Arcor

11.4.07, 18:50
Internet funktioniert, allerdings gab es eine Fehlermeldung beim Einrichten des WLANs: Fehler -6601 aber nur auf dem großen Rechner.

11.4.07, 11:52
Das Telefon funktioniert wieder. Vorfreude auf DSL am Abend.

11.4.07, 11:18
Bin mir mit den zwei Stunden nicht sicher. Egal, Hauptsache, heute noch. Noch ist unser Telefon “Außer Betrieb”.

11.4.07, 9:12
Noch geht das Telefon nicht, habe ich aber auch nicht erwartet, soll ja circa zwei Stunden dauern.

11.4.07, 8:23
Heute wird unser Telefon von Telekom auf Arcor umgestellt. Wir sollten bis 8 Uhr das neue Gerät anschalten und mit der Telefondose verbinden. Haben wir getan. Ich warte jetzt auf den ersten Anruf von zu Hause.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Gewaltvideos und Killerspiele

Am Sonnabend brachte RadioEins in seinen Nachrichten die Meldung, die Idioten, die das Ehepaar getötet haben, hätten eventuelle ein Gewaltvideo gesehen. Wer macht dort die Nachrichten? Was soll mir das sagen? Vor allem: was ist ein Gewaltvideo? Wrestling? Boxen auf der ARD?

Interessanterweise schreibt auch kaum einer bei der Diskussion um Killerspiele, dass es nicht darum geht, Kinder vor diesen Spielen zu schützen, dafür gibt es ja Jugendfreigaben. Nein, es geht darum, auch Erwachsenen zu verbieten, solche Spiele zu spielen. Könnte ja mal jemand erwähnen, statt nur auf die Kinderschiene abzufahren.

Als Bonmot einige Zeilen von Lordi:

Was it already there in the womb?
Were we pulled out way too soon?
Were we quiet too long? Were we too small?
Or were we dropped on the floor?

Could it be something we ate?
Did they let us stay up too late?
Were there not enough rules?
Did we get too much love?
Was it something they taught us in school?

[…]

Was it something we saw on TV?
The films that were gross and obscene?
Is it the clothes and the black-dyed hair,
Or were we just not aware

The must have been some dangerous toys
And the music sings of murderous ploys
It´s not like we did not have a choice
Backward masking gives the devil a voice

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Verkehrswiesel

In letzter Zeit sind sie wieder vermehrt unterwegs: Verkehrswiesel (dem Wiesel-Begriff von Scott Adams folgend). Am Strausberger Platz fahren sie rechts neben der zweispurigen Schlange vorbei, um sich an der Rechtsabbiegerspur anzustellen (grüner Pfeil). Dann fahren sie auf die Kreuzung und fahren geradeaus weiter. Prima Rotverstoß und extrem nervig für die korrekt Wartenden.

Anmerkungen heute: heute fuhr mir eine Frau mit dem Auto auf meiner Spur entgegen, als ich nicht wegfuhr (war kein Platz), fuhr sie widerwillig an mir vorbei (1/2 Meter Abstand) und direkt hinter mir wieder um die Ecke. Warum?

Die Leute beim Gesundheitsministerium sind seltsam: Verlinkungsregeln. Wenn die selben Leute für die Gesundheitsgesetze zuständig sind…

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Tooltime

“Hier ist Tim ‘The Toolman’ Taylor.”

Wer je “Hört mal, wer da hämmert” gesehen hat, weiß, wovon ich spreche. Wer nicht, sollte das bei Gelegenheit nachholen, die Serie ist so schlecht nicht.

Das ist aber nicht das Thema des heutigen Eintrags, mir geht es um Werkzeuge und den Umgang mit ihnen. Ein schöner Satz zum Thema ist:

Wenn man einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

Im Gegensatz zur Wirklichkeit, die durch diesen Satz schimmert, wurde mir an der Universität gelehrt, dass ein Werkzeug problembezogen ausgewählt wird. Erst ist das Problem, dann die Lösung, dann das Werkzeug, mit dem die Lösung umgesetzt wird. Nach dem Studium, im Gespräch mit Kunden, ist das der wichtigste Lehrsatz, den wir umgesetzt wissen wollen: erst das Problem, dann das Werkzeug. Natürlich ist mir mittlerweile längst klar, dass Firmen auch äußere Zwänge zu berücksichtigen haben: Werkzeuge wurden gekauft und müssen nun genutzt werden; neue Werkzeuge erfordern Mitarbeiterschulungen; neue Werkzeuge erfordern Zeit für die Umstellung, die einfach nicht da ist. So ergeht es uns oft wie Don Quixote mit den Windmühlen: wider besseres Wissen predigen wir Methoden und bekommen Werkzeuge.

Um so schöner, wenn tatsächlich mal jemand methoden- und lösungsorientiert vorgeht. Wenn zum Beispiel ein Text geschrieben werden muss, wird nicht einfach ein Programm vorgesetzt, sondern der Einsatzzweck und das Problem werden analysiert und daraufhin das geeignete Werkzeug eingesetzt. Für den nächsten Text kann ein anderes Werkzeug geeigneter sein, ein Brief hat wieder andere Erfordernisse. Alles in allem stehen (mir) vier Alternativen zur Verfügung (Word, Framemaker, LaTeX, OpenOffice), die jede ihre Stärken und Schwächen haben. Ohne Scheuklappen sollte das kein Problem sein, denn PDF als Austauschformat kann mit jeder Anwendung erzeugt werden.

Was sind nun Kriterien, nach denen zum Beispiel eine Textverarbeitung ausgewählt werden sollte? Sollen mehrere Leute gleichzeitig an einem Dokument arbeiten, sollte das Dokument in Teile zerlegbar sein. Sollen viele Abbildungen eingebunden werden, wäre es schön, wenn das unterstützt würde. Sollen die Texte ein bestimmtes Aussehen haben, sind vorhandene Templates eine Entscheidungsgrundlage. Soll der Kunde das Dokument weiterverarbeiten können, muss er Vorgaben machen. Mehr Beispiele will ich nicht geben, sonst wird es ermüdend.

Was sind nun Kriterien, nach denen tatsächlich eine Textverarbeitung ausgewählt wird? Habe ich schon immer genommen. Meine kann das auch. Meine hat eine bessere Rechtschreibprüfung (auch wenn die nicht gebraucht wird). Meine ist informatikertypischer (Top-Antwort unter den Geeks). Meine zeichnet Text logisch aus (mein Favorit). Das Programm haben wir gekauft. Das Programm verstehen “xyz” nicht (wobei “xyz” den Text nur lesen, nicht editieren müssen). Muss ich mehr Beispiele bringen?

Worauf will ich hinaus? Wasser predigen fällt nicht schwer, den eigenen Wein stehenzulassen, schon. Nicht, dass ich besser wäre: LaTeX ist natürlich das beste aller Programme. Ich habe allerdings mittlerweile gelernt, dass Alternativen ihre Berechtigung haben. Schwierig wird es erst, wenn man Programme so stark verteidigt, dass die Vernunft auf der Strecke bleibt. Dann haben wir “Evangelisten”, die ihre frohe Botschaft per Dogma durchsetzen wollen. So wie mich: nehmt LaTeX!

Wie paßt dieser Sermon nun zum Straßenverkehr? Hier sind die Werkzeuge Fahrzeuge bzw. die Füße. Das Problem ist meist klar: von A nach B kommen, einkaufen, Material besorgen, eine Spazierfahrt machen etc. Wer wählt aber sein Werkzeug (Fahrzeug) nach den tatsächlichen Anforderungen aus? Für Spazierfahrten mal das Fahrrad statt dem Auto. Für das Einkaufen mal um die Ecke laufen und nicht zum Supermarkt im anderen Stadtbezirk. Hier erscheinen die Antworten oft einfach und plausibel.

Wie sieht es aber mit längeren Fahrten durch die Stadt aus? Mein Problem: zur Uni kommen. Meine Lösung: Fahrrad nehmen und los. Warum nicht das Auto? Weil die Parkplatzsuche und der Streß mir die ganze Fahrt zerstören würden und sie damit zur Nervenprobe geraten würde. Warum denken nicht viele Leute so? Weil sie gar nicht an Alternativen denken. Wer schnell durch die Stadt will, sagt: Auto. Daß man mit dem Fahrrad meist nur unwesentlich langsamer ist (den Beweis trete ich bis ca. 10 km Fahrt jederzeit an), sehen wenige ein. Daß der Streß ungleich höher ist, das wissen alle Verkehrsteilnehmer. Dennoch wird das Auto genommen, natürlich wird die optimale Fahrzeit vorausgesetzt, ist dann eine kleine Störung vorhanden, bricht die Zeitplanung zusammen, es muss aufgeholt werden, Streß, Fehlverhalten.

Fazit im Verkehr: Öfter auch mal über Alternativen nachdenken, bevor tradierte Verkehrsmittel zum völlig falschen Zweck eingesetzt werden.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)