Feuerzangenbowle die Zweite

Letzten Sonnabend war es wieder soweit: unsere alljährliche Feuerzangenbowle. Dabei auch schon zur festen Einrichtung geworden, “Advent, Advent, die Katze brennt”. Diesmal war es Ronnie, er fackelte sich den Schwanz an. Es stank ganz erbärmlich und vielleicht war es ja Zufall, daß wieder die gleiche Person neben der Katze saß, wie schon vor zwei Jahren 😉 und ich bin vollkommen unschuldig 🙂

Lemmy ließ sich kurz vor Ende auch noch mal blicken, trotz der vielen potentiellen Bösewichte und Katzenfresser.

Horror: Besuch

Gerne würde ich in der Überschrift einen Bindestrich statt des Doppelpunkts setzen, um das Verhalten der Katzen zu erklären, das sie dieses Wochenende wieder an den Tag gelegt haben.

Was für Angsthasen.

Gerade räkelte sich Lemmy Sonnabend Nachmittag noch auf dem Teppich, da klingelt es. Ab hinters Sofa. Gäste kommen, nette Menschen, die keine Katzen quälen. Egal. Hinter dem Sofa ist es sicher. Genauso wie im Arbeitszimmer unter dem Schreibtisch hinter den Fotos am Abend oder in den Kabeln des Rechners als Alternative.

Wenn Lemmy mal zu sehen war, dass als huschender Schatten, der Strecken in Rekordgeschwindigkeit überbrücken kann. Ronnie war zwar etwas besser aber auch keine Leuchte.

Nachts dann großes Kuschelbedürfnis und an der Schlafzimmertürkratzen, das quer durch die Wohnung durch die geschlossene Wohnzimmertür zu hören war. Reingelassen sofortiges Verstecken unter dem Bett, selbst das Morgenfrühstück hatte nicht die gewohnte Anziehungskraft.

Kaum war der Besuch weg, große Liebe, anfassen, streicheln, ab auf die Betten und von 13:30 bis 18 Uhr durchschlafen, weil die Nacht ja so stressig und anstrengend war (die Angst, das Kratzen etc.). 18 Uhr essen, ab 18:30 schlafen. 22:00 essen, 22:20 schlafen.

Pfeifen.

Angsthasenkatzen

Am Wochenende hatten wir Besuch. Die Miezen mögen sowas überhaupt gar nicht. Von Lemmy kennen wir das ja schon, aber jetzt hat er auch Ronnie mit seiner Feigheit vor dem Feind angesteckt. Wir konnten ungestört die Balkontür öffnen, keine Mieze kam angelaufen und zwängte sich gleichzeitig mit uns und dem anderen vierbeinigen Stolperstein durch die Tür. Auch beim Füttern bedurfte es diesmal großer Überredungskünste, ich mußte Lemmy regelrecht besprechen, damit er etwas fraß. Sonst wird gleich beim ersten Napfklappern losgeheult, aber wenn Besuch da ist…
Wir haben uns für unsere unkommunikativen und ungeselligen Katzen geschämt.
Lemmy findet man da für gewöhnlich nur, wenn man sich den Hals ausrenkt beim unter den Schreibtisch hinter die Schubfächer in den 10 cm schmalen Zwischenraum schauend. Und selbst da entdeckt man nur seinen Kopf. Apropos, wir haben letzte Woche Ronnie gesucht, bestimmt 10 Minuten lang. Er war unauffindbar! Wir begannen, an uns selbst zu zweifeln, hatten wir wirklich damals zwei Katzen mitgebracht? Schließlich gaben wir auf und klapperten mit der Futterdose, Ronnie kam tatsächlich. Das kleine Monster hatte die ganze Zeit auf dem Stuhl gesessen, der unter den Tisch geschoben war. Da hätten wir auch gleich drauf kommen können!
Außerdem haben sie uns mal wieder durch ausdauerndes Türkratzen genervt.

Blumen

Wie bereits von Futtermeister I erwähnt, hatten wir am WE Besuch. Nett, wie sie waren, wurden Blumen überreicht, die wir natürlich präsentabel in der Wohnung plazierten. Abends haben wir die Blumen vergessen.

Morgens war, wie erwartet, ein Zweig abgebissen, etliche Blätter gegessen, verdaut und mit Haaren versehen ins Wohnzimmer gekotzt. Wird Zeit, dass FM I vor mir aufsteht.

Tupperware die Zweite

Die Miezen haben mal wieder das KaKlo nicht getroffen. Außerdem haben sie es geschafft, die Tupperdose zu öffnen. Allerdings unter kräftiger Mithilfe vom Futtermeister E, der hat nämlich die Dose offen gelassen. So war das denn auch nicht sehr schwierig: sie warteten, bis wir in der Badewanne saßen und haben dann die Leckerlis aufgefressen. Es waren aber nicht mehr sehr viele in der Dose.
Die wochenendliche Feuerzangenbowle hat unseren Miezen nicht gefallen, wohl hauptsächlich wegen der Gäste, die sich in ihrem Revier breitgemacht hatten. Sonnabends war nur Ronnie zu sehen und Sonntags keine Katze mehr. Als der Besuch weg war, waren die tierischen Mitbewohner heilfroh und furchtbar schmusebedürftig.

Blumenliebe und Kuchenfraß

Am Wochenende hatten wir Besuch, Lemmy war wie immer verschwunden, traute sich aber dann doch noch raus. Ronnie war neugierig wie immer und fraß als erstes an der geschenkten Blume. Als wir den Besuch verabschiedeten, ließen wir den Kuchen unbeaufsichtigt, circa 10 Minuten. Das war ein Fehler. Die Kirschen mochten sie allerdings nicht. Am nächsten Tag angelten sie sich dann noch den eigentlich gut gesicherten Aufläufer und fraßen Dreiecke raus. Schweinebande.

Fete

Wenn wir Gäste einladen, dann ist es fast so wie früher. Keine Mieze in Sicht. Das dauert aber nicht lange, dann siegt die Neugier bei Ronnie und er kommt, um das Revier zu kontrollieren. Lemmy hingegen passt in die kleinste Ecke, bloß um nicht von Fremden gesehen zu werden. Ronnie spielt mit der Carrera Bahn und schnüffelt an allen Socken und Lemmy traut sich nur raus, um Essen aus der Küche zu klauen. Warum gehen Miezen eigentlich immer zu den Allergikern? Riechen die das?

Feuerzangenbowle

Wir veranstalten eine Feuerzangenbowle. Erstmals viele Menschen in der Stube – die Katzen stört das nicht. Auf seiner Tour durch die Stube läuft Lemmy zu nah an der Kerze vorbei und fängt Feuer. Er merkt es nicht einmal, die Haare sind nur angesengt, stinken aber erbärmlich. Das stört nun auch Lemmy. Advent, Advent, die Katze brennt.

In der Nacht mussten sie im Flur schlafen, bis auf heftiges Türkratzen in der Frühe, von der alle Menschen wach wurden, gab es keine Schäden.