Eine Woche Urlaub mit Schnee

Zum Glück mußten wir nur in den Harz fahren und konnten dort bei widriger Witterung das Auto stehen lassen. Hotel Habichtstein ist sehr empfehlenswert und es gibt reichlich zu essen.

Auf der Rückfahrt wurde ich geblitzt, natürlich völlig unschuldig 🙂 Dafür fuhren die Autos trotz des seltsamen Wetters schön nah auf. Warum auch nicht. Ein Auto war besonders schlau: die rechte Spur wurde gesperrt, fuhr er also auf die linke (nicht die mittlere) und bremste dort aus vollem Lauf (130) auf 80 ab. Und wunderte sich über meine Lichthupe.

Sonnabend war Schnee satt in Hannover, die CeBit besuchten wir per Bahn, abends wollten wir zurückfahren, brachen diese Fahrt aber ab, es war einfach zu glatt. Dafür ging es am Sonntag gut, wenngleich auch bei schönem Wetter und leerer Autobahn Drängler immer unterwegs sind.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

Auch mal auf die Vorfahrt verzichten

ja, ja. Das ist eine der Grundforderungen an Radfahrer, gestern habe ich das natürlich gemacht, weil ein Taxi mal nicht warten wollte, bis die Straße frei ist, sondern sich vorher quer über den Radweg (Lolli) stellen mußte. Ich habe mir dann überlegt, was schlimmer wäre: wenn der Fahrer das aus Unachtsamkeit oder mit Absicht gemacht hätte. Ich werde es nicht erfahren.

Heute früh drängelte ein Auto rechts an einem anderen vorbei, um als erster an der roten Ampel (als Rechtsabbieger) zu stehen. Problem: Das andere Auto wollte sowieso geradeaus und rechts davon war zunächst der Radstreifen, auf dem ich gerade fuhr. War schön eng.

Zähler: 2 Autos bei Rot, 4 Radfahrer bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

heute-Journal und Vogelgrippe

Nachdem gestern ein unwahrscheinlich schlechter und tendenzieller Bericht im heute-Journal erschien, schrieb ich eine Mail an die Redaktion. Mal sehen, was zurückkommt.

Der Brief:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mit dieser Mail meinem Ärger über Ihre Sendung vom Sonntag Ausdruck verleihen.

Es fing bereits am Sonnabend an, als sich der Moderator bei der Berlinale-Berichterstatterin beklagte, es würden zu wenig lustige Filme gedreht, er brächte doch auch nur schlechte Nachrichten. Dabei hatte er die gestrige Sendung noch nicht einmal gesehen.

Der Bericht über die Vogelgrippe ließ mich sprachlos zurück. Ich weiß nicht, für wieviel Prozent der Bevölkerung Berlins Tamiflu zurückgestellt wurde, dank der Sendung weiß ich aber, daß uns andere Bundesländer nicht helfen würden. Außerdem scheint ja eine Epidemie bevorzustehen, da darüber berichtet wurde, daß nur ein Bundesland genügend Impfstoff hat. Insgesamt wurde der Eindruck erweckt, Deutschland wäre nicht vorbereitet auf eine kurz bevorstehende Epidemie.

Nun ist es aber (laut Ihrer Webseite) so, daß bisher um die 100 Menschen an der Vogelgrippe gestorben sind, Menschen, die direkten und intensiven Kontakt zu kranken Tieren hatten. Wenn also für 10% der Bevölkerung ein Mittel vorhanden ist, würde das in D. für ca. 8 Millionen Menschen reichen. Hört sich ausreichend an. Warum berichtet das heute-Journal dann so einseitig und tut, als stünde eine Epidemie vor der Tür? Wo ist die sachliche Information? Nur im Internet? Das ist etwas wenig.

Auch die Schelte über die unzureichenden Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern war nicht nachvollziehbar. Gab es da nun Versäumnisse oder nicht? Wer trägt die Verantwortung? Dürfen Vögel von der Insel fliegen oder sind Straßensperren nicht ein unwirksamer Schutz gegen eine *Vogel*krankheit? Das sind Fragen, die ich gerne von Ihnen beantwortet hätte, wenn es keine Antworten gibt, wünsche ich genau das zu erfahren. So war der Bericht im besten Fall nichtssagend, für mich aber irreführend und nutzlos.

Nach dem Bericht dürfen wir noch ausführlich von einem Chansonnier und den Rolling Stones erfahren, bevor über Fußball und Olympia berichtet wird. Ist tatsächlich so wenig in der Welt passiert? Gibt es nicht genügend Nachrichten, auch welche, die neu sind und vom heute-Journal erstmalig berichtet werden könnten? Muß in einer renommierten Sendung so ein tiefes journalistisches Niveau angeschlagen werden?

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit, würde mich über eine Antwort freuen, vor allem, wenn sie über eine Standardbausteinantwort hinaus gehen würde.

Mit freundlichen, wenngleich enttäuschten Grüßen,

Ekkart Kleinod.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 20.02.2006)

Heimweg

Der Heimweg gestern bot neue und bekannte Handlungen. Es regnete leicht, das ist für Autofahrer ein Signal, besonders eng zu überholen. Dem kamen ca. 7 Autofahrer auch prompt nach, jeden hatte ich nach maximal 500 Metern wieder eingeholt, wir sind ja schließlich in Berlin. Aber das scheint ein Drang zu sein.

Beim Überqueren der “Linden” zu Fuß mit Fahrrad an der Hand kamen mir an der Friedrichstraße viele Fußgänger entgegen, also suchte ich mir eine Linie raus und hielt sie ein. Eine Frau kam mir mit zugeklapptem Schirm entgegen, den sie beim Laufen öffnete und damit nicht nach vorn sah. Ich hielt an, sie lief ins Fahrrad (Vorderrad) rein. Hielt, schaute, versuchte, weiterzulaufen. Das Ganze noch einmal. Dann sah sie wohl ein, daß ich nicht weggehen würde und ging um mich herum. Alles wortlos ohne Erregung, einfach so. Seltsam.

Zähler: 3 Autos bei Rot, 1 Radfahrer bei Rot, 1 Auto auf dem Radweg, 1 Auto auf die falsche Spur gestellt (damit den ganzen nachfolgenden Verkehr behindert, mach’ das mal als Fahrrad)

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 16.02.2006)

Urteil des AG München

Das Amtsgericht München hat entschieden, daß man nicht über eine Kreuzung fahren darf, wenn man wegen tiefstehender Sonne nicht sehen kann, ob grün oder rot ist. Genauer gesagt: wer trotzdem fährt, handelt grob fahrlässig, nicht nur leicht.

Im verhandelten Fall war natürlich rot und es ging der Klägerin darum, trotz des Verstoßes ihre Vollkasko zahlen zu lassen. Die hatte sich wegen grober Fahrlässigkeit geweigert, zu zahlen und dabei recht bekommen.

Urteil des Amtsgerichts München vom 22.07.2005; Aktenzeichen: 345 C 12275/05
http://www.ag-m.bayern.de/Pressemitteilungen/060206%20-%20Blendende%20Sonne/060206%20-%20Blendende%20Sonne.htm

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 16.02.2006)

Es wird Frühling

Zumindestens schmilzt der Schnee. Und da kommen wieder Sachen zum Vorschein…

Ich finde das interessant: bei Filmen wie Jabberwocky oder anderen Mittelalterfilmen ist es immer der größte Gag, wenn auf die Straße geschissen wird. Wir haben hier die Hundehaufen zu hunderten allein auf unserer Straße liegen, das ist aber normal. Wenn man da nicht aufpaßt, holt man sich eine kleine Überraschung ins Haus. Als wenn Hygiene eine Krankheit aus dem 20. Jahrhundert wäre.

Ich kann ja mittlerweile an den Haufen schon erkennen, ob der Hund gesund ist (Bild Straße 4 links: Durchfall), was er gegessen hat etc. Detailwissen, das ich nie haben wollte.

Für Hartgesottene ein paar Bilder:
http://www.ekkart.de/images/blog/strasse_1.jpg
http://www.ekkart.de/images/blog/strasse_2.jpg
http://www.ekkart.de/images/blog/strasse_3.jpg
http://www.ekkart.de/images/blog/strasse_4.jpg

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 14.02.2006)

Viele Rotsünder

Gute Ausbeute an Rotsündern, ansonsten Verkehr wie immer, allerdings ohne größere Gesundheitsgefährdung für mich. Dafür ein interessanter Überholvorgang in einer 30er-Zone (enge Straße), bei der das überholte Auto ca. 40 fuhr und das überholende 60. Der war dann wenigstens erster an der roten Ampel.

Zähler: 2 Autos bei Rot (2 und 6 Sekunden), 2 Fahrräder bei Rot

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 14.02.2006)