Noch eine Vollbremsung in der Fahrradstraße

Und noch einer von letzter Woche, erst mal das Video wirken lassen:

Es ist ein bißchen schade, durch die Verzerrung der Kamera sieht man nicht, wie eng das alles ist. Info: Fahrradstraße.

Der Transporterfahrer überholt die Radfahrerin, warum auch immer, denn nachdem ich eine Vollbremsung machen muss hat er genügend Zeit, a) nach rechts (von ihm aus) auszuweichen und die Radfahrerin komplett abzudrängen und mit b) zu erklären, dass er alles richtig gemacht hat und ich der Idiot bin.

Andererseits macht die Webseite von Kurier Jahnke auch nicht so den professionellen Eindruck, da braucht der Fahrer auch nicht professionell sein.

Vergiss nie, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt

Das Bildblog hat mir heute in den 6vor9-Nachrichten einen Eintrag von Sascha Pallenberg verlinkt. Der Eintrag ist ein sehr persönlicher Rant gegen Adblock Plus, inhaltlich kann ich wenig dazu sagen, vom Stil her schon sehr seltsam geschrieben.

Und beim Namen “Sascha Pallenberg” war doch was gewesen, kurz gegoogelt – stimmt, er hatte Frau Dingens von Twitter vertrieben (verkürzte, dramatische Darstellung). Nun hatte ich die Details nicht mehr im Kopf, und von der ganzen Fehde nur den Ausgang mitbekommen, also kurz gegoogelt, das Ganze war wohl sehr unerfreulich von allen Seiten.

Aber ich bin darüber auf einen interessanten Text des Gedankenreiters gestoßen: Vergiss nie, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt. Das ist eine sehr interessante Analyse der Situation mit dem Hinweis darauf, auch mal deeskalierend einzuwirken, nicht alles gewinnen zu wollen, sondern auch mal einfach diskutieren zu können. Fand ich sehr entspannend zu lesen.

[…] Heute, im Jahr 2014, ist das anders. Heute schlichten wir keinen Streit mehr, sondern gießen noch Öl ins Feuer, holen uns Popcorn dazu und genießen das, was kommt. Und wenn das nicht reicht, dann holen wir uns noch andere dazu, die ebenfalls Öl ins Feuer gießen.

[…]

Wie weit darf das „foppen“ denn gehen? Warum habe ich überhaupt das Bedürfnis, jemanden anderen zu foppen? So, wie @sascha_p es beschreibt, habe ich das Gefühl, @FrDingens nervt ihn und er will ihr eine Lektion erteilen. Etwas, das heutzutage viele zu motivieren scheint. Anderen eine Lektion zu erteilen. Sie zu belehren. Sie vorzuführen, um zu zeigen, wie schlecht sie sind.

Mit welchem Ziel eigentlich? […]

Der Artikel enthält interessante Gedanken, ja, ich deeskaliere auch ungern, evtl. muss man halt auch mal zurückfahren, selbst wenn man Recht hat. Insbesondere im Straßenverkehr ist das schwierig, insbesondere, wenn die eigene Gesundheit bedroht wird, aber oft möglich. Mal sehen. Wenn das der “Gegner” nicht dauernd als Schwäche und Eingeständnis einer eigenen Schuld interpretieren würde…

BTW, in den Kommentaren meldet sich auch Sascha Pallenberg zu Wort und macht einen unangenehmen Eindruck: Ich habe recht, alle anderen sind doof, ich kann zwar wenig Argumente dafür finden, die auch noch mies sind, aber habe trotzdem recht.

Wollen wir hoffen, dass er diesen Eintrag nicht findet…

(Quelle: Gedankenreiter, via bildblog)

PS: eigentlich wollte ich schreiben, “Wollen wir hoffen, dass er diesen Eintrag nicht findet, der alte Wichser…”, als “humorvolle” Anspielung auf seinen fapping-Tweet, aber genau das wäre eine unangenehm persönliche Eskalation gewesen, die sich leicht vermeiden lässt. Darum geht es im Artikel des Gedankenreiters. Glaube ich.

Kritik: Hardcore Henry

2016-04-19_HardcoreHardcore Henry ist ein Film, der komplett aus Ego-Perspektive gedreht wurde. Nicht der erste, immerhin gab es schon z.B. FPS, aber der erste, der das durchaus überzeugend gemacht hat.

Spoilerwarnung voraus

Das klingt als Konzept anstrengend und ist es auch. Stellt Euch einen Ego-Shooter vor, auf Größe der Leinwand vergrößert mit deutlich hektischerer Kameraführung, Action und abgedrehten Ideen. Z.B.  dass das rechte Auge quer zum linken verdreht ist. Interessante Ideen, interessante Umsetzung.

Trotzdem hat das gut funktioniert, der Film spart nicht mit ruhigen Szenen zwischendurch, bei denen man sich von der Action erholen kann. Aber auch nicht zu viel, sonst würde es langweilig werden (und die Dünnheit der Story deutlich werden).

Apropos Story: Mann wacht auf, muss alles umbringen, was sich in seinen Weg stellt, um seine Frau zu finden und zu befreien. Hilfe bekommt er von einem mysteriösen Typen (Jimmy), bzw. von dessen Inkarnationen, alle gespielt von Sharlto Copley. Das ist schon beeindruckend und völlig überdreht.

Apropos überdreht: der Film steigert sich von Szene zu Szene. Das betrifft das Setting, die Gegner, Jimmy, die Tötungsarten. Da haben Drehbuchschreiber völlig freie Hand bekommen und unsere russischen Freunde haben das ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt. Denkt man am Anfang noch, der Film habe sein 18er-Rating durch Nacktheit verdient, wird man wenig später durch brutalste Tötungsszenen eines besseren belehrt. Ehrlich: so was habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Im Gesamtsetting ist es ok, wenn man einen brutalen Ego-Shooter vor Augen hat. Aber meine Fresse – der Film geht zur Sache. Vor allem zwei Kampfszenen zum Ende: einmal das Haus runter und dann der Endboss – meine Fresse.

Fazit: sehr guter Film, wenn man ihn in den Kontext eines wirklich brutalen Ego-Shooters setzt.

GoPro Session

Die GoPro Session sieht einfach schick aus. Und die Aufnahmen sind Welten besser als mit meiner alten GoPro. Vor allem im Dunkeln.

Allerdings:

  • nicht WiFi anlassen, das zieht selbst bei ausgeschalteter Kamera den Akku leer
  • nur empfohlene SD-Karten einsetzen, sonst friert die Kamera ein (ob die neue Karte hilft, muss sich noch zeigen)

Falls jetzt alles wieder gut ist, denke ich über mein “Mein Berlin”-Projekt nach, bei dem man mir eine Nachricht schickt, durch welche Straße in Berlin ich fahren soll, um das dann auf Youtube zu veröffentlichen. So als Service für Heimweh-Berliner 😉

Hans Gruber

Das Jahr wird nicht besser, Lemmy (ok, technisch letztes Jahr), Bowie und jetzt Alan Rickman? Was hat TOD gegen Engländer? Späte Rache für Thatcher? Platz für Idioten schaffen? Man weiß es nicht.

Die beiden Paraderollen für mich: Hans Gruber und Sheriff von Nottingham. Immer noch überragend als Alexander Dane und verschenktes Potential als Professor Snape (aber das gilt für alle Edelschauspieler in Harry Potter).

Tja.

Hinterncreme

Ein Beitrag aus der Serie “man muss auch über unangenehme Dinge reden können”, siehe Lippenherpes.

Heute: der Hintern ist wund, z.B. weil man kein Hinternpolster verwendet oder warum auch immer, man kann sich seinen Hintern ja nicht raussuchen.

Bisher getestet: Penatencreme (zu zäh und tut weh), Vaseline (zu cremig, ist unangenehm), normale Creme (zu cremig, am Hintern unangenehm, bleibt zu lang drauf).

Jetzt der Durchbruch: Linola Schutz-Balsam. Keine Ahnung, ob den noch jemand anders außer Linola herstellt. Cremt gut ein, ist atmungsaktiv und nicht zu cremig, macht keinen fettigen Hintern und was die anderen Cremes so alles falsch machen.

Also: ausprobieren und gut finden. Trotzdem Hinternpolster beim Radfahren nehmen.

Gibt es in der Apotheke zu kaufen. Klingt jetzt wie Werbung, ist es auch, ich krieg aber kein Geld dafür. Wäre mal eine Idee, Linola…

Das Leben ist wie…

Forrest Gump war ja ein durchaus OKer Film, aber der Spruch

“Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man kriegt.”

verfolgt mich noch heute. Weil er so klug daherkommt und doch so beliebig ist. Also habe ich ein kleines Spiel mit mir entwickelt (es ist halt nicht immer was zum Lesen auf dem Klo da): das “Das Leben ist wie…”-Spiel. Es geht darum, das Leben mit irgendwelchen Gegenständen zu vergleichen:

Das Leben ist wie eine Türklinke: wenn man es fest packt und drückt, eröffnen sich neue Wege.

oder

Das Leben ist wie ein Computer: alles scheint in Ordnung und dann stürzt man ab.

oder

Das Leben ist wie ein Badelatsch: manchmal trocken, manchmal nass aber immer voller Keime.

OK, nicht alles ist Shakespeare. Eigentlich ist nichts Shakespeare, aber mit Forrest Gump kann ich mithalten.

Daher: wenn Ihr mal Zeit habt und nicht wisst, was Ihr tun sollt: schaut Euch um, merkt Euch einen Gegenstand – und ab.

Das Leben ist wie eine Flasche Champagner: es sprudelt vor sich hin und wenn man es nicht genießt wird es schal.

zum Üben:

Das Leben ist wie ein Teppich…