Flohbeutelcheck

Fast hätte ich das vergessen, die Miezen wurden vorige Woche nochmal vom Tierarzt durchgecheckt und für flohfrei erklärt. Das war für uns an sich nichts Neues, aber man freut sich doch wenn es offiziell ist.

Ich war allein mit den Miezen beim Tierarzt, sie haben sich mal wieder nicht aus dem Kennel getraut.

Fazit: Ronnie hat noch Kauröllchen bekommen (mit Fisch) und der ganze Besuch dauerte 15 Minuten.

Das schwerste 2006 03 24 Miezen Tag138 016 daran waren die beiden Miezen,

die auch mal klein waren.2005 11 06 Colditz 054

Einzelfloh

Die Flöhe sind tot! Den letzten fanden wir auf Ronnie! Aber das war bestimmt nur ein versprengter Einzelfloh. Die Katzen sind wieder sauber und die Wohnung auch. Leider riecht das Desinfektionsspray doch, trotz Anpreisung auf der Packungsbeilage das nicht. Bäh, und bei dem Sturm letzte Woche, war das Fenster öffnen ja auch lebensgefährlich.

Die Miezen kratzen wieder fröhlich an der Schlafzimmertür zu allen unmöglichen Zeiten und Ronnie hat ein neues Spiel erfunden.
Er spielt es zusammen mit Futtermeister E; es heißt: die Katze wirft den Textmarker auf den Boden und Futtermeister E hebt ihn wieder auf.
Das Spiel gibt es auch in Endlosschleife, wir haben nach 5 Wiederholungen aufgegeben.

Kampf den Flöhen

Die Flöhe sind so gut wie besiegt. Wir haben die Katzen und die Wohnung desinfiziert und alles Waschbare gewaschen. Die Miezen allerdings nicht. Die werden nur immer gekämmt und mit dem Staubsauger durch die Wohnung gescheucht.
Floh-Fazit:
Flöhe sind eklig, man mag sich das gar nicht weiter vorstellen…Larven, Eier etc.

Wenn man von Flöhen spricht, muß man sich gleich kratzen…das geht auch über’s Telefon.
Wenn Lemmy angeschnurrt kommt und schmusen will, ist da immer so ein fieser “Flohbeutel-Hintergedanke” im Kopf, aber schließlich kann die Miez nix dafür und wird trotzdem geknuddelt.
Nebenbei bemerkt, rote Plasteschleifenbänder eignen sich fabelhaft als Miezenspielzeug, werden aber nicht verdaut.
Außerdem scheinen die Miezen jetzt richtig Angst vor’m Tierarzt bekommen zu haben, die Flohuntersuchung verbrachten beide zusammengekauert im Kennel (bis auf einen kurzen Lemmy-Ausreißversuch).

Flohbeutel

Die Viecher haben uns mit Flöhen gesegnet. Naja, einer von den beiden. Erstaunlicherweise wollen die Blutsauger nur was von Lemmy, Ronnies Fell ist ihnen wahrscheinlich nicht buschig genug. Lemmy hat viel dickeres Fell und sieht deshalb auch viel dicker aus als er eigentlich ist. Haha
Jedenfalls wird ab sofort gekämmt, gewaschen und geputzt, bald auch gepudert, bis die Importflöhe aus H. wieder verschwunden sind.
Lemmy findet den Flohkamm übrigens ganz toll, wahrscheinlich aber nur, weil das Kämmen mit Leckerlis verbunden ist. Jedenfalls wirft er sich hin, wie ein Hund (igitt) und läßt sich durchflohkämmen.
Anzahl der gefundenen Flöhe bisher:
Futtermeister I – ca. 10
Futtermeister E – ca. 5
Gewonnen!

Tierarztbesuch

Jetzt habe ich glatt den zwischen-feiertäglichen Tierarztbesuch vergessen. Ich hatte zum Glück auf einem Termin bestanden, denn die Praxis war gefüllt mit Hunden, Hündchen, Vögeln und Katzen. Aber wir wären sowieso drangewesen. Die Miezen waren ob der 10 minütigen Wartezeit in Gegenwart der grausigen anderen Viecher so geschockt, daß sie aus dem Kennel förmlich herausoperiert werden mußten und ganz apathisch ihre Impfungen in Empfang nahmen. Es war erstaunlich zu sehen, daß eine mittlere Transportbox zu Hause von einer Katze ausgefüllt wird, damit keine andere mehr reinpaßt und beim Tierarzt locker 4 dicke Miezen Platz gefunden hätten. Alles eine Frage der Einstellung.

Leerdammer Caractère II

Die Miezen haben mir eine ganze Scheibe Käse vom Brot gestohlen und natürlich gefressen. Ich drehte mich nur mal kurz um, naja das soll mir eine Lehre sein. Ich war so perplex, ich konnte nur noch lachen, nicht mal mehr schimpfen.
Lemmy gibt es in drei Ausführungen, da ist zum einen das Ausstellungsstück A, der liebe, brave, furchtbar laut schnurrende und total schmusige Lemmy – er zeigt sich meist abends beim Fernsehen, wenn er sich sicher fühlt. Dann gibt es noch Ausstellungsstück B, die böse, kleine, kratzige, bloß-weg-will Mieze, die schon viele tiefe blutende Wunden verursacht hat. Zu ihrem Auftauchen kann man keine Angaben machen, sie ist völlig unberechenbar. Dann ist da noch Ausstellungsstück C, die hungrige, jammernde, leidende, jämmerliche Lemmy-Katze. Die gibt es eigentlich dauernd, rund um die Uhr kann man Futter verlangen. Man kann sich dan prima mit Lemmy unterhalten indem man seine kläglichen Töne nachahmt, es kommt immer kläglicher zurück.
Ronnie ist wieder ganz der alte nach überstandener Blasenentzündung, er frißt sogar seine Tabletten, wenn man sie ihm unter’s Futter mischt.

Blasenentzündung

Freitag Nacht (nach meinem überragenden Bowling-Erfolg) überraschte uns Ronnie mit einer Blasenentzündung. Symptome: Appetitlosigkeit und ständiges auf-das-Klo-Gerenne-ohne-Erfolg dafür aber auf den weißen Teppich rot gepinkelt. Wir sind natürlich sofort zum Tierarzt, nachdem wir rausgefunden hatten wer Notdienst hat. Ronnie bekam eine eingehende Untersuchung, drei Spritzen, Gel für die Zahnfleischentzündung und Leckerlis, die er aber nicht aß. Lemmy kam auch mit als moralische Stütze und wegen des spezifischen Tierarztgeruchs und bekam ebenfalls Gel für die Zahnfleischentzündung und Leckerlis, die er gerne aß. Er fraß dann zuhause auch noch die von Ronnie. Wir bekamen Tabletten für Ronnie und TroFu für die (Katzen)Zähne und die Rechnung. Fazit: Ronnie geht es besser, der Tierarzt war sehr gut, die tierärztliche Notrufnummer für Berlin ist ein Witz (man wird an die Auskunft verwiesen) und der Urlaub ist gerettet, ach ja und die Stadt ist auch nachts noch furchtbar voll.

Kastration

Hier nun eine ausführliche Beschreibung der Kastration unserer Miezen, nix für Männer und andere Leute mit schwachen Nerven. Ronnie war zuerst dran, denn er hatte zuerst seinen Kopf rausgesteckt. Also wurde er erstmal kurz untersucht, gewogen (3,8 kg) und danach für die Narkosespritze festgehalten. Nach der maunzend ertragenen Spritze sprang er vom Tisch und versteckte sich unter dem Stuhl, kam aber bald darauf wieder rausgekrabbelt, in Zeitlupe. Nach einigen kläglichen Versuchen, sich auf die Beine zu stellen, fiel er in Narkose. Dann wurde er auf den Tisch gesetzt, er bekam eine weiche Unterlage und Salbe in die Augen und jeweils eine örtliche Betäubung in die Hoden. Danach fing der Tierarzt an, Ronnie’s Hoden zu rupfen, er zupfte das Fell ab, so daß die kleinen Dinger zum Vorschein kamen. Als der Arzt sich wusch, war Zeit für ein paar Fotos.

Ronnie bekam dann noch Desinfektionsspray auf den Hintern und los ging’s: mit dem Skalpell einen kleinen Schnitt, den Hoden rausgeholt, abgeklemmt, mit Faden fest abgeschnürt, abgeschnitten und getupft. Das ganze nochmal beim anderen Hoden und die Wunde wieder im Hodensack versteckt und mit silbernem(!) Pflasterspray verkleistert. Dann noch ein Antibiotika-Spritze und wir durften Ronnie in der einen Hälfte unseres Transportbehälters drapieren.

Lemmy wurde natürlich ebenso untersucht (4,15 kg), nicht ohne mich zu kratzen. Aber bei der Spritze blieb er ruhig und fiel auf dem Tisch in Narkose. Er hatte nicht nur die Augen, sondern auch das Maul offen, es sah wirklich schlimm aus. Die restlichen Schritte so wie oben, ich erspare mir die Wiederholung des grausamen Rituals.

Zu Hause schliefen die Miezen für 2 Stunden fest, bevor sie begannen ab und zu mal aufzustehen. Das mißlang natürlich und ging aber verstärkt weiter. Wir versuchten es mit Streicheln, einsperren in der Box, auf die Decke legen, unter die Decke legen und die Miezen dankten es uns mit Kotzen (Ronnie 5mal, Lemmy 1mal). Lemmy ging auch noch mal brav auf’s Klo und wir dann gemeinsam ins Bett. Also wir ins Bett und die Miezen in ihren Boxen davor auf der Decke. Nach einigem Scharren und Zwitschern schliefen wir alle tatsächlich bis 8:30 Uhr durch. Morgens futterten sie schon wieder mit großem Appetit, waren aber noch sehr schlaff. Sie erholten sich allerdings schnell wieder und waren abends schon fast (minus bestimmter Teile) die alten.

vorkastration waehrendkastration nachkastration ohnegemaecht

Zahnunfall

Lemmy zahnverhält sich, als ich nach Hause komme, ganz normal. Beim Streicheln fällt mir sein schiefes Gesicht auf, ich schaue näher nach: er hat ein blutiges Maul und zwei Zähne schauen mich an. Ich zeige I die Bescherung und sie sieht es auch (keine Halluzinationen): unten links sind der Reißzahn und sein kleiner Kumpel nach außen(!) gedreht. Wir wissen nicht, wir er es geschafft hat, wollen diesen Anblick aber dem Tierarzt nicht vorenthalten. Er nimmt den kleinen Zahn raus (war wohl ein Milchzahn) und stellt fest, daß der Reißzahn noch völlig fest ist. Daher bleibt der Zahn erstmal drin. Jetzt sieht Lemmy aus wie ein Säbelzahntiger und hat seine erste Narkose hinter sich.