Ein Besuch beim Friseur

Ich habe ja schon viele Dinge erlebt beim Friseur, besonders wenn ich aus Geldgründen früher zum Azubi gegangen bin. 3 Stunden für einen Haarschnitt, mit der Schere ins Ohr pieksen, am Piercing reissen etc.

Aber neulich hat der Friseursalon Flair in der Auerstraße den Vogel abgeschossen. Beim Haarewaschen wurde das Wasser plötzlich ganz heiß und ich sagte laut aua. Die Friseurin meinte, dass das an der Waschmaschine läge. Na gut dachte ich, einmal ist keinmal. Dann passierte das Ganze nochmal, und dann nochmal. Mein Kopf wurde dreimal mit heissem Wasser verbrannt. Aua.

Beim Zahlen fragte ich dann, ob sie wirklich für das Waschen Geld nehmen wollen. Und die Antwort der Friseurin: Dafür kann sie nichts, das wird bei ihnen so gemacht.

Aha, wenn die Waschmaschine läuft, wird den Leuten halt einfach der Kopf verbrannt. So ist das eben im Friedrichshain.

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Bestellen

im Internet ist ja so einfach. Bei manchen Anbietern reicht ein Klick, bei anderen sind’s einige mehr.

Leider ist man dann der Willkür der Paketdienste ausgeliefert. Meist steht das Paket dann beim Nachbarn, das ist die nette Variante; außer der Nachbar fährt in Urlaub. Oft wird das Paket gesammelt beim Getränkemarkt oder dem Schneider an der Ecke abgegeben; was der werktätigen Bevölkerung das Abholen nicht unbedingt erleichtert. Aber wenn dann neuerdings auch noch der Ausweis bei Abholung vorgezeigt werden soll, inklusive Aufschreiben der Personummer, platzt einem ja doch der Kragen. Habe mit den, für meine Begriffe, weniger hilfreichen paketannehmenden Einzelhändlern vereinbart, daß sie keine mehr für uns annehmen sollen. Mal sehen ob’s klappt, denn die nächste Bestellung läuft bereits.

Wenn Du in die Bibliothek gehst

vergiß Dein Vorhängeschloß nicht!

Die UB der TU Berlin hat ihre Drohung wahrgemacht und ab sofort sind die Schließfächer mit sogenannten Drehriegelschlössern ausgestattet. Auf diese Weise kann man seinen Nutzern auch mitteilen, daß man sie nicht in der Bibliothek haben will.

Apropos Bibliothek, noch ein Stück Realsatire aus der UB der HU Berlin. Zum Tag der offenen Tür am 19.11.09 wird die Bibliothek geschlossen, passenderweise übertitelt: WIR FEIERN am 19.11. – Schließung des Grimm-Zentrums von 8 – 15 Uhr

Man will ja das Volk nicht beim Festakt dabeihaben. Dann könnte noch jemand auf die Idee kommen, zu hinterfragen, warum ausgerechnet dieses Gebäude einen Architekturpreis erhalten hat.

gelebte Demokratie?

Hier ein Auszug aus den Wahlvorschlägen 2009 der Gemeinderatswahlen nach Gemeinden im schönen Bundesland Thüringen und zwar die komplette Vorschlagsliste für die Gemeinde 77048 Treben im Landkreis 077 Altenburger Land.

1 Röder, Jan Christlich Demokratische Union
2 Hillmar, Matthias Christlich Demokratische Union
3 Thiele, Karin Christlich Demokratische Union
4 Lorenz-Kniese, Anka Christlich Demokratische Union
5 Grashoff, Christina Christlich Demokratische Union
6 Quart, Ines Christlich Demokratische Union
7 Bauch, Hilmar Christlich Demokratische Union
8 Franke, Wolfgang Christlich Demokratische Union
9 Hörtzsch, Frank Christlich Demokratische Union
10 Kluge, Holm Christlich Demokratische Union
11 Riedl, Martin Christlich Demokratische Union
12 Taubert, Jens Christlich Demokratische Union

und hier, welch Wunder, die Wahlergebnisse:

lfd. Nr. Wahlvorschlag (Partei) Stimmen Sitze Prozent

1 Röder, Jan (Christlich Demokratische Union) 373 1 9,8
2 Hillmar, Matthias (Christlich Demokratische Union) 315 1 8,3
3 Thiele, Karin (Christlich Demokratische Union) 321 1 8,4
4 Lorenz-Kniese, Anka (Christlich Demokratische Union) 262 1 6,9
5 Grashoff, Christina (Christlich Demokratische Union) 302 1 7,9
6 Quart, Ines (Christlich Demokratische Union) 362 1 9,5
7 Bauch, Hilmar (Christlich Demokratische Union) 309 1 8,1
8 Franke, Wolfgang (Christlich Demokratische Union) 261 1 6,9
9 Hörtzsch, Frank (Christlich Demokratische Union) 307 1 8,1
10 Kluge, Holm (Christlich Demokratische Union) 298 1 7,8
11 Riedl, Martin (Christlich Demokratische Union) 312 1 8,2
12 Taubert, Jens (Christlich Demokratische Union) 372 1 9,8

Die Wahlbeteiligung lag übrigens bei gandiosen 51,0 %. Die Wahl wurde entsprechend § 19 des Thüringer Kommunalwahlgesetzes als Mehrheitswahl durchgeführt, da es offensichtlich nur einen Wahlvorschlag gab. So hatte jeder Wähler so viele Stimmen wie Gemeinderatsmitglieder zu wählen sind. Was für ein Zufall, daß nur 12 Wahlvorschläge vorlagen, bei 12 zu bestimmenden Gemeinderatsmitgliedern. Übrigens gab es bei den Gemeinderatswahlen 2004 noch die unabhängige Wählergemeinschaft (2 Sitze), deren ehemalige Mitglieder im Jahr 2009 für die CDU kandidierten.

nachzulesen alles beim Thüringer Landeswahlleiter

Erwischt

Seit circa einer Woche bin ich darauf vorbereitet, seelisch und moralisch. Ich wartete darauf im Kaufhaus, im Radio und beim am-Weihnachtsmarkt-vorbeiradeln. Doch heute traf es mich völlig unvorbereitet, dort wo ich es nie erwartet hätte, in der S-Bahn. Ein Spaßmusikant mit holländisch-italienisch-tschechisch-unidentifizierbarem Akzent hat es geschafft, mich in diesem Jahr zum ersten Mal mit Whams “Last Christmas” zu beglücken. In einer ganz eigenen Version, unterbrochen von Mitmachaufforderungen an die “traurigen Leute, die kein Geld haben” bespaßte er uns ganze zwei Stationen lang.

The other Boleyn girl

Wie der Titel schon sagt, es dreht sich fast alles um die Schwester von Anne (die Geköpfte). Mir war sie vorher unbekannt, die gute Mary. Und der Film zeigt uns ihre Hochzeit, die Liebe zu König Henry und den Aufstieg und Fall ihrer Schwester Anne. So ungefähr in dem Tempo erzählt der Film auch die Lebensgeschichte der beiden. Etwas verwirrend, jedenfalls für mich. Später las ich nach und fand heraus, daß die Historie doch etwas arg adaptiert wurde fürs Kino.

Fazit: Gutes Hollywoodkino, nette Unterhaltung und Natalie Portman und Scarlett Johansson.

Pling Pling

Ich fahre ja nicht oft mit den Öffentlichen hier in Berlin. Aber jedesmal werde ich heimgesucht von den U-Bahn-Musikanten. Man kann sich nicht wehren. Nicht mal Manowar im Ohr hilft dagegen. Da kommen die Balkan-Musikanten zu dritt und spielen die Emir Kusturica Filmmusiken in schlecht. Heute war ein Deutsch-Indio-Panflöten-Gitarren Musikant unterwegs. Grausig. Aber den Vogel abgeschossen hat der alte Russe mit seinem Pling Pling Gerät. Es paßte kaum in die Bahn, was ihn aber nicht davon abhielt alle zu bespaßen. Mehr oder minder. “Gods of Thunder, Fire and Rain” womit habe ich das verdient? Das Schlimme an denen ist, “Sons of demons”, daß die denken sie müßten immer zwei Stationen lang spielen. Dabei ist eine vollauf genug, um einen Eindruck von ihrer Talentfreiheit zu vermitteln.

Om Shanti Om

Jetzt habe ich ihn mir angesehen, den neuen Film von SRK. Denn so wird er in Fachkreisen ausschließlich genannt.

Das Thema Wiedergeburt ist uns Europäern doch etwas fremd, ebenso wie die Kleidung der Inder in der 70er Jahren. Aber ich schweife ab, es geht um Om, einen Kleindarsteller des Bollywood-Kinos, der Shanti liebt. Beide sterben, Om wird wiedergeboren diesmal als Star der Filmindustrie und nimmt Rache. Dazu viel Tanz und Musik, wie üblich und nicht zu vergessen die Cameo-Auftritt-Orgie. Lustig war auch der Abspann, da durfte jeder mal auftreten bis hin zu den Spot Boys – in Indien hält so ein Anzug ein ganzes Leben lang. 😉

Fazit: Mal etwas anderes Bollywood Kino bei dem nicht ganz soviel auf die Tränendrüse gedrückt wird. SRK zeigt Sixpack und kann wirklich alles spielen. 😀 Endgesang erinnerte mich stark an das Phantom der Oper. Ich fand den Film gut.