Sony

Ja, es gibt keine absolute Sicherheit und ich weiß auch nicht, wie gut Euer Server für > 50 Millionen Kundendaten gesichert war.

Aber: sind Euch wirklich Passwörter gestohlen worden?

Denn: das kann eigentlich nicht sein. Jeder, der auch nur ein Minimum von Sicherheit versteht, legt keine Passwörter im Klartext ab, sondern deren Hashes, gerne auch gesalzen. Und die kann jeder gerne stehlen, kann er nix mit anfangen.

Bleiben zwei Alternativen. Alternative 1: Ihr seid inkompetent. Alternative 2: Journalisten und Eure PR-Abteilung haben da was falsch verstanden. Denn die schreibt in FAQ 6:

Wir glauben, dass sich eine unbefugte Person Zugriff zu folgenden persönlichen Daten verschaffen konnte: […]  PlayStation Network/ Qriocity Passwort, […] Sicherheitsantworten zum Passwort […]

Bulletstorm – Boom

Wow, was für ein Trailer! Und ich kann das Spiel hier nicht kaufen – da ist die USK davor.

Das heißt, ich kann das Spiel kaufen, aber: keine Ragdoll-Effekte, keine Zerteilung/Zerstückelung von Gegnern, keine Blut- und Splatter-Effekte. Da gucke ich doch lieber geschnittene Softpornos auf tv.Berlin.

Also ab nach Österreich, Frankreich, England, …

Disclaimer: Für Beschwerden oder Fragen nach dem Geisteszustand bitte diesen Beitrag lesen.

(via: PS3Blog)

Tomb Raider – Underworld

Tomb Raider 8 – Underworld habe ich jetzt auch durch, ging schnell, da das Spiel zum einen nicht sehr groß ist, zum anderen die Rätsel sehr einfach gehalten und die Gegner ziemlich schwach sind. Insgesamt hat das Spiel einen gemischten Eindruck hinterlassen.

Der Beginn ist ein Unterwasserlevel – Mist. Erstens ist die Grafik unter Wasser bescheiden. Zweitens merkt man sofort: unter Wasser ist Lara extrem langsam. Nicht wirklich für Erkundungen geeignet. Drittens kann man Lara zwar beschleunigen, dafür braucht sie aber Kraft, die limitiert ist. Man kann also nicht schnell von A nach B, wenn der Weg zu lang ist. In einem Computerspiel! Viertens ist der Level strunzlangweilig, das meiste findet man durch systematisches (Raster einrichten) Absuchen der Gegend – nicht gerade aufregend. Noch dazu hat man unter Wasser kaum Anhaltspunkte. Fünftens bin ich gleich mal hinter eine Steinmauer gesprungen und dort nicht wieder rausgekommen – also aktuellen Patch eingespielen.

Das macht zu Beginn schon mal keinen guten Eindruck – ich dachte schon, das ganze Spiel wäre so.

Ist man aus dem Wasser raus, wird es besser, die Grafik ist ok bis gut, endlich an Land kann man sich normal bewegen, die Steuerung ist in Ordnung. Zwar sehr hakelig in engen Situationen, geht aber. Und das automatische Speichern funktioniert sehr gut, man braucht keine Angst zu haben zu Sterben, da man gleich wieder an vernünftiger Stelle einsetzen kann. Apropos: das Prinzip der Medipacks erschloss sich mir nicht, an hakeligen Stellen ist man sofort tot oder kommt durch, ich habe keine Medipacks gebracuht. Da müsste man die Balance etwas besser finden.

Ist man endlich vom Wasser weg, kommt Tomb-Raider-Feeling auf, Rätsel wollen gelöst werden, Welten erkunden, alles sehr linear, nichts wirklich schwierig, die Gegner alle besiegbar, keine Boss-Gegner. Die Schätze sind auch findbar verteilt, insgesamt ein sehr leichtes Spiel. Vor allem im Gegensatz zu Tomb Raider Anniversary, das ich nicht zu Ende spielen konnte, weil ich eine Stelle partout nicht geschafft habe. Da hat sich das Pendel zur Spielbarkeit geneigt.

Was mir noch auffiel: die Schatzsuche passte nicht zur Figur von Lara – als Archäologin wird sie doch nicht dauernd Vasen mit einer lässigen Fußbewegung zertreten – da hätte sie Respekt. Genauso, wie mir zu viele Menschen abgeschossen werden mussten – das war unnötig. Oder Thors Hammer, eine Superwaffe, mit der man keine Bewegung mehr ausführen musste, um Gegnern auszuweichen, die waren sowieso machtlos. Nicht gut ausbalanciert. Ich brauche auch nicht unbedingt neue Moves  wie den “Headshot” – den schaffe ich nicht. Aber das kann an mir liegen.

Entschädigung waren einige extrem gut designte Level, allen voran der letzte, bei dem man schon zielgerichtet springen, schalten etc. musste, um was zu bewegen. Aber auch hier – zu leicht.

Fazit: gut: spielbar, keine unbezwingbaren Level oder Gegner, Grafik außerhalb des Wassers. Schlecht: Kollisionserkennung, viel zu leicht, einfallslose Schätze, Unterwasserlevel, zu lineare Level, Spiel zu klein.

Wikipedia – Ein Beispiel

Mal ein kleines Beispiel dafür, womit sich Wikipedia-Autoren rumplagen müssen: da möchte sich die Firma xplace in der Wikipedia wiederfinden. Sie stellen Kundenterminals her, z.B. die Dinger, an denen man im Mediamarkt oder Saturn Musik hören kann. Noch etwas mehr, sie sind laut eigener Darstellung Marktführer in dieser Branche.

Frage: Sollte so eine Firma in der Wikipedia vorkommen? Tja, da kommen wir zu den Wikipedia-Relevanzkriterien, insbesondere für Unternehmen. Kann  jeder selbst nachlesen, ich finde die Kriterien sehr an den Haaren herbeigezogen. Da darf man aber nicht drüber diskutieren. Die Kriterien stehen fest. Fertig.

Darüber könnte man ja noch reden, evtl. braucht eine Enzyklopädie tatsächlich nur “revelante” Beiträge und irgendjemand muss dann darüber entscheiden, was “relevant” ist. Bei einer elektronischen Enzyklopädie ist das für mich wenig nachvollziehbar, vor allem, wenn die Kriterien so streng verfasst sind wie in der dt. Wikipedia. Und nicht vergessen, die Kriterien sind in Stein gemeißelt. Da bekommt man eher die katholische Kirche zum Gebrauch von Kondomen, bevor man da dran rührt.

Soviel zu den Fakten, jetzt mal zum Umgangston, der fast schon das größere Problem darstellt. Stellt Euch vor, Ihr hättet den Artikel verfasst, um Eure Firma in der Wikipedia zu sehen. Einfach so, ohne böse Absicht. Der Artikel ist sogar sachlich abgefasst, evtl. muss er überarbeitet werden – aber genau das ist ja das Prinzip der Wikipedia. Denkst Du. Was passiert aber?

  1. zweimal wird der Artikel schnellgelöscht, das heißt, einfach so.
  2. beim dritten Mal bekommst Du die Nachricht: “Nach zwei Schnelllöschungen wollen wir der Praktikantin mal was geben, damit sie ihrem Chef zeigen kann, warum das mit dem Wikipedia-Eintrag nicht klappt. WP:RK meilenweit verfehlt.” Der Link führt nicht zu konkreten Kriterien, sondern zu einer sehr, sehr langen Liste. Mehr Erklärung gibt es nicht. Außerdem bist Du “die Praktikantin”, der mal was gezeigt werden soll. Alpha-Männchen an der Arbeit.
  3. Du hast immer noch nicht die Lust verloren? Mist. Ab in die Löschdiskussion.
  4. Du fragst jetzt nach a) Gleichbehandlung und b) danach, wie Du den Artikel umschrieben sollst, um der Löschung zu entgehen? Mit ganzen Sätzen? Großer Fehler.
  5. Pass mal auf: “Der tägliche Gelbe-Seiten-Spam…” das ist nämlich, was Du da ablieferst.
  6. Und so geht es weiter. “Du” denkst nämlich irgendwas, “der Rest” sieht alles anders etc.

Frage: wird “die Praktikantin” jemals wieder für die Wikipedia schreiben? Oder Artikel verbessern? Oder die Wikipedia loben?

Wenn sie etwas Stolz hat, wohl eher nicht. Gut gemacht.

Selbst wenn man die Relevanzkriterien durchsetzen will, kann man das nicht mit zivilem Umgangston machen. Oder konstruktiv? Damit man nicht jeden gleich wieder vertreibt, der die heiligen Autorenhallen betritt?

Und nebenbei: wenn Du Dich für die Firma interessierst, die in jedem MM oder Saturn Geräte stehen hat – nicht bei der Wikipedia gucken. Dort sind nur große Firmen präsent.

Ungarn ist böse, Dead Space 2 auch, Bayern nicht

Unganr ist böse, weil sie dieses böse Mediengesetz beschlossen haben und damit die Medien zensieren könnten. So darf als erste Auswirkung z.B. ein bestimmtes Lied nicht mehr im Radio gespielt werden.

Das Gesetz ist übrigens deshalb böse, weil die Komission nicht paritätisch besetzt ist, sondern nur mit Mitgliedern einer Partei. Das heißt: nicht die Zensur ist das Problem, sondern die Besetzung des Zensurgremiums.

Was mich zur BPJM bringt, unsere Zensurbehörde, die aber demokratisch in Ordnung ist, weil halt mehrere Parteien vertreten sind. Wie bei Rammstein zu sehen war, sind deren Entscheidungen oft lächerlich, denn es geht mitnichten um Jugendschutz, sondern um den “Schutz” der Gesellschaft.

Was mich zu Dead Space 2 bringt, einem Weltraumballerspiel. Dieses Spiel wurde der USK vorgelegt, die zum Schluss kam, dass es erst ab 18 geeignet ist. Würde man doch denken: ok, ab 18, das heißt nur für Erwachsene, Jugend ist geschützt.

Nicht so Bayern: die haben Einspruch gegen die Wertung eingelegt mit dem Ziel, dass die USK keine Wertung vergibt, so dass die BPJM das Spiel indizieren kann. Das wäre nicht möglich bei einem 18er-Spiel, da dort ja Jugendliche nicht rankommen. Das heißt, im Namen des Jugendschutzes soll ein Spiel verboten werden, das für Jugendliche sowieso nicht erhältlich ist.

Praktisch bedeutet das: Jugendliche holen sich das Teil aus dem Netz, Erwachsene müssen nach Österreich fahren und Bayern ist wieder sauber, dort ist das Jugendgefährdungsmonopol der katholische Kirche erhalten.

Was für scheinheilige Säcke das alles sind.

(Quelle gameswelt, via PS3-Blog)