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Entfernungen

Jeder hat so seine Eigenheiten, was die Angabe von Maßen angeht. So werden Flächen in D. grundsätzlich in Fußballfeldern angegeben, warum auch immer, ich kann mir 13 Fußballfelder schlecht vorstellen.

Bei Entfernungen schießen die Franzosen aber den Vogel ab, die werden hier konsequent in Minuten angegeben. Keine Ahnung, wie weit der McD entfernt ist, wenn da 5 Minuten steht.

In der Grotte von St. Cezaire wurden Höhen übrigens in Stockwerken angegeben. 13 Stockwerke, keine Ahnung, wie hoch das ist, in Metern hätte ich einen Vergleich.

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Col du Turini

Der Col du Turini liegt 1607 m hoch, wir sind noch etwas weiter Richtung l’Authion gefahren, bis wir 1700 m erreicht haben. In dieser Höhe wird die Luft schon sehr dünn, so ein Wagnis darf man nicht unvorbereitet antreten. Das Auto muss mit einem speziellen Kompressor ausgestattet werden, der die Höhenluft ausreichend verdichtet, um die Zündung aufrecht zu erhalten.

Für Fahrer und Passagier kann man entweder das Auto abdichten und einen leichten Überdruck erzeugen, oder, wie wir, Sauerstoffmasken verwenden. Man kann natürlich in dieser Höhe das Auto ohne Gefahr verlassen, sofern man eine Druckanpassung vornimmt (kennt man ja von Tauchern). Aber Vorsicht: nicht zu sehr herumtollen, sonst fällt man wegen des Sauerstoffmangels um und muss unter dem heiteren Gelächter der Kameraden wiederbelebt werden.

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Parfüm

Parfüm ist die Bezeichnung für das reine Parfüm, also den Duft, der kein Wasser enthält. Parfüm hält ca. einen Tag auf der Haut.

Danach kommen die “Eau”-Düfte, bei denen dem Parfüm Wasser beigemischt wird. Das beginnt mit Eau de Perfume, hält ca. 8 Stunden. Noch mehr Wasser ist in Eau de Toilette, das hält nur noch 3 Stunden. Am meisten Wasser enthält Eau de Cologne, mit einer Haltbarkeit von einer Stunde.

Aufbewahren sollte man Parfüm in einer Metalldose, die man im Handel aber kaum zu kaufen bekommt. Im Glasbehälter hält sich ein Parfüm ca. 2 Jahre.

Übrigens: die Bilder kommen bis nächste Woche erst später, also wenn noch keine da waren, noch mal später reinschauen. Internet…

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Internet

Man ist es heutzutage einfach gewohnt, einen Internetzugang zu haben. Bis heute auch kein Problem, dann erreichten wir Frankreich. Jetzt sitze ich mit dem Stuhl an der Eingangstür, hoffe, dass die Internetverbindung nicht dauernd zusammenbricht und fühle mich wie in Deutschland.

Falls sie funktioniert, ist doch der ftp-Port gesperrt, was einen großen Teil des Urlaubsvergnügens zunichte macht.

Also werden wir das alte Urlaubsspiel “Finde den vernünftigen Hotspot” spielen.

Update: gefunden. Dank an Le Pinocchio.

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Carrara

Die Berge hinter Carrara sehen so aus, als seien sie ganzjährig schneebedeckt. Sie müssen vorsichtig abgebaut werden, damit das Klima nicht leidet oder ein Berg ganz verschwindet. Und es gibt unterirdische Marmorbrüche, gigantische Höhlen. Dabei ist der Marmormarkt derzeit im Umbruch, Nachwuchsländer wie China haben plötzlich auch Marmor und billiger. Mal sehen, ob es die Berge (oder die Höhle) noch lange gibt, oder ob bedauerliche Unglücke oder Fehlplanungen geschehen. Spannung.

Auf jeden Fall ist weißer Marmor sehr hell und sehr staubig.

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Autofahren in Italien

Autofahren in Italien ist anstrengend. Nicht nur, dass man durch Gegenden fahren muss, die man nicht kennt, es gelten auch keine Regeln.

Ein 50-Schild z.B. besagt, dass man eine Geschwindigkeit fahren soll, die man für richtig hält, im Zweifelsfall lieber etwas schneller. Oder eine durchgezogene Linie verbunden mit einem Überholverbotsschild bedeutet, dass man überholen kann, wie man will, gerne vor Kurven oder anderen nicht einsehbaren Strecken. Und das Konzept des Sicherheitsabstands existiert nicht.

Das ist für mich ein Problem, da ich mich insbesondere im Ausland an die Regeln zu halten versuche. Das bringt mir hier extrem enges Auffahren, extrem enges Überholen und allgemeine Unzufriedenheit ein.

Mir ist unklar, ob z.B. das Prinzip des Sicherheitsabstands in Fahrschulen gelehrt wird oder hier einfach nicht existiert. Auf jeden Fall kann ich mir nicht vorstellen, dass es nicht deutlich mehr Unfälle gibt als in Ländern, in denen Verkehrsregeln wenigstens grob befolgt werden.

Was nicht heißen soll, dass es keinen Spaß machen würde, wie ein Schwein zu fahren. Langfristig ist das jedoch kein Erfolgsrezept und, wie eingangs erwähnt, extrem nervig und damit anstrengend.

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Mugello

Mugello liegt ausgesprochen schön und, obwohl davor gewarnt wurde, waren An- und Abfahrt durchaus in Ordnung. Die Strecke selbst ist schön, soweit man das als Zuschauer sieht.

Das ist das erste Problem: man bekommt kein richtiges Gefühl für die Strecke, da man oft nicht nah genug an die Strecke kommt und sowieso nur von außen schauen kann, nie von innen.

Zweitens sind die Zuschauer nervig (wie immer: wahrscheinlich nur 10 %): die Kettensägenmänner, deren Lautstärke jedoch noch von den Leuten übertroffen wird, die einen nackten Motor ohne Auspuff mit Vollgas betreiben. Es ist schwer vorzustellen, wie laut das ist. Und auch, wie ausdauernd man das machen kann, wir reden hier von 5-10 Minuten! Mordgelüste machen sich breit.

Drittens ist auf dem Gelände für alle Fahren erlaubt, das heißt, dauernd kommt jemand angefahren, Italien-typisch sehr schnell und sehr eng. Über die Strecke schlendern ist da nicht, jedenfalls trägt es nicht zur Entspannung bei.

Viertens werden zu viele Zuschauer eingelassen und es gibt zu wenig Videoleinwände. Ergo war das das vom Zuschauen her uninteressanteste Rennen, das wir erlebt haben. Aber das Anstrengendste vom Platzsuchen her. Wer hierherwill: Tribünenplatz buchen und darauf achten, dass eine Videoleinwand da ist, mit dem Auto über Borgo anreisen.

Fünftens: die sanitären Anlagen – das Grauen. Vielleicht gibt es deswegen ja so wenig davon?

Fazit: Mugello muss nicht sein. Hat keinen großen Spaß gemacht.

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Der Onkel

Ein Onkel ist heutzutage der Bruder des Vaters oder der Mutter bzw. der Ehemann der Schwester des Vaters oder der Mutter (wenn wir mal Nennonkel außer acht lassen). Früher war es wichtig, Onkel danach zu unterscheiden, ob sie Geschwister von Mutter oder Vater waren. Onkel mütterlicherseits waren Oheime, Onkel väterlicherseits Vettern. Dem lag zugrunde, dass sich Oheime im “Schadensfall” um die Kinder ihrer Schwester zu kümmern hatten, da sie nachweislich blutsverwandt waren, denn die Mutterschaft war sicher nachzuweisen, die Vaterschaft nicht.

Heutzutage ist auch die Vaterschaft nachzuweisen, daher verschwindet die Trennung Ohm/Vetter und wird zu Onkel (Vetter wird sogar zum Synonym für Cousin).

Diese Information hat nichts mit den Bildern zu tun.

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