Fat Machines von Jürgen Vogel und DMAX

Letzten Montag haben wir “Fat Machines” gesehen, eine Sendung über dicke Maschinen, die von Jürgen Vogel getestet und begutachtet werden.

Was soll ich sagen: cool. Zum einen Jürgen Vogel, der macht das einfach gut. Eine schön naive Ausstrahlung, dem Mann nimmt man das Erstaunen und die Begeisterung für die Maschinen tatsächlich ab.

Zweitens sehr gut gedreht. Halbdokumentarisch mit guter Kamera, genügend Nähe und Ironie zum Hauptdarsteller.

Drittens das Kunststück geschafft, bei der Bundeswehr keine ganz so großen Trottel zu treffen, wie ich damals.

Die Maschine am Montag war ein Brückenlegepanzer “Biber”.

Insgesamt sehr gut, Sehempfehlung!

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Filmkritik: 300

300 Spartaner gegen mehrere Millionen Perser. Eine Heldengeschichte, ein Comic, ein Film.

Gestern war es soweit, mit einiger Verspätung haben auch wir 300 gesehen. Ein, sagen wir einmal, interessanter Film. Ich hatte nicht viel erwartet, opulente Bilder und eine vernachlässigbare Geschichte. Im Groben kam es auch so. Viel nackte Haut kam noch dazu.

Die Handlung ist in der Tat vernachlässigbar, besonders die eingeflochtene Intrigengeschichte vermochte mich nicht zu fesseln. Sobald es aber aufs Schlachtfeld ging, war der Film spitze. Das war perfekt umgesetzt, heroisch, Blut, Stahl, Manowar. Nur ohne Manowar. Die Nebenhandlungen verzögerten den Film leider doch recht stark, nur kämpfen war wohl nicht drin, so dass ich mich zwischendurch nicht gut unterhalten fühlte.

Die Leute neben uns wollte während des Abspanns schon gehen, ok, solche Banausen soll man nicht aufhalten. Warum die sich aber vor einen stellen und dann erst mal ausgiebig das Handy kontrollieren, ist mir ein Rätsel. Ferien!

Fazit: tolle Bilder, tolle Schlachtszenen, zwischendurch arge Längen, Xerxes hatte eine unwahrscheinlich schöne Stimme.

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Handy am Idiotenohr

Heute mittag fuhr ein Mercedes mit ca. 70 über die Alexanderstraße, Handy am linken Ohr, keine Kontrolle über sein Spurverhalten. Hinter ihm kam ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene, den hat er natürlich nicht gesehen und fuhr schön knapp vor dem KKW auf die Spur des KKW. Der konnte gerade so ausweichen. Ich dem Mercedes übrigens auch, sonst hätte er mich auch noch umgesenst.

Solche Idioten kann man nicht hart genug bestrafen. Aber sie werden einem erzählen, dass das Handy die Fahrweise keineswegs beeinflusst und sie alles unter Kontrolle haben. Dann werden sie einem erzählen, warum sie in einem Mercedes sitzen aber leider nicht genug Geld für eine Freisprechanlage haben. Dann werden sie auf die vielen Verbote in Deutschland hinweisen und dass man sich nicht so haben soll. Außer, sie warten auf den Krankenwagen. Dann werden sie zetern, dass das alles Scheiße ist hier und keiner leistungsbereit etc. pp.

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Fingerabdrücke

Nachdem ich bei Herrn Vetter gelesen habe, dass Fingerabdrücke von der Polizei im Rahmen laufender Ermittlungen genutzt werden können, kam mir folgende Idee:

Jede Nutzung von Fingerabdrücken zur Sicherung von Daten (am Geldautomaten, für Computer, als Zugangskontrolle etc.) kann mit der von W-iba-S (Wolfgang-ich-bin-anständig-Schäuble) geplanten Fingerabdruckdatei einfach umgangen werden. Keine angenehme Vorstellung.

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Titel, Thesen, Temperamente, Pornographie

Am MontagSonntag warteten wir auf Druckfrisch, das ARD-Büchermagazin, und weil wir noch etwas früh dran waren, sahen wir Titel, Thesen, Temperamente. Immerhin gab es ein interessantes Thema: Jugend und Pornos. Da kann man doch noch etwas lernen, dachte ich.

Selten habe ich einen so schlechten, schlecht gemachten, einseitigen und polemischen Bericht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen. (Zugegeben, ich habe den Panorama-Beitrag über Killerspiele nicht gesehen. Der muss ähnlich gewesen sein.) Zusammengefasst: Jugendliche, die Pornos sehen und Sido hören, werden zwangsläufig in ihrer Entwicklung gestört, werden zu Vergewaltigern und sind am folgenden Untergang der Gesellschaft schuld. Alles das schön untermalt von subjektiven, emotionalen Berichten und Experten, die mit ernster Miene Aprilscherze vortrugen. Beispiel gefällig?

Die Jugend sieht Hardcore und verlernt das Lieben – eine bedrohliche Entwicklung, denn: Verwahrlost der Sex, verwahrlost auch die Gesellschaft.

Es war zwar der 1. April, aber wenn das der Aprilscherz gewesen sein soll, war er geschmacklos. Wenn er es nicht war, war er ein Tiefpunkt des deutschen Fernsehens. Was wäre die bessere Alternative?

Mit Entsetzen habe ich auch noch im Tagesschau-Blog gelesen, dass die TTT-Moderatorin Caren Miosga die neue Tagesthemen-Moderatorin werden soll. Ihr wird professioneller Journalismus bescheinigt, Modernität, Kompetenz und auch Frische. Dann hoffe ich mal, der Beitrag war ein Ausrutscher. Leider kann ich wegen der Zensur in den Tagesschau-Blogkommentaren dort nichts schreiben, aber es wird ihnen herzlich egal sein.

Es ging übrigens auf diesem Niveau weiter, wir haben dann bis Druckfrisch abgewaschen, das hatte mehr Gehalt.

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Einreise in die USA

Meine sowieso (nach anfänglicher Begeisterung) seehr schwach ausgeprägte Neigung, in die USA zu reisen, wird nach Interviews, wie dem bei Heise beschriebenen, immer kleiner.

Immerhin spricht der Chef vom “Homeland Security”. Und er meint Dinge wie: er habe ein Recht auf alle zehn Fingerabdrücke von Einreisenden in die USA, er habe ein Recht auf Daten von EU-Bürgern, er würde auch bei Gästen seines Hauses Ausweise verlangen etc. Das macht mich schon einmal nachdenklich, was für ein Mensch das so ist.

Immerhin sind die USA ein Einwandererland und ich würde wetten, die Vorfahren von Herrn Chertoff würden unter seinen Bedingungen nicht in die USA einreisen dürfen. Abgesehen davon macht mich der Satz

Während man mit bekannten Verdächtigen keine großen Probleme habe, würden “Clean skin”-Verdächtige, deren “Dokumente völlig legitim und nicht gefälscht sind”, eine Gefahr darstellen.

stutzig. Es ist also auch offiziell soweit, dass die Unverdächtigen am verdächtigsten sind?

Wie gesagt, die USA werden mich wohl nicht sehen, auch wenn ich Land und Leute gern kennenlernen würde. Aber nicht unter diesen Bedingungen. Und ich erwarte von meiner Regierung und von der EU, diesen Gedanken zur Menschenwürde, Unschuldsvermutung und ähnlichen Errungenschaften westlicher Zivilisation energisch Ausdruck zu verleihen und nicht jedesmal vor den USA einzuknicken.

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Filmkritik: Nummer 23

Nachdem mich der Trailer von “Nummer 23” wegen der Bilder fasziniert hat, und mich gut gemachte Filme stets über die Handlung hinweg sehen lassen (Sunshine), nahm ich Jim Carrey auf mich und schaute mir den ganzen Film an.

Er findet ein Buch über die Obsession mit der Nummer 23, erkennt sich darin wieder und erlebt so einiges im richtigen Leben und in der Fantasie des Buches. Soweit, so gut.

Im Gegensatz zu meinen Erwartungen war der Film kein Mystery-Thriller, sondern ein harter, gut erzählter Film über Obsessionen verschiedenster Art mit einem twist, den ich nicht vorher erraten habe. Im Nachhinein hätte man drauf kommen können, für größere Spekulationen hat mich der Film allerdings zu sehr gefesselt.

Schauspielerisch stark, wird die Geschichte schnell, gut und hervorragend bebildert erzählt. Sehempfehlung meinerseits.

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Wer nichts zu verbergen hat

Don AntvilleDahlmann hat in http://don.antville.org/stories/1604666/ den Überwachungsdrang von Wolfgang Schäuble und seine Meinung dazu recht gut dargestellt.

Es geht einfach nicht an, die Unschuldsvermutung fallen zu lassen, um ein von WS erfundenes “Grundrecht auf Sicherheit” durchzusetzen, das zudem aus albernen Gründen über allen anderen Grundrechten stehen soll.

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Rasendes Motorrad

Wenn man Leute befragt, was wichtige Merkmale von Motorradfahrern sind, kommt “Rasen” so ziemlich an erster Stelle. Jeder weiß, dass Motorradfahrer keine Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten und grundsätzlich zu schnell fahren. Jeder weiß auch, dass sich Motorradfahrer damit gegen jeden Menschenverstand nur selbst gefährden. Bla, bla, bla.

Warum trifft man dann im Straßenverkehr nur auf Autofahrer, die einen an der Kreuzung kommen sehen und denken “Oh, ein Motorrad. Das ist sicher langsam. Da kann ich noch gemütlich reinschnippeln und ohne große Beschleunigung (der Umwelt wegen) weiterfahren.”

Oder Fußgänger: “Ach, heute bin ich nicht so gut zu Fuß, da gehe ich mal lieber noch vor dem Motorrad rüber.”

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