WordPress-Plugin Postpone-Posts

Ich hab wieder ein WordPress-Plugin geschrieben, diesmal etwas sinnvoller als mein letztes.

Das Postpone-Posts-Plugin verschiebt alle zukünftigen Beiträge um x Tage (x wählbar). Das soll es mir erleichtern, Beiträge vorzuschreiben und nicht mühsam einzeln zu verschieben, wenn etwas dazwischenkommt. Wir werden sehen, ob das klappt.

Das Plugin liegt auf WordPress.org unter https://wordpress.org/plugins/postpone-posts/, der Quellcode in github unter https://github.com/ekleinod/postpone-posts.

Entwickelt habe ich das mit Texteditor und Docker. Texteditor (jEdit) für die Plugin-Datei, Docker für die Entwicklungsumgebung, ohne mir den Rechner mit Datenbank, Server etc. vollzumüllen.

Docker ist tatsächlich recht einfach nutzbar, die Doku ist ok, meine Notizen dazu stehen unter http://www.ekkart.de/computer/wordpress/plugins.html

Die Plugin-Entwicklung selbst ist relativ einfach (das Problem war auch nicht schwierig), die WordPress-API ist durchaus vernünftig aufgebaut und halbwegs gut dokumentiert, es gibt ein Plugin-Entwicklungshandbuch.

Das “halbwegs” ist dabei das oft ein Problem, viele Dinge werden nicht wirklich gut erklärt, das ist beim Verstehen einer API eher schlecht. Zu den meisten Problemen gibt es im Handbuch oder unter der API-Beschreibung Beispielcode oder in Google eine schnelle Antwort. Ich kann trotzdem nur empfehlen, mit einem sehr einfachen Plugin mit der Entwicklung zu beginnen.

Kurz zur Entwicklung

Der Code des Plugins ist in github abgelegt.

Ich habe allen Code in eine Klasse gepackt, um Namensprobleme mit existierenden Funktionen zu vermeiden. Die Entscheidung funktioniert für mein Plugin, dessen Funktionalität wenig Code umfasst. Bei einem größeren Projekt würde ich evtl. eher mit Präfixen für Funktionen arbeiten, um den Code in einzelnen Dateien kapseln zu können. Oder mehrere Klassen verwenden, das käme auf den Versuch an.

Was ich sehr verwirrend fand, waren die verschiedenen IDs, Slots und sonstigen Bezeichner, die für die Nutzung der API und der Hooks nötig sind. Deshalb sind diese Dinge meist exzessiv kommentiert, damit ich mich da wieder reinfitzen kann.

Die Lokalisierung und Internationalisierung war erstaunlich problemlos möglich. Ich hatte Datumausgaben sowieso in einer eigenen Methode gekapselt, die ich nur einmal anpassen musste. Für Texte habe ich auch gleich die __-Methoden genutzt. Für die Singular/Plural-Unterscheidung und Nummerformatierung gibt es ebenfalls eigene Methoden, die ich erst später gefunden habe. Sie einzubauen war aber auch kein Problem. Für die Internationalisierung der reinen Texte gibt es ein gutes Werkzeug – poedit.

Insgesamt war es eine gute Idee, ein einfaches Problem mit relativ wenig Code anzugehen, die Funktionalität fertigzubauen und die Schleifen (i18n etc.) erst später umzusetzen. Zu lange darf man mit den Schleifen aber auch nicht warten, um nicht zu viel Code umstellen zu müssen.

Das Journalismus-Verständnis von Claus Kleber

Claus Kleber hat ein für mich sehr seltsames Verständnis von Journalismus. Das hat er kundgetan anlässlich der Verleihung der sauren Gurke für sein eher schlechtes Interview mit Frau Furtwängler zur Studie zum Thema “Repräsentation Frauen in den Medien”:

Seine journalistische Aufgabe sei es schließlich gewesen, in dem Interview mit Furtwängler “eine Gegenhaltung” einzunehmen.

[…]

Furtwänglers Untersuchung habe “erstklassiges Material” zusammengetragen, und sie habe auch “die besseren Argumente” gehabt und “die Debatte verdienterweise gewonnen”. Trotzdem habe er als Interviewer diese Haltung einnehmen und den Argumenten der Studie etwas entgegen setzen müssen. Im “heute-journal” habe man vor dem Gespräch außerdem einen Bericht über die Studie gesendet, der sehr positiv gewesen sei. Im Interview, so Kleber, hätte er deswegen anders vorgehen müssen.

WTF? Journalismus ist also: eine Gegenhaltung einnehmen? Finde nur ich das äußerst blöd?

Quelle: Deutschlandfunk vie Bildblog

Waffen für ISIS von den USA?

Das legt eine Untersuchung nahe, die die britische Organisation Conflict Armament Research (CAR) durchgeführt hat, unter anderem finanziert vom Auswärtigen Amt.

Danach kommen Waffen für ISIS unter anderem aus europäischen Ländern. Diese Waffen wurden an die USA verkauft. Die USA haben die Waffen dann illegal an syrische Rebellen weitergegeben, kurze Zeit später (wirklich kurz, spätestens nach zwei Monaten) waren die Waffen dann beim ISIS.

Wie Herr Wiegold so treffend schreibt:

Für die deutsche Politik ist das deshalb bedeutsam, weil sowohl das Auswärtige Amt als auch das Verteidigungsministerium beim Export deutscher Waffen immer wieder darauf verweisen, dass die vom Empfänger unterzeichnete Endverbleibsklausel ihr schärfstes Schwert ist, um eine illegale Weitergabe der Waffen zu verhindern. Wenn ausgerechnet die USA in diesem Zusammenhang als unzuverlässig angesehen werden müssen, wären eigentlich Konsequenzen bei Waffenexporten aus der EU nötig. Die allerdings kaum zu erwarten sind.

Sicher kommt der Großteil der Waffen aus anderen Ländern, insbesondere russische und chinesische Waffen sind da weit vorn, aber wenn sich der eigene Bündnispartner nicht an die Regeln hält, ist das schon sehr unschön.

BTW: das hat nichts mit Trump zu tun, das lief mindestens schon unter Obama.

Quelle: Augen geradeaus