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Kritik: Hercules

Die Herkules-Geschichte war mal wieder mit Verfilmen dran, dieses Jahr kamen zwei Filme dazu heraus, ich habe mir Hercules mit The Rock angesehen.

Der Film war in 3D, das hat zumindestens nicht gestört. Richtig nötig war es auch nicht, man kann den Film sicher auch in 2D sehen.

Inhaltlich geht es nicht direkt um die bekannte Herkules-Geschichte, sondern um eine Abwandlung, die in einem Comic (das ich nicht gelesen habe) beschrieben wurde. Die Geschichte geht von Herkules eher als Söldner aus, der sich den mystischen Hintergrund geschickt zu nutze macht.

Genug von der Story, viel tiefgreifender wird es nicht, wir sind in einem Action-Sandalenfilm. Also werden Schlachten geschlagen, Herkules lässt die Muskeln spielen, dann wieder Schlacht, ein Twist, dann wieder Schlacht, eine “Überraschung”, noch eine, Muskeln und dann ist gut.

Aber sehr unterhaltsam, gut in Szene gesetzt, ich kann nicht nachvollziehen, dass Kollege Edler vorzeitig aus dem Kino ging. Seichte Unterhaltung wurde erwartet und geliefert. Und eine wirklich coole irre Nebenfigur.

Fazit: guter Sandalenfilm, wenig Story, nett erzählt, viel Action – unterhaltsam.

Radfahrer_innen vs. Außenspiegel

Aus aktuellem Anlass eine kurze Betrachtung zum Thema: man ist an den Außenspiegel eines Autos gefahren. Passiert ab und an, ist auch nicht weiter dramatisch.

Es sei denn, man reagiert wie folgt:

  • weiterfahren
  • Dinge sagen wie “ist ja nix passiert” oder “das bisschen Lack” oder “hab Dich mal nicht so” oder “was stehst Du auch da rum”

Macht das nicht. Stattdessen:

  • anhalten
  • entschuldigen
  • den Schaden begutachten und darauf hinweisen, dass man den selbstverständlich übernimmt
  • warten, bis auch Autofahrer_in zufrieden ist

Danke dafür, denn das macht mir das Leben leichter, denn Ihr wisst ja: jeder Radfahrer ist alle Radfahrer.

Straßenbahnnutzer vs. Transporter

Es war heute “interessant” anzusehen, wie sich ein Kleintransporter durch die in die Straßenbahn einsteigenden Fahrgäste drängelte. Die waren auch verwundert.

Da passte auch der Autofahrer zu, der die Fußgängerin auf dem Fußgängerüberweg anhupte, weil sie seiner Meinung nach nicht schnell genug lief. Um 100 Meter weiter absehbar an der Autoschlange zu stehen.

Ach ja, und der 40-Tonner, der nach links blinkte, um dann nach rechts in die Einfahrt zu fahren. Hat mich im letzten Moment gesehen und gehalten.

Die Ferien sind vorbei.

Angekommen

Trotz des Autos, das keinen Abstand beim Überholen gelassen hat. Trotz des anderen Autos, das keinen Abstand beim Überholen gelassen hat. Trotz des LKW, der mich gesehen hat und trotzdem abbog (Vollbremsung).

Ob die jetzt traurig sind, dass ich trotzdem angekommen bin?

Die Trolle von der Polizei

Was ist denn mit der Zeit los? Ein vernünftiger Artikel über das trollartige Verhalten des Bunds Deutscher Kriminalbeamter? Sehr gut.

Mit welchem Argument? “Mithilfe der Mautdaten könnten wertvolle Fahndungsansätze bei Straftaten von erheblicher Bedeutung gewonnen werden.” Ja, keine Frage. Der Preis dafür aber wäre, den gesamten Straßenverkehr jederzeit zu überwachen. Die gleiche Debatte gibt es bei der Kommunikation. Auch die würde der BDK gern komplett ausspionieren und fordert seit Jahren die Vorratsdatenspeicherung. Aus gutem Grund lehnen viele Bürger, vor allem aber die höchsten Gerichte, das immer wieder ab: Weil es die Gesellschaft zerstört, wenn sie komplett überwachbar wird.

Schön, dass das (wieder einmal) jemand so deutlich schreibt.

“[...] Fragen Sie bitte mal die Angehörigen des Opfers, was diese davon halten”, so BDK-Chef Andre Schulz.

Nein, Opfer von Verbrechen und deren Angehörige werden aus gutem Grund nicht gefragt, wie die Täter ermittelt und bestraft werden sollen. Würde das getan, würden reihenweise Verdächtige gefoltert und Täter hingerichtet. Auge um Auge wäre das Prinzip, und das Ergebnis wären Rache und Gewalt. Deswegen gibt es Gesetze und Gerichte, die nüchtern abwägen.

Bitte den Artikel in Gänze lesen.

(via lawblog)