Die Tagesschau bloggt…

und erlaubt nur von ihnen zensierte Kommentare. Das finde ich albern. Entweder man lässt es mit den Kommentaren oder erlaubt alles und löscht evtl. nach der Veröffentlichung rassistische/beleidigende Kommentare heraus. So kann man aber nachprüfen, warum etwas gelöscht wurde.

Meine Kommentare wurden natürlich nicht veröffentlicht, vielleicht gefiel ihnen meine Meinung nicht. Offenheit sieht anders aus!

Wer sein Glück auch mal versuchen will: http://blog.tagesschau.de/
Aber macht Euch keine Hoffnung, einen Kommentar eingetragen zu bekommen.

Abgesehen davon ist es erstaunlich, unter welchen Zwängen so eine Redaktion steht:

Um zu verhindern, […] sind wir gezwungen, Einträge nur nach vorheriger Kontrolle durch die Redaktion zu gestatten.

Wer zwingt da wohl?

Auch bei der Berichterstattung sind Zwänge nicht außen vor (http://blog.tagesschau.de/?p=246):

[…]selbst seriöse Blätter und Sender kommen nicht umhin, wenigsten zu erwähnen, dass es da Gerüchte gibt. Denn natürlich hat die Story ein politisches Echo gefunden und niemand kann so tun, als wäre sie nicht gedruckt worden. Aber die Details muss man dann eben nicht noch einmal auswalzen, denn die gehen immer noch niemanden etwas an.

Das ist natürlich schön einfach: die anderen haben vorgelegt, also *müssen* wir auch berichten. Einfacher geht’s auch nicht.

Vorschlag: wie wäre ein Bericht in der Tagesschau, dass die Bild mal wieder alle Grenzen des Journalismus gesprengt hat und der Presserat nur ein Feigenblatt der ach so hehren Journalisten ist?

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Fahrerflucht

Es gibt Sachen, die kann man gar nicht hart genug bestrafen:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/70750/index.html

Auszüge:

Der Verkehrsunfall vom 16. November […], bei dem eine 38-jährige Fußgängerin getötet wurde und der Unfallfahrer flüchtete, ist geklärt. Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 58-Jährigen aus Wilmersdorf, der die Frau mit seinem silberfarbenen Pkw “Daimler Chrysler 200 SLK” angefahren hatte.

[…] entdeckte am 16. November gegen 20 Uhr 30 der Fahrer eines BVG-Busses der Linie 186 die 38-Jährige mit tödlichen Verletzungen auf dem Mittelstreifen der Hundekehlestraße in Höhe der Kösener Straße liegend.[…]

Gegen 11 Uhr wurde der 58-jährige Fahrzeughalter aufgesucht und zur Vernehmung zur Dienststelle gebracht. Dort räumte er nach anfänglichem Leugnen seine Beteiligung an dem Unfall ein. Seinen Angaben zufolge, habe er bei dem Unfall gegen 20 Uhr 15 die Frau nicht gesehen, nach dem Aufprall Panik bekommen und deshalb nicht angehalten.

Aber meine pessimistische Sicht der Dinge sagt mir: ein SLK-Fahrer aus Wilmersdorf, der im Grunewald wohnt, wird mit einer (wenngleich hohen) Geldstrafe und evtl. irgendwas auf Bewährung davonkommen.

Unfälle dürfen nicht passieren, passieren aber. Dann nicht den Arsch in der Hose haben und Menschen helfen, ist so niederträchtig, dass mindestens ein Jahr Gefängnis sowie Führerschein- und Autoentzug herauskommen sollten.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Neues Jahr – neue Idioten

Entweder haben die Behörden zwischen Weihnachten und Neujahr die eingezogenen Führerscheine wieder herausgegeben oder es sind zur Zeit ausnehmend viele Idioten unterwegs. Eine kurze (nicht vollständige) Sammlung:

  • ein Auto, das uns auf der Autobahn rammen wollte, wir waren schon neben ihm, als er links rüberzog, danach hat er uns noch den obligatorischen Finger gezeigt
  • Rotverstöße zähle ich schon gar nicht mehr, das sind zu viel, besonders krasser Fall: ein VW, der einfach so losgefahren ist, als es ihm zu lange dauerte mit dem Rot
  • ein Auto, das sich an der Ampel links neben mich stellte, ca. 10 cm Abstand, dann losfuhr wie ein Henker (mit ausbrechendem Heck), um dann an der nächsten Ampel warten zu müssen (ich habe ihn noch überholt)
  • ein Autofahrer, der gestern nach ca. 3 Sekunden Gelb und 1 Sekunde Rot gemerkt hat, dass er bremsen müsste, das dann mit VOllbremsung mitten auf dem Fußweg geschafft hat

Es ist im Augenblick sehr gefährlich, mal sehen, was passiert, wenn der Winter kommt.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Tagesthemen und Verkehr

Gestern kam ein Bericht in den Tagesthemen über Knöllchen, Flensburg, arme Berufkraftfahrer. Leider habe ich nicht alles gesehen, ich schaltete ein, als ein Berufskraftfahrer mit 108 erwischt wurde, 80 war erlaubt.

Sein Interview: 1. er wußte nicht, wie schnell er gefahren war (hatte das Auto keinen Tacho?) 2. er als Berufskraftfahrer kann Knöllchen gar nicht umgehen, das kommt mit dem Beruf

Dann noch eine Schalte in eine Verkehrserziehung mit lauter Rasern, eine lustige Bemerkung, dass aus alten Akten jetzt Klopapier wird und fertig der Bericht.

Liegt das an der Zielgruppe (während eines Fußballspiels), liegt das an der Ignoranz oder sind Raser gar nicht so gefährlich, wie ich denke. Seltsam.

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Sicherheit?

Warum fühle ich mich nicht sicherer, wenn ich durch noch mehr Technik überwacht werde?

Worum geht es? Der Mainzer Hauptbahnhof wird zum Testfeld für Gesichtserkennung: http://www.heise.de/newsticker/meldung/79262

Es ist ja nett, wenn die Testteilnehmer freiwillig teilnehmen, aber schon die Daten Unbeteiligter werden in diesem Testversuch 48 Stunden lang gespeichert. Die Daten der Kameras werden zu einem Rechner im Keller geschickt. Ich hoffe (ohne das dem Artikel entnehmen zu können), dass die Übertragung und der Rechner abgesichert sind, dass die Zugriffsrechte streng gesetzt sind etc. Ich weiß, was Hacker können. Auch nach der seltsamen Gesetzesänderung, die auf uns zukommt.

Wie kommt aber der Vizepräsident des BKA zu der Aussage “Es geht nicht um die totale Überwachung, sondern um die gezielte Suche nach bekannten Personen. Mit dem System wird kein Überwachungsstaat installiert.”?

Kennt er Politiker und Polizeiverantwortliche nicht? Hat er die Mautdaten vergessen? Denkt er, mit gesellschaftlichen Veränderungen wird Technik abgeschafft? Vielleicht will er keinen Überwachungsstaat. Was aber, wenn in zwei bis drei Jahren einer gefordert wird. Würde sich Herr Stock dann hinstellen und die Demontage der Überwachungstechnik fordern und durchsetzen? Wahrscheinlich nicht.

Und warum werden gesellschaftliche Probleme nur noch mit Technik gelöst, während die Kommunikation, Hilfsprojekte, kurz: Menschen, die sich mit Menschen auseinandersetzen, um Probleme an der Wurzel zu packen; warum werden deren Gelder gnadenlos gestrichen?

Ich weiß es, aber man sollte den Mut haben, das auch zu sagen.

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Deppentag

Heute war es mal wieder besonders schlimm, Deppentag ist ja jeden Tag, da betont man nur die außergewöhnlichen Tage.

Zunächst ein Taxi, dass am berüchtigten Zwangsüberholen litt mit dem typischen sofortigen Abbremsen danach, so dass ich nur knapp dahinter zum Halten kam. Wir zuckelten dann so vor uns hin, in einer engen Straße sind Fahrräder tatsächlich oft schneller.

Danach auf den Strausberger Platz, ein Corsa fuhr mit ca. 50 über den Fahrradstreifen, um sich auf die Rechtsabbiegerspur zu stellen, um dort geradeaus zu fahren.

Dann die Karl-Marx-Allee, auf der die Radfahrerin vor mir die rechte Spur voll ausnutzte incl. Torkeln nach links, als ich neben ihr war. Gleich darauf an der Kreuzung überholte mich eine andere Radfahrerin, nur, dass sie zum einen nicht schneller war und andererseits dort eine Baustelle ist, bei der man nur einzeln fahren kann.

Die Deppen lauern überall, nur die Fußgänger fielen heute nicht auf, die waren vorgestern schlimm.

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Gedanken vom Wochenende

Wie stellen sich das die Drängler eigentlich vor? Man überholt ein Auto, das auf der mittleren Spur fährt. Man befindet sich neben dem Auto, da kommt ein Schnellerer von hinten mit vollem Programm: Blinker, Lichthupe, nah auffahren. Was soll man tun? Dematerialisieren? Doch den Sicherheitsabstand beim Einscheren missachten?

Andererseits: warum denken manche Autofahrer, nur weil man den Sicherheitsabstand einhält, will man nicht überholen?

Ein neu gebautes Stück A9 ist so gebaut, dass man bei 130 schön mit dem Auto reitet. Ich dachte zuerst, die Reifen sind defekt.

Ich genieße es, anonym und unbeobachtet auf der Autobahn zu fahren. Was hätte Herr Schäuble davon, zu wissen, wo ich am WE war? Wie viele Straftaten mehr würden durch Totalüberwachung aufgeklärt werden?

Kann man wegen Jump-Radio den MDR wegen Gebührenverschwendung verklagen? WDR, BR, NDR, RBB – alle machen vor, dass gebührenfinanziertes Radio auch Niveau haben kann.

Ein A3 liegt bei 190 erstaunlich ruhig auf der Straße. Alle anderen sind laaaaaaangsam.

Digitalkameras sind extrem praktische Geräte. Wer eine Fernbedienung dazu kriegen kann – das ist der Gipfel des Familienfotos.

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Blame Canada

Gestern haben wir uns mal wieder “South Park”, den Film angeschaut. Ist schon eine Weile her, zwischen dem letzten und dem jetzigen Sehen lag z.B. der 11. September und “Team America: World Police”.

Der Film ist einfach genial. Die ganzen Anspielungen, Witze und Sprüche treffen so schön ins Schwarze, dass man den Machern “Team America” fast verzeihen möchte.

Also: wer Crank schon gesehen hat und nicht weiß, was er tun soll: ran an South Park.

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Rotsünder

Ich hatte letztens eine angeregte Diskussion mit meinem Mitarbeitern, bei der ich die These vertrat, dass es nicht mal absolut mehr Rotsünder unter Radfahrern gibt als unter Autofahrern. Ich stehe immer noch dazu, vor allem, wenn ich selbst zähle.

Gestern wurde die Ampel rot, der LKW bremste. Dann überlegte er es sich und fuhr doch noch drüber (ca. 2 Sekunden). Soweit, so bekannt. Aber das hinter dem LKW fahrende Auto fuhr auch noch mit. Gemächlich. Als die querende Fußgängerampel schon 2 Sekunden Grün hatte. Und das sind keine Einzelfälle auf meinem Arbeitsweg.

Ganz was anderes: angesichts meiner heutigen Fahrgeschwindigkeit stellte ich mir die Frage: “Wann wird Entschleunigung eigentlich zur Lahmarschigkeit?” Und wer hat das schreckliche Wort “Entschleunigung” erfunden?

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)