Kritik: The Conjuring 2

Wie schon bei The Conjuring geschrieben, war der Film so erfolgreich und gut, dass mehrere Fortsetzungen und Spin-Offs gedreht wurden.
So auch The Conjuring 2, das sich mit dem Enfield-Poltergeist beschäftigt.

Wieder Haunted House, wieder Ed und Lorraine Warren, neues Haus, neuer Geist, gleiche Geschichte.

Aber: der Film ist gut. Auch wenn man weiß, was passiert (und was soll schon passieren) – der Film ist gruselig, spannend und reißt einen mit. Die neuen Spin-Off-Figuren Nonne und Crooked Man – Klasse. Vor allem die Nonne.

Zwischendurch flacht die Spannung leider etwas ab, ich weiß nicht genau, woran das lag. Vielleicht wurde das Böse zu früh gezeigt oder die Geschichte war doch zu vorhersehbar. Das ging aber vorbei und der Film wurde erstaunlich schnell und geradlinig beendet.

Schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen, auch Ausstattung, Musik, Effekte – alles in Ordnung.

Wermutstropfen eins: das dauernde Zweifeln an sich von Ed und Lorraine. Und die daraus erzeugte Dramatik. Och nee.

Zweiter Wermutstropfen: wie beim ersten Teil sollte klar sein, dass hier Scharlatane am Werk waren und es im wirklichen Leben keine Geister gibt, sondern Betrüger. Im Film kann ich das Setup akzeptieren, die Übernahme aus Geld- und Werbegründen in die reale Welt und das So-Tun also ob es Geister gäbe, nicht.

Fazit: grusliger, solider Nachfolger.

Kritik: Jurassic World

Jurassic World – wieder ein Film, den ich im Kino verpasst hatte und daran erinnert wurde, da just der Nachfolger in die Kinos kommt. Grund genug, sich den Film anzusehen, ich hatte auch keine Kritiken dazu gelesen, konnte also unvoreingenommen an den Film herangehen.

Im Prinzip wird die Geschichte des ersten Teils mit leicht veränderten Variablen und Charakteren erzählt, alles aufgehübscht, neue Dinos, mehr Glanz. Wir fahren mit zwei Kindern (die erstaunlich unnervig sind) zur Isla Nublar und werden von der immer noch schönen, emotionalen Musik in den Dinopark gezogen.

Die Kinder sollen eigentlich mit ihrer Tante, der Managerin des Parks durch selbigen ziehen, die aber arbeiten muss und die Aufsicht delegiert. Also legen die kleinen Racker[tm] allein los und erleben Dinos, Katastrophen, werden halb aufgegessen, reparieren ein Auto und überleben. Immerhin.

Die Tante stellt Investoren verbal und dem Parkbesitzer direkt den neuen Überdino vor, eine Kreuzung aus verschiedenen Tieren, die Intelligenz, Unsichtbarkeit, thermale Variabilität etc. einbringen, alles Dinge, die der angesprochenen Katastrophe förderlich sind. Und es fehlt noch Chris Pratt, der Tierbändiger, der eine Vierergruppe Raptoren be-alphat.

Wie gesagt – Katastrophe (erstaunlich blutig), tote Dinos, tote Menschen, Riesenwasserdino, Verfolgungsjagden durch den Dschungel, Rettung, Hilfe durch T-Rex, Happy-End.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, wie gesagt – die Kinder sind nicht nervig, nur der Parkbesitzer. Die Geschichte ist nicht innovativ, aber solide erzählt, mit angenehmem Humor. Vincent D’Onofrio darf mal wieder einen Bösewicht spielen, das ist die einzige Figur, die für mich nicht funktioniert hat. Ohne die Figur wäre der Film auch nicht schlechter gewesen, im Gegenteil.

Die Effekte sind extrem gut, mit Abzügen bei der Verfolgungsjagd durch den Dschungel – hier sind die Menschen blöd ins Bild geschnitten, sie wirken deutlich unechter als die Raptoren. Die Raptoren – cool. Richtig gut gemacht. Vor allem gut dosiert. Vier, nicht hundert.

Die Dinos sind Tiere und verhalten sich entsprechend. Sie sind vor allem böse und gefährlich durch die Bank weg. Bis auf den Retter-T-Rex, der war seltsam.

Fazit: sehr gute, kurzweilige Neuauflage.

Java 10 und JavaFX, Oracle Java und OpenJDK

Es ist manchmal ein Kreuz mit Java.

Zunächst muss man sich unter Linux (wahrscheinlich auch unter Windows, wer weiß), entscheiden, ob man mit Oracle Java oder OpenJDK entwickelt.

Das ist solange kein Unterschied, bis man JavaFX einsetzen will, das XML-basierte GUI-Elemente zur Verfügung stellt. JavaFX ist bei Oracle bei Java 8 und 9 dabei, bei OpenJDK muss man das extra installieren oder sich sein OpenJDK selbst compilieren. Ich will ja eigentlich nur Java programmieren, also Oracle Java genommen (damals Java 8), weil das JavaFX enthält und unter Linux funktioniert.

Als Java 9 rauskam habe ich das erst mal ignoriert, weil es mir von der Sprache her außer Modulen nicht viel bringt und in die wollte ich mich erst einarbeiten, wenn Version 1 meines Programms steht. Außerdem startet Java 9 mit Java 8 compilierte jar-Dateien nicht, ich hätte mich also tatsächlich einarbeiten müssen, unabhängig davon, ob ich Module nutze oder nicht – war mir zu mühselig.

Jetzt ist ein Fehler im Double-Spinner aufgetreten (es wird eine Exception geworfen, wenn ein leerer Text eingegeben wird). Dieser Fehler ist ab Java 9 behoben.

Im Gegensatz zu früher kann man seit Java 9 OpenJDK tatsächlich gleichwertig zu Oracle Java benutzen, da ist Oracle wohl etwas offener geworden. Außerdem soll alle halbe Jahre eine neue Java-Version rauskommen.

Daher habe ich mit Vorfreude OpenJDK 11 installiert (das bis Oktober ein Java 10 installiert – fragt nicht) und sofort gemerkt, dass das Programm nicht kompiliert, weil die JavaFX-Klassen fehlen. Wie jetzt – ich dachte, OpenJDK ist gleichwertig?

Das ist so, dass ab Java 10 sowohl bei Oracle als auch bei OpenJDK JavaFX nicht mehr enthalten ist. Bei beiden Distributionen muss man JavaFX separat installieren. Das soll wohl die Entwicklung separieren und dynamischer gestalten, gerade im Hinblick auf die mit Java 9 eingeführte Modularisierung. Langfristig soll JavaFX auch auch als Maven- oder Gradle-Dependency zur Verfügung stehen.

Steht es aber nicht, ich müsste also entweder ein OpenJDK selbst compilieren (glaubt mir, die Anleitungen sind nicht vertrauenserweckend) oder auf Oracle Java 8 oder 9 zurückgehen. Außerdem ist unklar, ob JavaFX bleibt oder mit Oracles Entscheidung endet. Beides sind realistische Optionen, ich hoffe natürlich langfristig auf eine Dependency.

Konkret werde ich auf Oracle Java 8 zurückgehen, einen üblen Hack für den Spinner-Bug implementieren und Version 1 fertigstellen. Immerhin nutze ich so eine Umgebung, die ich beherrsche.

Dann werde ich mir die Modularisierung ansehen und schauen, inwieweit ich beim dann vorhandenen Java 11 schmerzfrei JavaFX integrieren kann.

Lernzeit dafür: zwei Tage und ein Komplettupdate meines Rechners.

Ich will doch nur programmieren…

Laptop-Tastatur bei Acer Aspire VN 7 teilweise ausgefallen

Wir hatten das Problem, dass bei der Tastatur unseres Acer Aspire VN 7 die Tastatur teilweise ausgefallen war, vor allem die links sitzenden Tasten waren betroffen. Zunächst dachte ich an einen Defekt, aber vor einem Austausch will man ja auch die nichtteuren Alternativen ausgelotet haben.

Eine schnelle Google-Suche ergab die Möglichkeit, dass irgendwelche Stützkondensatoren nicht entladen wurden und den Fehler verursachen könnten. Zum Entladen einfach den Akku entfernen, lange auf die An-Taste drücken, Netzstecker rein, anschalten und dann gucken, ob es wieder geht.

Kein Problem, dachten wie, bis wir den Aufbau des Laptops ansahen und merkten, dass der Akku nicht zugänglich ist, ohne das Laptop aufzuschrauben.

Also erst mal ein umfangreiches Backup angestoßen, damit im Fall der Fälle (Laptop aufschrauben ist immer ein Risiko) kein Datenverlust entsteht. Erschwert wurde das dadurch, dass die Tastatur ja nur teilweise funktionierte, also eine externe oder die Bildschirmtastatur herhalten musste.

Nach diesen Vorbereitungen ging es beruhigt an die Arbeit. Die Schrauben entfernen ging leicht, wie aber jetzt das Ganze aufbekommen? Googeln brachte dieses wirklich hilfreiche Video zutage: “Acer Aspire V15 Nitro Black Edition VN7-591G-77A9 – SSD Einbau (Deutsch)“, das den Einbau gut erklärt und zeigt.

Im Endeffekt versucht man, das Gehäuse von der Tastatur zu lösen, indem man in die Lücke mit den Fingernägeln reingeht und dann zieht. Man muss nur kleine Verhakungen lösen. Im Video gut zu sehen.

Den Akku muss man jetzt nicht extra entfernen, es reicht, das Verbindungskabel zur Platine abzuziehen. Dann rechts oben den An-Knopf lange drücken. Lange ist ungefähr 3-10 Sekunden, wenn man die Mühe des Aufschraubens investiert hat – lieber länger als zu kurz.

Jetzt mit dem Netzstecker probieren, ob das Laptop startet und die Tasten wieder funktionieren. Vorsicht: 220 V möglichst nicht anfassen.

Wir hatten Glück: die Tasten funktionieren wieder. Also ausgeschaltet, Netzstecker raus, Akkukabel rein, nochmal probiert. Hat immer noch funktioniert.

Jetzt das Gehäuse wieder vorsichtig aufgesetzt und alles zusammengedrückt (man hört das einrasten). Alle Schrauben wieder reindrehen, noch einmal testen und fertig.

Wir haben Glück gehabt, es waren tatsächlich die Kondensatoren und das ließ sich beheben, außerdem ist der Rechner frisch gebackupt.

Kritik: Storage 24

Storage 24, ein britischer Horrorfilm von 2012 mit durchaus bekannten Schauspielern, allen voran Noel Clarke in der Hauptrolle, der gleichzeitig auch die Idee zum Film lieferte und produzierte.

Ich kannte den Film vorher nicht, nichts drüber gelesen, nur das Titelbild gesehen und die Musik am Anfang des Films gehört und sofort gedacht: mal sehen, wie nah der Film an Alien sein wird.

Ergebnis: sehr nah und leider doch so weit weg.

Grob gesagt ist der Film ein “Alien im Lagerhaus”, mit einer leicht angepassten Geschichte, der Übernahme von Szenen bis zu ganzen Einstellungen (Rohrkriechen in Aliens).

Das hat durchaus Charme, ist jedoch nur halbgut umgesetzt. Die Schauspieler sind gut, unser Hauptheld ist aber ein Arsch. Sein Kumpel ist viel besser, bis er plötzlich und ohne Motivation zum Bösen wird. Es gibt skurrile Figuren, die leider schnell wieder aufgegeben werden. Dazu viele Jump-Scares zur Ablenkung.

Wenn jetzt das Monster gelungen wäre, wäre das ein guter Spaß für den Abend, leider ist das Monster nicht gut geworden. Wirklich nicht. Neben dem Aussehen agiert es maximal unlogisch, z.B. variiert die Zeit vom Treffen des Monsters bis zum Ableben des Protagonisten sehr stark, je nachdem, was das Drehbuch gerade verlangt. Das ist nicht gut, weil die innere Logik nicht hält.

Wenn jetzt die Kills wenigstens noch gut wären – sind sie aber nicht.

Dazu teilweise hanebüchene Spezialeffekte. Was ist so schwer daran, einen Reifen einfach wirklich anzuzünden, statt CGI-Flammen zu verwenden? Gleiches gilt für den brennenden Plüschhund, der stundenlang zu sehen ist.

Der Film ist by-the-numbers-Alien, bei dem die Abweichungen zum Schlechteren ausfallen. Die Einzelszenen kann man tatsächlich abhaken.

Die Filmmusik ist gut.

Was ist aus der Hundefrau geworden?

Fazit: oker Film, der viel besser hätte sein können.

Orgasmatron

I am the one, Orgasmatron, the outstretched grasping hand
My image is of agony, my servants rape the land
Obsequious and arrogant, clandestine and vain
Two thousand years of misery, of torture in my name
Hypocrisy made paramount, paranoia the law
My name is called religion, sadistic, sacred whore

I twist the truth, I rule the world, my crown is called deceit
I am the emperor of lies, you grovel at my feet
I rob you and I slaughter you, your downfall is my gain
And still you play the sycophant and revel in your pain
And all my promises are lies, all my love is hate
I am the politician, and I decide your fate

I march before a martyred world, an army for the fight
I speak of great heroic days, of victory and might
I hold a banner drenched in blood, I urge you to be brave
I lead you to your destiny, I lead you to your grave
Your bones will build my palaces, your eyes will stud my crown
For I am Mars, the god of war and I will cut you down

Motörhead

Kritik: Survival Game

Survival Game, auch Mafia: Survival Game, auch (hier Titel mit kyrillischen Buchstaben denken, die WordPress nicht kann, auch nicht als Link auf die russische Wikipedia, daher hier der Link auf die englische Wikipedia, dort bitte weiterklicken) ist die Filmversion des russischen Spiels Mafia, in Deutschland weiter verbreitet als Die Werwölfe von Düsterwald, eine französische Adaption.

Grob gesagt: eine Gruppe Menschen soll herausfinden, wer von Ihnen Mafiosi sind, die Zuordnung erfolgt zufällig am Anfang des Spiels. In jeder Runde wird eine Verdächtige bzw. ein Verdächtiger bestimmt, der daraufhin stirbt. Je nachdem, ob am Ende Mafiosi oder Zivilisten überigbleiben, hat die jeweilige Fraktion gewonnen (im Film viel Geld).

Im Film wird das Spiel nun als Fernsehshow umgesetzt mit echten Toden, bei denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren größten Ängsten stellen müssen.

Das klingt erst mal gut und spannend, der Film fängt auch bildgewaltig und interessant an, flacht danach aber sehr schnell ab, wird eher langweilig und kann der Prämisse nichts wirklich Gutes abgewinnen.

Die größten Ängste sind nicht wirklich angsteinflößend, die Auswahl der Kandidaten ist albern, es zieht sich, dann ist der Film zu Ende und irgendwie passiert das sehr nebenbei.

Die Tricks und die Umsetzung ist ok mit Einbrüchen nach unten am Ende. Die Schauspielerinnen und Schauspieler schwanken qualitativ sehr stark.

Fazit: leider nicht viel draus gemacht.

Kritik: This Is the End

This Is the End ist ein Endzeitfilm (im Sinne der biblischen Endzeit), der zunächst an mir vorbeiging. Ich bin mir nicht mal sicher, ob er bei uns im Kino lief.

Der Film erzählt die Nacht der Apokalypse aus der Sicht von Seth Rogen und Jay Baruchel, die an der Einweihungsfeier von James Francos neuem Haus teilnehmen, als die Hölle ausbricht. Die “Guten” kommen in den Himmel, die anderen müssen auf der Erde bleiben, die zur Hölle wird.

Und ja: es geht um die Schauspieler, die sich selbst spielen. Mit unzähligen anderen Stars und Cameos, herauszuheben sind hier Emma Watson und Danny McBride.

Der Film ist eine sehr harte Komödie, hart, was das Niveau der Gags angeht und hart, was die gezeigte Action angeht. Allzu zartbesaitet oder an Niveau interessiert sollte man nicht sein.

Ist man das nicht (wie ich), bietet der Film sehr feine Abendunterhaltung.

Fazit: sehr guter Endzeitfilm (ohne Niveau).

Kritik: The Punisher (1989)

The Punisher von 1989 ist die erste mir bewusste Punisher-Verfilmung, die ich kurz nach dem Erscheinen gesehen hatte – in einer schlechten, geschnittenen Kopie. Außerdem war das damals noch ziemliches Neuland: harte Actionfilme über ein Thema, das ich nicht kannte.

Jetzt ist mir der Hintergrund bekannt, Grund genug, sich den Film ungeschnitten mit einem sehr, sehr jungen Dolph Lundgren noch einmal anzusehen.

Der Film ist erstaunlich hart und erfreulich geradlinig gedreht. Der Punisher muss Gangstern den Garaus machen und daneben auch noch ein paar Kinder retten (ok, das hätte nicht sein müssen, passt zur Not noch zur Figur). Dazu kommt ein erstaunlich konsequenter Showdown – Hut ab.

Dolph Lundgren verkörpert den Punisher gut, er ist muskulös genug, maulfaul (wortkarg) und guckt böse bis ernst und sitzt zweimal sogar nackend in seiner Höhle. In der Höhle, in die er mit dem Motorrad durch alte Tunnel fährt. Geil!

Der Film kommt (natürlich) nicht an die Punisher-Referenz Punisher: War Zone heran, ist aber um Längen besser als das Thomas-Jane-Vehikel.

Fazit: guter Actionfilm der 80er.

Kritik: Punisher: War Zone

Punisher: War Zone sollte der Nachfolger des Punisher mit Thomas Jane werden, ebenfalls mit Thomas Jane. Das ist nach dem sehr weichgespülten Film zum Glück nicht eingetreten, der Film wurde neu aufgesetzt, mit Lexi Alexander als Regisseurin und Ray Stevenson als Punisher. Beides eine hervorragende Wahl.

Der Film hält sich teilweise eng an die Comics, insbesondere was die Härte  und die Figur des Punisher angeht. Der Film geht einfach ab, nimmt keine Gefangenen und feuert Actionszenen, bei denen man mit der Zunge schnalzt.

Ein bisschen Geschichte zwischendurch – geschenkt. Wobei: die Geschichte stört nicht. Keine unnötigen Längen, dafür Charaktereinführung und -entwicklung, keine unnötige Verwicklungen – genau wie es sein sollte. Das schaffen viele Actionfilme leider nicht.

Bei aller Freude und Begeisterung: es gibt ein, zwei Wermutstropfen (sehr kleine). Zum einen ist die Action überbrutal in einem comichaften Sinn. Da spratzt das Blut, dass es eine Freude hat. Das ist an sich erfreulich, nimmt dem Film aber die Realitätsnähe, die er in der Figur des Punisher aufbaut. Muss man sich dran gewöhnen – geht schnell, ist wohl sogar Absicht, um gerade Nachahmer nicht zur Nachahmung zu motivieren.

Zweitens ist die Action angenehm erdig inszeniert, aber auch mit den üblichen Klischees: blitzende Einschüsse, Kugelhagel, dem man einfach entkommt. (sehr kleiner Kritikpunkt)

Und zu guter Letzt sind die Bösen wie die Action sehr überzeichnet. Dafür sind die Bösen so herrlich böse und überdreht, dass es schon wieder eine Freude ist.

Alles in allem trifft der Film den Punisher sehr gut (Ray Stevenson ist der Punisher!), ist ohne Längen inszeniert, hart, hat den besten Punisher bisher und gehört damit zu recht auf die Liste der herausragenden Actionfilme.

Fazit: ein Genuss.