Hinterncreme

Ein Beitrag aus der Serie “man muss auch über unangenehme Dinge reden können”, siehe Lippenherpes.

Heute: der Hintern ist wund, z.B. weil man kein Hinternpolster verwendet oder warum auch immer, man kann sich seinen Hintern ja nicht raussuchen.

Bisher getestet: Penatencreme (zu zäh und tut weh), Vaseline (zu cremig, ist unangenehm), normale Creme (zu cremig, am Hintern unangenehm, bleibt zu lang drauf).

Jetzt der Durchbruch: Linola Schutz-Balsam. Keine Ahnung, ob den noch jemand anders außer Linola herstellt. Cremt gut ein, ist atmungsaktiv und nicht zu cremig, macht keinen fettigen Hintern und was die anderen Cremes so alles falsch machen.

Also: ausprobieren und gut finden. Trotzdem Hinternpolster beim Radfahren nehmen.

Gibt es in der Apotheke zu kaufen. Klingt jetzt wie Werbung, ist es auch, ich krieg aber kein Geld dafür. Wäre mal eine Idee, Linola…

Das Leben ist wie…

Forrest Gump war ja ein durchaus OKer Film, aber der Spruch

“Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man kriegt.”

verfolgt mich noch heute. Weil er so klug daherkommt und doch so beliebig ist. Also habe ich ein kleines Spiel mit mir entwickelt (es ist halt nicht immer was zum Lesen auf dem Klo da): das “Das Leben ist wie…”-Spiel. Es geht darum, das Leben mit irgendwelchen Gegenständen zu vergleichen:

Das Leben ist wie eine Türklinke: wenn man es fest packt und drückt, eröffnen sich neue Wege.

oder

Das Leben ist wie ein Computer: alles scheint in Ordnung und dann stürzt man ab.

oder

Das Leben ist wie ein Badelatsch: manchmal trocken, manchmal nass aber immer voller Keime.

OK, nicht alles ist Shakespeare. Eigentlich ist nichts Shakespeare, aber mit Forrest Gump kann ich mithalten.

Daher: wenn Ihr mal Zeit habt und nicht wisst, was Ihr tun sollt: schaut Euch um, merkt Euch einen Gegenstand – und ab.

Das Leben ist wie eine Flasche Champagner: es sprudelt vor sich hin und wenn man es nicht genießt wird es schal.

zum Üben:

Das Leben ist wie ein Teppich…

Wölfe

Ein Wolfsrudel. Es lagert in einem Wald, geschützt vor Regen und Sonne, ruht sich aus für die Reise des nächsten Tages.

Nach Sonnenuntergang legen sich die Wölfe aneinander, spenden sich Wärme und Geborgenheit.

Kurz nach Mitternacht entfernt sich ein Wolf vom Rudel, läuft in den Wald, er heult den Neumond an. Das Heulen wird schwächer, der Ton verändert sich, wird menschlicher, bis aus dem Heulen ein Schrei geworden ist.

Das ist der sagenumwobene Wer-Mensch.

Nasenhaare

wpid-nasenschere.jpgNasenhaare sind oft lästig und tun beim Rausreißen sehr weh. Das ist sicher auch nicht gut.

Also Nasenhaarschneider. Einen elektrischen (batteriebetrieben) ausprobiert, der war blöd. Hat nicht geschnitten und die Batterie war zu schwach.

Danach Schere probiert, grundsätzlich gut, aber zu spitz. Dann die Nasenhaarschere von Zwilling entdeckt, mit abgerundeter Spitze. Das ist bisher das Komfortabelste, man muss zwar immer noch aufpassen, sich nicht zu schneiden, aber das in-die-Nase-stechen nimmt ab.

Ein Beitrag aus der Reihe “Sachen, über die man selten redet, die aber mal angesprochen werden müssen”. Siehe auch Lippenherpes.

Eisdiele

Wenn man eine Eisdiele eröffnet, bekommt man recht kurz nach der Eröffnung Besuch von der Eisdielenmafia. Sie schickt 3-4 Leute, alle mit schwarzem Anzug, weißem Hemd, schwarzem Schlips und Sonnenbrille. Einer redet.

Er weist Dich lächelnd darauf hin, dass es doch schade wäre, wenn dem Eis etwas passieren würde. Währenddessen nehmen die anderen Personen ihre tragbaren Föne heraus und beginnen, das Eis zu schmelzen. Sie lächeln nicht.

Raucher

Raucher stinken.

Raucher denken, wenn sie einen Kaugummi essen, stinken sie nicht mehr.
Raucher wissen nicht, dass Rauch in den Sachen hängenbleibt.
Raucher denken, dass Rauch außerhalb von Gebäuden sofort komplett verschwindet. Sie kennen keine Luftströmungen oder Wind.
Raucher nehmen vor dem Hereingehen noch einen Zug, gehen dann rein und atmen aus.
Raucher gehen nach dem Rauchen in einen Fahrstuhl und verpesten dort die Luft nachhaltig.
Raucher gehen in Pausen raus zum Rauchen und verpesten beim Reinkommen die Luft. Im Theater. Auf Arbeit. Im Kino. In der Bahn. Im Bus. Überall.
Raucher fangen mit Rauchen direkt bei Herausgehen in der Tür an.
Raucher stellen sich zum Rauchen direkt vor die Tür.
Raucher lassen ihre Kippen überall fallen. Egal, ob da ein Mülleimer ist.
Raucher versuchen manchmal ihre Kippen vorher auszumachen, es stört sie aber nicht, wenn das nicht klappt.
Raucher zünden sich Zigaretten an und lassen die dann alleine vor sich hinbrennen, ohne zu ziehen.
Raucher arbeiten immer in der Raucherpause und müssen diese deshalb nicht von der Arbeitszeit abziehen.
Raucher rauchen im Nichtraucherbereich unter dem Tisch und denken, wenn es keiner sieht, merkt es keiner.
Raucher rauchen auf der Bühne als Protest. Und denken, sie seien Revolutionäre oder Anarchisten.
Raucher sind rücksichtslos.

Raucher verstehen nicht, warum das Scheiße ist.
Raucher denken, es geht darum, dass sie gesünder leben sollen und fühlen sich bevormundet.
Absurd.

Und sprich mal einen Raucher darauf an. Dann haste Glück, wenn Du nur ein Nazi bist, in die USA gehen sollst und sowieso den Raucher erwischt hast, der janz anders ist. Meist kriegste aber richtig Ärger und Rauch ins Gesicht. Außerdem kannste ja weggehen, wenn es Dich stört.