Alle Beiträge von Ekkart Kleinod

Blenheim Palace

Ein Haus, das nach dem Ort benannt ist, bei dem die Schlacht stattgefunden hat, die der Hausbesitzer gewonnen hat. Und das einzige Haus in England, das Palast genannt werden darf, das nicht königlich oder bischöflich ist. Sehr interessant aufgearbeitet, mit riesigen Wiesen und Gärten und einem Cricketspiel direkt neben den Ritterspielen.

Schon schön.

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Wetter

Schottland ist auch bei schlechtem Wetter reizvoll. Allerdings nicht sehr lang. Dafür spart man Speicherplatz bei den Fotos.

Ob Sir Walter Scott auch bei schlechtem Wetter seinen Lieblingsblick besucht hat? Und lohnt sich eine riesige Fleischerei auf einem Autobahnrastplatz wirklich? Warum hat man in einem schönen, geräumigen Hotelzimmer mit dem bisher schnellsten Internet die kürzeste Aufenthaltszeit?

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Schottisches Parlament

1997 entschieden sich die Schotten für die Einsetzung eines regionalen schottischen Parlaments. Dies wurde 1999 umgesetzt, seitdem haben die Schotten ein eigenes Parlament mit zugehörigen Freiheiten und Problemen. Am 18. September diesen Jahres entscheiden die Schotten nun über die Unabhängigkeit, also den Austritt aus dem Vereinigten Königreich. 700 Jahre nach Bannockburn.

Was da so alles dranhängt: könnten einzelne Bürger gegen den Austritt klagen? Was passiert mit dem Militär, der Polizei, dem Geld, den Atomwaffen? Wozu gehören die Inseln vor Schottland? Werden die Nationalisten nach einer Niederlage Ruhe geben? Werden wir für die Einreise nach Schottland wieder Pässe brauchen? Werden Grenzübergänge eingerichtet? Nimmt sich Bayern ein Beispiel?

Übrigens: in Edinburgh sind die Häuser aus historischen Gründen sehr hoch.

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Kriegsdistanz

Irgendwann in den letzten 20 Jahren scheinen die Briten ihre Distanz zu Kriegen verloren zu haben. Das fand ich damals beeindruckend, eine kritische Haltung, wie man sie z.B. noch in den Schützengräben um Verdun findet. Heute konnten wir in einem Museum die Geschichte von H. McIver lesen, der als Beispiel für Tapferkeit genannt wurde:

Er war Melder in der Armee und verfolgte am Morgen des 23. August 1918 einen Deutschen über 150 Meter. Dieser suchte Schutz in einem Maschinengewehrstand, wohin ihm McIver ohne zu zögern folgte. Dort erstach er den Deutschen und erstach und erschoss sechs weitere. Daraufhin ergaben sich die restlichen zwanzig. Durch diese tapfere Aktion ermöglichte es McIver seiner Kompanie, ihre Mission zu erfüllen. Außerdem trug er Nachrichten durch feindliches Artilleriefeuer und Maschinengewehrbeschuss.

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Schottisches Wetter

Heute war schottisches Wetter, also bewölkt, immer mal Sonne, immer mal Regen, alles kurz und abwechselnd. Genug für einen leichten Nasensonnenbrand, dem Regen kann man ausweichen. Dafür begleitet von starkem Wind, der an sich das Unangenehmste war.

Auffallend ist in Großbritannien die Qualität des Essens. Nicht vergleichbar mit den letzten Erfahrungen vor zwanzig Jahren.OK, das labberige Brot, aber wir haben ja schon Ersatz gefunden. Dafür gibt es in den Gaststätten und Supermärkten frisches, gutes Essen; wenn man denn will. Davon können wir uns in D durchaus eine Scheibe abschneiden.

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Einstürzende Brücken

Gußeisen ist sehr belastbar, solange keine Verformung gewünscht ist. Verformungen wie Dehnen oder Biegen mag Gußeisen gar nicht. Das wurde schon beispielhaft beim Einsturz der Dee-Brücke 1847 festgestellt, bei dem fünf Menschen starben. Die Brücke bestand aus gußeisernen Trägern, die mit Schmiedeeisen verstärkt wurden. Das Gußeisen brach bei der Verformung durch Be- und Entlastung durch Zugfahrten.

1871-1878 wurde die Brücke über die Mündung des Tay (Firth of Tay) geplant und gebaut. Trotz anderweitiger Erfahrungen mit Gußeisenträgern. Andere Probleme: die Windstärke wurde nicht ausreichend berücksichtigt, die Geschwindigkeit des Zuges ebenfalls nicht, beim Bau wurde geschludert und abfallende Teile bei der Benutzung nach der Eröffnung 1878 wurden ignoriert, genau wie der bei einem Bausturz beschädigte Träger. Dafür blieb der Bau im Zeit- und Geldrahmen.

Am 28. Dezember 1879 um 19:17 stürzte die Brücke mit Zug bei einem Orkan ein. Keine Überlebenden, 75 Tote.

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Robert the Bruce

War ein Freiheitskämpfer für Schottland, der erstaunlich erfolgreich war. Zwar musste er zum Anfang seiner Regentschaft seine Rivalen umbringen, fand aber glücklicherweise einen lokalen Kirchenmann, der das in Ordnung fand. Danach der berühmte Sieg bei Bannockburn über die Engländer, bei dem es um Freiheit ging, nicht um Macht, Land oder so ein Zeugs. Diese Freiheit von England wollte er dann auch den Engländern gönnen, die er überfiel. Und den Irländern. Wahrscheinlich starb er an Lepra.

Er ist eine der positiv besetzten Figuren der schottischen Geschichte.

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Scone Palace

David Douglas wurde 1799 in Scone als Gärtner geboren. Er wuchs in Schottland auf und fuhr nach Amerika, wo er zwischen 1824 und 1826 die Douglasie (douglas fir) erfand, die er 1827 nach Schottland brachte. Dies brachte ihm Weltruhm ein, der ihm jedoch nichts nützte, als er 1834 auf Hawaii in eine Fallgrube stürzte, die bereits von einem Bullen besetzt war. Immerhin hat er dort ein Denkmal bekommen, das Ka lua kauka (“Die Grube des Doktors”) heißt.

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Auchterarder

Wir betraten den co-op foodstore, es muss gegen 12:05 gewesen sein, denn um 12:07 kam der am linken Arm tätowierte Bäcker aus der Hintertür. Er war vielleicht 26 Jahre alt, trug eine Hygienehaube über den Haaren, war rasiert, dünn, drahtig. Aber das bemerkten wir erst später, denn unser Blick wurde durch das Tablett angezogen, das er auf den angewinkelten Armen trug. Auf dem Tablett lagen zwei dunkle, hart gebackene Brötchen und eine Baguettestange mit Kruste. Wir blieben bei dem Anblick stehen, gingen langsam auf die Knie und dankten dem Bäcker, während unsere Tränen seine Hände benetzten. Ihm war das sichtlich peinlich, wir wurden nach kurzer Zeit vom Sicherheitsdienst aus dem Geschäft geleitet.

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