Kritik: Der Nachtmahr

Der Nachtmahr erzählt die Geschichte von Tina, einer Teenagerin, die nach einer Fete von einem Nachtmahr “heimgesucht” wird und ihren Umgang damit.

Nach Schneeflöckchen der zweite deutsche Genrefilm in kurzer Zeit für mich, man muss ja auch mal den heimischen Filmmarkt im Auge behalten. Und der gibt offensichtlich einiges her.

“Der Nachtmahr” ist ein sehr eigener, aber sehr interessanter Film. Wir folgen Tina zu einer Party (das werden wir im Lauf des Films noch öfter tun), sie ist einerseits selbstbewusst, andererseits aber auch sehr unsicher und resultierend daraus verletzend, vor allem im Umgang mit ihrem Freund und einer Mitschülerin, die sie nicht mag. Zu Hause warten Eltern auf sie, die bemüht sind, sie ernstzunehmen, das aber nicht wirklich schaffen, und das liegt nicht nur an den Eltern. Die Elternszenen symbolisieren für mich den Umgang mit Pubertierenden, ob das aber stimmt, keine Ahnung.

Auf der Anfangsfeier sieht sie den Nachtmahr zum ersten Mal und es bleibt bis zum Ende des Films unklar, was er eigentlich ist. Symbolisiert er die Ängste von Tina, ihre Sehnsüchte, ihre dunkle Seite? Bildet sie ihn sich ein, ist er real und wie passen der Anfang und das Ende des Films zusammen? Sie stellt sich der Kreatur im Lauf des Films und die Fragen werden dadurch tiefer, Antworten gibt es nicht.

Es gibt bestimmt eine Menge zu analysieren, ich ließ mich eher vom Film einfangen, von der sehr interessanten, eigenartigen Stimmung. Tina ist einerseits verletzlich, andererseits verletzt sie. Sie schafft es, dass man mit ihr leidet, sie aber auch nicht mag. Dazu kommen die sehr unterschiedlichen Szenen: sehr ruhig einerseits, sehr laut andererseits. Viele Drogen, viele Parties, dagegen ruhige Interaktion mit einem Albtraum.

Es ist ein interessanter Film, in dem man viel entdecken kann, den man aber auch nur wirken lassen kann. Regisseur Akiz hat sich auch sicher viel dabei gedacht, von dem nur ein Bruchteil bei mir angekommen ist.

Aber empfehlen kann ich den Film. Im Gegensatz zu Schneeflöckchen ist er auch nicht offensichtlich gewalttätig oder übermäßig gruselig/grausam. Zumindestens nicht an der Oberfläche.

Fazit: Interessanter Film über eine Teenagerin mit sich manifestierenden Problemen und einem Ende, das ich nicht deuten kann.

Kritik: Schneeflöckchen

Schneeflöckchen – ein Tip der Deadline – deutscher Genrefilm.

Was für ein Film.

Eine düstere Zukunftsvision in Berlin, die Gesellschaft ist halb zusammengebrochen und wir folgen unseren Protagonisten Tan und Javid, dem Drehbuchschreiber des Films Arend, Eliana, Carson, Bolek und natürlich Schneeflöckchen, die einen beeindruckenden Auftritt hat, auf ihrer Reise zu- und umeinander. Dabei ist viel Gewalt im Spiel, berührende Momente, ekliger Body-Horror und dann alles auf einmal.

Es ist schwer zu beschreiben, aber der Film ist sehr, sehr gut. Eine Endzeitvision, hart erzählt, leichte schauspielerische Mängel, die aber nicht ins Gewicht fallen.

Die Beschreibung muss so vage bleiben, es gäbe so viel zu erzählen, aber dann müsste ich seitenweise schreiben und der Film wäre durchgespoilert.

Fazit: Unbedingt ansehen, ein richtig guter Film, wenn harte, blutige Action kein Problem ist.

Get checked items of a TreeView in JavaFX

JavaFX provides an easy way to implement Java GUIs. Unfortunately, some methods or concepts are missing.

I used a TreeView component with CheckBoxTreeItems. When evaluating the input I want to get all checked items from the TreeView, resp. its SelectionModel.

The standard method getSelectedItems just returns the selected items, when selecting means the last clicked (i.e. selected) element.

Thus I had to write my own code for traversing the tree and collecting all checked elements. This is not difficult, but a bit tiresome, as there are many methods missing that have to be implemented.

If you’re interested in the code, see

https://gitlab.com/ekleinod/edgeutils/blob/master/edgeutils/src/main/java/de/edgesoft/edgeutils/javafx/TreeViewUtils.java

for my implementation. As I state in the documentation, using Kotlin should provide means to extend the TreeView class itself, but this is future talk.

Kritik: King Arthur: Legend of the Sword

King Arthur: Legend of the Sword ist die Verfilmung der Artussage durch Guy Ritchie, eine ganz eigene interpretation.

Zwei Vorbemerkungen: eins: ich bin durch den Trailer auf den Film aufmerksam geworden und der Trailer sprach zu mir: “schau Dir diesen Film an”. Es gibt sie also, die Trailer, die gut sind und nicht zu lang oder zu geschwätzig.

Zwei: ich mag Guy Ritchies Filme insgesamt, seine Interpretation von Holmes aber finde ich als Film ok bis zu lang und zu verworren, jedoch der Figur nicht angemessen. Nun ist Holmes ja im Gegensatz zu Artus eine fiktive Person, da ist nicht so viel Spielraum bei der Verfilmung der zugehörigen Fakten. Mein Wissen über Artus speist sich aus den “Nebeln von Avalon” und “Excalibur”, ist also solide. Außerdem hab ich den Tisch der Tafelrunde schon persönlich in Winchester gesehen.

Nun “Legend of the Sword”, das sich tatsächlich auf Excalibur als Storyverhikel stützt und die Geschichte von Artus als Waise (böser Onkel) über Bordellbetreiber bis König von England (eigentlich Britannien, aber wir wollen mal nicht so sein) schildert.

Es ist ein faszinierender Film, er fängt extrem langsam an, dann gibt es die Ritchie-typische einminütige Charakterentwicklungszens von Waise bis Erwachsener und es ist einfach brillant. Bleibt die Frage, was in den restlichen anderthalb Stunden passieren soll.

Im Endeffekt eine typische “Typ will nicht König sein, wird es aber doch und ist gut drin, der Böse stirbt, Typ kriegt die Frau, Happy-End”-Geschichte ohne “Typ kriegt die Frau”, was sehr angenehm ist.

Dabei ist die Geschichte sehr charmant erzählt, Charlie Hunnan passt wie Faust aufs Auge, Humor gibt es auch, einmal sogar mit laut Lachen, die Schauspieler sind adäquat, die Effekte sind gut – es passt einfach alles.

Hervorzuheben sei noch die Musik – ich hab den Abspann wegen der Musik geguckt.

Fazit: Popcorn vom Feinsten.

Der Versuch, mich umzufahren.

Was das sollte, ich weiß es nicht.

Update 17.01.2019: Anzeige ist raus, mal sehen, was passiert.

Kritik: It Came From The Desert

It Came From The Desert ist ein leider sehr zahmer Fun-Trash-Monster-Film mit Riesenameisen basierend auf dem gleichnamigen Computerspiel von Cinemaware, das ich nie gespielt habe.

Wir begleiten zwei Helden, die ihre Prinzessin retten dürfen, die zwischendurch sogar mal kurz aus ihrer Rolle ausbrechen darf. Dabei bemüht sich der Film, die Klischees, die man erwartet und die auch aufgebaut werden, ein klein wenig zu dekonstruieren. Das ist selbstreferentiell, wie auch die vielen Film”anspielungen”, aber durchaus ok, wenn man sich drauf einlässt.

Leider mangelt es dem Film an Stringenz. Der Anfang ist gut, danach hängt die Handlung ein wenig und die Effekte werden immer schlechter. Die innere Logik auch, was schade ist.

Die Schauspieler sind gut, sie füllen ihre Rollen aus, die leider etwas zu klischeehaft ausfallen, das Rumjammern unseres zweiten Haupthelden nervt schon gewaltig.

Fazit: nicht gelangweilt, aber auch kein großer Wurf, evtl. besser zu einer Party genießen.

eclipse-Probleme beim Kompilieren von Tests

Ich hatte das Problem, das nach einem Update von eclipse meine Testklassen nicht mehr kompilierten, da die JUnit-5-Testklassen (per maven eingebunden)  nicht gefunden wurden.

Ich vermutete erst JUnit als Übeltäter, eine Kompilierung über maven funktionierte jedoch.

Stack Overflow ist mein Freund: in eclipse wurde ein neues Attribut eingeführt, das die Testklassen identifiziert, vorher ging das automatisch, wenn man sie in ein Verzeichnis “test” gelegt hat. Da die Klassen nun nicht mehr als Testklassen gekennzeichnet waren, wurden auch die JUnit-Klassen nicht geladen, da diese per maven im scope “test” definiert wurden.

Eigentlich logisch, wenn man es weiß.

Also in eclipse die Projekteigenschaften aufrufen, dort im Java Build Path in den Sources bei Contains Test Sources “Yes” durch Doppelklick einstellen.

Kompiliert immer noch nicht, aber ein Fehler weniger ist ein Fehler weniger…

Der Radweg

Heute wieder jemand, der mich darauf hinwies, dass da ein Radweg ist “Der Radweg”. Mit Zeigen auf denselben.

Habe ihm einen Blick in die StVO empfohlen, denke aber nicht, dass er da reinguckt.

Ansonsten ein Engüberholer in der Fahrradstraße, mehrere Engüberholer sonst, eine Wenderin an einer engen Stelle und ein Rechtsabbieger ohne zu gucken.

Üblicher Tag also.