Firefox und Vivaldi

Seit Opera die Bookmarks entfernt hat, ist es schwierig, einen guten Browser zu finden, bei jedem ist was.

Vivaldi ist angetreten, der Nachfolger von Opera zu werden und er fühlt sich tatsächlich so an. Leider ist er unter Linux noch sehr instabil bzw.  fühlt sich sehr langsam an, so dass ich hier auf Firefox zurückgreife.

Unter Windows ist es genau andersherum: Firefox friert dauernd ein und will abgeschossen werden, Vivaldi ist ok.

Technisch basiert Vivaldi auf Chromium; wenn ich es richtig verstehe, benutzt Firefox eine Eigenentwicklung als Basis. Beide können (und sollten) mit Erweiterungen versehen werden. Für beide steht eine riesige Anzahl an Erweiterungen zur Verfügung.

Bei beiden Browsern habe ich aus Sicherheitsgründen HTTPS Everywhere installiert. Vivaldi bringt Mausgestures gleich mit, auch bleibt der Browser offen, wenn man den letzten Tab schließt. Das muss beim Firefox nachgerüstet werden, für Mausgestures verwende ich Mouse Gestures Suite. Um auch den letzen Tab schließen zu können, ohne dass Firefox sich schließt, gibt man about:config in die Adresszeile ein, bestätigt, dass man vorsichtig ist, sucht nach lasttab und stellt das entsprechende Flag auf false.

Für das Aussehen von Firefox nutze ich My Little Pony Friendship is Magic – Main Cast. Vivaldi habe ich noch nicht angepasst.

QNAP erweitern – Volumes löschen, RAID ändern

Vielleicht ist das für den einen oder anderen Anwender von QNAP-NAS interessant. Das folgende gilt für ein TS-451 mit Firmware 4.2.0.

Ausgangslage: 2 FP als RAID 1 mit der alten Firmware angelegt, alle Daten im Backup gesichert

Problem: FP-Speicher zu klein, weitere 2 FP rein und in RAID 5 umwandeln

Hier ist wichtig: egal ob das mit dem Umwandeln nach Anleitung klappt oder ob man Löschen und neu anlegen muss, geht davon aus, dass die Daten futsch sind und legt ein Backup an. Da kann immer was schiefgehen.

Laut Anleitung sollte das Erweitern um weitere FP einfach so gehen, reinstecken und einbinden. Das ist aber anscheinend die Anleitung für FP, die bereits als “Storage Pool” angelegt wurden, nicht als “Storage Space” wie meine mit der alten Firmware. Wusste ich nicht, aber die ganze Migration klappte nicht, die Status-LED blinkte grün/rot, es tat sich nichts, insbesondere die Größe des Volumes wurde nicht erhöht.

Laut google ist das ein allgemeines Problem ohne spezifische Lösung, die Anleitung von QNAP (How to re-build multiple volumes to use snapshots after upgrading to QTS 4.2.0?) besagt, dass man das alte Volume löschen und den Storage Pool komplett neu anlegen soll. Das alte Volume ließ sich aber nicht löschen, da tat sich gar nichts. Damit konnte ich auch keinen neuen Storage Pool anlegen, da die FP nicht zur Konfiguration frei waren. Diverse Lösungen gingen auf ssh-Zugriff mit Überschreiben der FP ein, ich hab was anderes versucht.

Ich habe alle FP rausgezogen, eine der leeren FP aus Slot 4 in Slot 1 gelegt und gestartet. Jetzt meldet das NAS einen Fehler in der Konfiguration und man kann das alte Volume und damit den Storage Space löschen.

Nun schiebt man alle FP wieder in die Slots und legt einen Storage Pool nach Anleitung mit entsprechendem RAID-Level an. Dann wird das initialisiert und dauert lange. Wir reden von Stunden.

Derzeit bin ich in der Initialisierungsphase, theoretisch legt man danach im Storage Pool ein neues Volume an und spielt die Daten zurück. Außerdem müssen alle Anwendungen neu intstalliert werden.

Praktisch werde ich das als Update hier einfügen, ob noch etwas zu beachten ist.

Update 1: RAID anlegen und synchronisieren: 15 Stunden

Update 2: Volumen anlegen und initialisieren: 40 Minuten

Update 3: Daten zurückspielen: 15 Stunden

Bluray unter Linux

Manche Dinge sind unter Linux deutlich schwieriger als bei anderen Betriebssystemen (vieles ist auch deutlich einfacher). Dafür sind die Lösungen fast immer vorhanden und oft auch gut dokumentiert, bisher habe ich kaum unlösbare Probleme gefunden.

Derzeit beschäftige ich mich mit Bluray-Wiedergabe unter Linux, leider gibt es auch bei Blurays noch Regionalcodes (vom Teufel) und Verschlüsselung (vom Teufel), alles, was es einem nicht sofort leicht macht.

Erste Erkenntnis von vorgestern:

Der Rechner braucht ein Bluray-Laufwerk!

Ist bestellt…

Kritik: FPS – First Person Shooter

FPS – First Person Shooter ist ein Film, bei dem der Protagonist, der hautpsächlich aus der Ich-Perspektive gezeigt (oder auch nicht) wird, wie in einem Ego-Shooter seine schwangere Freundin in einem Zombie-verseuchten Haus sucht. OK, originell geht anders, aber ich finde den Versuch interessant, diese Perspektive zu zeigen und das Genre auch mal filmisch auszuarbeiten.

Zuerst zum Guten: filmisch ist das Ganze extrem gut gelungen. die Kamera ist superb, der Ton ist Klasse, die Zombies sind angemessen. Der Film schafft es, die ganze Zeit ein Computerspiel nachzuahmen, es dabei in die Realität zu erweitern, ohne albern oder übertrieben zu wirken. Die Zombiedichte ist unangemessen niedrig, aber das schiebe ich mal auf das Budget.

Aber dann spricht unser Held. Und spricht. Und spricht. Und erzählt dabei eine gequirlte Scheiße, dass es mich jedesmal aus dem Film riss. Schon erstaunlich, immer, wenn er ruhig war – perfekt. Kaum sagt er was – schlimm. (Ich hab die deutsche Fassung geguckt, keine Ahnung, ob das Englisch besser ist.)

Ich vermute mal, was er von sich gibt ist das, was die Macher beim Spielen denken oder was sie denken, was die Mehrheit der Spieler denkt. Wenn das so ist, dann sind Ego-Shooter-Spieler doch primitiver als ich dachte. Mir gehen beim Spielen jedenfalls nicht solche Sätze durch den Kopf.

Daher: wenn man die Sprüche des Helden abkann ist der Film klasse. Wenn nicht – Pech gehabt.

Fazit: Klasse Film, der durch den Text kaputtgemacht wird.

Netzneutralität tötet, Befürworter sind Taliban-artig

Wie kommen Politiker eigentlich darauf, dass die Politikverdrosseneit mit der Presse, den Jugendlichen, Desinteresse etc. zu tun hat, aber nie und nimmer nicht mit ihnen selbst, wenn sie ganz offensichtlich Lobbypolitik betreiben und jeden beschimpfen und beleidigen, der sich für Politik interessiert und evtl. anderer Meinung ist als sie.

Abgesehen davon, dass Günther Oettinger als EU-Abgeordneter eine Provokation ist, ist sein Posten als EU-Kommissar für Digitalwirtschaft eine Ohrfeige für alle, die der EU mehr zutrauen, als lobbygesteuerte Politik zu betreiben. Für alle anderen ist es die Bestätigung, dass die Politik gekauft ist.

Was die Netzneutralität betrifft, da haben wir gerade in Deutschland Talbian-artige Entwicklungen.

[…]

Aber Verkehrssicherheit, ein kommerzieller Dienst, Gesundheit, ein kommerzieller Dienst und ein paar andere fallen mir ein, sollten von der Netzneutralität, von diesem Taliban-ähnlichen Thema abweichen dürfen.

Ergo: Befürworter der Netzneutralität sind mit Terroristen gleichzusetzen!

Apropos: wo habe ich eigentlich in den Holzmedien oder dem Fernsehen von dieser Entgleisung gehört? Oder mal Nachfragen diesbezüglich?

(Quelle: netzpolitik.org)

Git

Git is like Formula-1 sports car – it accellerates very fast, it brakes very good. In hands of a professional it’s really awesome tool. But for beginner to intermediate user it’s total overkill and out there there are 95% of such users.

SVN is like normal city car – it has normal engine, normal brakes and normal suspension and hence fits 95% of use cases. Any professional on this car will easily beat beginner on Formula-1 simply because he/she knows that in most cases power is not what matters.

So, 90% of arguments for Git over SVN looked like advocating Formula-1 car in small city over normal city car just because it’s so damn fast 🙂

mal eine eigene Übersetzung (erstaunlich mühselig):

Git ist ein Formel-1-Auto: es beschleunigt sehr schnell und bremst sehr schnell. In den Händen eines Profis ist es ein wirklich großartiges Werkzeug. Anfänger bis fortgeschrittene Anwender überfordert es jedoch, und damit 95 % der Anwender.

SVN ist ein Stadtauto: es hat einen Durchschnittsmotor, Durchschnittsbremsen, ein Durchschnittsgetriebe und ist damit für 95 % der Anwendungsfälle passend. Jeder Profi wird in diesem Auto einen Anfänger im Formel-1-Auto schlagen, weil er weiß, dass es in den meisten Fällen nicht auf Kraft ankommt.

90 % der Argumente für Git statt SVN sind wie Argumente für ein Formel-1-Auto in einer kleinen Stadt statt eines Stadtautos, weil das Formel-1-Auto so unglaublich schnell ist.

(yura als Kommentar auf steveko)