Brennendes Auto

Aus der Pressemitteilung http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/77054/index.html

[…]Auch in der Richard-Sorge-Straße in Friedrichshain brannte gegen 4 Uhr 50 ein „Ford“, der durch die Feuerwehr gelöscht wurde. Die Fahrzeuge sind nur leicht beschädigt worden. In allen vier Fällen hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Das war direkt vor unsrem Haus. Gleich wenn man rauskommt, links. I hat es gegen fünf knallen hören, dann waren Feuerwehr und Polizei da. Da man vom Balkon aus nichts sehen konnte, haben wir es versäumt, auf die Straße zu gehen. War ja auch spät in der Nacht.

Heute nachmittag war das Auto weg, dafür ein Brandfleck auf der Straße. Wir haben uns gedacht, dass das Auto sicher in die Asservatenkammer kommt, wenn der Staatsschutz ermittelt.

Außerdem haben wir uns gefreut, dass es nicht unser Auto war. Was für Revolutionäre sind das eigentlich, die einen alten Ford abfackeln?

1. Mai

Mein einziges Erlebnis mit den Ausschreitungen zum 1. Mai hatte ich Mitte der neunziger Jahre, als ich am Kollwitzplatz plötzlich neben einem brennenden Auto zwischen Demonstranten und Polizei stand. War nicht schön aber auch nicht gefährlich.

Ansonsten habe ich ab und an demonstriert und gestreikt, immer unter Beobachtung und Videoüberwachung der Polizei.

Und jetzt haut Ehrhart Körting, unser Innensenator, raus, dass Fotografieren auf Demonstrationen die Persönlichkeitsrechte von Beamten verletzen könnte. Aha. Kann ich mich als “normaler Mensch” dann bei der nächsten Demo drauf berufen?

Quelle: BerlinOnline via DonDahlmann.

Neues Kennzeichen

In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag wurde uns das hintere Kennzeichen mitsamt Halter abgerissen. Also Sonntag zur Polizei, aufgenommen, zur Fahndung ausgeschrieben, das ganze Programm.

Leider können wir nicht nur das hintere Kennzeichen nachmachen lassen, sondern müssen uns ein neues besorgen.

Heute morgen lag das Kennzeichen mit Halter dann wieder auf dem Auto. Wieder zur Polizei, als gefunden gemeldet, aus Fahdung herausgenommen. Leider teilte uns der Polizist mit, dass wir das alte Kennzeichen nicht mehr dranschrauben dürfen, wir müssen trotzdem ein neues besorgen, weil es schon einmal zur Fahndung ausgeschrieben war. Mist.

Blog konfigurieren

Es ist erstaunlich einfach, ein Blog wie dieses zu installieren. Bis auf den FTP-Upload ging es richtig schnell. Dafür ist es umso schwieriger, das Ganze zu konfigurieren. Man will keinen Kommentarspam, gutes Aussehen, keine Sicherheitslücken etc.

Die nächste Zeit werde ich mit migrieren und Aussehen zubringen. Mal sehen, was sich auf dieser Basis machen lässt.

Vorratsdatenspeicherung

Gestern ist die sechsmonatige Vorratsdatenspeicherung beschlossen worden. Den Nachrichtensendungen war das eine knappe Wortmeldung mit etwas Bildbeitrag wert, meist mit dem Hinweis, dass vorher drei Monate gegolten haben und “nur” EU-Recht umgesetzt wurde. Oft verbunden mit dem Eigenhinweis von Frau Zypries, dass sie das Schlimmste verhindern konnte.

Die beste Erklärung von Ihr war, die Sache sei ja nicht so schlimm, es würden nur Daten gespeichert, deren Pendant “nur Briefumschläge wären, also, wer wem geschrieben hat, die Briefe selbst werden selbstverständlich nicht gespeichert.”

Aha. Wen geht es etwas an, wem ich schreibe oder mit wem ich telefoniere? Wäre es in Ordnung, die Briefumschläge aller Bürger zu sammeln?

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Radfahrer als Verkehrsteilnehmer

Gestern früh war es wieder einmal seltsam auf der Straße. Die anderen Radfahrer (ich wollte nach rechts) ordneten sich auf der rechten Geradeausspur (eine von zweien) ein und fuhren dann bei Grün los. Einem Auto passte das nicht, er hupte die Radfahrer von hinten an. Seltsam.

Erstaunlicherweise wird an der gleichen Kreuzung (Alexanderplatz) grundsätzlich toleriert, dass sich die Autos an der Rechtsabbiegerspur anstellen, dann geradeaus wollen und so zwei Spuren blockieren.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Radelrambo

Heute habe ich fast einen anderen Radfahrer zum Sturz gebracht.

Ich fuhr lang hin auf der Frankfurter Allee und setzte zum Überholen eines anderen Radfahrers an, dessen Rad von hinten zwei Spuren zog, so waren Vorder- und Hinterrad gegeneinander versetzt. Das finde ich immer schade, da könnte man durchaus mal ein neues Fahrrad kaufen. Ich schweife ab.

Als ich neben dem Rad war, bemerkte mich der Fahrer und schaute zu mir rüber. Dabei fuhr er etwas nach rechts, dort war aber eine Kante zwischen Rad- und Fußweg. Die nahm er mit, krumpelte vor sich hin, stampfte mit den Füßen, überschlug sich fast, hielt sich aber auf dem Rad und den Beinen. Sein Brot schlug auf dem Fußweg auf.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht gewartet habe oder ihm Mut zugesprochen habe. Andererseits war ja nur dem Brot was passiert und die sind das gewöhnt.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)