorteil, wenn das ginge und ich es endlich verstehen/anwenden könnte.

Als Vorteil wird weiterhin github angefügt, wenn ich es richtig verstehe, das sourceforge der GIT-Nutzer. Damit bin ich bisher nicht so warm geworden, das muss noch curlen. Ich finde die Seite sehr unübersichtlich. Wenn man als neuer Nutzer kommt, ein Programm sucht und findet ist es schwierig, das nun auch zu nutzen/herunterzuladen, Informationen zu finden etc. Sourceforge ist da etwas strikter bei den Eingaben, dafür aber auch homogener und vollständiger.

Zum Testen habe ich mir mein altes countdown-Programm rausgesucht, das ich auf sourceforge gefunden und verbessert hatte. Dort war es nicht möglich, meinen Code einfach in das Projekt zurückzuspielen, der Original-Programmierer fand das nicht toll.

Mal sehen, ob es mit git gut geht, wie flach die Lernkurve ist, ob branchen Spaß macht, …

Links:

Comic Sans

Gestern war ich mit meinem Comic-Sans-T-Shirt unterwegs, das ich geschenkt bekommen habe, weil ich mich (zu Recht) über den massiven Einsatz dieser Schriftart aufrege. An der Fleischtheke entspann sich folgende Situation:

Verkäufer (V) schaut verwirrt auf das T-Shirt

Ich (E): ist eine Schriftart

V: stimmt, da hätte ich auch selbst drauf kommen können

E: ach?

V: ja, die nutze ich immer, die ist so lustig

E: *mental facepalm*

Weiterführende Literatur (es gibt noch mehr):

Wenn man mal drauf achtet: viele finden die Schriftart lustig und verwenden sie. Mein Fahrradladen. Der Bäcker kurz vor dem Sachsenring. LKW-Beschrifter. Restaurants in der Nähe von Ingelheim…

Nachtrag: kleines Schmankerl – diese Seite in Comic Sans.

Riesiges Erbe

Oh Mann, ich muss mich sofort melden, ich habe ein riesiges Erbe anzutreten (als Thronfolger!):

Lieber verehrter Freund,

Ich komme zu Ihnen mit gr??ter Demut, Aufrichtigkeit und guten Absichten.
Ich bin Mark Greussing, bin ein deutscher Deszendenten Lebens-und Arbeitsbedingungen in den USA.

Ich habe eine sehr wichtige Informationen m?chte ich mit Ihnen teilen und ich glaube, du wirst nicht schieben diesen Brief in den Papierkorb wegen Zweifeln.

Ich arbeite bei einer Bank in den USA, entdeckte ich ein Konto einer deutschen Ingenieur im Ruhestand, die in der japanischen Erdbeben gestorben.

Diese Information ist nur mir bekannt und ich beabsichtige, Sie als Thronfolger Ort bis in die sp?ten Engineer, so dass seine St?nde auf Ihren Namen unter rechtm??iges Verfahren ?bertragen werden. Er hat keinen Anwalt, weil ich ihn besuchen pers?nliche wegen ist er ein Deutscher, und das gab mir Gelegenheit zu wissen, dass er keinen Anwalt f?r ihn arbeiten.

Wenn Sie in diesem Gesch?ft interessiert sind, geben Sie in Ihrem n?chsten E-Mail und ich werde meine Begriffe zu erkl?ren. Ich vertraue Ihnen auf dieser und ich werde bleiben wahrhaftig und treu, wie wir auf eine erfolgreiche finanzielle Zukunft f?r uns beide zu schaffen verschmelzen.

Sobald Sie mit meinem Vorschlag einverstanden sind, werde ich f?r Angaben, die Sie aktualisieren, damit ich meinem verstorbenen Mandanten Details in meinem B?ro Datenbank ersucht.

Bitte halten Sie dieses Gesch?ft Vorschlag vertraulich.

MFG
Mark Greussing

Sony

Ja, es gibt keine absolute Sicherheit und ich weiß auch nicht, wie gut Euer Server für > 50 Millionen Kundendaten gesichert war.

Aber: sind Euch wirklich Passwörter gestohlen worden?

Denn: das kann eigentlich nicht sein. Jeder, der auch nur ein Minimum von Sicherheit versteht, legt keine Passwörter im Klartext ab, sondern deren Hashes, gerne auch gesalzen. Und die kann jeder gerne stehlen, kann er nix mit anfangen.

Bleiben zwei Alternativen. Alternative 1: Ihr seid inkompetent. Alternative 2: Journalisten und Eure PR-Abteilung haben da was falsch verstanden. Denn die schreibt in FAQ 6:

Wir glauben, dass sich eine unbefugte Person Zugriff zu folgenden persönlichen Daten verschaffen konnte: […]  PlayStation Network/ Qriocity Passwort, […] Sicherheitsantworten zum Passwort […]